Axel Saalbach Das Haus Komarow

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Inhaltsangabe zu „Das Haus Komarow“ von Axel Saalbach

Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen.

Spannende Dystopie, die uns in eine dunkle Welt, voller Gewalt und doch einem Licht am Ende entführt

— anra1993
anra1993

sehr gelungener Debütroman mit viel Spannung

— Binchen84
Binchen84

Spannende & Düstere Dystopie!

— Svarta
Svarta

Düstere Deutschland-Dystopie

— sweetpiglet
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  • Eine gelungene Dystopie in Deutschland!

    Das Haus Komarow
    FrauWoelkchen

    FrauWoelkchen

    07. April 2016 um 15:38

    Auf dieses Buch war ich wirklich neugierig da es sich hierbei um eine Dystopie handelt die zur Abwechslung einmal in Deutschland bzw. "russisch Europa" spielt. Ich muss gestehen das mir der Einstieg zu Beginn etwas schwer fiel, da ich mich zunächst einmal an die russischen Namen und Ortsbezeichnungen gewöhnen musste und es mir dadurch schwer fiel mich zu orientieren, da eben unsere bekannten deutschen Städte auch alle andere Namen bekommen haben. Mit der Zeit gewöhnte ich mich aber daran und kam ganz gut damit zurecht. Dies ist vorallem dem Autor zu verdanken, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung stellte und auch ein Zettelchen mit den verschiedenen Personen mit ins Buch legte. Den Schreibstil habe ich schon als anspruchsvoll empfunden. Ich benötigte schon etwas Konzentration um dem Geschehen folgen zu können, dies  nahm ich allerdings nicht als störend wahr.  Für mich sprach es eher dafür das die Geschichte recht komplex ist und der Autor eben alles wichtige mit hinein bringen wollte. Ein wenig störend war manchmal die sehr altertümliche Ausdrucksweise an manchen Stellen.  Die düstere Lage in Deutschland wird aber sehr gut beschrieben. So gibt es beispielsweise illegale Kinder, welche nach dem Gesetz hätten nicht geboren werden dürfen und bei Entdeckung umgebracht werden. Die Situation und auch die Umgebung in der sich Anatol und Deutschland befindet ist wirklich sehr gut beschrieben, was wieder eine sehr genaue Vorstellung ermöglicht. Umso besser konnte man Anatol verstehen das er sich dazu entschließt doch seine Unschuld zu beweisen. Anatol oder auch Tolja genannt, mochte ich an sich als Hauptprotagonisten gerne. Er ist sehr mutig und schlau und besitzt einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn. Dennoch kam er nie wie ein Superheld rüber dem alles gelingt, weshalb ich ihn sympathisch fand. Aber allen voran war ich sehr von seinem Hund Diesel angetan. Er ist einfach ein super schlauer Hund und Anatol bedingungslos gehorsam und außerdem war er ihn das ein ums andere Mal eine große Hilfe. Aber auch die Nebencharaktere haben mir gefallen, alle hatten einen eigenen Charakter und wirkten nicht blass oder oberflächlich auf mich. Allerdings waren einige der Personen eher als Mittel zum Zweck anzusehen. Auch die Handlung und der Ablauf der Geschichte wirkten auf mich gut durchdacht. Ich empfand es auch als angenehm das eben nicht immer alles glatt oder nach Plan lief bei den Lösungen für die Probleme die sich Anatol während seines Weges ergaben. Dennoch muss ich gestehen das es auch ab und an manchmal auch längere zähe Passagen gab in denen in meinen Augen zu wenig passiert ist und es eben hätte etwas spannender sein können. Zum Ende hin allerdings wurde es dann wieder sehr spannend, so das ich gar nicht schnell genug lesen konnte. Das Ende war aufschlussreich, lässt aber dennoch einiges offen und würde in meinen Augen noch Potenzial für ein Buch bieten.

