Ayana Mathis Zwölf Leben

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Inhaltsangabe zu „Zwölf Leben“ von Ayana Mathis

Als Hattie ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee taufte, war das Ausdruck einer
großen Hoffnung. Hatte der Norden, die »Wiege der
Freiheit«, den Schwarzen, die aus dem Süden kamen,
nicht Gleichheit und Wohlstand versprochen?
Und schmeckte das Leben in dem kleinen Haus an
der Wayne Street nicht nach Zukunft? Hattie wird
noch viele weitere Kinder bekommen, und von
ihren Hoffnungen werden sich nur wenige erfüllen.
Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschatten Hatties Dasein. Es ist ein Schmerz, der sich
fortschreibt in die nächste Generation.
Doch diese Saga um eine außergewöhnliche Frau
und ihre zwölf Kinder, die als Geschichte der Great
Migration beginnt und sich zum Tableau mit zwölf
Einzelporträts über das ganze zwanzigste Jahrhundert weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung
ein vitales Epos – voller Lebenskraft und verhaltener
Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im
Kampf gegen Bitterkeit.

schön und mitreißend

— CorneliaP

Die Charaktere werden alle nur angerissen. Eher enttäuschend.

— Sara_1801

 Es erzählt wahrheitsgemäß die Geschichte der dunkelhäutigen Bevölkerung in Amerika zu dieser Zeit und ist auch sehr mitfühlend geschrieben.

— eleisou

Zwölf Kinder, zwölf Geschichten und Lebenswege. Mit denen ich leider nicht warm werden konnte....

— Saphir610

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  • Zwölf Sterne

    Zwölf Leben

    Fornika

    30. January 2017 um 13:56

    Hattie ist gerade 17 als sie Mutter wird; und nur ein paar Tage älter als sie die Kleinen wieder verliert. Schwer werden auch die nächsten Jahre und Jahrzehnte, mit insgesamt 11 Kindern ist das Leben kein Wunschkonzert. Schon gar nicht, wenn man die falsche Hautfarbe hat und im Amerika des frühen 21ten Jahrhunderts lebt. Ayana Mathis hat einen wunderbaren Episodenroman rund um Hattie und ihre 11 Kinder verfasst. Jedem ist exakt 1 Kapitel gewidmet, dabei unterscheiden sich die Sprösslinge nicht nur im Alter, sondern auch in der gewählten Erzählperspektive. Mal wird ein Ich-Erzähler aktiv, mal schreibt jemand einen Brief. Immer abwechslungsreich und doch nicht bruchstückhaft, liest man sich so durch die Jahrzehnte. Jahrzehnte des Umbruchs, des Rassismus, man liest über kleine Probleme des Alltags und über große wie den Vietnamkrieg. Eines ist klar, langweilig ist das Leben der Shepherds nicht. Schwer haben sie es, meistens zumindest; trotzdem versinkt man nicht im Elend, sondern die starken Seiten der Figuren werden ausgearbeitet. Die Autorin beweist einen eindringlichen Erzählstil und bringt einem die Charaktere trotz der kurzen Spotlights sehr gut nahe. Voller Emotionen, jedoch nie kitschig, ist so ein tiefgründiger Roman entstanden, bei dem jedes Leben seinen eigenen Stern verdient hätte. So bleibt es halt bei 5 Sternen ; )

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  • Zwölf Leben

    Zwölf Leben

    eleisou

    08. July 2016 um 09:17

    Hatties Geschichte beginnt im Jahr 1925 mit der Geburt der Zwillinge Philadelphia und Jubilee. Diesen Geburten folgen noch zahlreiche andere, die entweder früh sterben oder unter ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, insgesamt elf, obwohl ihre Mutter sich immer über ihr Wohlergehen sorgt. Dennoch sind die Lebensbedingungen für Afroamerikaner schlecht in den USA des 20. Jahrhunderts und die meisten von ihnen kämpfen für ein Stück Brot. Die Kapiteln des Buches bestehen aus den Geschichten der Kinder oder über das eine Enkelkind. So lernt der Leser Schritt für Schritt die ganze Familie und deren Schicksal kennen. Auf einer der letzten Seiten gibt es einen Stammbaum, der gut aufgebaut ist und einem hilft, den Überblick zu bewahren. Gleichzeitig wird auch die Geschichte von Hattie erzählt, die es in ihrem Leben trotz all der Hoffnungen die sie sich gemacht hat und vom Süden nach Norden emigriert ist, nicht leicht hatte, weil diese Hoffnungen sich einfach letztendlich nicht erfüllt haben. Alles in allem ist es ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es erzählt wahrheitsgemäß die Geschichte der dunkelhäutigen Bevölkerung in Amerika zu dieser Zeit und ist auch sehr mitfühlend geschrieben. Keine leichte Kost, aber lesenswert.

