Axel S. Meyer Das Buch der Sünden

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Inhaltsangabe zu „Das Buch der Sünden“ von Axel S. Meyer

HOCH IM NORDEN HAUST DAS BÖSE Im Jahre 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster Sankt Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu.

Spannende Zeitreise ins 9. Jahrhundert mit einem irritierenden Protagonisten

— anne_lay

Jede Menge Lesestoff.. Teilweise zu viel

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Religiöser Fanatismus im 9. Jahrhundert

    Das Buch der Sünden

    anne_lay

    14. August 2017 um 21:15

    Paris wird von den Dänen überfallen. Der junge Odo muss mitansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter geschändet wird. Der Junge kommt in ein Kloster, kann aber die Tat nicht vergessen und macht sich Jahre später auf, um seine Mutter zu suchen.Die Geschichte, die mit dem dänischen Überfall beginnt führt uns später nach Haithabu, in die Handelsstadt der Dänen, wie auch nach Rügen und zweimal nach St. Galen.So fasziniert ich vom Leben der Dänen und Slawen bin, so irritiert lässt mich die Figur Odo zurück. Aus dem verstörten Jungen wird ein Rächer, der bei aller christlichen, ja klösterlichen Erziehung, übergangslos zum Verbrecher wird, der alle Regeln der 10 Gebote über Bord wirft, als er sich als Vollstrecker göttlichen Handelns erkennt. Nachd dem spannenden Einstieg war das die Stelle, an der ich das Buch fast weggelegt hätte. Religiöser Fanatismus ist leider immer wieder auch ein aktuelles Thema, aber die Motivation Odos war für mich lückenhaft. Mit dem Neueinstieg Helgis gelingt ein Einblick in dänische Lebensverhältnisse der Zeit, der mich hat weiterlesen lassen, auch wenn der Junge mit seiner Verliebtheit zunächst übertrieben und wenig zeitgemäß wirkt. Trotzdem nimmt die Geschichte wieder an Spannung zu und hat mich weiterlesen lassen.Für die zum Teil unglaubwürdigen Handlungsweisen der Figuren ziehe ich trotz der zum Schluss packenden Handlung und des gut recherchierten Lebens der damaligen Zeit einen Stern ab.Nach meinem ersten Buch des Autors (Das Schwert der Götter) hatte ich ich mir dessen Vorgänger gekauft. Die Lebensweise und die Umgebung wird hier ebenso schnell lebendig, da ich dänische Langhäuser aus den Museen in Ribe und Haithabu kenne. Nach diesem, sagen wir mal holprigen Lesevergnügen bin ich gespannt auf das verbleibende Buch, das schon im Regal darauf wartet gelesen zu werden.

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  • Kreuz und quer durch Europa im 9./10. JH

