Axel Petermann

 4,1 Sterne bei 218 Bewertungen
Autor von Die Elemente des Todes, Auf der Spur des Bösen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Axel Petermann (© Toma Babovic)

Lebenslauf von Axel Petermann

Axel Petermann Jahrgang 1952, ist Tatortanalytiker (Profiler) und Kriminalkommissar bei der Bremer Polizei. Er hat in über 1000 Fällen gewaltsamen Todes ermittelt und leitet die Dienststelle Operative Fallanalyse, die er auch begründete. Weiterhin lehrt er als Hochschuldozent Kriminalistik. Er berät die TV-Redaktion Tatort, mehrere seiner Fälle dienen als Vorlage für Produktionen dieser Sendung. Sein Buch «Auf der Spur des Bösen» war über 20 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Neue Bücher

Cover des Buches Im Auftrag der Toten (ISBN: 9783453605800)

Im Auftrag der Toten

 (1)
Neu erschienen am 13.09.2021 als Taschenbuch bei Heyne.
Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783748402534)

Auf der Spur des Bösen

Neu erschienen am 30.07.2021 als Hörbuch bei Audio Verlag München.

Alle Bücher von Axel Petermann

Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)

Die Elemente des Todes

 (78)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783548373256)

Auf der Spur des Bösen

 (63)
Erschienen am 12.05.2010
Cover des Buches Der Profiler (ISBN: 9783453603592)

Der Profiler

 (33)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Im Angesicht des Bösen (ISBN: 9783499627835)

Im Angesicht des Bösen

 (24)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Die Diagramme des Todes (ISBN: 9783426524688)

Die Diagramme des Todes

 (16)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Im Auftrag der Toten (ISBN: 9783453605800)

Im Auftrag der Toten

 (1)
Erschienen am 13.09.2021
Cover des Buches Im Angesicht des Bösen (ISBN: 9783748401155)

Im Angesicht des Bösen

 (1)
Erschienen am 29.04.2020

Neue Rezensionen zu Axel Petermann

Cover des Buches Der Profiler (ISBN: 9783453603592)nancygth90s avatar

Rezension zu "Der Profiler" von Axel Petermann

Faszinierend und sehr interessant!
nancygth90vor 5 Monaten

Für Fans von True Crime aufgepasst! Ich kann euch dieses Buch von Axel Petermann aufjedenfall empfehlen zu lesen! 


Axel Petermann ist einer der besten Profiler in ganz Deutschland. Er schrieb schon mehrere Bücher und ist regelmäßig im TV oder Dokus zu sehen. 


Dieses Buch ermöglicht uns Anhand von 4 verschiedenen Fällen einen Blick hinter die Kulissen sowie ein tiefes Eintauchen in die Fallanalyse.

Es ist wirklich sehr interessant einen Einblick in seine Arbeit zu bekommen.

Die Fälle sind wirklich faszinierend beschrieben, ein Hinweise führt zum nächsten.


Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Ich konnte es bis zur letzten Seite kaum weglegen.


Von mir gibt es 5/5:

⭐⭐⭐⭐⭐

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Cover des Buches Der Profiler (ISBN: 9783453603592)RalfEbersoldts avatar

Rezension zu "Der Profiler" von Axel Petermann

"Nur wer gegen den Strom schwimmt, gelangt irgendwann zur Quelle" (Dieter Hallervorden).
RalfEbersoldtvor 7 Monaten

Zu Beginn zwei Zitate von Axel Petermann: über sich selbst: „Ich schlüpfte in die Rolle eines Mörders, um das Verbrechen mit seinen Augen sehen zu können.“ und „Ich bin Profiler. Ein Spezialist für ungeklärte Morde. Ein Grübler und Querdenke unter den Mordermittlern.“


Während seiner 35 Jahre bei der Bremer Mordkommission hat er  - auch in leitender Funktion -  etwa1.000 Fälle bearbeitet, und während dieser Zeit einen der ersten Fälle in Deutschland bearbeitet, bei dem der Täter mittels DNA-Analyse überführt werden konnte. Außerdem ist er im Bundesverband ANUAS e.V., einer Hilfsorganisation für Opferangehörige, aktiv. Ver seiner Fälle wurden im Bremer "Tatort" in leicht veränderter Form verfilmt. 

“Der Profiler“ ist sein drittes Buch, beinhaltet 298 Seiten und ist im Juli 2015 erstmals erschienen, inzwischen in der 8. Auflage, und ist iein SPIEGEL-Bestseller.