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  • Berührend und eindringlich

    Zwölf Leben

    reading-books

    14. February 2016 um 11:02

    Um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht wie lang ich dieses Buch bereits lesen will. Es wurde mir vor Ewigkeiten mal von einem Mitarbeiter des dtv empfohlen als ich nach einem Buch gefragt hatte, dass mit “Neuland” vergleichbar wäre. Nun er legte mir “Zwölf Leben” ans Herz, wobei ich heute nicht mehr weiß wie genau er es beschrieben hatte. Der Einstieg in Ayana Mathis Buch ist mir erstaunlich leicht gefallen. Dies liegt nicht zuletzt am wundervollen Schreibstil der Autorin aber auch an der Situation zu Beginn des Romans. Hatties Zwillinge sind an einer schweren Lungenentzündung erkrankt und kämpfen um ihr Leben. Die Eindringlichkeit und Dramatik der Situation geht direkt auf den Leser über und so hatte ich bereits nach wenigen Seiten den ersten Kloß im Hals. Ich werde diesmal weniger auf die einzelnen Charaktere des Romans eingehen, denn in “Zwölf Leben” werden die Schicksale und Erlebnisse verschiedener Charaktere vorgestellt. Die Kapitel selbst sind dabei in sich abgeschlossen, so dass es zunächst keinen wirklichen roten Faden durch das Buch zu geben scheint. Jede der Figuren ist jedoch mit Hattie verwandt. Es sind ihre Kinder und Enkel mit deren Erlebnissen sich das Bild der Familie schrittweise zusammensetzt. “Zwölf Leben” ist dadurch weniger ein Roman wie man ihn kennt aber dennoch ungemein reizvoll und lesenswert.  Ich hatte durchaus meine Erwartungen an dieses Buch, aber auch leichte Befürchtungen. Da hier verschiedene Schicksale erzählt werden, die hinsichtlich der Familie miteinander verknüpft sind aber sonst nur indirekt miteinander zu tun haben, hätte es sich um einen eher trockenen Roman handeln können. Der Schreibstil Ayana Mathis lässt Trockenheit allerdings nicht zu. Stattdessen wird der Leser direkt zu Beginn des Buches abgeholt und bis zur letzten Seite nicht mehr von der Hand gelassen. Dieser Roman ist fesselnd, überzeugt mit seiner Eindringlichkeit und einem großartigen Schreibstil. “Zwölf Leben” sollte gelesen werden und erhält daher von mir wohlverdiente 5 Sterne.

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  • 12 Lebenswege einer Familie

    Zwölf Leben

    Saphir610

    23. September 2015 um 21:43

    Nach der massenhaften Wanderung der afroamerikanischen Bevölkerung vom Süden in den Norden der USA. Auch Hattie ist mit ihrem Mann August leben nun im Norden. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Erzählt wird die Geschichte von Hatties zwölf Kindern. Sie vertreten viele spezielle Schicksale, die sich mit ihren inneren Dämonen rum schlagen. Ihre Kindheit war von Mangel geprägt, materiell wie auch seelisch, denn der Vater gibt das Geld oft für andere Dinge aus und Hattie, die nach einem furchtbaren Schicksalsschlag irgendwie gebrochen ist und keine richtige Liebe geben, zeigen kann. Doch trotzdem ist sie die wichtigste Person der Familie und am Ende immer für ihre Kinder da. Anhand der zwölf Geschichten von Hatties Kindern wird eigentlich auch Hatties Geschichte erzählt. Vom harten Leben und dem Lebens-Überlebenswillen. Die zwölf Kapitel erzählen recht unspektakulär von Alkoholismus, Missbrauch, falschen Männer, einem falschen Priester. An sich konnte ich an diesem doch sehr gelobten Buch nichts schlechtes entdecken, doch ich war leider nicht verzaubert und mitgerissen, auch wenn am Ende Hoffnung und Liebe steht. Für mich blieben die Figuren stets etwas farblos, ich konnte mich nicht in sie rein fühlen, oder mit fühlen. Vielleicht weil diese Lebenswege zu krass für unsereins waren, ich diese nicht direkt nachvollziehen konnte. Die zwölf Geschichten konnten mich nicht fesseln. Der Sinn, die Aussagekraft dahinter ist mir nicht verborgen geblieben, aber Hatties Familiengeschichte entwickelte keinen Sog für mich.

