Axel Petermann

 4,4 Sterne bei 482 Bewertungen
Autor*in von Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie, Die Elemente des Todes und weiteren Büchern.
Autorenbild von Axel Petermann (© Toma Babovic)

Lebenslauf

Axel Petermann Jahrgang 1952, ist Tatortanalytiker (Profiler) und Kriminalkommissar bei der Bremer Polizei. Er hat in über 1000 Fällen gewaltsamen Todes ermittelt und leitet die Dienststelle Operative Fallanalyse, die er auch begründete. Weiterhin lehrt er als Hochschuldozent Kriminalistik. Er berät die TV-Redaktion Tatort, mehrere seiner Fälle dienen als Vorlage für Produktionen dieser Sendung. Sein Buch «Auf der Spur des Bösen» war über 20 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Psyche des Bösen (ISBN: 9783453606777)

Die Psyche des Bösen

(1)
Neu erschienen am 11.02.2026 als Taschenbuch bei Heyne.
Cover des Buches Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie (ISBN: 9783734114977)

Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie

(197)
Erscheint am 18.02.2026 als Taschenbuch bei Blanvalet. Es ist der 1. Band der Reihe "Im Kopf des Bösen".

Alle Bücher von Axel Petermann

Cover des Buches Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie (ISBN: 9783734114977)

Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie

(197)
Erscheint am 18.02.2026
Cover des Buches Die Elemente des Todes (ISBN: 9783426523131)

Die Elemente des Todes

(81)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783548373256)

Auf der Spur des Bösen

(67)
Erschienen am 12.05.2010
Cover des Buches Der Profiler (ISBN: 9783453603592)

Der Profiler

(37)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Im Auftrag der Toten (ISBN: 9783453605800)

Im Auftrag der Toten

(28)
Erschienen am 13.09.2021
Cover des Buches Im Angesicht des Bösen (ISBN: 9783499627835)

Im Angesicht des Bösen

(24)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Die Diagramme des Todes (ISBN: 9783426524688)

Die Diagramme des Todes

(18)
Erschienen am 01.10.2019

Neue Rezensionen zu Axel Petermann

Cover des Buches Die Psyche des Bösen (ISBN: 9783453606777)
Olivia_Groves avatar

Rezension zu "Die Psyche des Bösen" von Axel Petermann

Olivia_Grove
Das Buch verspricht Psychologie – liefert aber primär Kriminalistik.

„Denn das Böse ist nicht weit weg […]. Wer es verstehen will, muss den Mut haben, den Schlüssel in die Hand zu nehmen. Und wer ihn umdreht, der hört vielleicht das leise Klicken des Schlosses – das Geräusch einer Tür, die sich öffnet, in eine Welt, die uns mehr über uns selbst verrät, als uns lieb ist.“ (S. 12)

„Die Psyche des Bösen – Im Kopf der Mörder“ ist für mich ein echter Page-Turner: abgründig, hochspannend und stilistisch präzise erzählt. Ich habe das Buch nicht einfach gelesen, es hat mich hineingezogen. Nicht aus Sensationslust, sondern aus dem Wunsch zu verstehen. Und aus dem Gefühl heraus, dass diese Geschichten uns wachsamer machen müssen. Anderen gegenüber. Und uns selbst.

Axel Petermann beherrscht True Crime erzählerisch auf Top-Niveau. Seine Fallrekonstruktionen sind dicht, nüchtern und beklemmend nah an den Taten. Spuren, Motive, Wendepunkte, all das ist brillant herausgearbeitet.

Doch wo das Buch „tief in die Psyche“ eintauchen will, bleibt es oft an der Oberfläche der Tatlogik hängen. Die Täter werden uns hier primär über messbare Handlungen und Ermittlungsarbeit greifbar, weniger über innere Dynamiken, frühe Prägungen oder traumatische Entwicklungsbedingungen.

Problematisch wird das dort, wo psychische Störungen für mein Empfinden verkürzt oder skeptisch dargestellt werden. In einem zentralen Abschnitt im Fall zu Roger B. streift Petermann die dissoziative Identitätsstörung, bezeichnet sie als „wissenschaftlich umstritten“ und spricht von „angeblich monströser, ritueller Gewalt“:

„Dieses Krankheitsbild ist wissenschaftlich umstritten. Als Verfechter treten zum Beispiel Psychotherapeuten auf, die Fälle angeblich monströser, ritueller Gewalt behandeln.“ (S. 234)

Petermann nutzt DIS hier ausdrücklich als mögliche Schutzbehauptung des Täters, die er selbst als „fadenscheinig“ einordnet.