Im ersten Fall geht es um die zum Tatzeitpunkt 19-jährige Heike Rhimbach, die bei der Tat nahezu hingerichtet wurde. Sie wurde erstochen, erwürgt und erhängt, sodass jede dieser Vorgehensweisen für sich selbst hätte vollkommen genügt, um die junge Frau zu töten – deshalb lautet diese Art des Tötens Mehrfachmord.

Die verbliebene Mutter hatte dieses Ereignis auch knapp 20 Jahren nicht verabeiten können – was umso schwerer ist, wenn der Mörder noch immer nicht gefasst ist und ständig jemand im Zuge der Ermittlungen alte Wunden aufreißt. Die Mutter war es, die Axel Petermann um Hilfe bat. Mit der Bedingung, dass er für sie als >>Pro-bono-Ermittler<< arbeite, stimmte sie zu. (Zitat Petermann) „..., aber der Preis für meine kostenlose Beratung ist die völlige Unabhängigkeit bei der Bewertung der Recherchenergebnisse.“ Dann bat er sie im Gegenzug, ihren Anwalt von dessen Schweigepflicht zu entbinden und ihm die Akten zu Verfügung zu stellen.


Im Verlauf der Ermttlungen lernt Axel Petermann auch den Vater Rhimbach kennen, der nach Angaben des Anwalts der Familie wenige Jahre nach der Ermordung seiner Tochter vor Kummer verstorben war. Wie es zu solch einer irreführenden Verwechslung kommen konnte, wurde nie geklärt.




Über das Profiling verrät Petermann (Zitat): „Ein Täter trifft ständig Entscheidungen, vor, während, und auch nach dem Verbrechen, bestimmt die Tatzeit, sucht den Tatort aus, wählt die Tatwaffe, entscheidet sich für die Art und Weise der Tötung und überlegt, was er mit der Leiche macht. Ob er diese einfach liegen lässr, abdeckt, verstümmelt oder einfach an einen anderen Ort bringt, damit die Tat zunächst noch unentdeckt bleibt und die Familie wie Ermittler von einem freiwilligen Verschwinden ausgehen. Durch seine individuelle Vorgehensweise verrät ein Täter seine Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse werden durch die Spuren am Tatort und an der Leiche dokumentiert.

Doch es ist nicht der klassische Fingerabdruck an der Tatwaffe, der blutige Fußabdruck eines Schuhs auf dem Linoleum oder das verlorene Haar an der Kleidung des Opfers, es ist vielmehr >>die Spur hinter der Spur<<, mit der ich mich auseinandersetze. Der Täter hinterlässt einen >>psychologischen Fingerabdruck<<, der ihn von anderen Tätern unterscheidet.

Und noch ein dritter Komplex ist in der Fallanalyse wichtig. Neben den Informationen des Tatortes und den Traumen an der Leiche muss ich mich sehr intensiv mit der Persönlichkeit des Opfers beschäftigen. Es gilt nämlich die Frage zu beantworten, ob der oder die Getötete bewusst vom Täter ausgesucht wurde oder ob das Opfer Pech hatte und einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Um auf all diese Fragen Antwort geben zu können, muss ich den Tatort besichtigen, und auch die Ermittlungsakte lesen. Ich muss möglichst alle Informationen über das Opfer darin finden.“ (Zitat Ende)




Über die Entstehung der Operativen Fallanalyse


Anfang der Jahrtausendwende gab Petermann die Leitung der Mordkommission in Bremen auf, um mit 2 Köllegen die Abteilung für die Operative Fallanalyse zu gründen. Dabei richtete er sich nach den Methoden von Robert Ressler, der im Jahr 1978 Leiter der Abteilung Verhaltensforschung des FBI geworden war und in den Jahren darauf die Methodik der Fallanalyse stark geprägt hat. Er fragte sich, weshalb Täter ihre Taten auf eine ganz spezielle Art und Weise begehen und – vor allem – warum sich die Vorgehensweisen von Mördern bei gleichen Motiven ähnelte, obwohl sich diese Menschen überhaupt nicht kannten und nicht gegenseitig inspiriert haben konnten. Dazu schreibt Petermann (Zitat):


