Die hässlichen Fünf

von Axel Scheffler und Julia Donaldson
4,9 Sterne bei8 Bewertungen
Die hässlichen Fünf
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Hässlich kann auch schön sein, das beweisen Julia Donaldson und Axel Scheffler in ihrem Buch

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Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Ein Buch, das in unserer retuschierten Plastikwelt den Blick auf das Wesentliche lenkt.

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Inhaltsangabe zu "Die hässlichen Fünf"

Sie gelten als die die 'hässlichen Fünf' der afrikanischen Wildnis: das hässliche Gnu, die scheußliche Hyäne, der kahle Geier, das borstige Warzenschwein und der bucklige Marabu. Bei Julia Donaldson singen und stapfen die hässlichen Fünf glücklich durch die Welt. Denn sie wissen längst, was ihre Kinder gerne rufen: 'Ihr fünf seid so schön, seid die Besten der Welt!' Auf jeden Fall wurden sie noch nie so schön gezeichnet wie von Axel Scheffler.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407823052
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:32 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:19.03.2018

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Hässlich kann auch schön sein, das beweisen Julia Donaldson und Axel Scheffler in ihrem Buch
    Hässlich kann auch schön sein, das beweisen Julia Donaldson und Axel Scheffler in ihrem Buch

    So schööön kann hässlich sein!
    Über die "unbekannten Big Five" Afrikas
    Eine Reimgeschichte
    eine Geschichte für Kinder ab  4 Jahren