    Das Buch der Sünden

    Caro_Lesemaus

    11. June 2017 um 14:20

    Das, was auf dem Buchumschlag als Inhaltsbeschreibung steht, gilt grob geschätzt für die ersten 50 Seiten. Wir lernen als Erstes den Protagonisten (?) Odo kennen, der beim schrecklichen Überfall der Normannen auf Paris zuerst seinen Vater verliert und mit ansehen muss, wie seine Mutter geschändet und schließlich verschleppt wird. Er wird als Waise der Obhut der Kirche anvertraut und wird Priester. Irgendwann stiehlt er ein geheimes Buch über die Vernichtung der Todsünden und macht sich auf die Suche nach seiner Mutter, was ihn nach Dänemark führt. Dort lebt er also unter den Normannen, die damals sein Leben zerstört haben. Das höchste Ziel ist, den Peiniger seiner Mutter zu finden und, wenn die anderen 6 Todsünden bekämpft sind, diesen zu töten. Mehr möchte ich vom Inhalt an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Nach gefühlt sehr kurzer Zeit im Buch rückt Odo eigentlich eher in den Hintergrund, auch wie er die sieben Todsünden bekämpft wird erst sehr spät aufgegriffen (die ersten vier werden dabei auch einfach übersprungen). Stattdessen lernen wir einen anderen jungen Mann aus dem Dorf Haithabu in Dänemark kennen: Helgi. Der macht dann später auch noch einen Ausflug zu den Slawen, wo so nebenbei deren Religion und Lebensweise ein wenig beleuchtet wird. Ich fand das alles insgesamt sehr verwirrend. Das die Inhaltsbeschreibung nur für die ersten Seiten passt, liegt wahrscheinlich daran, dass die Schauplätze so sehr wechseln und es aus meiner Sicht zwei konkurrierende Protagonisten gibt, dass man es wohl nicht besser zusammenfassen konnte (was mir auch schwer gefallen ist). Ich hatte den Eindruck, dass der Autor viele Ideen hatte und sich nicht entscheiden konnte, also alles in ein Buch gepackt hat. Meiner Meinung nach hätten die verschiedenen Handlungsstränge einzeln ausgebaut werden können. Besser wäre aus meiner Sicht gewesen, sich in diesem Roman auf die Geschichte Odos und die Bekämpfung der Sünden zu beschränken, diese dafür dann auch mehr auszuschmücken.Offenbar interessiert sich der Autor auch für die Slawen. Der kurze Ausflug war ganz nett, trägt aber eher zur weiteren Verwirrung bei. Warum nicht ein zweites Buch, wo ja auch eine Flucht der Aufhänger sein kann und dann eher die Geschichte der Slawen beleuchtet wird? Fazit:Ich habe schon viele historische Romane gelesen und wollte nun einen anderen Autor entdecken. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Zusammenfassend hatte ich den Eindruck, dass der Autor zu viele Ideen zu einem Roman zusammengefasst hat. Sehr schade, denn der Schreibstil hat mir wiederum ganz wunderbar gefallen. Ich werde es nochmal mit einem seiner anderen Romane versuchen.

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  • Jede Menge Lesestoff

    Das Buch der Sünden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2016 um 21:02

    Sehr dickes Buch muss ich schon sagen . Nach 774 Seiten muss ich sagen das ich mehr zum negativen Tendiere als zum postivien. Es gibt viele gute Faktoren wie z.B. der Schreibstil ist recht angenehm & die Charaktere sind alle samt sympatisch ( auch Odo ) auch die ganze Flut an Informationen fand ich wirklich sehr gut rechachiert, dennoch muss ich sagen das die Länge des Buches einfach einen wahnsinnig macht. Ich habe mich angestrengt das Buch immer konzentriert zu lesen aber spätestens auf der gefühlten Seite 364 hörst du auf. Nicht desto trotz Hut an an diesen Autor ich bin wieder an Bildung reicher geworden. Ihr wollt die komplette Rezension lesen ? Dann schaut auf meine Seite: http://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2016/01/das-buch-der-sunden-axel-s-meyer.html

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    sky_and_sand

    06. November 2011 um 17:49

    EIn absolut geniales Buch, was ich hier gewonnen habe. Hatte zuerst Zweifel ob es wirklich was für mich ist. Aber es hat mich von Seite zu Seite mehr begeistert. Sehr gut gemacht. Gerade weil es auch einen enormalen geschichtlichen Hintergrund hat.

  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Gundel

    06. October 2011 um 09:43

    Zusammenfassungen gibt es ja hier schon zur Genüge, deshalb fasse ich mich kurz. Es tut mir leid, aber ich kann mich den positiven Rezensionen nicht anschließen. Die Sprache ist grauenvoll, holpert und stolpert an viel zu vielen Stellen; die Bilder, die der Autor schafft, sind oft unstimmig, und die Entwicklung der Charaktere lässt zu wünschen übrig. Der Held scheint mir ein rechter Trottel, und leider konnte ich Odos Wandlung vom traumatisierten Kind zum Superhelden und Racheengel nicht ganz nachvollziehen. Zufälle gibt es zuhauf, doch die nerven leider bald, da man irgendwann weiß, dass sowieso alles plötzlich ganz anders kommt als man denkt. Die Flucht aus dem Bootshaus hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Mein Fazit: leider von mir keine Empfehlung. Es gibt wesentlich bessere Bücher zu diesem Thema.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Buecherhexe