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  • gewöhnungsbedürftig aber sehr gut

    Das Haus Komarow
    tintenbloggerin

    tintenbloggerin

    28. February 2015 um 02:58

    Vor einigen Wochen bekam ich eine Anfrage von Axel Saalbach, ob ich nicht Lust hätte sein Erstlingswerk „das Haus Komarow“ zu lesen und natürlich auch zu rezensieren. Bereits in meiner Antwortmail hatte ich ihm mitgeteilt, dass ich Bedenken dabei habe, ob ich mit den russischen Namen nicht doch durcheinanderkommen würde. Die Befürchtung war nicht ganz unbegründet, ich kam aber wider Erwarten doch nach einigen Seiten recht gut klar damit, auch wenn ich zwischendurch stocken musste.  Hilfreich ist dabei zur Not aber auch seine Homepage, da dort die wichtigsten Protagonisten nochmal beschrieben sind, ich selbst hatte dieses in gedruckter Form vorliegen. Es kommen auch ein paar russische Wörter vor, die mich ebenfalls kurz aufgehalten haben, doch im Kontext war es verständlich, so dass sie kein ernstzunehmendes Hindernis darstellen.  Axel Saalbachs Schreibstil ist angenehm, gut und flüssig zu lesen und vor allem passend für den Inhalter – ABER, es kam mir immer wieder so vor, als wenn die Geschichte in der Vergangenheit spielt, doch eigentlich ist es die Zukunft. Woran dies genau liegt, kann ich gar nicht mal genau sagen, da es keine speziellen Anhaltspunkte dafür gibt, es fühlt sich einfach so an. Zwischendurch wird es sehr „speziell“ – ein besseres Wort fällt mir gerade nicht dafür ein-, denn die Story braucht gelegentlich eine brutale Gewalt, um die Geschehnisse darstellen zu können, das muss man mögen – oder eben nicht. Für mich kein Problem. Genretechnisch wird eine Menge vereint, es ist eine Dystopie, und doch auch irgendwie ein Thriller. Dann widerum erinnert es an einen Krimi, und plötzlich auch an ein Drama. Das hört sich verwirrend an – ist es aber nicht, denn die Komponenten sind gut miteinander verstrickt. Es handelt sich dabei um eines jener Bücher, die in keine Schublade gesteckt werden können und sollten. Die Protagonisten sind sympatisch, wenn sie es sein sollen, und die Bösewichte kommen dementsprechend rüber. Es gibt typischerweise die übliche Charakteraufteilung in Gut und Böse. Anatol ist dementsprechend, und wen wundert es, „Gut“. Ich hatte ein wenig gehoff, dass Axel Saalbach ein klitzekleines bisschen weniger ins Klischee abdriftet, was seine Protagonisten angeht, aber im Prinzip kann kein Autor das Rad neuerfinden und so kann ich getrost darüber hinweg sehen – vor allem, weil die Charaktere toll ausgebaut sind. Auch bei der Spannung kann ich nicht meckern, sie steigert sich nach und nach, was extrem angenehm ist, wenn man vom Nervenkitzel mal absieht. Es gibt keine langweiligen, öden Passagen, an denen ich am liebsten weitergeblättert hätte und vermutlich auch nichts verpasst hätte.  Eine Fortsetzung finde ich wünschenswert, und irgendwie auch ein Muss. Es gibt Informationen, die mich interessieren würden, die mir aber nicht gegeben wurden. Was passiert zum Beispiel auf der restlichen Welt? Wie ganz genau kam es so weit? Fragen über Fragen… ich bin doch Neugierig! Mir gefällt Axel Saalbachs Debüt sehr gut, ich wurde wunderbar unterhalten und über die Mini-Kritikpunkte kann ich super hinwegsehen. Für „Genrefans“ (Dystopie/Thriller) durchaus zu empfehlen, aber man sollte auch den russischen Touch mögen.