    Jeder kennt die "Big Five" Afrikas. Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Sie sind das Aushängeschild und gehören zu den imposantesten Tieren Afrikas. Doch was ist mit all den anderen Tieren und vor allem denen, die wir als hässlich bezeichnen?
    Sind sie nicht eingentlich auch wunderschön? Schön auf ihre Weise?
    Julia Donaldson widmet genau ihnen ihr Buch.
    Den unbekannten, fast schon verhassten hässlichen Big Five, die genauso für die Tierwelt Afrikas stehen wie die anderen.
    Zugegebenen ein Geier und ein Marabu sehen vielleicht wirklich nicht so attraktiv aus und  auch die Hyäne ist etwas angsteinflößend. Außerdem eilt einigen von ihnen ein Ruf voraus. z.B. der des Aas fressenden Geiers. Doch wer weiß schon das der Geier auch die Gesundheitspolizei der Natur genannt wird. Also für Mensch und Tier gleichermaßen nützlich?
    Ob jemand oder ein Tier hübsch ist wer entscheidet das eigentlich. Liegt es nicht vielmehr im Auge des Betrachters?
    Ich zumindest, und unsere Lesekinder sehen das ähnlich, finde die angeblich unattraktiven Tiere wesentlich attraktiver weil sie einfach mehr Charakter ausstrahlen.
    Daher freut es mich besonders, dass Julia Donalds uns diese Geschichte geschenkt hat. Noch dazu in Reimform!
    Mit ihrer unvergleichlichen Art Geschichten zu erzählen trägt sie viel dazu bei über Vorurteile nach zu denken und macht deutlich, das man sie abbauen sollte anstatt ihnen unreflektiert zu folgen.
    Aufeinander zu gehen, den anderen kennenlernen das ist die Botschaft, die Eins zu Eins auf die Menschenwelt übertragbar ist denn wir sind auch nicht alle gleich. Und wer den Schönheitsidealen nicht folgen mag oder einfach anders ist, der ist doch deshalb nicht unattraktiv oder nichts Wert.
    Für die Kinder der hässlichen Fünf zum Beispiel sind sie die besten, kuscheligsten, schönsten, liebsten Eltern.
    *
    Julia Donaldson beginnt ihre Geschichte mit den Schönheiten unter den Tieren, die Axel Scheffler sehr realistisch illustriert genau wie die Stimmung mit der aufgehenden Sonnen.
    In dieser scheinbar so harmonischen Sequenz sehen wir ein Tier , das der Geschichte zu folge die Optik stört.
    Wer sich das Bild ansieht wird verwundert sein. Hier stört wirklich nichts. Alles Tiere Afrikas und doch soll ein Tier nicht hinein passen?
    "So gemein!", sagen unsere Lesekinder, wie sich Löwe, Nashorn & Co über das arme Gnu lächerlich machen. Das Gnu, das stimmt auf die Geheinheit der anderen ihr eigenes Lied über seine Hässlichkeit an.  Gleich  darauf kommt noch dein Tier, das viel hässlicher  ist, so behauptet er es zumindest von sich selbst als sei ein Wettstreit ausgebrochen wer der Hässlichste ist, doch sie streiten sich nicht sondern ziehen gemeinsam des Weges wieder mit einem Lied über die Hässlichkeit auf ihren Lippen.  Das beobachtet von oben ein, wie er meint noch Hässlicherer. Aus den Hässlichen zwei werden die hässlichen Drei. Aus Drei werden Vier und am Ende die hässlichen Fünf.
    Doch auch die Hässlichen sind nicht allein, haben Kinder, die sie lieben, die lauter tolle Dinge an ihren Eltern finden und so stimmen sie zum Schluss ein Lied an in dem sie zeigen wie schön die Hässlichen doch eigentlich sind.
    *
    Eine wunderbare Geschichte, die kein bisschen hässlich ist.
    Mit wunderschönen Bildern die auch kein bisschen hässlich sind.
    *
    Zum Abschluss des Buches wendet die Autorin sich noch mit einer Frage an ihre Leser.
    "Welche afrikanischen Tiere würdest du auf einer Safari am liebsten kennenlernen?!
     Wir sehen jede Menge Tiere alle begleitet von ihrem Namen und unterteilt in 4 Gruppen. Natürlich den "hässlichen Fünf" aber auch den "scheuen Fünf" wie Erdferkel und Löffelhund, dann noch die "kleinen Fünf" dazu zählen unter anderem der Nashornkäfer und der Rüsselspringer, ja und dann haben wir auch noch die legendären "Big Five"( großen Fünf).
    Unsere Lesekinder hatten da so ihre ganz eigenen Meinungen und ich bin mir sicher alle, die dieses Buch gelesen haben werden eine ganz bunt gemischte Auswahl treffen.
    *
    Das ist übrigens auch eine wunderbare Gelegenheit mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Zum einen wieso sie welche Tiere auswählen und zum anderen welche der Tiere sie überhaupt kennen.
    Ein Kindergarten hat dieses Buch zum Anlass genommen wieder einmal einen Besuch im Zoo zu machen.
    Thema: "Sind die hässlichen Fünf wirklich hässlich?"
    Die Kinder haben die Fünf vor Ort gezeichnet, fotografiert und im Kindergarten später eine tolle Collagenwand  2,20m hoch 5m breit)  mit all ihren Eindrücken gestaltet.
    *
    Unsere Lesekinder sind sich einig.
    Dieses Buch wird ein Lieblingsbuch.
    Ihres ist es bereits, denn die Geschichte ist nicht nur toll sondern auch die Bilder und was unsere Kinder besonders lieben sind die herrlichen Reime in denen erzählt wird.
    Als Vorleser kann ich dem nur beipflichten.
    Sie fließen wunderbar leicht von den Lippen übernehmen direkt die Führung und leiten uns so in ihrem Tempo dynamisch, quirlig, lebendig mit viel Gefühl und guter Laune durch die Handlung.
    *
    "Schade, das es schon zu Ende ist!"
    sagte der kleine Joshua


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    EmmyLs avatar
    EmmyLvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Ein Buch, das in unserer retuschierten Plastikwelt den Blick auf das Wesentliche lenkt.
    Wundervolles Bilderbuch über Akzeptanz

    In Afrika sind zahlreiche Tierarten zu Hause. Viele bieten einen majestätischen Anblick wie der Löwe oder haben eine ausgefallene Farbe wie die Flamingos. Es gibt aber auch Tiere, welche durch ihr „abstoßendes“ Äußeres von der gesellschaftlich geprägten Schönheitsdefinition abweichen. Zu den sogenannten „hässlichen Fünf“ gehören Ohrengeier, Tüpfelhyäne, Gnu, Marabu und Warzenschwein. Axel Scheffler hat das Buch diesen Tieren gewidmet. Jedes stellt sich und seine „hässlichen Vorzüge“ mit einem passenden Reim vor. In einem traurigen Lied singen sie gemeinsam davon nie eingeladen, gemieden und verachtet zu werden. Das Lied endet natürlich nicht so traurig, denn auch die „hässlichen“ Tiere werden geliebt. Sie haben süße Kinder, denen ihre hingebungsvolle Pflege und liebevolle Aufmerksamkeit gilt.