    12. July 2011 um 07:56

    Trotz seiner doch beachtlichen 778 Seiten liest sich "Das Buch der Sünden" erstaunlich schnell, leicht und flüssig. Anfangs war ich noch etwas enttäuscht, da das Buch meiner Meinung nach nicht das hielt, was der Klappentext - der mich bekanntlich immer dazu animiert, ein Buch zu lesen - verspricht. Erwartet hatte ich mehr mysitsches, was aber nur Randgeschehen der Geschichte war. Allerdings zog mich die Geschichte um Helgi, Teska und auch Odo dann während des Lesens immer mehr in ihren Bann und gegen Ende habe ich das Buch dann doch verschlungen. Die Spannung wurde eigentlich konstant hoch gehalten, immer wieder aber gab es kleine "Zwischentäler" mit vielen - wie ich sage - "aha"-Lösungen, die mich doch sehr bei der Stange hielten. Das Ende ist zwar doch absehbar, trotzdem habe ich das Buch mit einem zufriedenen Gefühl geschlossen. Fazit: Da mich "Das Buch der Sünden" stellenweise doch echt gefesselt hat: 3 Sterne

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Monique

    06. June 2011 um 13:30

    Mir hat Das Buch der Sünden sehr gut gefallen. Die Handlung kommt schnell in Schwung und überrascht mit plötzlichen Wendungen. Man spürt die Atmosphäre des mittelalterlichen, oftmals geheimnisvollen Lebens, vor allem die der alten Klöster oder Kirchen. Dies und auch der kriminelle Faden des Buches haben mich an Umberto Ecos „Der Name der Rose“ und auch an „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A Hoffmann erinnert. Zudem bietet das Buch detailliertes historisches Wissen unter anderem über die Zeit der Verwüstungen des frühmittelalterlichen Europas durch die Normannen. Der Autor erschafft eine Reihe interessanter, lebendiger Figuren, deren Entwicklung sehr glaubwürdig ist. Ich war fasziniert von der Hauptfigur des Buches. Odo ist ein besessener, fanatischer Mönch, der glaubt auserwählt zu sein, um die Welt von der Sünde zu befreien, nachdem er in einer Klosterbibliothek ein Buch findet, das eine Prophezeiung über das Ende der Welt enthält. Nach den Anweisungen des Buches tötet Odo auf brutale Weise viele Leute, die er für Dämonen hält. Damit verstößt er gegen die christliche Ethik, die er allerdings zugleich propagiert. Odo wird dabei vom Leser sogar unterstützt und fast gerechtfertigt, weil Odo diejenigen vernichtet, die dem Leser ebenfalls abscheulich und dämonisch vorkommen. Dies ändert sich aber im Verlauf der Handlung, wenn Odo anfängt, Helgi, den positiven Helden des Romans, zu bedrohen. Nicht so gerne mochte ich die vielen brutalen Szenen, ohne die das Buch aber nicht glaubwürdig wäre. Insgesamt fand ich das Buch aber total spannend und habe es in wenigen Tagen durchgelesen.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    nirak03