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  • Zwölf Leben

    Zwölf Leben

    Insel56

    31. July 2015 um 07:51

    Das Buch schildert das Leben von Hattie, einer farbigen Frau, in den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Philadelphia, und das ihrer zwölf Kinder. Ich war so begeistert von der Leseprobe, doch das gesamte Buch zu lesen, war für mich sehr anstrengend, denn obwohl sich Hattie als die Hauptfigur durch das Buch schlängelte, erschienen mir die Leben ihrer Kinder wie einzelne Geschichten, auf die ich mich immer wieder versuchte einzulassen. Das Buch hat mir bis auf die sprachliche Komponente gar nicht gefallen. Es hat mein Innerstes nicht berührt, obwohl soviel an Traurigkeit verbreitet worden ist.

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  • 12 Leben

    Zwölf Leben

    Isabell47

    22. July 2015 um 14:17

    Dieses Buch erzählt von Hattie, die hoffte ihr Glück zu finden und ihren Kindern. Jedes Kapitel hat den Schwerpunkt auf eine Person gelegt und hier finde ich es für mich schwierig, dass ich alles zusammensehe und als Gesamtbild wahrnehme. Das Buch mit seinen Geschichten hat mich ziemlich depremiert zurückgelassen. Ich konnte mich in keines der Schicksale richtig hineinfinden und wurde mit Hattie überhaupt nicht "warm".

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  • ein Buch voller trauriger Gefühle

    Zwölf Leben

    MarTina3

    21. May 2015 um 20:31

    Klappentext: Als Hattie ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee taufte, war das Ausdruck einer großen Hoffnung. Hatte der Norden, die »Wiege der Freiheit«, den Schwarzen, die aus dem Süden kamen, nicht Gleichheit und Wohlstand versprochen? Und schmeckte das Leben in dem kleinen Haus an der Wayne Street nicht nach Zukunft? Hattie wird noch viele weitere Kinder bekommen, aber kaum etwas von ihren Hoffnungen wird sich erfüllen. Schmerz über Versagen und Schicksalsschläge überschattet Hatties Dasein. Es ist ein Schmerz, der sich fortschreiben wird in die nächste Generation. Doch diese Saga um eine außergewöhnliche Frau und ihre zwölf Kinder, die als Geschichte der Great Migration beginnt und sich zum Tableau mit zwölf Einzelporträts über das ganze zwanzigste Jahrhundert weitet, ist trotz Scheitern und Enttäuschung ein vitales Epos – voller Lebenskraft und verhaltener Zärtlichkeit, voller Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen Bitterkeit. Cover: Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Zusammen mit dem Titel hat es eine starke Ausdruckskraft und verlangt geradezu danach, dass man sich das Buch näher ansieht. Meine Meinung: Das Buch beginnt mit Hattie – der Mutter aller zwölf Kinder – und mit ihren beiden erstgeborenen Zwillingen. Hier ist Hattie noch jung und voller Zuversicht und Leben. Als die beiden Kinder an Lungenentzündung sterben, bleibt sie – obwohl sie weitere Kinder bekommt – immer in ihrem Schmerz durch den Verlust der Zwillinge gefangen. Sie bekommt ihr Leben nicht mehr in den Griff. Die nächsten Kapitel erzählen nacheinander von ihren weiteren Kindern: Floyd, Six, Ruthie, Ella, Alice, Billups, Franklin, Bell und Cassie. Allen ist gemeinsam, dass keiner wirklich glücklich ist, sie sind alle rastlos und suchen etwas, wobei keiner weiß, was genau. Sie lieben ihre Mutter und diese liebt ihre Kinder ebenfalls, nur zeigt es keiner dem anderen. Dadurch fehlt ihnen wohl die offene Bestätigung der Liebe. Es ist eigentlich eine absolut traurige Geschichte, da wirkliches Glück und Freude fehlt. So wie die Mutter Hattie ihre Freude und Fröhlichkeit mit den ersten Kindern verloren hat, so haben ihre weiteren Kinder diese Freude nie gefunden. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass der Enkeltochter Sala ein besseres Leben gelingt. Die Grundaussage des Buches ist für mich, dass Kindern durch die Mutter immer etwas mitgegeben wird. Hier steht wohl der Schmerz im Vordergrund. Auch dass fehlende Liebesbeweise bei den Kindern eine Leere entstehen lassen, die sie in ihrem Leben durch irgendetwas zu füllen versuchen. Aber das gelingt - zumindest hier - keinem. Die Geschichte beleuchtet außerdem auch die Zeit, als die Leute noch in Schwarz und Weiß eingeteilt wurden und Schwarze als Menschen zweiter Klasse galten. Der Schreibstil ist grundsätzlich flüssig aber auch gewaltig und zeitweise machten die Personen richtige Gedankensprünge, daher musste ich langsamer lesen, um den Text richtig aufzunehmen. Fazit: Es ist ein Buch voll von Schmerz, Wut, Trauer und Bitterkeit und daher ganz sicher keine Geschichte, um eine fröhliche Stimmung zu erzeugen. Man sollte das Buch in Ruhe lesen und auf sich wirken lassen.

