Axel S. Meyer Das Buch der Sünden

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der Sünden“ von Axel S. Meyer

HOCH IM NORDEN HAUST DAS BÖSE

Im Jahre 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster Sankt Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu.

Spannende Zeitreise ins 9. Jahrhundert mit einem irritierenden Protagonisten

— anne_lay

Jede Menge Lesestoff.. Teilweise zu viel

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Religiöser Fanatismus im 9. Jahrhundert

    Das Buch der Sünden

    anne_lay

    14. August 2017 um 21:15

    Paris wird von den Dänen überfallen. Der junge Odo muss mitansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter geschändet wird. Der Junge kommt in ein Kloster, kann aber die Tat nicht vergessen und macht sich Jahre später auf, um seine Mutter zu suchen.Die Geschichte, die mit dem dänischen Überfall beginnt führt uns später nach Haithabu, in die Handelsstadt der Dänen, wie auch nach Rügen und zweimal nach St. Galen.So fasziniert ich vom Leben der Dänen und Slawen bin, so irritiert lässt mich die Figur Odo zurück. Aus dem verstörten Jungen wird ein Rächer, der bei aller christlichen, ja klösterlichen Erziehung, übergangslos zum Verbrecher wird, der alle Regeln der 10 Gebote über Bord wirft, als er sich als Vollstrecker göttlichen Handelns erkennt. Nachd dem spannenden Einstieg war das die Stelle, an der ich das Buch fast weggelegt hätte. Religiöser Fanatismus ist leider immer wieder auch ein aktuelles Thema, aber die Motivation Odos war für mich lückenhaft. Mit dem Neueinstieg Helgis gelingt ein Einblick in dänische Lebensverhältnisse der Zeit, der mich hat weiterlesen lassen, auch wenn der Junge mit seiner Verliebtheit zunächst übertrieben und wenig zeitgemäß wirkt. Trotzdem nimmt die Geschichte wieder an Spannung zu und hat mich weiterlesen lassen.Für die zum Teil unglaubwürdigen Handlungsweisen der Figuren ziehe ich trotz der zum Schluss packenden Handlung und des gut recherchierten Lebens der damaligen Zeit einen Stern ab.Nach meinem ersten Buch des Autors (Das Schwert der Götter) hatte ich ich mir dessen Vorgänger gekauft. Die Lebensweise und die Umgebung wird hier ebenso schnell lebendig, da ich dänische Langhäuser aus den Museen in Ribe und Haithabu kenne. Nach diesem, sagen wir mal holprigen Lesevergnügen bin ich gespannt auf das verbleibende Buch, das schon im Regal darauf wartet gelesen zu werden.

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  • Kreuz und quer durch Europa im 9./10. JH

    Das Buch der Sünden

    Caro_Lesemaus

    11. June 2017 um 14:20

    Das, was auf dem Buchumschlag als Inhaltsbeschreibung steht, gilt grob geschätzt für die ersten 50 Seiten. Wir lernen als Erstes den Protagonisten (?) Odo kennen, der beim schrecklichen Überfall der Normannen auf Paris zuerst seinen Vater verliert und mit ansehen muss, wie seine Mutter geschändet und schließlich verschleppt wird. Er wird als Waise der Obhut der Kirche anvertraut und wird Priester. Irgendwann stiehlt er ein geheimes Buch über die Vernichtung der Todsünden und macht sich auf die Suche nach seiner Mutter, was ihn nach Dänemark führt. Dort lebt er also unter den Normannen, die damals sein Leben zerstört haben. Das höchste Ziel ist, den Peiniger seiner Mutter zu finden und, wenn die anderen 6 Todsünden bekämpft sind, diesen zu töten. Mehr möchte ich vom Inhalt an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Nach gefühlt sehr kurzer Zeit im Buch rückt Odo eigentlich eher in den Hintergrund, auch wie er die sieben Todsünden bekämpft wird erst sehr spät aufgegriffen (die ersten vier werden dabei auch einfach übersprungen). Stattdessen lernen wir einen anderen jungen Mann aus dem Dorf Haithabu in Dänemark kennen: Helgi. Der macht dann später auch noch einen Ausflug zu den Slawen, wo so nebenbei deren Religion und Lebensweise ein wenig beleuchtet wird. Ich fand das alles insgesamt sehr verwirrend. Das die Inhaltsbeschreibung nur für die ersten Seiten passt, liegt wahrscheinlich daran, dass die Schauplätze so sehr wechseln und es aus meiner Sicht zwei konkurrierende Protagonisten gibt, dass man es wohl nicht besser zusammenfassen konnte (was mir auch schwer gefallen ist). Ich hatte den Eindruck, dass der Autor viele Ideen hatte und sich nicht entscheiden konnte, also alles in ein Buch gepackt hat. Meiner Meinung nach hätten die verschiedenen Handlungsstränge einzeln ausgebaut werden können. Besser wäre aus meiner Sicht gewesen, sich in diesem Roman auf die Geschichte Odos und die Bekämpfung der Sünden zu beschränken, diese dafür dann auch mehr auszuschmücken.Offenbar interessiert sich der Autor auch für die Slawen. Der kurze Ausflug war ganz nett, trägt aber eher zur weiteren Verwirrung bei. Warum nicht ein zweites Buch, wo ja auch eine Flucht der Aufhänger sein kann und dann eher die Geschichte der Slawen beleuchtet wird? Fazit:Ich habe schon viele historische Romane gelesen und wollte nun einen anderen Autor entdecken. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Zusammenfassend hatte ich den Eindruck, dass der Autor zu viele Ideen zu einem Roman zusammengefasst hat. Sehr schade, denn der Schreibstil hat mir wiederum ganz wunderbar gefallen. Ich werde es nochmal mit einem seiner anderen Romane versuchen.