    04. June 2011 um 21:43

    HOCH IM NORDEN HAUST DAS BÖSE. Im Jahre 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster Sankt Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu ... Über den Autor Axel S. Meyer, geboren 1968 in Braunschweig, studierte Germanistik und Geschichte. Während seines Studiums arbeitete er unter anderem als Comiczeichner. Er lebt heute in Rostock, wo er als Reporter und Redakteur der «Ostsee-Zeitung» tätig ist. Mit dem «Buch der Sünden» gewann er den ersten Preis im Wettbewerb «Historischer Roman des Jahres» (2009) des Rowohlt Verlags. Faktensatt und spannend: für die Fans von Bernard Cornwell. Rezension Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich schon immer mal etwas über die „Wikinger“ in Haithabu lesen wollte. Gleich auf den ersten Seiten geht es dann auch schon heftig zur Sache. Der Überfall auf Paris wird von dem Autor in ziemlich klaren Worten geschildert. Dann konnte ich verfolgen wie Odo nach Haithabu gelangte und dort dann auf die Menschen traf die diese Geschichte zu einem unvergessenen Erlebnis gemacht haben. Mit den Protagonisten Helgi, Teska und den vielen Bewohner dieser, damals dänischen Siedlung sind dem Autor Axel S. Meyer unglaublich gute Charaktere gelungen. Sie haben Ecken und Kanten und Fehler und machen sie gerade deswegen zu liebenswerten Charakteren. Ich war von Anfang an in ihren Bann gezogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Erst der dramatische Überfall auf Paris und dann die sich überschlagenden Ereignisse in Haithabu, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Ausführung der Rache von Odo macht „Das Buch der Sünden“ fast zu einem Thriller. Der Erzählstil dieses Autors ist facettenreich und bildhaft so dass ich mir jede Szene lebhaft vorstellen konnte und zeitweise das Gefühl hatte unmittelbar vor Ort zu sein. Es war ganz großes Kopfkino. Die Seiten folgen nur so dahin, beim lesen spürte ich förmlich die Liebe des Autors zum Detail und zur Sprache. Davon, dass es sich hier um ein Erstlingswerk des Autors handelte war nichts zu spüren. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Die großartige Recherchearbeit, die hier im Vorfeld geleistet wurde, ist dem Buch deutlich anzumerken. Die Lebensweise der Menschen und die Orte, die Odo, Helgi und die anderen Protagonisten aufsuchen mussten, waren so gut beschrieben, dass ich sie mir lebhaft vorstellen konnte. Sehr gut gefallen hat mir, dass hier z.B. die Ortsnamen in ihrer alten damals geläufigen Schreibweise geschrieben wurde. So wirkte die ganze Geschichte auf mich noch glaubwürdiger und so konnte ich auch leicht über kleine Fehler wie „Baumwollhosen“ hinwegsehen. Am Schluss gibt es noch ein Nachwort in dem der Autor auf Fiktion und Wahrheit eingeht und eine Karte Nordeuropas ist auch vorhanden. Ich fand Beides sehr nützlich und aufschlussreich. Mein Fazit: „Das Buch der Sünden“ ist ein historischer Roman, der jedem ans Herz zu legen ist, der sich für die Menschen im Mittelalter in Norddeutschland interessiert. Ich selbst hatte einige spannende Lesestunden. Ich hoffe, dass Axel S. Meyer noch mehr solcher aufregenden Bücher schreibt.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Asha

    05. March 2011 um 13:48

    Den Inhalt des Buches möchte ich hier nicht wiedergeben. Den kann man bereits anderen Rezensionen entnehmen. Nur soviel dazu. Der Anfang des Buches war mir etwas zäh, der Schluß zu abrupt. Ansonsten ein gutes Buch. Unterhaltsam und spannend. Ich kann es nur weiterempfehlen.