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  • Ein erstaunlich reifes und tiefes Buch

    Zwölf Leben

    WinfriedStanzick

    10. February 2015 um 09:47

    Von der amerikanischen Kritik schon mit der ersten schwarzen Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison verglichen, ist das Romandebüt von Ayana Mathis tatsächlich ein erstaunlich reifes und tiefes Buch. Es erzählt in einzelnen Geschichten von der Afroamerikanerin Hattie und ihren elf Kindern. Jeder dieser zwölf Personen hat sie ein Kapitel gewidmet, die in einem Zeitrahmen zwischen 1925 und 1980 angesiedelt sind. Immer mehr, je weiter die Erzählungen schreiten, ergibt sich ein Bild einer Familie, ihren verschiedenen Charakteren und der Entwicklung der einzelnen Personen in einer Gesellschaft, die den Afroamerikanern ihre Rechte verweigert und durchsetzt ist von verdecktem und offenem Rassismus.  Erschütternd sind sie oft, die Schicksale der einzelnen Personen und lassen den Leser mehr als einmal regelrecht sprachlos zurück. In einer verzaubernden und mitreißenden Handlung wird mit einer poetischen und an Bildern reichen Sprache erzählt von Hoffnung und Liebe und von Schuld und Vergebung. Mit großer Spannung dürfen die Leser in den USA und dann auch in Deutschland ihr zweites Buch erwarten, von dem zur  Zeit nicht bekannt ist, wann es erscheinen wird. Dann wird sich auch zeigen, ob die schnellen Vergleiche mit Toni Morrison standhalten.

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  • Das Leben der Hattie und ihrer Familie

    Zwölf Leben

    lesebiene27

    Das Buch beschäftigt sich mit dem Leben der afroamerikanischen Frau Hattie und ihren Nachkommen. Auf besondere Art und Weise kommt jeder Figur ein Kapitel zu, sodass man die Geschichte der Personen aus seiner Sicht erzählt bekommt und somit die Familie aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln kennenlernt. Als Leser erfährt man eine Frau, die ein hartes Schicksal hat und bei der man auf dem ersten Blick das Gefühl einer harten, lieblosen Frau bekommt. Doch dieser Eindruck täuscht, da Hattie für jedes ihrer Kinder stets da ist und sie liebt, dies aber nicht sonderlich gut zeigen kann. Das Buch ist in meinen Augen sehr emotional geschrieben. Man lernt als Leser viel über das Leben einer armen Afroamerikanerin, was mich als Leser so manches Mal sprachlos gemach hat. Darüber hinaus wurden auch so manch erste Themen wie Tuberkulose und Homosexualität aufgegriffen, sowie auch der Tod von Säuglingen. Gut gefallen hat mir, dass die Familie aber dennoch nicht hoffnungslos wirkte und sich nicht mit ihrem Schicksal abgefunden hat. Dies spürt man auch in dem Schreibstil, der nicht melancholisch wirkt, sondern lediglich ernst. Toll fand ich den Stammbaum zu Beginn des Buches, der dem Leser einen guten Überblick über die Familienzugehörigkeit der einzelnen Figuren gibt. Das Buch hat mir gut gefallen, weshalb ich 5 von 5 Sternen vergeben möchte.