Die gewählte Wortwahl hat mich dennoch irritiert. Das bewusst gesetzte „angeblich“ relativiert reale Gewalt, das „Monströse“ wirkt entwertend. Der Blick verschiebt sich weg von Betroffenen hin zu Therapeuten als vermeintliche Ideologen.

Petermanns Skepsis gegenüber DIS als Täterschutzstrategie ist aus kriminalistischer Sicht für mich schlüssig, denn viele Täter nutzen dramatische Diagnosen manipulativ.

Im Fall Roger ist diese forensisch-reduktive Perspektive insofern nachvollziehbar, dass sie Tätererklärungen konsequent zurückweisen will. Gleichzeitig blendet sie eine zentrale traumapsychologische Realität aus:

DIS ist als traumabasierte Störung im DSM-5 und der ICD-11 klar beschrieben, seit Jahrzehnten klinisch und neurobiologisch erforscht. Und organisierte, extreme Gewalt ist kein Narrativ, sondern vielfach dokumentierte Tatsache (Missbrauchsringe, Kinderhandel, sadistische Netzwerke), wie aktuelle mediale und juristische Aufarbeitungen zeigen.

So bleibt das Werk eine außergewöhnlich starke kriminalistische Fallstudie, aber ein begrenztes psychologisches Erklärungsmodell.

True Crime at its best. Mit einer spürbaren Leerstelle dort, wo die Psyche mehr ist als ein Ermittlungsansatz.

„Viele Täter sind Meister der Manipulation. Sie wissen, wie sie ihre Geschichten erzählen müssen, um Mitleid zu erzeugen oder Verantwortung abzugeben.“ (S. 11)

Und genau deshalb hätte ich mir an dieser Stelle mehr Mut zur Tiefe gewünscht.

Empfehlenswert ist das Buch besonders für Leserinnen und Leser, die präzise kriminalistische Fallanalysen schätzen und keine tiefenpsychologischen Porträts erwarten.

Cover des Buches Im Kopf des Bösen – Der Happy Face Killer (ISBN: 9783986790738)
Claudias-Buecherregals avatar

Rezension zu "Im Kopf des Bösen – Der Happy Face Killer" von Petra Mattfeldt

Claudias-Buecherregal
True Crime Spannung, Profiling und ein tolles Ermittlerduo

Profilerin Sophie Kaiser und Kommissar Leonhard Michels vom BKA haben einen neuen Fall, der sie nach Bremen führt. Hinter zahlreichen Frauenleichen wird ein Serienkiller vermutet. Mit den Methoden der Fallanalyse sollen die beiden ein Profil erstellen, damit der Täter endlich gestoppt werden kann. Erste Ermittlungen bringen die beiden nicht wirklich weiter, doch als plötzlich ein Mord nicht ins Schema zu passen scheint und ein Journalist ein Bekennerschreiben des angeblichen Täters erhält, überschlagen sich die Ereignisse.

 

Der „Happy Face-Killer“ ist der dritte Band der „Im Kopf des Bösen“-Reihe und vereint so vieles, was ich in spannenden Romanen mag:

  • Sophie hat autistische Züge, die sie für mich absolut liebenswert machen.
  • Sie und Leonhard sind ein super Team, die sich bedingungslos unterstützen.
  • Serienkiller und Profiling
  • True-Crime-Spannung, da das Verbrechen auf einer wahren Begebenheit beruht

Gekonnt setzen die Autoren die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven zu einem Ganzen zusammen. Natürlich begleiten wir Sophie und Leonhard, aber auch den Serienkiller und den Journalisten, denn diese Geschichte zeigt, wie der Einfluss der Medien das Verhalten eines Täters beeinflussen kann.