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  • Das Haus Komarow

    Das Haus Komarow
    anra1993

    anra1993

    04. February 2015 um 14:14

    Klappentext Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen ... Meine Meinung Das Cover ist zwar schlicht, aber gerade das finde ich toll daran. Es spiegelt die düstere Zeit um das Regime wieder. Vermutlich ist das Wappen, das Wappen des Hauses Komarow, was natürlich auch zu der Handlung passt.Die Charaktere konnten nicht unterschiedlicher sein. Von lieb bis abgrundtief böse, war alles dabei. Besonders Anatol war mir sehr sympathisch, da er nicht wir die meisten Menschen, Gewalt als etwas schönes ansieht. Egal wo es die Möglichkeit gab, der Gewalt und dem blutigen Krieg aus dem Weg zu gehen, hatte er das auch getan. Ich habe ihn gerne auf seinem Weg, seine Unschuld zu beweisen, begleitet.Ich finde sehr schön, dass das Buch direkt mit einer Landkarte beginnt. Im Laufe des Buches lernt man doch viele Orte und Städte kennen, die man so besser verfolgen kann. Die ein oder andere Stadt kommt dabei einem sogar bekannt vor, somit konnte man sich auch gut etwas darunter vorstellen. Die düstere Atmosphäre war beängstigend. Das Buch liegt ca. 200 Jahre in der Zukunft. Zwar ist das eine riesige Spanne, jedoch ist diese Handlung nicht unwahrscheinlich. Irgendwann wird es wahrscheinlich wieder zum Krieg kommen und wie es dann um uns aussieht, weiß keiner. Aber so wie es im Buch dargestellt worden ist, so will ich es mir gar nicht vorstellen. Diejenigen, die den Häusern (z.B. das Haus Komarow) angehören, haben wohl das beste Leben. Darunter kommen dann die ganzen Drahtzieher und auch Bürger. Jedoch gibt es sehr viele Menschen, die unter dem Regime des Hauses Komarow sehr leiden müssen, und daher um ihr überleben Kämpfen müssen. Stellt euch einmal vor, ihr habt kaum Überlebenschance und gleichzeitig werdet ihr noch mit Gewalt unterdrückt? Eine grauenhafte Vorstellung..Aber genau das beschreibt der Autor hier: Was passiert, wenn das Weltordnungssystem eskaliert und einer an die Herrschaft kommt?Das Buch hat mich voller Spannung mitgenommen und ich habe es gerne gelesen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es noch einen zweiten Teil geben wird. Am Schluss möchte ich euch noch empfehlen ,die Seite des Autors zu besuchen. Dort findet ihr allerhand an Informationen zum Buch, zu den Charakteren, eine Leseprobe und vieles mehr. Den Link dazu findet ihr ganz oben, wenn ihr auf den Buchtitel klickt.Danke an dieser Stelle noch mal an Axel Saalbach für das tolle Buch.  