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  • Leserunde zu "Das Schwert der Götter" von Axel S. Meyer

    Das Schwert der Götter

    AxelSMeyer

    Mein aktueller historischer Roman „Das Schwert der Götter“ ist im Juni 2016 erschienen. Ihr seid nun herzlich eingeladen, gemeinsam mit mir über das Buch zu diskutieren. Bis einschließlich Freitag, 8. Juli 2016, könnt ihr euch bewerben - gern mit einem kleinen Kommentar, warum ihr das Buch lesen möchtet. Anschließend werde ich die Gewinner auslosen. Der Rowohlt Verlag stellt für euch 20 Exemplare bereit.  Zum Inhalt (Klappentext): Feuer und Schwert: Ein faszinierendes Porträt der düsteren Wikingerzeit Herbst 969: Der Frieden im Norden ist in Gefahr. Harald Graufells Königreich ist nach der Niederlage gegen Hakon von Hladir zerschlagen. Der König sinnt auf Rache und schmiedet einen hinterlistigen Plan: Er lässt Hakons Tochter entführen und besetzt, während der Vater der Fährte folgt, sein Reich.Für Hakon gibt es nur einen einzigen Ausweg: Er muss sich mit dem Dänenkönig Harald Blauzahn, verbünden, um sein Land von der grausamen Herrschaft zu befreien. Doch die Dänen sind Hakons Feinde. Und dann geht das Gerücht um, dass Graufell mit dem «Schwert der Götter» kämpft – einer Klinge, die seinen Träger unbesiegbar macht ... Falls ihr in das Buch reinlesen möchtet, gibt es hier eine Leseprobe:  Leseprobe (PDF)Ich wünsche euch viel Glück und bin gespannt auf die Leserunde!  Der Trailer:

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    • 352
  • Jede Menge Lesestoff

    Das Buch der Sünden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2016 um 21:02

    Sehr dickes Buch muss ich schon sagen . Nach 774 Seiten muss ich sagen das ich mehr zum negativen Tendiere als zum postivien. Es gibt viele gute Faktoren wie z.B. der Schreibstil ist recht angenehm & die Charaktere sind alle samt sympatisch ( auch Odo ) auch die ganze Flut an Informationen fand ich wirklich sehr gut rechachiert, dennoch muss ich sagen das die Länge des Buches einfach einen wahnsinnig macht. Ich habe mich angestrengt das Buch immer konzentriert zu lesen aber spätestens auf der gefühlten Seite 364 hörst du auf. Nicht desto trotz Hut an an diesen Autor ich bin wieder an Bildung reicher geworden. Ihr wollt die komplette Rezension lesen ? Dann schaut auf meine Seite: http://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2016/01/das-buch-der-sunden-axel-s-meyer.html

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  • Leserunde zu "Das Lied des Todes" von Axel S. Meyer