  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Ati

    02. March 2011 um 14:10

    Obwohl ich diverse negative Kommentare gelesen habe, hat mich das Buch neugierig gemacht. Nachdem es im letzten August erschienen war, wurde bereits im Oktober 2010 die dritte Auflage herausgebracht. Nachdem der Autor 2009 bei einer Verlagsausschreibung von Rowohlt damit den ersten Preis belegt hatte, wurde er in diesem Jahr zusätzlich mit Platz 26 bei einem Lovelybooks-Wettbewerb bedacht. Und das alles mit einem Debütroman. Worum geht es darin? Inhaltsangabe Im Jahr 845 bringen die Normannen den Tod nach Paris. Die Mörder kommen über die Flüsse: Am Morgen besetzen 120 Drachenboote die Seineinsel, am Abend sind die Straßen mit Leichen übersät. Brandgeruch liegt in der Luft. Hilflos muss der junge Odo mit ansehen, wie sein Vater getötet und seine Mutter verschleppt wird. Er schwört Rache. Jahre später fällt ihm im Kloster St. Gallen eine Schrift in die Hände: Das Buch der Sünden. Es prophezeit den Untergang der heidnischen Welt – sobald die sieben Todsünden gesühnt sind. Besessen von der Idee, dieses Werk zu verrichten, macht sich Odo auf den Weg nach Norden. In die gottlose Stadt der Wikinger, nach Haithabu …. Was dabei unerwähnt bleibt, dennoch einen großen Raum einnimmt, parallel läuft und sich stellenweise mit dem in der Inhaltsangabe beschriebenen Handlungsstrang vermischt, ja sogar verbunden ist, ist die Geschichte des Schmiedes und späteren Woiwoden Helgi. Von seiner Liebe zu der Sklavin Runa. Von der Andeutung und Erahnung von Runas Vergangenheit. Von ihrer Flucht in Runas Heimat. Ich nenne Runa jetzt einfach weiterhin Runa, obwohl die spätestens nach Ankunft in ihrer alten Heimat ihren ursprünglichen Namen zurückerhält. Von seinem beziehungsweise ihrem neuen Leben. Der Roman beginnt mit einer Offenbarung des Johannes (wie übrigens alle der folgenden sieben Buchteile), dann folgen zwei Karten, bevor es mit dem ersten Teil in Paris losgeht, der im Jahr 845 um die Osterzeit spielt. Der zweite Teil führt uns im Herbst 861 bis zum Frühjahr 862 nach St. Gallen. Im Dritten lenkt der Autor unser Augenmerk im Sommer 863 nach Haithabu, während der Vierte in Rujana von Sommer bis Herbst des gleichen Jahres spielt. Der fünfte Teil steuert zurück nach Haithabu und umfasst den Zeitraum von Herbst 863 bis Frühjahr 864, der Sechste bringt und wiederum nach Rujana, dieses Mal im Frühjahr 864, bevor der siebte und letzte Teil erneut um die Osterzeit im Jahr 864 nach St. Gallen zurückführt. Im Epilog macht die Geschichte nochmals einen Sprung nach Haithabu. Wir begleiten zumindest Odo also über einen Zeitraum von 19 Jahren, wobei aber große Sprünge gemacht werden. Ein Nachwort rundet alles ab. Alle Teile sind in kurze Kapitel gefasst, was das Lesen erleichtert. Gleichwohl gibt es einige Längen, die es wiederum stellenweise erschweren. Mit dem Roman hat man sowohl einen Krimi/Thriller – es geschehen einige grausame Morde, ganz abgesehen davon, dass die Zeit damals sehr brutal dargestellt wird – als auch eine Liebesgeschichte in der Hand. Die Liebesgeschichte spielt sich vor dem Hintergrund der recht trostlos beschriebenen damaligen Welt ab. Das mindert sie nicht zwingend – wer jedoch auf einen Liebesroman mit reinem Happy-End-Feeling spekuliert, wird vielleicht etwas enttäuscht. Historische Bezüge zu heute noch existierenden Orten sind da, Meyer baut geschichtlich belegte Personen in seine fiktive Geschichte ein. Es wird sowohl das Problem der Christianisierung beschrieben, als auch das eigentliche Leben der Dänen und Wikinger, die ja nicht nur als Seefahrer und furchtlose Krieger zugange waren. Ich bin ehrlich gestanden etwas gespalten, was meine Meinung zu dem Buch betrifft. Einerseits beschreibt Meyer sehr plakativ die damaligen Lebensumstände. Die