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  • Das Haus Komarow

    Das Haus Komarow
    Svarta

    Svarta

    Inhalt:"Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen ..." Als erstes möchte ich dem Autor Axel Saalbach ganz herzlich danken, da er mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! In meiner "Leselaufbahn" hab ich schon die eine oder andere Dystopie gelesen und war auch meistens total begeistert... dieses Mal hatte ich allerdings eine Dystopie vor mir, die tatsächlich mal in Deutschland spielen sollte, statt in den weit entfernten USA. Deshalb war ich vorher besonders gespannt, wie mir die Geschichte gefallen würde! Und ich kann sagen: Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Man wird als Leser direkt am Anfang in eine düstere, trostlose Welt katapultiert, in der die Menschen nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Der Autor hat es geschafft mich von Anfang bis zum Ende bei der Stange zu halten. Die Story an sich bleibt interessant durch die verschiedensten Wendungen und auch Überraschungen - die ich sehr oft einfach nicht erwartet habe! - und natürlich auch durch die unterschiedlichen & vielseitigen Charaktere. In disem Buch kommen sehr viele verschiedenen Komponenten zusammen, die der Autor zu einer sehr guten und stimmigen Mischung zusammengefügt hat! Ich fand es auch ganz besonders interessant, dass der im Buch behandelte Teil von Deutschland in Russischer Herrschaft war... das lässt einen natürlich nachdenken wie realistisch das eigentlich ist... und man kann sagen: so unrealistisch ist es ganz und gar nicht... Den Schreibstil des Autors empfand ich persönlich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Hätte ich nicht von vorneherein gewusst, das dieses Buch ein Erstlingswerk ist, ich hätte es nicht bemerkt. Denn die Geschichte war durchdacht und die Idee sehr gut ausgearbeitet, auch sprachliche Schwächen waren für mich nicht erkennbar. Wie erwartet bin ich beim Lesen ab und an über die Russischen Namen & Bezeichnungen gestolpert, aber das ist nicht weiter schlimm. :) Ich habe nur irgendwann gegen Ende bemerkt, dass ich einen Namen die ganze Zeit falsch gelesen hatte...^^ Neben dem vielen Lob hab ich dann leider noch einen klitzekleinen Kritikpunkt anzumerken, denn mir hat etwas mehr Hintergrundwissen zur Welt und den Hintergründen bzw. der Vergangenheit gefehlt d.h. wie es zu dem Krieg kam, was währenddessen passiert ist und natürlich auch: was ist mit dem Rest der Welt? Aber das "wenige Wissen" macht nach ein bisschen Nachdenken dann in gewisser Weise doch wieder Sinn, da ein Großteil der Menschen in diesem Szenario eben über wenig Wissen verfügen und so gut wie nichts erfahren, was außerhalb ihrer unmittelbaren Umgebung passiert. Fazit: Ein durchweg gelungener dystopisch-spannender Debutroman, der meiner Meinung ein absolutes Potential für eine Fortsetzung hat! Ich vergebe 9 Punkte (= 5 Sterne) und kann dieses Buch absolut weiterempfehlen. :)

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    • 6
  • sehr gelungener Debütroman

    Das Haus Komarow
    Binchen84

    Binchen84

    19. January 2015 um 10:21

    Inhalt: Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen ... Über den Autor: Axel Saalbach ist ein viel beschäftigter Mensch. Der umtriebige Leipziger leitet einen europaweit agierenden Vertrieb für Süßstoffe und Süßwaren, ist der Kopf zahlreicher Internetplattformen und begeisterte (oder verärgerte) über viele Jahre mit unzähligen Kolumnen die deutschsprachige Kampfsport-Szene. Als ob all dies noch nicht genug wäre, hat er seine schreiberische Tätigkeit nun auf ganz andere Bereiche ausgedehnt und ist unter die Romanautoren gegangen. Sein Erstlingswerk "Das Haus Komarow" wurde am 24. Oktober 2014 vom Latos-Verlag veröffentlicht. Meine Meinung: Mit "Das Haus Komarow" ist Axel Saalbach ein sehr guter Debütroman gelungen. Er lässt sich sehr flüssig lesen, obwohl ich am Anfang ein bisschen Probleme mit den vielen russischen Namen hatte. Als ich mich allerdings daran gewöhnt hatte, machte das Lesen sehr viel Spaß. Axel Saalbach hat einen angenehmen Schreibstil und die Sätze sind an die Zeit in der das Buch spielt angepasst. Er hat auch bestimmte russische Wörter verwendet die sich am Anfang seltsam lesen, aber gut in den Kontext einfließen und die Bedeutung ist während des Lesens klar. Man braucht somit keinen Übersetzter. Die Handlung ist spannend aufgebaut und Axel Saalbach ist es gelungen, diese immer wieder zu steigern. Auch der Handlungsort ist seit langem etwas außergewöhnliches für mich gewesen. Es spielt in "Ostdeutschland" dass von Russland eingenommen wurde, somit spielt es nicht im westlichen Teil der Welt wo solche Romane sonst gerne angesiedelt werden. Zwischendurch wird es ab und an sehr brutal, blutig und gewaltsam. Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und facettenreich ausgearbeitet. Einige kommen kaltblütig rüber, während andere während des Lesens das Herz ganz schnell erobern. Fazit: Dieser Debütroman ist in sich geschlossen, spannend zu lesen und ich könnte mir eine Fortsetzung des Romans gut vorstellen. www.binchensbuecher.blogspot.de