    Das Lied des Todes

    AxelSMeyer

    Wer von Euch hat Lust, bei der Leserunde zu meinem zweiten historischen Roman „Das Lied des Todes“ mitzumachen? Der Roman ist am 1. September 2012 im Rowohlt Verlag erschienen. Für die Leserunde stellt Euch Rowohlt 20 Exemplare kostenlos zur Verfügung. Dies ist meine erste Leserunde, und ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen und Euer Fazit. Über Rezensionen freue ich mich natürlich sehr. Zum Inhalt: Ein düsteres Lied, stärker als Krieg, Tod und Verrat. Im Spätsommer 955 tobt eine Schlacht, die die Zukunft des Abendlandes verändern wird: König Otto siegt über die Magyaren, und zieht sich damit den Neid seiner Gegner zu. Thankmar von der Mersburg ist einer von ihnen: besessen davon, seinem Onkel den Thron zu entreißen. Mit seinen Anhängern, den "Blutmänteln", zieht er durch die Länder des Nordens. Er brennt Städte nieder, raubt, plündert und foltert, spinnt Intrigen an den Herrscherhöfen. Nur eine stellt sich ihm in den Weg - die mächtige Seherin Velva. Als auch sie sterben soll, verflucht sie Thankmar mit dem "Lied des Todes". Ihr Sohn Aki schwört Rache. Und nicht nur er, sondern auch der geheimnisvolle Normannenkrieger Hakon versucht, das Unheil abzuwenden, das das Reich bedroht ... Hier gibt es schon mal eine Leseprobe: http://www.rowohlt.de/fm/131/Meyer_Das_Lied_des_Todes.pdf Die Leserunde startet am Samstag, den 22. September 2012 Für die Bewerbung könnt Ihr hier ab sofort bis zum 13. September (23:59 Uhr) einfach Euer Interesse bekunden – und los geht’s ;-) P.S.: Ich werde versuchen, auf alle Eure Fragen zu antworten. Bitte seht es mir nach, wenn es bei mir aus zeitlichen Gründen mal etwas länger dauern sollte ...

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    • 290
  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    sky_and_sand

    06. November 2011 um 17:49

    EIn absolut geniales Buch, was ich hier gewonnen habe. Hatte zuerst Zweifel ob es wirklich was für mich ist. Aber es hat mich von Seite zu Seite mehr begeistert. Sehr gut gemacht. Gerade weil es auch einen enormalen geschichtlichen Hintergrund hat.

  • Leserunde zu "Das Opfer des Wikingers" von Heidrun Hurst

    Das Opfer des Wikingers

    Heidrun_Hurst

    Norwegen im Jahr 802 n. Chr. Der junge Nordmann Leif Svensson, Sohn des Wikinger-Häuptlings Hakon, möchte den Menschen in seiner Heimat den christlichen Glauben nahe bringen. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn der neue Glaube ist so ganz anders als die althergebrachte Lebensweise und Götterwelt der Nordmänner. Als die Anfeindungen zunehmen und ihn zu zermürben drohen, ziehen auch noch dunkle Wolken am Ehehimmel auf. Werden er und seine schwangere Frau Aryana jemals wieder zueinander finden? Doch damit nicht genug. Eines Tages werden zwei fremde Schiffe im Fjord gesichtet. Ihr Anführer ist Sigurd, jung und erbarmungslos, der für sich und seine Mannschaft eine neue Heimat sucht. Die Siedlung von Hakon ist für ihn ein verlockendes Ziel. Für Leif hingegen wird die Situation zur grausamen Zerreißprobe. Soll er mit seinem Vater in den blutigen Kampf gegen Sigurd ziehen? Ist er überhaupt noch ein richtiger Wikinger? Schließlich trifft Leif eine folgenschwere Entscheidung. Möchtet ihr wissen, wie die Geschichte weitergeht? Dann lade ich euch hiermit zu dieser Leserunde ein. Willkommen ist jeder, der die Geschichte der Wikinger einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben möchte, als es normalerweise der Fall ist. Im Vorfeld verlost der mediaKern Verlag fünf signierte Bücher unter Interessierten, die bis zum 20. Oktober hier einen Kommentar unter "Bewerbung Gewinnspiel" hinterlassen, und bei der Leserunde mitmachen möchten. Begleitet wird die Runde von der Autorin, also von mir selbst. :) Ich freue mich schon jetzt auf den Austausch mit euch! Übrigens ist "Das Opfer des Wikingers" bereits der zweite Teil meiner Wikinger-Saga, die mit "Der weiße Rabe" begonnen hat. Es wäre zwar schön, wenn man den ersten Teil schon kennt, zwingend notwendig ist es aber nicht.

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    • 100

    nirak03

    26. October 2011 um 18:16
    Heidrun_Hurst schreibt Hallo Nirak, könnte es sein, dass du in der Nähe von Schleswig wohnst? Dort gibt es das Wikingermuseum Haithabu. In meinem Buch habe ich es Hedeby genannt. Falls du dich weiter für die Wikinger ...