Morde gehen weder unter noch werden sie bei aller Brutalität übertrieben blutrünstig dargestellt. Runas Rechtlosigkeit in ihrer Zeit als Sklavin, die Armut, die Emotionen der Romanfiguren – all das vermag der Autor glaubwürdig zu vermitteln. Der Wandel des Waisenjungen und späteren Mönchs Odo zum Verfechter seiner fanatischen Ideologie ist so beschrieben, dass sie angesichts seines kindlichen Traumas erklärbar ist. Soweit so gut. Doch die Geschichte verliert immer wieder genau diese Glaubwürdigkeit durch das gleichzeitige Einbringen von Zufällen, die in manchen Passagen einfach zu viel sind. Logischerweise muss Odo auf das Buch der Sünden treffen, es finden, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Doch die Weise, wie das in dieser Geschichte geschieht, überzeugt mich nicht. Logischerweise muss er das Schicksal seiner Mutter eruieren, damit der Handlungsbogen von Helgi und Odo zu einem schlüssigen Ende kommt. Angesichts des kurzen Zeitraumes, in dem Odo dies gelingt, hapert es aber schon wieder an meinem Verständnis dafür. Logischerweise muss Odo eine sichere Basis (sprich den kleinen Orden in Haithabu) für sein Vorhaben finden. Die Umstände, die dazu führen, sind aber eben sehr zufällig. Es gibt kleinere Nebenstränge. Beispielsweise die abgrundtiefe Feindseligkeit zwischen Runa und ihrer Schwester. Woher der Hass derselben kommt, arbeitet der Autor nicht genau heraus. Er nutzt ihn in meinen Augen einfach als Mittel, die Geschichte gegen Ende noch einmal hochzuputschen. Fast scheint es, als würde Meyer sich in zu vielen Nebenschauplätzen verlieren. Doch das stimmt nur bedingt. Zumindest teilweise führen wie einfache Füllkapitel wirkende Passagen tatsächlich letztendlich irgendwie zum Ende des Gesamthandlungsbogens. Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir eine gewisse Vorhersehbarkeit, die mal schwächer, mal stärker ausgeprägt daherkommt. Leider wirkt das tödlich auf die Spannung, die dadurch kein wirklich hohes Level erreicht. Und auch die vielen, vielen lebensbedrohlichen Situationen, in die beispielsweise Helgi kommt, sind mir etwas zu überzogen dargestellt. Mag sein, dass das mit der damaligen Zeit zusammenhängt, in der man sich seines Lebens nicht sicher war. Doch auf mich wirkt es einfach so, als ob die Spannung künstlich aufgeputscht wird. – Was schade ist, denn der Schreibstil Meyers hat das im Grunde genommen nicht nötig. Das Ende selbst könnte aus Hollywood stammen. Zwar explodiert nichts, aber etwas zu blutig wird es spätestens jetzt allemal und wie alte Westernhelden schaffen es auch die Figuren in Meyers Roman noch das eine oder andere mit übermenschlich wirkender Kraft in Angriff zu nehmen und gar zu erledigen, bevor sie denn sterben. Von dramatisch einstürzenden Gebäuden, just an dem Ort, an dem Odo seinen Plan vollenden will, ganz zu schweigen. Dennoch, obwohl diese Sachen es mir stellenweise sehr schwer gemacht haben, den Roman zu Ende zu lesen, war gleichzeitig etwas darin, das mich immer wieder zum Weitermachen angestachelt hat. War es die Hoffnung, dass sich die Schwächen in nichts auflösen? Der sympathisch dargestellte Helgi? Der völlig unsympathische, doch seltsam diffus bleibende Soziopath Odo? Die Neugier, weil Haithabu und Rujana gleich um die Ecke liegen und ich einfach hinfahren könnte (obwohl natürlich so gut wie nichts mehr von damals im Heute vorhanden ist)? Ich weiß es wirklich nicht. Fazit Ein durchaus opulenter Roman, der aber die eine oder andere Schwäche aufweist. Kein Lesequickie, man sollte dabei bleiben, damit der Handlungsfaden nicht verloren geht. Die Geschichte hat mich nicht wirklich überzeugt und gepackt. Aber auch nicht endgültig abgeschreckt. Deshalb 3 von 5 Punkten für Meyers Debütroman. Copyright © 2010 by Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Lupus