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  • [Rezension] Das Haus Komarow – Axel Saalbach

    Das Haus Komarow
    JenniferKrieger

    JenniferKrieger

    Klappentext: Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen... Einordnung: Das Buch ist kein Teil einer Reihe. Rezension: Das Buch spielt im Jahre 2208 im ehemaligen Deutschland. Der Protagonist heißt Anatol Komarow und ist der Bruder des derzeitigen Familienoberhauptes. Er hält sich jedoch nicht mehr in Berlin auf, sondern ist auf der Flucht, da er wegen eines Verbrechens gesucht wird, das er nicht begangen hat. Doch die einzige Möglichkeit, sich zu rehabilitieren und das Leid des Volkes zu beenden, mit dem er ein Jahr lang anonym lebt und leidet, besteht darin, in die Hauptstadt zurückzukehren und seine Unschuld zu beweisen. Das erweist sich jedoch als schwieriges Unterfangen, denn die Gardisten des Hauses Komarow, die überall im Land die Polizeigewalt ausüben, kennen sein Gesicht. Die sanfte Einführung in die Situation zu Beginn des Buches verdeutlicht ziemlich schnell, wie wichtig es ist, dass Anatol es schafft, seine Unschuld zu beweisen. Dadurch steigert sich die Spannung während seiner Reise immer mehr und erreicht bei jedem Zwischenfall einen neuen Höhepunkt. Denn nachdem er einmal aufgeflogen ist, heftet sich ein machthungriger Gardist namens Timur Kirsipuu an seine Fersen und lässt sich einfach nicht abschütteln. Immer wieder gerät Anatol dadurch in Lebensgefahr und die Umstände zwingen ihn, wirklich kreative Lösungen für seinen Weg zu finden. Und je mehr sich die Geschichte dem Ende nähert, desto mehr steigt die Spannung. Natürlich bleibt bei so einer Verfolgungsjagd in einem vom Krieg zerfressenen Land, in dem Menschenleben nichts wert sind, die Gewalt nicht aus. Im Laufe der Geschichte gibt es viele Tote und viel Blut, aber das Buch ist nicht unnötig brutal. Gezielte Morde werden zwar explizit beschrieben, aber ohne unnötige Details. Es ist eine ausgewogene Mischung zwischen ermordeten Menschen, die das Leben verdient hätten, und tatsächlichen Überlebenden. Trotz der häufig präsenten Gewalt artet es nie in ein Massengemetzel aus, sodass das Buch seine Authentizität und seine Spannung hält. Dennoch liegt in den Todesfällen auch eine der Schwächen des Buches, denn meiner Meinung nach gibt es ein bisschen zu viele Kopfschüsse. Es ist nicht nur so, dass die Gardisten und alle anderen Widersacher Anatols eine ziemliche Vorliebe für diese Art der Exekution zu haben scheinen, sondern dass sie darin auch noch verdammt gut sein müssen. Im