    Auf der jeweils linken Buchseite steht ein Text in Reimform. Er wird durch eine vollflächige Illustration auf der rechten Buchseite interpretiert. Die Bilder zeigen die genannten Tiere in ihrer gewohnten Umgebung. Sie ähneln ihrem natürlichen Vorbild, haben aber die für Axel Scheffler typischen runden Augen. Die Zeichnungen sind mit gebrochenen Farben koloriert. Zahlreiche Modulationen beleben die Farbflächen. Das letzte Bild im Buch ist doppelseitig und vollflächig. Hier ist der Text auf das Bild gedruckt. Auf den letzten Seiten werden neben den hässlichen Fünf noch die scheuen Fünf, die kleinen Fünf und die großen Fünf vorgestellt. Dabei handelt es sich jeweils um Tiere der afrikanischen Wildnis.

    In den Augen der Tierkinder sind die Eltern schön. Schönheit liegt also immer im Auge des Betrachters. In unserer multimedialen Welt, in der retuschierte Bilder und idealisierte Plastikpuppen zum Schönheitsideal verklärt werden, erscheint es notwendiger denn je über die Definition von Schönheit zu sprechen. Jeder hat seine Vorzüge. Sie sind zu finden, wenn man sich die Mühe macht genau hinzusehen.

    Wir haben das Buch in der fünften Klasse Globales Lernen / Philosophie eingesetzt. Es diente als Diskussionsgrundlage für eine Definition des Wortes Schönheit. Im Anschluss wurde Mobbing und die Verknüpfung mit gesellschaftlich vorgegebenen Idealen thematisiert. Häufig werden Schüler, die sich den engen Normen entziehen, ausgegrenzt. Das Buch bietet hierfür interessante Denkanstöße. Auf Basis der afrikanischen Tiere ist es möglich, ohne drohendem Zeigefinger zu argumentieren. Das Buch eignet sich zum Vorlesen für Kinder an vier Jahre. Es ist nicht nur für zu Hause, sondern auch für die Arbeitsbibliothek sehr zu empfehlen.

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    Ramgardias avatar
    Ramgardiavor einem Jahr
    Schöne Bilder, wunderschöne Reime

    Morgens in Afrika liegen all die schönen Tiere in der Sonne und dann taucht das hässliche Gnu auf. "... niemand ist so grässlich und hässlich wie ich! Ich bin so hässlich...."

    ist der Refrain, den die Tiere immer wieder sprechen. Denn als nächstes taucht die noch hässlichere Hyäne auf, gefolgt vom Geier, dem Warzenschwein und zu Letzt dem Marabu. Die hässlichen Fünf sind vollständig und vereint gehen sie weiter, da hören sie ihre Kinder, für die sie genauso liebe und fürsorgliche Eltern sind, wie alle anderen. Und umgekehrt lieben die Kinder ihre Eltern und singen zu Ende "Ihr fünf seid so schön, seid die Besten der Welt".

    Wie ich finde, wieder ein tolles Buch vom Güffolo-Erfinder Axel Scheffler.

    Das Buch mit den faszinierenden, ansprechenden Bilder, die immer eine ganze Seite einnehmen, während auf der anderen der gereimte Text steht, wird sicher wieder ein Klassiker.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Lenkt den Blick auf's Wesentliche: Auf die inneren Werte kommt es an! Da kommen einem die Tränen!
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    Zirbis avatar
    Zirbivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sowas schönes vorzulesen macht einfach Freude. Tolle Illustration, tolle Texte ...
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    Cailesss avatar
    Cailessvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Typisch Scheffler eben! Melodische Reime, geniale Bilder und eine Geschichte zum Niederknien!
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    BeautyBookss avatar
    BeautyBooksvor einem Monat
    Murmeltierchens avatar
    Murmeltierchenvor 10 Monaten

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