Ayelet Waldman

 3.4 Sterne bei 62 Bewertungen
Autorin von Dem Himmel so fern, Die späte Reue des Jack Wiseman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ayelet Waldman

Die Mutterschaft und andere Sorgen: Die israelisch-amerikanische Schriftstellerin Ayelet Waldman wurde 1964 in Jerusalem geboren. Ihre Großeltern stammen aus der heutigen Ukraine. Sie studierte Jura in Harvard und arbeitete danach als Strafverteidigerin. Sie ist mit dem Schriftsteller Michael Chabon verheiratet. Zu den bekanntesten Werken der Autorin zählen "Dem Himmel so fern" und "Böse Mütter. "Ihr Roman "Die späte Reue des Jack Wiseman" wurde bei Zsolnay veröffentlicht. Waldmann lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Berkeley, Kalifornien.

Alle Bücher von Ayelet Waldman

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Ayelet WaldmanDem Himmel so fern
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Dem Himmel so fern
Dem Himmel so fern
 (26)
Erschienen am 03.09.2007
Ayelet WaldmanDie späte Reue des Jack Wiseman
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Die späte Reue des Jack Wiseman
Die späte Reue des Jack Wiseman
 (25)
Erschienen am 24.08.2015
Ayelet WaldmanBöse Mütter
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Böse Mütter
Böse Mütter
 (4)
Erschienen am 20.07.2010
Ayelet WaldmanDer Schlaf der Gerechten
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Der Schlaf der Gerechten
Der Schlaf der Gerechten
 (2)
Erschienen am 01.08.2003
Ayelet WaldmanOliven und Asche
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Oliven und Asche
Oliven und Asche
 (1)
Erschienen am 05.10.2017
Ayelet WaldmanLove And Other Impossible Pursuits
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Love And Other Impossible Pursuits
Love And Other Impossible Pursuits
 (1)
Erschienen am 09.01.2007
Ayelet WaldmanEin richtig guter Tag
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Ein richtig guter Tag
Ein richtig guter Tag
 (0)
Erschienen am 25.06.2018
Ayelet WaldmanUnter guten Freunden
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Unter guten Freunden

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Neue Rezensionen zu Ayelet Waldman

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Oliven und Asche" von Ayelet Waldman

‚Die Besatzung ist wie eine dunkle, schwere Wolke, die auf dem Land lastet.'
sabatayn76vor 5 Monaten

‚Die Besatzung ist wie eine dunkle, schwere Wolke, die auf dem Land lastet. Wie ein Kloß im Hals. Manchmal droht sie, sich herabzusenken und uns gänzlich zu ersticken. Dann wieder kann es vorkommen, dass sie sich kurz lichtet. Niemals jedoch ganz. Keiner, der in ihrem Schatten lebt, kann die unterdrückerische Besatzung jemals vergessen.‘ (Seite 134, Raja Shehadeh)

Ayelet Waldman und Michael Chabon haben sich für ihr gemeinsames Buch ‚Oliven und Asche‘ mit 24 renommierten Schriftstellern aus aller Welt zusammengetan und über das Leben der Palästinenser unter der Besatzung Israels geschrieben.

Das Ergebnis sind Essays und Geschichten von international bekannten Autoren wie Madeleine Thien, Dave Eggers, Mario Vargas Llosa, Taiye Selasi, Colm Tóibín, Eva Menasse und Anita Desai, die von Tod, Rassismus, Gleichgültigkeit, Egoismus, Erniedrigung, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Siedlungsbau, Menschenwürde, Wasser, Mobilfunk, Intifada, Checkpoints, Passagierscheinen, Seife, Straßensperren, Umwegen, Sperrzonen, Olivenhainen, Bulldozern, Flüchtlingslagern, Drogenproblemen, Willkür und Menschenrechten erzählen.

Die Lektüre von ‚Oliven und Asche‘ hat mich an vielen Stellen sehr wütend gemacht, denn obwohl ich mich schon sehr intensiv mit dem Nahostkonflikt beschäftigt habe, wurde mir hier die Willkür und die Schikane, mit der die Palästinenser tagtäglich konfrontiert werden, besonders eindringlich und eindrücklich nahegebracht. Ich empfand die Texte, die nicht nur verschiedene Facetten des Konflikts ansprechen, sondern sich aufgrund der verschiedenen Autoren auch sprachlich und stilistisch sehr unterscheiden, als sehr bewegend und in einem Ausmaß aufklärend, wie ich es bislang eher selten erlebt habe.