Grunde ist dieses Detail nicht wichtig, aber es ist mir dennoch aufgefallen, dass die Schützen teilweise sogar bewegliche Ziele in einiger Entfernung noch mit einem Kopfschuss niederstrecken. Auch einige andere Details sind mir hängen geblieben, ohne allerdings zu sehr zu stören. Zum einen mag ich Anatols Hund Diesel für seine Loyalität und seinen Gehorsam wirklich gern, doch manchmal war er gerade dadurch etwas zu menschlich. Besonders aufgefallen ist mir das in einer Szene, die aus Diesels Perspektive geschildert wird. Zum anderen taucht zwischenzeitlich eine Gruppe Kinder in der Geschichte auf, die mir ein bisschen zu überzeugend und zu schlagkräftig sind. Da es den Menschen in der deutschen Oblast verboten ist, Kinder zu bekommen, ohne eine Abgabe zu verrichten, gibt es viele illegale Kinder. Diese müssen von Geburt an um ihr Leben fürchten und kämpfen täglich ums Überleben. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass die Jüngsten erst drei oder vier Jahre alt und die Ältesten auch kaum zehn Jahre älter sind, sind sie bei ihren waghalsigen Unternehmungen, die eigentlich Kamikazeaktionen sein sollten, einfach zu erfolgreich. Insgesamt sind diese Unstimmigkeiten aber nur geringfügig und lassen sich auch leicht überlesen. Durchweg positiv ist mir dagegen die Sprache aufgefallen. Sie ist sehr schön an die Zeit und die Umstände angepasst. Der Autor verzichtet nicht nur auf die denglischen Ausdrücke und modernen Wortneuschöpfungen der heutigen Sprache, sondern ersetzt die Begriffe sogar teilweise durch Wörter aus der Zeit, in der Russland noch ein Zarenreich war. Beispielsweise wird der deutsche Verwaltungsbezirk als deutsche „Oblast“ bezeichnet und Entfernungen werden in „Werst“ gemessen. Obwohl ich diese Begriffe nachschlagen musste, hat es nicht gestört, denn es sind der Zeit angepasste Begriffe und nicht bloß ausgefallene und im Grunde unnötige Synonyme. Außerdem erklären sich viele der Begriffe von selbst, sodass der Lesefluss dadurch nur selten unterbrochen wird. Fazit: Das Buch ist ein dystopischer Thriller, in dem eine Menge Russen auftauchen – für mich ideal. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und hat mit Anatol Komarow einen sehr sympathischen Protagonisten. Außerdem ist die Sprache gut an die Umstände angepasst und obwohl viel Blut fließt, ist das Buch nicht unnötig brutal. Im Detail weist das Buch einige kleine Schwächen auf, insgesamt die Geschichte aber wirklich gelungen. „Das Haus Komarow“ ist ein großartiges Debüt und bekommt daher absolut verdiente vier Schreibfedern von mir.