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    • 2

    parden

    03. January 2015 um 08:19
  • Eine Mutter und ihre elf Kinder

    Zwölf Leben

    sommerlese

    Autorin "*Ayana Mathis*" schrieb 2012 ihrem Roman "*Zwölf Leben*". Die deutsche Erstausgabe wurde 2014 vom "*DTV Verlag*" herausgegeben. "*Vielleicht haben wir nur eine begrenzte Menge von Liebe zu vergeben. Wir kommen mit einer festen Portion Liebe auf die Welt, und wenn wir lieben und nicht wiedergeliebt werden, erschöpft sich die Liebe." Zitat Seite 142*" Ayana Mathis erzählt in ihrem Roman vielseitig einzelne Geschichten aus dem Leben der Afroamerikanerin Hattie und ihrer elf Kinder. Jedes Kapitel ist einer Person gewidmet und so lernt man Hattie und ihre Familie in diesem Roman langsam aus verschiedenen Blickwinkeln kennen. Man gewinnt Eindrücke in die Charaktere, ihre Probleme und ihre Entwicklung. Die zeitliche Ebene reicht von den Jahren 1925 - 1980 und damit thematisiert der Roman die soziale Stellung der schwarzen Amerikaner. Zur Zeit der "Great Migration" zogen viele Afroamerikaner aus dem rassistischen Süden in den liberalen Norden. Hattie wird im Roman als Mutter gezeigt, die keine liebevolle Zuneigung zeigen kann. Das liegt einerseits an ihren Leben, das von Armut und schwerer Arbeit geprägt ist und den erlebten Schicksalsschlägen schon in jungen Jahren, als sie ihre ersten beiden Kinder verlor. Der Familienzusammenhang ist brüchig, dennoch hängt sie sehr an ihren Kindern, versucht zu helfen und hat unter ihrer rauen Schale einen weichen Kern. Die Probleme einer armen und grossen Familie sind für die Frau so groß, dass sie die emotionale Ebene und Zuneigung verdrängt oder nicht zulässt. Durch die gezeigten Personen wird vieles über die amerikanische Gesellschaft deutlich. Die Protagonisten leben durch ihre Geschichten. Einfühlsam beschrieben, kann man mit den jeweiligen Situationen mitfühlen und auch mitleiden und erkennt, wie sehr Kinder von einer Mutter und äußeren Einflüssen geprägt werden können. Dabei wird auch deutlich, wie Hattie jedem Kind die gleichen Voraussetzungen zum Leben mitgibt und sie daraus alle etwas anderes machen. Die aufgezeigten Probleme sind vielseitig: es geht um Kindesmissbrauch, Adoption, Gewalt, um Krankheiten wie Tuberkulose und psychische Störung und Folgen aus dem Vietnam-Krieg. Diese Schicksale machen sprachlos und erschüttern, zeigen aber trotzdem keine melancholische Grundstimmung. Man erfährt wie die Hoffnung wächst und auch in der Religiosität Zufriedenheit gefunden werden kann. "*Zwölf Leben*" ist ein großartiger vielschichtiger Roman, der zwölf verschiedene Lebenswege miteinander verknüpft, ihre Probleme erklärt und damit Lebensnähe und die Wichtigkeit von Zuneigung und emotionaler Nähe aufzeigt.

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    • 4
  • Ein hartes Leben mit 11 Kindern