    01. January 2011 um 20:32

    Odo erlebt den blutigen Überfall der Wikinger auf Paris. Vor seinen Augen wird der Vater brutal ermordet, die Mutter verschleppt. Als Waise wächst er in einem Kloster auf. Dort reift in dem jungen Mönch der Wunsch nach Rache und verbindet sich mit einer tiefen Frömmigkeit zu einem glühenden Fanatismus. Dann hört Odo von einem ominösen "Buch der Sünden": Eine Gebrauchsanweisung zur Vernichtung der sieben Todsünden, mit dem Ziel einer vorzeitigen Herbeiführung des Jüngsten Gerichts. Als " Werkzeug Gottes" findet er dieses Buch und macht sich auf nach Haithabu, dem Zentrum der Heiden, dem Sitz des Verderbers. Eine Serie planvoller Ritualmorde erschüttert den Ort. Der Autor legt mit diesem Buch einen spannenden Mittelalterkimi im Stil Bernhard Cornwells vor. Eine abenteuerliche Odyssee durch das sächsisch-dänisch-slawische Grenzgebiet.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    KerstinnI

    25. November 2010 um 20:37

    Die Hauptfiguren in diesem Buchs sind Odo und Helgi. Odo ist im Kloster aufgewachsen und Möch geworden, da er als Kind zusehen musste wie seine Eltern von den Wikingern ermordert wurden. Er will ihren Tod rächen. Doch dann stößt er auf "das Buch der Sünden". Er glaubt, dass er durch dieses Buch alle Sünder bestrafen und die Welt wieder in Gottes Bahnen lenken kann. Dafür muss er unter anderem auch den Leibhaftigen Teufel töten, dieser ist natürlich, so glaubt er, unter den Dänen zu finden. Also reist er nach Haithabu um dort Priester zu werden und die Aufgabe (die ihm von Gott gegeben ist) zu erfüllen. Dort lebt auch Helgi, Sohn eines Schmieds, der in die Sklavin seines größten Konkurrenten verliebt ist und diese befreien will. Es kommt in der Stadt zu grauenhaften Morden, die in einem Feuer im Sklavenviertel enden, so dass Helgi mit seiner großen Liebe Flüchten kann. Von da an wird er von Odo verfolgt. Hat er doch in ihm den Leibhaftigen Teufel gesehen. Ich konnte "das Buch der Sünden" nach einem etwas zähen Anfang kaum mehr aus den Händen legen. Es ist absolut spannend geschrieben!! Auch die vielen Schauplätze sind für mich umso spannender, da ich aus dem hohen Norden komme und meine Heimatstadt sogar vorkommt. Haithabu als Stadt der Wikinger ist hier oben sehr bekannt und verfügt über ein tolles Wikingermuseum, in dem viele tolle Sachen zu finden sind, die auch im Buch beschrieben werden. Mir kommt die Gechichte gerade durch die genauen Ortsbeschreibungen sehr realistisch vor, aber auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es geht nicht nur um "Schlachten", sondern es geht ein wenig um Liebe, es hat etwas von einem Thriller, aber auch der Alltag im Mittelalter wird beschrieben. Da der Einstieg aber etwas zäh ist, nur vier Sterne, aber die auch voller Überzeugung. Ich kann "das Buch der Sünden" nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    kubine