    Ja, so ungefähr. Vielleicht ne halbe Stunde mit dem Auto Fahrtzeit. Das Museum steht auch schon länger auf meiner Liste der Dinge die ich unbedingt nächstes Jahr in Angriff nehmen möchte! ...

  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Gundel

    06. October 2011 um 09:43

    Zusammenfassungen gibt es ja hier schon zur Genüge, deshalb fasse ich mich kurz. Es tut mir leid, aber ich kann mich den positiven Rezensionen nicht anschließen. Die Sprache ist grauenvoll, holpert und stolpert an viel zu vielen Stellen; die Bilder, die der Autor schafft, sind oft unstimmig, und die Entwicklung der Charaktere lässt zu wünschen übrig. Der Held scheint mir ein rechter Trottel, und leider konnte ich Odos Wandlung vom traumatisierten Kind zum Superhelden und Racheengel nicht ganz nachvollziehen. Zufälle gibt es zuhauf, doch die nerven leider bald, da man irgendwann weiß, dass sowieso alles plötzlich ganz anders kommt als man denkt. Die Flucht aus dem Bootshaus hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Mein Fazit: leider von mir keine Empfehlung. Es gibt wesentlich bessere Bücher zu diesem Thema.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Buecherhexe

    12. July 2011 um 07:56

    Trotz seiner doch beachtlichen 778 Seiten liest sich "Das Buch der Sünden" erstaunlich schnell, leicht und flüssig. Anfangs war ich noch etwas enttäuscht, da das Buch meiner Meinung nach nicht das hielt, was der Klappentext - der mich bekanntlich immer dazu animiert, ein Buch zu lesen - verspricht. Erwartet hatte ich mehr mysitsches, was aber nur Randgeschehen der Geschichte war. Allerdings zog mich die Geschichte um Helgi, Teska und auch Odo dann während des Lesens immer mehr in ihren Bann und gegen Ende habe ich das Buch dann doch verschlungen. Die Spannung wurde eigentlich konstant hoch gehalten, immer wieder aber gab es kleine "Zwischentäler" mit vielen - wie ich sage - "aha"-Lösungen, die mich doch sehr bei der Stange hielten. Das Ende ist zwar doch absehbar, trotzdem habe ich das Buch mit einem zufriedenen Gefühl geschlossen. Fazit: Da mich "Das Buch der Sünden" stellenweise doch echt gefesselt hat: 3 Sterne

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Monique

    06. June 2011 um 13:30

    Mir hat Das Buch der Sünden sehr gut gefallen. Die Handlung kommt schnell in Schwung und überrascht mit plötzlichen Wendungen. Man spürt die Atmosphäre des mittelalterlichen, oftmals geheimnisvollen Lebens, vor allem die der alten Klöster oder Kirchen. Dies und auch der kriminelle Faden des Buches haben mich an Umberto Ecos „Der Name der Rose“ und auch an „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A Hoffmann erinnert. Zudem bietet das Buch detailliertes historisches Wissen unter anderem über die Zeit der Verwüstungen des frühmittelalterlichen Europas durch die Normannen. Der Autor erschafft eine Reihe interessanter, lebendiger Figuren, deren Entwicklung sehr glaubwürdig ist. Ich war fasziniert von der Hauptfigur des Buches. Odo ist ein besessener, fanatischer Mönch, der glaubt auserwählt zu sein, um die Welt von der Sünde zu befreien, nachdem er in einer Klosterbibliothek ein Buch findet, das eine Prophezeiung über das Ende der Welt enthält. Nach den Anweisungen des Buches tötet Odo auf brutale Weise viele Leute, die er für Dämonen hält. Damit verstößt er gegen die christliche Ethik, die er allerdings zugleich propagiert. Odo wird dabei vom Leser sogar unterstützt und fast gerechtfertigt, weil Odo diejenigen vernichtet, die dem Leser ebenfalls abscheulich und dämonisch vorkommen. Dies ändert sich aber im Verlauf der Handlung, wenn Odo anfängt, Helgi, den positiven Helden des Romans, zu bedrohen. Nicht so gerne mochte ich die vielen brutalen Szenen, ohne die das Buch aber nicht glaubwürdig wäre. Insgesamt fand ich das Buch aber total spannend und habe es in wenigen Tagen durchgelesen.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    nirak03