 

Fazit: Der erste Band („Der Sandmann“) bleibt mein Favorit, aber sowohl Band zwei, als auch der aktuelle Roman sind spannend und unterhaltend. „Der Happy-Face-Killer“ bekommt von mir 4 – 4,5 Sterne und ich hoffe auf eine Fortsetzung mit Sophie und Leonhard.

sehr spannend

Die Autoren:

Petra Mattfeldt ist eine deutsche SPIEGEL- und »Bild«-Bestsellerautorin, die bereits unter ihrem Namen aber auch unter diversen Pseudonymen veröffentlicht hat. Nach einer eher nüchternen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten arbeitete sie als freie Journalistin. Inzwischen ist die Schriftstellerei ihr Hauptberuf. Mattfeldt hat drei Kinder und lebt zusammen mit ihrem Mann in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.

Axel Petermann ist Deutschlands bekanntester Profiler. Er war Leiter der Mordkommission sowie der Dienststelle »Operative Fallanalyse« in Bremen. Als Dozent für Kriminalistik lehrt er seit vielen Jahren an verschiedenen Hochschulen in Deutschland. Als Fachberater für das Fernsehen und als Moderator der ZDF-Reihe »Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle« ist der SPIEGEL-Bestsellerautor einem breiten Publikum bekannt. Axel Petermann hat drei Söhne und lebt mit seiner Frau bei Bremen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: perfect.


Meine Meinung:

Endlich ging es mit der Reihe weiter. Auch in diesem Buch beschäftigen wir uns wieder mit einem Serientäter. Ich mag einfach die Art der Reihe super gerne. Der Fall, um den es geht, ist noch sehr frisch. 2024 und einige Frauenmorde. Und ein Ermittlerpaar was eigene Methoden zu Aufdeckung des Falls hat. 


Der Schreibstil ist auch in diesem Band wieder sehr bildhaft. Auch die Gedanken des Täters werden wieder aufgezeigt, sie sind interessant aber auch erschreckend. Die verschiedenen Sichtweisen machen das Buch sehr spannend. Von dem Fall hatte ich was gehört, aber im Detail waren es für mich sehr aufschlussreiche Informationen. Seine Tragweite war mir nämlich noch unbekannt. 


Obwohl es ein Roman ist, war alles so authentisch geschildert. Die Autoren bedienen sich der Wahrheit und verweben das alles zu einem wirklichen True Crime Erlebnis. Die Grausamkeit des Falls ist jedoch wahr und das macht es so schockierend. Ich habe das Buch wirklich sehr schnell gelesen. Es war unglaublich fesselnd. 


Die Reihe ist sehr zu empfehlen. Für alle True Crime Fans und Thriller Liebhaber. Zudem war der Fall noch sehr aktuell und auch von der Entfernung greifbar, was das lesen noch intensiver gemacht hat. Im Original spielt der Fall jedoch nicht in Deutschland. 


Am Ende gibt es noch eine Zusammenfassung zum echten Fall. Das Buch war sehr spannend und daher ist es eine klare Empfehlung. 

Gespräche aus der Community

Wie würde ein moderner Profiler einen Fall aus den 90er Jahren heutzutage aufrollen? Wenn Euch diese Frage interessiert, könnt Ihr Euch auf einen spannenden True-Crime-Thriller freuen, der auf einem wahren, bekannten Kriminalfall beruht: Den Serienmorden des kanadischen Paares Paul Bernardo und Karla Homolka, in den Medien „Ken und Barbie“ genannt.

627 BeiträgeVerlosung beendet
Petra-Mattfeldts avatar
Letzter Beitrag von  Petra-Mattfeldt

😊

Wie werden Menschen zu Täter*innen oder sogar zu Mörder*innen? Wenn Euch Fragen wie diese interessieren, könnt Ihr Euch auf unseren neuen True-Crime-Lesestoff freuen: Gemeinsam mit Deutschlands bekanntestem Profiler Axel Petermann habe ich nämlich den Thriller "Im Kopf des Bösen. Der Sandmann" geschrieben. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Leserunde mit Euch! Petra Mattfeldt & Axel Petermann

555 BeiträgeVerlosung beendet
We_Ris avatar
Letzter Beitrag von  We_Ri

Wow was für ein Buch!!! Ich bin total begeistert! Vor allem das Nachwort fand ich äusserst interessant.

https://www.lovelybooks.de/autor/Axel-Petermann/Im-Kopf-des-B%C3%B6sen-Der-Sandmann-7259467062-w/rezension/11263880380/

Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde dabei sein durfte. Es hat mir riesig Spass gemacht hinter die Kulissen schauen zu dürfen!


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