    Zwölf Leben

    Gruenente

    15. November 2014 um 15:30

    Mit 15 kam Hattie mit ihrer Mutter und zwei Schwestern aus dem Süden nach Philadelphia. Unglaublich, wie mit ein paar Sätzen die fehlende Rassendiskriminierung auf dem Bahnhofsvorplatz beschrieben wird! Sie begegnet August, gibt ihm nach einigem Werben nach und wird schwanger: Philadelphia, Jubilee, Floyd, Six, Ella, Alice, Billups, Franklin, Bell, Cassie und Ruthie.  Ja, Hattie hat insgesamt elf Kinder geboren. Jedes Kind hat die gleichen Voraussetzungen und jedes ein ganz anderes Leben. Da geht es um Säuglingssterblichkeit, Homosexualität, Tuberkulose, Adoption, Wahnsinn, Religiosität, Vietnam-Krieg, Medikamentenmissbrauch, gute Ehen, schlechte Ehen, Armut, Reichtum, Klassenunterschiede,  Kindesmissbrauch und andere Gewalt. Jedes Kapitel handelt von kurzen Lebensabschnitten von  ein oder zwei von Hatties Kindern. Mit diesen Episoden wird ein Zeitraum von über 60 Jahren überbrückt. Damit wird das Buch auch zu einem Spiegel vom Wandel der Gesellschaft. Hattie und ihre Familie sind Neger (so bezeichnen sie sich zeitgemäß selbst im Buch) und arm, aber stolz. Bei so wenig Geld und so vielen Kindern hat Hattie für liebevolle Zärtlichkeiten keine Kraft. Sie gibt sich immer stark und hart. Bis im letzten Kapitel, das von Sala, einer von Hatties Enkelinnen, handelt   und in dem endlich Hatties harte Schale, die sich im ersten Kapitel bildet, wieder aufbricht. Das Buch ist trotz der oft harten Ereignisse nie rührselig. Durch den Perspektivwechsel in jedem Kapitel wird es sehr vielschichtig. Zum Teil kann man auch immer wieder lesen, wie das Leben der anderen Beteiligten weitergegangen ist. Im Anhang findet sich ein schöner Stammbaum mit Scherenschnitten, in dem die Eltern und Kinder aufgezeichnet sind und zu den Jahreszahlen, in der die jeweiligen Einzelgeschichten spielen, in Beziehung gesetzt werden. Die Autorin, Ayana Mathis, wuchs selbst in Germantown, dem Viertel Philadelphias, in dem Hattie mit ihren Kindern lebte, auf.   Beim Lesen des Romans musste ich oft an die Bücher von Toni Morrison denken. Ich hoffe, dass nach diesem beachtlichen Erstlingsroman noch viele weitere Bücher folgen.

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  • Bewegende traurige Familiengeschichte

    Zwölf Leben

    Lilith79

    26. October 2014 um 15:32

    Das Buch "Zwölf Leben" handelt von Hattie und August, einem afroamerikanischen Paar, das in den 20 Jahren aus dem Süden der USA nach Philadelphia umgezogen ist, und deren 11 Kinder (und einem Enkelkind). Die Geschichte ist in chronologischen Episoden erzählt, die erste spielt in den 20 Jahren, die letzte in den 80 er Jahren und jede Episode greift einen kurzen Lebensmoment eines Kindes heraus. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hattie, die Mutter, je nach Alter des Kindes spielt sie in den Episoden entweder eine zentrale Rolle oder sie bleibt im Hintergrund, ist aber immer präsent. So bekommt man am Ende des Buches einen großen Einblick in diese Familie, obwohl man immer nur auf kleine Abschnitte einzelner Personen geblickt hat. Das funktioniert erstaunlich gut. Das Buch hat mir hervorragend gefallen, die einzelnen Geschichten sind bewegend und glaubhaft, die Gefühle und die Verzweiflung der Charaktere sind die ganze Zeit sehr präsent und gerade die erste Geschichte ist wirklich schmerzhaft und schwer zu ertragen und ist sicher der Grund dafür wie Hattie sich im Laufe des Buches entwickelt. Ein "Gute Laune" Buch ist Zwölf Leben sicherlich nicht, den glücklich oder auch nur zufrieden ist wohl keiner der Familienmitglieder. Alle tragen ihre Verletzungen und Einsamkeit mit sich herum und durch die Darstellung der verschiedenen Sichtweisen wird klar, dass es meist gar nicht die schwierigen Lebensumstände sind, die dafür verantwortlich sind, sondern Missverständnisse und das Unvermögen sich innerhalb der Familie zu verstehen und Gefühle zu teilen.  

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  • Ayana Mathis - Zwölf Leben