    04. June 2011 um 21:43

    HOCH IM NORDEN HAUST DAS BÖSE. Im Jahre 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster Sankt Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu ... Über den Autor Axel S. Meyer, geboren 1968 in Braunschweig, studierte Germanistik und Geschichte. Während seines Studiums arbeitete er unter anderem als Comiczeichner. Er lebt heute in Rostock, wo er als Reporter und Redakteur der «Ostsee-Zeitung» tätig ist. Mit dem «Buch der Sünden» gewann er den ersten Preis im Wettbewerb «Historischer Roman des Jahres» (2009) des Rowohlt Verlags. Faktensatt und spannend: für die Fans von Bernard Cornwell. Rezension Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich schon immer mal etwas über die „Wikinger“ in Haithabu lesen wollte. Gleich auf den ersten Seiten geht es dann auch schon heftig zur Sache. Der Überfall auf Paris wird von dem Autor in ziemlich klaren Worten geschildert. Dann konnte ich verfolgen wie Odo nach Haithabu gelangte und dort dann auf die Menschen traf die diese Geschichte zu einem unvergessenen Erlebnis gemacht haben. Mit den Protagonisten Helgi, Teska und den vielen Bewohner dieser, damals dänischen Siedlung sind dem Autor Axel S. Meyer unglaublich gute Charaktere gelungen. Sie haben Ecken und Kanten und Fehler und machen sie gerade deswegen zu liebenswerten Charakteren. Ich war von Anfang an in ihren Bann gezogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Erst der dramatische Überfall auf Paris und dann die sich überschlagenden Ereignisse in Haithabu, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Ausführung der Rache von Odo macht „Das Buch der Sünden“ fast zu einem Thriller. Der Erzählstil dieses Autors ist facettenreich und bildhaft so dass ich mir jede Szene lebhaft vorstellen konnte und zeitweise das Gefühl hatte unmittelbar vor Ort zu sein. Es war ganz großes Kopfkino. Die Seiten folgen nur so dahin, beim lesen spürte ich förmlich die Liebe des Autors zum Detail und zur Sprache. Davon, dass es sich hier um ein Erstlingswerk des Autors handelte war nichts zu spüren. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Die großartige Recherchearbeit, die hier im Vorfeld geleistet wurde, ist dem Buch deutlich anzumerken. Die Lebensweise der Menschen und die Orte, die Odo, Helgi und die anderen Protagonisten aufsuchen mussten, waren so gut beschrieben, dass ich sie mir lebhaft vorstellen konnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass hier z.B. die Ortsnamen in ihrer alten damals geläufigen Schreibweise geschrieben wurde. So wirkte die ganze Geschichte auf mich noch glaubwürdiger und so konnte ich auch leicht über kleine Fehler wie „Baumwollhosen“ hinwegsehen. Am Schluss gibt es noch ein Nachwort in dem der Autor auf Fiktion und Wahrheit eingeht und eine Karte Nordeuropas ist auch vorhanden. Ich fand Beides sehr nützlich und aufschlussreich. Mein Fazit: „Das Buch der Sünden“ ist ein historischer Roman, der jedem ans Herz zu legen ist, der sich für die Menschen im Mittelalter in Norddeutschland interessiert. Ich selbst hatte einige spannende Lesestunden. Ich hoffe, dass Axel S. Meyer noch mehr solcher aufregenden Bücher schreibt.

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  • Frage zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    nirak03

    Hallo Herr Meyer,
    Was, bezw.wer hat sie zu dem Buch der Sünden inspiriert? Das Cover finde ich übrigens auch klasse. LG nirak

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  • Frage zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Die-Rezensentin

    Hallo, mich würde auf jeden Fall interessieren,wie lange man an Recherche braucht,um so ein Buch schreiben zu können ?

    ( _ nachträglich zum Fragefreitag_)

    • 7
  • Frage zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Buechermanfred

    Ich habe auch noch eine Frage zum Thema Comics. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit diesem Hobby das Cover für sein eigenes Buch gerne selbst entwerfen möchte.. Ich finde das Cover sehr gelungen, stammt es von Ihnen oder hat der Verlag da seinen eigenen Kopf durchgesetzt? :-) Falls Sie es nicht selbst gezeichnet haben, würde ich gerne wissen, was Ihre Idee oder Wunsch gewesen wäre. Viele Grüße

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  • Frage zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Buechermanfred

    Ich habe jetzt schon häufiger gelesen, dass Sie mit Bernard Cornwell verglichen werden - würden Sie da zustimmen oder fänden Sie einen anderen Kollegen als Vergleich passender?

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