Der Täter, der mordet, und der, der verstümmelt, sind identisch. Manchmal aber holt sich ein solcher Täter auch Hilfe. Kein einziger Fall ist belegt, in dem eine zufällig aufgefundene Leiche vom Finder – aus welchen Gründen auch immer -  verstümmelt und versteckt wurde. Verdächtige, die so etwas behaupten, suchen nach Ausreden, erfinden Schutzbehauptungen, um nicht wegen eines Tötungsdelikts bestraft zu werden.“




Im zweiten Fall ging es um einen Häftling der JVA Bremen, der während einer Schlägerei ein Hämatom am Auge abbekam und beim Gefängnisarzt trotz Behandlung mit Salbe nach einem Schmerzmittel fragte. Der Arzt wunderte sich darüber, dann aber zeigte der Häftling ihm seine Füße: ihm fehlten an beiden Füßen jeweils die mittleren drei Zehennägel, also insgesamt sechs. Weil in der JVA mehrere Cla-Strukturen den Knastalltag bestimmen, ging man lange davon aus, dass der Häftling gefoltert worden sei.

Dieser Fall wurde im Bremer “Tatort“ “Wer das Schweigen bricht“ verfilmt.

Der Häftling und Patient war seit seiner Jugend drogenabhängig und seit seiner Kindheit verhaltensauffällig und aggressiv veranlagt. Wegen seiner Impulsivität und wegen seiner Schmerzverträglichkeit nannten ihn viele “Pitbull“ oder “Terrier“. Petermann ermittelte damals in alle Richtungen.


Im dritten Fall wurde von einem Jäger der Torso einer Frauenleiche, also ohne Kopf und ohne Beine, in der Weser gefunden, er wunderte sich über Fäulnisgeruch und lautes Summen. Ihre Arme und Hände waren dran, also ging es dem Täter nicht um das Vertuschen der Identität der Toten, sondern um das Vortäuschen der Mordursache. Mögliches Indiz für eine Täter-Opfer-Beziehung?


Im letzten Kapitel beschreibt Petermann zwei Cold Cases, also zwei Fälle, deren Ermittlungen einst aufgenommen und später auf Eis gelegt wurden, jedoch nie abgeschlossen werden konnten,. Einer der beiden Fälle war ein Mord mit drei Verdächtigen, von denen einer verurteilt und später im Revisionsverfahren wieder freigelassen wurde – Petermann war zu Beginn dieses Falls selbst noch Polizeischüler. 

Der letzte Fall handelt von einem Ehepaar, bei dem die Frau wenige Jahre nach der Hochzeit ihren Mann als Alkoholiker entlarvt hatte. Während der Ehe erlitt er drei Schlaganfälle, die seine Libido auf Null beschränkt hatten, inzwischen war er trockener Alkoholiker geworden. Als er im nach 23 Jahren Ehe im Streit seinen nächsten Alkoholkonsum ankündigte, hatte seine Frau Bilder von früher vor den Augen, in ihr fiel alles zusammen und griff nach einem Hammer, ihr Mann überlebte schwer verletzt und trug später lebenslange Behinderung davon.




Die Fälle, die Axel Petermann beschreibt, sind alle medial nachvollziehbar, weil er nicht verfremdet.. 



Mit besten Empfehlungen
Ralf Ebersoldt

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Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)mrsmeerlancholies avatar

Rezension zu "Die Elemente des Todes" von Axel Petermann

Wahrer Fall des Todes
mrsmeerlancholievor einem Jahr

Larsen Kiefer ahnt wer die Täter sein könnten, Daniel und Moritz, doch nachweisen kann er ihnen nichts. Daniel ist sehr selbstsicher, auch intelligent und er plant alles genau, wonach Moritz eher der Handlanger von Daniel zu sein scheint, anstatt sein langjähriger Freund. Die Verzweiflung von Larsen ist eindeutig in dem Buch zu spüren und man fiebert regelrecht mit. Er muss dennoch den Fall endlich klären, schließlich führen alle Zeichen zu einem weiteren Mord. Der dann auch geschieht und der Abschluss des Buches ist einfach genial und alles in allem sehr spannend aufgebaut. Zwischendurch reist man in dem Buch in die Vergangenheit, was einem hilft, Zusammenhänge zu verstehen.

Der Schreibstil war sehr flüssig, das Buch konnte ich gar nicht aus der Hand lassen. Erschreckend ist aber auch, dass das ganze ein wahrer Fall ist. Alles in allem ein sehr gutes Buch!

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