    Zwölf Leben

    miss_mesmerized

    05. October 2014 um 13:02

    Zwölf Leben – das von Hattie und ihren elf Kindern, in Episoden von Ayana Mathis erzählt. Mit Philadelphia & Jubilee wird Hattie - fast noch ein Mädchen – von der Realität des Lebens eingeholt. Eine schwere Lungenentzündung nimmt ihr die geliebten Zwillinge. Weitere Schicksalsschläge werden folgen. Wie etwa der von Six, der nach einem Unfall entstellt im Schoße der Kirche seinen Platz findet. Oder Ella, der sie ein besseres Leben bei ihrer reichen Schwester ermöglichen will. Und auch Alice, die versucht über eine günstige Heirat den erbärmlichen Zuständen zu entfliehen. Die Geschichte der Familie über das 20. Jahrhundert, vor der Südstaatenhärte der Jim Crow Laws. Auch die Geschichte einer Frau, die sich mehr vom Leben erhofft hatte, gelegentliche Ausbrüche wagt und doch wieder zurückkehrt zu ihren Wurzeln. Die erzählten Episoden sind durch die Familienbande miteinander verwoben, erzählen aber jedoch gänzlich verschiedene Leben. Für mich am interessantesten waren dabei die kleinen aber doch tief gehenden Einschübe über die Diskriminierung der Schwarzen. Vor allen Hatties erstes Erlebnis auf dem Bahnhof, als all das, was sie kannte plötzlich in Frage gestellt wurde und sie sah, dass man Schwarze auch ganz anders behandeln kann. Auch die Episode um Ella, die ein besseres Leben haben soll, fand ich sehr beeindruckend, wie Hattie zerrissen wird zwischen ihren Wünschen und den Zukunftsmöglichkeiten des Kindes. Ein sehr inhaltsstarker Roman, der viele Facetten des Lebens abbildet und mit Hattie eine starke Protagonistin hat, die auch mal schwach wird.

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  • Zwölf Leben – Zwölf Schicksale

    Zwölf Leben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. September 2014 um 13:29

    Hattie hat zwölf Kinder, von denen zwei – Zwillinge – bald nach der Geburt verstorben sind. Hattie hat einen Ehemann, der sich in den Bars und mit anderen Frauen vergnügt. Hattie hat einen Liebhaber – nach einer Weile nicht mehr. Hattie hat eine Enkeltochter, die mit staunenden Augen zu ihr aufsieht. Beeindruckend zeichnet Ayana Mathis in „Zwölf Leben“ das Portrait einer Frau, die hauptberuflich Mutter ist, und jede Bürde mit stolz erhobenem Kopf trägt, die ihr auferlegt wird. Durch die Augen von zwölf Kindern – und einer Enkeltochter – wird Hattie gezeigt, wie sie mit eiserner Hand den Haushalt führt, und dabei beinahe vergisst, dass es nicht nur die Strenge eines Generals braucht, um eine Rasselbande anzuleiten. Die Autorin schildert die einzelnen Schicksale der Kinder, ihren Umgang mit der Mutter und die Situation als Menschen dunkler Hautfarbe Anfang des 20. Jahrhunderts. © Bücherstadt Kurier

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  • Ein Meisterwerk

    Zwölf Leben

    RubyKairo

    03. September 2014 um 20:46

    Ein Muss!!! Ayana Mathis, schrieb in ihrem Werk ganz gezielt die Partei der Geschichte nach dem Exodus der afroamerikanischen Bevölkerung aus dem Süden, der Great Migration an, indem sie deren Treiben und das Leben und die Leiden der Schwarzen, die aus dem Süden kamen beispielhaft schildert. Sie tut dies mit meisterlichen Personenbeschreibungen und Erzählstrategien, die einerseits an den sentimentalen Roman ihrer Zeit anknüpfen, andererseits die historische Realität glaubhaft machen - und beim Leser äußerste Betroffenheit bewirken, ich glaube mit dem hintergründigen Roman von Ayana Mathis kann man auch als Leser so einiges über die Ungerechtigkeit, Gleichheit und Wohlstand lernen. Ayana Mathis führt eindrucksvoll, sensibel und aufwühlend durch die Geschichte von Hattie, einer außergewöhnlichen jungen Frau, die ihre erstgeborenen Zwillinge Philadelphia und Jubilee leider durch Krankheit verliert, aber dennoch 12 weitere Kinder bekommt. Ohne es zu merken, fliegt man durch die fast 400 Seiten und ist am Ende erschüttert und voller Wut auf die damaligen "Weißen". Bei diesem Buch habe ich ehrliche Tränen geweint. Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas gelesen zu haben, was mich so berührt hat. Es ist ein schreckliches Kapitel der Menschheit. Der Roman wirkt um so tragischer, da sehr viele Menschen dieses Schicksal erleiden mussten und die brutale Wahrheit ist, der man hier in's Auge schauen muss. Die Leben, von denen er erzählt, erscheinen von Hoffnung, Vergebung und Liebe durchdrungen, sonst würden sie einem das Herz brechen. Ayana Mathis hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen, das die Zeit überdauern wird. Es ist einmalig und etwas ganz Besonderes, ein wahres Juwel an Erzählkunst. Alles kann man verlieren, den Kampf gegen Bitterkeit muss man gewinnen. Bewegend und absolut lesenswert!!!

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