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    • 2
  • Düstere Deutschland-Dystopie

    Das Haus Komarow
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    02. December 2014 um 12:18

    Meine Meinung: Zunächst mal hat mich das Buch vor allem durch seinen Klappentext angesprochen. Eine Dystopie in Deutschland ist tatsächlich etwas was man nur selten liest. Die düstere Aufmachung des Covers stimmt den Leser richtig ein und passt wunderbar zur Grundstimmung im Buch. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, und der Leser findet sich in einer Zukunft von Deutschland wieder. Durch jahrelangen Krieg ist Deutschland an Russland gefallen und wurde aufgesplittet, Berlin ist weiterhin die Hauptstadt, welche durch verschiedene Clans aufgeteilt wurde. Diese Clans kämpfen jedes Jahr darum, wer das Versorgungsrecht im deutschen Gebiet bekommt, der Gewinner hat für ein Jahr eine feste Einnahme und die Kontrolle. Seit der Übernahme durch das Haus Komarow haben die deutschen Bürger kaum noch Hoffnung, denn die Zustände werden immer schlimmer. Die Hauptrolle im Buch übernimmt Anatol Komarow, auch kurze Tolja, er ist der Sohn von Jewgraf Komarow, dem vor kurzem verstorbenen Oberhaupt des Hauses. Anatol ist ein sympathischer Protagonist, den man sofort ins Herz schließt, da er mit eben diesem alle seine Entscheidungen trifft. Von Beginn an bangt man mit ihm und seiner Mission. Durch eine List musste er aus Berlin fliehen und sein Bruder Taras hat nun das Sagen im Haus Komarow und regiert mit eisiger Hand. Taras ist das absolute Gegenteil von seinem Bruder, kurz gesagt ist er ein wahres Ekelpaket. Neben Anatol gibt es noch einige weitere wunderbar gezeichnete Nebenprotagonisten, welcher jeder auf seine eigene Art Eindruck hinterlässt. Vor allem der Hund Diesel war immer wieder ein toller Side-Kick der mich beeindruckt hat.  Beim Schreiben wechselt man als Leser immer wieder die Sicht zwischen den Protagonisten, dadurch erhält jeder Protagonist seine eigenen Momente. Der Schreibstilwar etwas ungewöhnlich, aber nicht störend. Ich hatte an manchen Stellen kurz das Gefühl das die Spannung etwas unter dem Schreibstil gelitten hat. Trotzallem hält sich ein dauerhafter Spannungsbogen im Buch, der sich erst zum Ende hin auflöst. Durch immer neue Wendungen wird der Leser an das Buch gebunden. Meine einzigen kleinen Kritikpunkte richten sich vor allem an die Entscheidungen der Protagonisten, die für mich an einigen Stellen nicht ganz nachvollziehbar waren. Zum einem finde ich es etwas seltsam, dass niemand aus dem Haus Komarow sich über den Verlauf zum Anfang des Jahres wundert, der Tod von Jewgraf und die Beschuldigung an Anatol. Anderseits konnte ich an einer Stelle nicht verstehen, wieso eine bestimmte Person den "Bösen" nicht tötet obwohl er eine Waffe hat und davor niemals Skrupel hatte jemanden zu töten, doch an dieser Stelle zögert und dann leider selbst stirbt, was ich sehr traurig fand. Zwei kleine Kritikunkte die allerdings das Lesefeeling nicht gestört haben. Insgesamt ist dieses Buch ein sehr schönes Erstlingswerk, auf das der Autor stolz sein kann. Es hat Spaß gemacht in die Welt rund um das Haus Komarow ab zutauchen und mit Anatol seinen Weg zu gehen. Fazit: Ein tolles Erstlingswerk, das für Spannung sorgt. Eine schöne Dystopie in Ostdeutschland die bis zum Ende den Leser begeistern kann. Endlich eine Einzelband Dystopie die an ohne Sorge weiterempfehlen kann, vor allem auch an die männliche Leserschaft. Ein kleines Ferkelchen ziehe ich für meine zwei Kritikpunkte ab.

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  • Das Haus Komarow

    Das Haus Komarow
    Blacksally

    Blacksally

    11. November 2014 um 08:37

    Das Cover: Ich finde das Cover wirklich gelungen, dieses dunkle Grün passt super zur Story die sich viel im Wald abspielt und auch das Wappen des Hauses gefällt mir gut Der Protagonist: Anatol wurde des Mordes an seinen Vater bezichtigt und ist deshalb auf der Flucht, aber er hat einen Plan wie er seinen älternen Bruder überführt. Ich mochte Anatol von Anfang an, er ist ein netter, smarter Kerl den ich selbst nie eines Mordes bezichtigen würde, aber die Leute im Buch (seine Familie) sieht das anders. Er ist ein zäher Bursche, der schon viel mitgemacht hat und man wünscht sich richtig das die Story gut für ihn ausgeht Der Schreibstil: Bereits am Anfang des Buches wird es sehr spannend und diese Spannung hällt auch während des Buches gut an. Ich finde den Schreibstil sehr flüssig, jedoch waren öfter mal kleine Stellen die sich gezogen haben. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Mein Fazit: Für ein Erstlingswerk ist dieses Buch wirklich super geworden, ich hab mich sehr gefreut das ich die Reise von Anatol miterleben durfte und bin gespannt auf weitere Bücher von diesem Autor.