Dabei hat mir vor allem die Komplexität der Schilderungen gefallen, denn die Autoren betrachten beide Seiten - die israelische und die palästinensische - und erklären dadurch Ursache und Wirkung. Diese differenzierte Herangehensweise ist mir besonders bei Mario Vargas Llosa aufgefallen, einem Autor, den ich sehr schätze und der sich selbst als Israel-Freund, als Befürworter eines jüdischen Staates in der Region sieht, der aber nichtsdestotrotz die menschenunwürdige Situation der Palästinenser beklagt und deutlich macht, dass Israel mit seiner gegenwärtigen Politik Menschenrechte mit Füßen tritt.

Obwohl ich eine sehr schnelle Leserin bin, habe ich an ‚Oliven und Asche‘ sehr lange gelesen, weil ich mir Zeit lassen wollte, mich auf die unterschiedlichen Erzähler und die verschiedenen Aspekte einzulassen. Ich habe das Buch in kleinen Häppchen konsumiert und finde, dass dies genau richtig war, um die ganze Bandbreite des Erzählten aufzunehmen und verdauen zu können.

‚Oliven und Asche‘ bietet Einblicke in den Alltag unter der israelischen Besatzung und berichtet damit von Themen, die man in den Nachrichten kaum liest oder hört, die einem allenfalls dann geläufig sind, wenn man Freunde und Bekannte in Palästina hat.

Das Buch ist eine wertvolle und meisterhaft geschriebene Sammlung von Geschichten über eine große Ungerechtigkeit, die betroffen, wütend und hilflos machen und deren gemeinsamer Nenner ist, dass sie dem Leben der Palästinenser unter der Besatzung ein Gesicht geben.

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Sahina_89s avatar

Rezension zu "Die späte Reue des Jack Wiseman" von Ayelet Waldman

Schöne Geschichte, die Generationen verbindet
Sahina_89vor 2 Jahren

Da ich mich sehr für Geschichten aus dem 2. Weltkrieg interessiere, musste ich das Buch selbstverständlich lesen.

Das Buch war in verschiedene "Zeiten" aufgeteilt und deshalb recht übersichtlich. Man wusste immer, wo man sich gerade "befindet".

Über den Inhalt brauche ich ja nichts zu schreiben, der dürfte den anderen ja bereits bekannt sein. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es für Jack Wiseman noch eine Art Happy End gibt, bevor er stirbt. Aber dazu hätte man das ganze Buch anders schreiben müssen ;-)

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das zeigt, wie schwer es Juden früher hatten und auch heute immer noch haben.

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YvetteSchmidts avatar

Rezension zu "Die späte Reue des Jack Wiseman" von Ayelet Waldman

Irreführender Titel im Deutschen
YvetteSchmidtvor 3 Jahren

Jack Wiseman beauftragt seine Enkelin im Jahr 2013 im Angesicht seines eigenen Todes, ein kostbares Amulett dem rechtmäßigen Besitzer zukommen zu lassen. Ein Amulett, was er damals als GI in den Wirren der Zeit nach dem 2. Weltkrieg an sich genommen hat. 

