Axel S. Meyer

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Interview mit Axel S. Meyer

Axel S. Meyer und das LovelyBooks-Team haben Anfang April 2011 dieses Interview geführt, in dem er uns einige Fragen um sich, seine Beziehung zu Büchern und seine weiteren Pläne beantwortet hat:

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen bzw. wie kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Angefangen habe ich eigentlich mit Comics, die ich gezeichnet und auch getextet habe. Als Journalist habe ich das Schreiben dann zum Beruf gemacht. In all der Zeit hat mich die Faszination an fiktiven Geschichten aber nicht losgelassen. Daher habe ich mich dann irgendwann auf das Abenteuer eingelassen, einen Roman zu schreiben – zumal bei journalistischen Artikeln in der Regel nach 100 Zeilen Schluss sein muss und ich mich mal richtig austoben wollte. Ich hätte allerdings nicht damit gerechnet, dass mein Manuskript für „Das Buch der Sünden“ mal mehr als 300 Seiten haben würde. Mit dem Werk habe ich dann am Wettbewerb „Historischer Roman des Jahres“ des Rowohlt Verlags teilgenommen und mit dem ersten Preis die Veröffentlichung des Buches gewonnen.

2) Wie lang hast Du an Deinem ersten Buch geschrieben – wie viel Zeit hast Du für die Recherche und wie viel für die Ausarbeitung gebraucht?

Alles in allem habe ich gut zweieinhalb Jahre an dem Buch gearbeitet. Dabei gingen – zumindest in der ersten Phase – Recherche und Entwicklung der Geschichte Hand in Hand. Die eigentliche Ausarbeitung (inklusive Lektorat) hat dann nochmal gut ein Jahr in Anspruch genommen.

3) Gibt es schon Ideen & Pläne für einen neuen Roman?

Ja, sehr konkrete. Voraussichtlich im April 2012 wird mein zweiter historischer Roman bei Rowohlt erscheinen. Die Geschichte spielt im 10. Jahrhundert, dem Zeitalter der Ottonen, in Sachsen und Lothringen, der dänischen Mark und Norwegen. Sie handelt von einem Neffen des Sachsenherrschers Otto, der mit allen Mitteln auf den Thron will und auf seinem mörderischen Feldzug nur von einem Dänen und einen Normannen gestoppt werden kann.

4) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier
 den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de?

Im Internet stelle ich mich und meine Bücher den Lesern vor, z. B. auf meiner Homepage (axelsmeyer.de), facebook oder natürlich LovelyBooks. Wer möchte, kann auf diesen Wegen gerne Kontakt mit mir aufnehmen und mir Fragen stellen oder mir erzählen, wie ihm meine Werke gefallen.

5) Bei der Buchfrage können sich neuerdings Leser in Echtzeit über Autoren 
und ihre Bücher austauschen, damit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik 
geschaffen. Wie gehst Du damit um?

Ehrlich gesagt, hat mir bislang noch niemand auf diesem Wege eine Frage gestellt; ich habe damit also noch keine Erfahrungen. Aber ich freue mich immer über Interesse und konstruktive Kritik. Also nur Mut:-)

7) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner 
Bücher wünschen und warum?

Ein Vorwort von Stephen King wäre ganz sicher die Krönung;-) Aber dafür müsste ich natürlich einmal erst das Genre wechseln, da ich nicht weiß, ob sich Herr King sonderlich für historische Romane interessiert.

8) Man wird als Autor schnell in Schubladen gesteckt.
 Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer 
völlig neuen Seite überraschen?

Ja, da gibt es vieles, das mich reizt: Thriller, Fantasy … und Horror (siehe oben), was dann meine Chancen auf ein Vorwort des alten Meisters erhöhen würden.

9) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Arbeit?

Bei den historischen Romane kommen viele Ideen während der Recherche, wenn ich tief in die mittelalterliche Geschichte eintauche. Dabei stoße ich auf interessante Persönlichkeiten, über die es oftmals kaum historisch verlässliche Quellen gibt. Das lässt jede Menge Freiraum für eigene Interpretationen und die fanatsievolle Ausgestaltung der Figur. Im „Buch der Sünden“ betraf das beispielsweise den Nordmissionar Ansgar, im aktuellen Buch sind das unter anderem der norwegische Jarl Hakon oder Brun, der Erzbischof von Köln und Erzkanzler des sächsischen Reiches.

10) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine 
Arbeit für die kommenden Jahre?

Dass mir Herr King ein Vorwort schreibt:-) Nein, ernsthaft: Ich wünsche mir, dass mir noch so einige spannende Geschichten einfallen, die dann nicht nur mir sondern hoffentlich auch ganz vielen Lesern gefallen werden.