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  • [ Rezension ] Das Haus Komarow

    Das Haus Komarow
    Nelly87

    Nelly87

    [ Inhalt ] Deutschland im Jahr 2208. In dem Land hat jahrelang der Unendliche Krieg gewütet und Deutschland ist nur noch ein unbedeutender Teil des Zarenreichs Russland. Die großen Clans des Landes kämpfen jedes Jahr um die Versorgungshoheit.  Anatol Komarow ist der Sohn des Hauses Komarow und sollte eigentlich nach dem Tod seines Vaters einmal das Familienoberhaupt werden. Nachdem er einen Weg gefunden hatte, dem Zarenreich ein günstigeres Angebot für die Versorgungshoheit anzubieten, als die seit 10 Jahren an der Macht sitzenden Lasarews, wird er Opfer einer Intrige, die niemand anderer als sein eigener Bruder eingefädelt hatte. Plötzlich wird er als Mörder seines eigenen Vaters verfolgt und muss Berlin fluchtartig entlassen. Nachdem er sich als Sammler und Arbeiter über Wasser hält, kann er eine Weile unerkannt in Dunkeltann leben. Doch dann wird er eines Tages von einem Söldner seines Bruders erkannt und es beginnt eine Hetzjagd. Doch Anatol möchte nicht nur sein Leben retten, sondern auch endlich die Machtstrukturen wieder ändern und seinem Bruder das Handwerk legen. [ Cover ] Das Cover ist komplett in einem dunklen Grau gehalten und zeigt lediglich ein Wappen (welches wohl das des Hauses Komarow ist). Mir persönlich sagt das Cover nicht so ganz zu, da ich es ein wenig zu unauffällig finde. Auch die Schriftart des Titels passt nicht so ganz zur Geschichte. [ Das hat mir gefallen ] Zunächst ist mir die Konstellation der Geschichte positiv aufgefallen. Die meisten Dystopien spielen ja doch eher in der westlichen Welt, daher fand ich es sehr mutig vom Autor, diese im Zarenreich Russland spielen zu lassen. Zwar hatte ich anfangs etwas Bedenken zwecks unaussprechlicher russischer Namen, aber auch diese Bedenken konnten sich nicht bewahrheiten.  Die Charaktere weisen zwar eine typische Gut-Böse-Rollenverteilung auf, aber dafür wurden diese Eigenschaften auch schön dargestellt. Anatol selbst ist der Gut-Mensch in persona, immer hilfsbereit, immer besorgt um seine Mitmenschen und immer freundlich und nett. Sein Bruder Taras dagegen ist ein toller Kandidat für ne Ohrfeigen-Parade. Ein Ekel, wie es eben im Buche steht, das ohne Rücksicht auf andere handelt. Auch die anderen Charaktere (und vor allem Hund Diesel) habe ich lieb gewonnen. Saalbach schafft es von der ersten Seite an, Spannung aufzubauen und diese auch beizubehalten. Die Geschichte ist zu keiner Zeit langweilig oder zieht sich hin. Durch die passenden Überschriften zu Zeit und Ort der Handlung, verliert man auch nie den Überblick. [ Das hat mir nicht gefallen ] Die angeführten Kritikpunkte sind wirklich nur minimal, da ich mich im Großen und Ganzen wirklich gut unterhalten gefühlt habe und das Buch mich auch fesseln konnte. Etwas irritiert hat mich der Schreibstil des Autors. Die Sprache hat mich meistens an einen historischen Roman, als an eine Zukunfts-Dystopie erinnert. Dies kam vor allem durch die Ausdrucksweise der Charaktere. So spricht Anatol einmal davon, dass sein Gegenüber sein "Schießeisen" fallen lässt. Dieses Wort habe ich zuletzt in nem Western gehört.  Außerdem war ich am Schluss etwas verwirrt, als von den wechselnden Verbündeten von Anatol die Rede ist. Diese werden immer wieder ausgetauscht. Jeder dieser Verbündeten geht einen Teil von Anatols Weg mit diesem. Allerdings hatte ich am Schluss etwas Probleme, noch hinzubekommen, wer was getan hat.  [ Fazit ] Axel Saalbach hat mit "Das Haus Komarow" einen spannungsgeladenen und kurzweilige Geschichte erschaffen. In einer Zeit, in der es in Russland tatsächlich drunter und drüber geht, habe ich den größten Respekt vor dem Autor, sich an einem solchen Setting zu versuchen. Die Umsetzung ist gut gelungen und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    05. November 2014 um 10:34