Für mich war der Schreibstil der Autorin zunächst doch sehr gewöhnungsbedürftig. Geprägt durch Schachtelsätze und ausschweifende Erklärungen war es anfänglich doch ab und an notwendig, den einen oder anderen Satz mehrfach zu lesen. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt habe, war es besser. Und auch dann ist es kein Roman, der unter den Sonnenschirm im Urlaub passt. Dazu sind zu viele schwierige und intensive Themen berücksichtigt.
So wirft die Autorin in 3 Passagen einen Blick auf die Geschichte des Amuletts. Und dadurch unabdingbar verknüpft einen Blick auf die jüdische Geschichte in Europa, den USA aber auch in Israel vor, ummittelbar nach dem 2. Weltkrieg und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Sie beschreibt 100 Jahre jüdisches Leben, die unterschiedlicher nicht sein können. 
Waldmans Sprache ist sehr sachlich, selbst die zwischenmenschlichen Töne oft etwas kalt. Vielleicht ist es aber auch der Tatsache geschuldet, dass alle Passagen des Buches aus der Sicht eines Mannes geschildert sind. Für mich bemerkenswert für eine Autorin. 
Und doch geht es immer wieder um die Rolle der Frauen. Die Emanzipation, Wahlrecht, gesellschaftliche Rechte bis hin zur Eheschließung in den USA in großen jüdischen Gemeinden. Ich hatte den Eindruck, dass da ein großer Teil eigene Familiengeschichte eine Rolle spielt. 
Und doch geht es im gesamten Roman auch immer wieder um etwa ganz elementares: die Liebe.
Warum dann nur 4 Sterne? Oder immerhin 4 Sterne?
Ich habe lange überlegt, was wohl die richtige "Sternezahl" sein könne.
Leider ist der Titel in meinen Augen im Deutschen ungünstig gewählt. Im Original heißt das Buch "Love and Treasure". Das wird für mich dem Buch gerechter.
Und dennoch finde auch ich die 3 Passagen sehr grob nebeneinander gesetzt. So ist eigentlich nach der 2. Passage der Wunsch von Jack Wiseman erfüllt und die 3. Passage wirkt wie "angeklebt".
Und dennoch halte ich dieses Buch für sehr gelungen und mutig, da es sich auch den schwierigen Themen der nahezu rechtsfreien Zeit bis 1946 widmet, kritisch auf die Rolle der Alliierten schaut, und auch das Schicksal der sogenannten "Displaced Persons" aufgreift.
Wer auf eine klassische Liebes- und Familiengeschichte hofft, wird sicher enttäuscht werden. Wer aber einen historisch fundierten Liebesroman mit Ecken und Kanten mag, den wird dieses Buch nicht enttäuschen. 

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Gespräche aus der Community

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abas avatar
"In diesem Moment begann sie zu weinen. Still und lange, sagte nichts über den Großvater, den sie bald verlieren würde, oder den Ehemann, den sie schon verloren hatte."

Mit "Die späte Reue des Jack Wiseman" ist der in den USA lebenden israelischen Schriftstellerin Ayelet Waldman ein spannender, dramatischer und gleichermaßen berührender Roman um Liebe, Familiengeheimisse und Politik gelungen. Die Handlung dieses Romans fasziniert mit einem gut recherchierten historischen Hintergrund, unerwarteten Wendungen und überzeugenden Figuren. "Die späte Reue des Jack Wiseman" ist so packend wie ein Thriller und so herzzerreißend wie eine Liebesgeschichte. Ein höchst interessanter und fesselnder Roman, den man sich nicht entgehen lassen darf!

Zum Inhalt
Am Sterbebett bittet der ehemalige GI Jack Wiseman seine Enkelin Natalie, ein Amulett, das er im Mai 1945 aus dem legendären "Goldzug" mitgenommen hatte, den rechtmäßigen Erben zurückzugeben. Als US-Soldat im Zweiten Weltkrieg war er beauftragt worden, Dutzende in Salzburg sichergestellte Waggons – voller geraubten Eigentums ermordeter Juden aus Ungarn – zu bewachen. Und er hatte sich in Ilona verliebt, eine junge Überlebende des Nationalsozialismus, die im Hotel Europa gestrandet war. Mit detektivischem Scharfsinn verfolgt nun Natalie gemeinsam mit einem New Yorker Kunsthändler die Spur des Schmuckstücks. Dabei stößt sie auf eine außergewöhnliche Geschichte.

Leseprobe

Zur Autorin
Ayelet Waldman wurde 1964 in Jerusalem geboren, beide Großelternpaare stammen aus der heutigen Ukraine. Nach dem Jurastudium in Harvard arbeitete sie als Strafverteidigerin. Sie ist mit dem Schriftsteller Michael Chabon verheiratet. Auf Deutsch sind erschienen: Dem Himmel so fern (2006) und das Sachbuch Böse Mütter (2010).

Zusammen mit dem Zsolnay Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Die späte Reue des Jack Wiseman" unter allen, die Natalie auf der Spur des geheimnisvollen Medaillons begleiten möchten.
Bis zum 19.08. könnt ihr euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr nur eine Frage beantwortet:

Seid ihr Fans von geheimnisvollen Familienromanen? Was gefällt euch an solchen Geschichten?

Ich freue mich auf eure Antworten.

Ich wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
YvetteSchmidts avatar
Letzter Beitrag von  YvetteSchmidtvor 3 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Ayelet Waldman wurde am 11. Dezember 1964 in Jerusalem (Israel) geboren.

Ayelet Waldman im Netz:

Community-Statistik

in 104 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

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