    19. September 2010 um 15:30

    Im Jahre 845 überfallen Normannen Paris. Der 8-jährige Odo muss mit ansehen, wie seine Mutter geschändet wird und findet die Leiche seines Vaters. Mönche bringen ihn in ein Kloster und lassen ihm eine christliche Erziehung zukommen. Aber Odo möchte Rache. Als er von einem Buch erfährt, dass die Anleitung erhält, wie Gottes Königreich auf Erden herzustellen ist, wodurch auch alles Böse von der Welt getilgt wird, macht er sich auf die Reise nach Sankt Gallen. Dort angekommen, klaut er dieses Buch aus der Bibliothek und reist nach Haithabu, dem großen Handelsplatz der Dänen. Er lässt eine neue Kirche bauen und beginnt damit, sieben Dämonen die für je eine Todsünde stehen, ihrer gerechten Strafe zuzuführen, so wie es im Buch steht. Und so wird Haithabu von einer unheimlichen Mordserie heimgesucht. Der Jarl, das Oberhaupt von Haithabu hat aber keine Zeit sich darum zu kümmern. Schließlich rüstet er für einen Kriegszug gegen Rom. Und dafür braucht er Waffen. Einar, ein örtlicher Schmied, erhält den Auftrag. Gemeinsam mit seinem Sohn Helgi macht er sich daran, den Auftrag zu erfüllen. Helgi hat aber nur Augen für eine schöne Sklavin, die dem ärgsten Konkurrenten Einars gehört. Als Einar von diesem umgebracht wird und Helgi den Auftrag für die Waffenproduktion verliert, beschließt er um seinen Lebensunterhalt zu kämpfen, um eines Tages genug Geld zu verdienen, damit er die Sklavin frei kaufen kann. Aber das Glück ist nicht auf seiner Seite. Und so muss er eines Tages mit Runa, der Sklavin, fliehen. Begleitet von Ansgar, einem alten Mönch, machen sie sich auf den Weg in den Osten, nach Rujana, Runas Heimat. Runa, die eigentlich Teška heißt, hat dort noch ein paar Rechnungen zu begleichen. Und so begeben sie sich auf eine gefährlich Reise mit ungewissem Ausgang... Der Debütroman von Axel S. Meyer gewann den ersten Preis des „Historischer Roman des Jahres“ - Wettbewerb vom Rowohlt Verlag. Ich bin da ein wenig zwiegespalten. Sicher, der Autor scheint gut recherchiert zu haben, um so einen komplexen Roman zu schreiben. Viele Fakten kommen zur Sprache: das Leben der Menschen an den Küsten, die zu der Zeit immer wieder Wikingerangriffen ausgesetzt waren, das Verhältnis der einzelnen Stämme untereinander und die Schwierigkeiten, denen sich die christlichen Missionare gegenübersahen. Allerdings habe ich mir unter dem Titel und nach dem Lesen des Klappentextes etwas anderes vorgestellt. Das „Buch der Sünden“ spielt nur eine hintergründige Rolle, die ersten 5 Opfer, die Odo als vermeintliche Dämonen richtet, sind schon auf den ersten 200 Seiten zu beklagen. Und das ohne näher darauf einzugehen, welcher Sünde sie erlegen sind und welche Besonderheit bei ihrer Vernichtung laut dem Buch eine Rolle spielten. Eine zentrale Rolle in dem Buch spielt vielmehr Helgis Schicksal. Er verliebt sich verbotener Weise in eine Sklavin und wagt mit ihr die Flucht nach Rujana. Dort hat Teška noch eine Rechnung offen, bei der wohl ihre Schwester eine große Rolle spielt. Die Schwestern hassen sich, warum das so ist, wird auch nur am Rande erwähnt. Es ist ein trivialer Grund und rechtfertigt meiner Meinung nicht den abgrundtiefen Hass. Auch spielen Zufälle eine große Rolle in dem Roman, zuviel für meinen Geschmack: zufällig kommt Odo genau an dem Tag in Sankt Gallen an, als das Buch königlichen Gesandten übergeben werden soll, zufälliger Weise reist Teškas Schwester nach Haithabu, wo sie Odo begegnet, zufälligerweise verbindet Odo und Helgi die Vergangenheit. Mit den Personen bin ich auch nicht warm geworden. Einzig Damek, eine Zauberer aus dem Stamm der Ranen, ist mir ein wenig ans Herz gewachsen, Er erinnerte mich irgendwie an Obelix. Kurze Kapitel regen zum Weiterlesen an, aber streckenweise zieht es sich ganz schön. Und das obwohl die geschichtlichen Fakten auch recht interessant sind. Um sich besser hineinversetzen zu können, ist dem Buch eine Karte vorangestellt, mit den in dem Buch vorkommenden Orten. Die Idee hinter dem Buch ist nicht schlecht, aber auch hier habe ich den Eindruck, als ob man zuviele Ideen verarbeiten wollte. Manchmal wäre weniger halt mehr. Für einen Debütroman ist es nicht schlecht, aber der Autor sollte sich in Zukunft besser auf eine Idee konzentrieren und diese gut ausbauen. Das Potenzial dazu besitzt er.

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  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Aleena

    18. September 2010 um 15:32

    Das Buch ist prima,super zu lesen und spannend bis zum Schluß...sehr empfehlenswert.Der Stil erinnert mich an Ken Follett.

  • Rezension zu "Das Buch der Sünden" von Axel S. Meyer

    Das Buch der Sünden

    Haegar

    16. September 2010 um 14:43

    Ein richtig guter historischer Roman, traf genau meinen Stil, prima Urlaubslektüre. Hoffe auf eine Fortsetzung und wäre auch gut zu verfilmen. Klasse !

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