Ayelet Waldman Böse Mütter

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Inhaltsangabe zu „Böse Mütter“ von Ayelet Waldman

Als Mutter können Sie heutzutage eigentlich nur alles falsch machen: Gehen Sie arbeiten,vernachlässigen Sie Ihr Kind; bleiben Sie zu Hause, binden Sie es zu sehr an sich. Woran liegt es, dass Frauen unablässig gute Mütter sein möchten, aber ebenso unablässig an diesem Ideal scheitern? An den unerfüllbar hohen und widersprüchlichen Erwartungen, sagt die vierfache Mutter Ayelet Waldman. Dagegen hilft nur eins: Stehen Sie dazu, dass Sie eine böse Mutter sind, eine Mutter, die nicht stillt, sondern die Flasche gibt; eine Mutter, die sich auf dem Spielplatz langweilt; eine Mutter, die auch einmal an sich selber denkt. Offen und schonungslos berichtet die Autorin aus ihrem Leben als böse Mutter und rät zu mehr Gelassenheit: Sie können nicht alles richtig machen.

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  • Rezension zu "Böse Mütter" von Ayelet Waldman

    Böse Mütter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. June 2011 um 15:53

    Inhalt: Ayelet Waldmans Leben verläuft zunächst wie im Bilderbuch, geht man davon aus, dass Alice Schwarzer dieses verfasst hat. Sie ist eine selbstständige, beruflich erfolgreiche Frau, die auch nach Heirat und der Geburt von vier Kindern weiterhin arbeiten geht und auf eigenen Füßen steht. Bis sie auf das Verhältnis zwischen ihrem Mann, der von zu Hause aus arbeiten kann, und ihren Kindern neidisch wird und das auch für sich haben möchte, ihren Beruf an den Nagel hängt und ab jetzt Hausfrau und Mutter sein möchte. Doch allzuschnell wird ihr bewusst, dass ihr dieses Dasein immer nur zwischen Kinderpflege und Haushalt nicht zu liegen scheint und schnell kommt das schlechte Gewissen und die Befürchtung, sie sei eine böse Mutter… Meine Meinung: Auch wenn ich selbst keine Mutter bin und das wahrscheinlich auch noch seine Zeit dauern wird, konnte ich mich in die Geschehnisse der Autorin doch sehr gut hineinversetzen. Das Buch ist chronologisch aufgebaut. Es beginnt mit ihrer eigenen Kindheit und Jugend, ihrem Anfang im Berufsleben, ihre Heirat und schließlich ihre vier Kinder. Immer wieder berichtet sie also von Erlebenissen in diesen Zeitperioden, die sie darauf zurückschließen lassen, dass sie keine perfekte Mutter ist. Besonders ergreifend und schwer zu verdauen, war die Passage, in welcher die Autorin über ihre Gewissenskonflikte, die bis heute anhalten, bezüglich ihrer einmaligen Abtreibung beschreibt. Ich persönlich finde, dass das Buch die Autorin viel mehr sympathisch macht, als sie tatsächlich als böse Mutter anzusehen, denn es zeigt nur, dass es eigentlich keine Mutter schaffen kann, die perfekte Bilderbuchmutter zu sein, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Ebenso macht das Buch nochmals bewusst, dass die Mutterschaft etwas sehr persönliches ist und man nicht von vorneherein jedes andere Handhaben dieser gewaltigen Aufgabe negativ beurteilen sollte. Fazit: Ein interessantes Buch, durchaus auch für (noch)nicht-Mütter!

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  • Rezension zu "Böse Mütter" von Ayelet Waldman

    Böse Mütter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. August 2010 um 13:59

    Ayelet Waldman hat mir die Sorte Buch präsentiert, bei der ich nach dem Lesen hin und her gerissen bin - was mache ich aus meiner Lektüre? Denn eigentlich hat sie eines geschrieben, das für meine Begriffe drei Lesarten bietet und jede davon würde ich in einer anderen Situation jeweils anders lesen. Dementsprechend unterschiedlich nehme ich auch das Buch insgesamt wahr. Waldman schreibt zum einen eine Art "Tagebuch". Sie erzählt davon, wie ihre Kindheit verlief, wie sie ihre früh begonnenen Liebeleien mit den Jungs erlebt hat. Wie sie von ihrer Mutter zu einer Feministin erzogen wurde, während die eigenen Eltern ziemlich weit von den Idealen der Mutter weg gelebt haben. Und Waldman erzählt freilich auch ein bisschen davon, wie ihr Alltag als Mutter aussieht. Einen dicken Minuspunkt bekommen dann u.a. die unglaublich kreativen Hausaufgaben jener Sorte, die am Ende die Eltern an Stelle der Kinder erledigen müssen. Ein zweiter Teil ist das "Plädoyer", das auch im Klappentext angesprochen wird. Waldman lässt sich sehr lebhaft und engagiert über die so genannte Mütter-Polizei aus, Leute also, die am laufenden Band ungefragt Ratschläge zum Besten geben, dabei aber nur im harmlosesten Fall bloß nerven. Waldman verzeichnet selbst ziemlich heftige Zusammenstöße mit der Mütter-Polizei, die sie teils ziemlich mitgenommen haben. Und das will was heißen, denn Waldman selbst ist Strafverteidigerin und sicher keine Zimperliese. Der dritte Teil war für mich eine "Aufarbeitung". Waldman musste sich bei der dritten Schwangerschaft intensiv mit dem Thema Abtreibung auseinandersetzen und holt, wie sie selbst sagt, in diesem Buch zum ersten Mal ausführlich aus. Diese empfundene Dreiteilung macht das Buch für mich am Ende recht knifflig in der Beurteilung. Waldmans Auseinandersetzung mit dem Thema Abtreibung war wirklich offen und detailliert. Es ist ein berührendes Thema und es hat mich überrascht, wie offensiv sie damit umgeht. Es passt zu ihr, wie mir scheint, aber mir fehlte der Bezug zum Plädoyer. Ob der durch die vorgenommenen Kürzungen verloren ging oder ob er einfach so fehlt, kann ich nicht sagen. Jedoch wirkten die Passagen dadurch umso mehr wie eine persönliche Aufarbeitung statt wie eine Erweiterung des Plädoyers auf einen verständnisvolleren Umgang mit Müttern und ihren Sorgen. Recht müßig überflogen habe ich viele Teile ihres "Tagebuchs". Das ist in Teilen schon zu Recht drin, weil sicher viele Prägungen darin stecken, die sie zu der Ayelet Waldman gemacht haben, die sie heute ist, aber in der Ausführlichkeit, die da aufkreuzt, wollte ich nicht unbedingt informiert werden. Und ich glaube auch, dass das nicht nötig gewesen wäre. Sehr gut allerdings hat mir gefallen, wie Waldman gegen die Mütter-Polizei austeilt. Ganz konkret deshalb, weil sie sehr unangenehme Beispiele aus eigener Erfahrung nennt. Was sie wegen einer Kolumne über die vermeintlich miese Verteilung von Liebe in ihrer Familie erleben musste, wäre auch dann unter aller Kanone, wenn man mit Waldman nicht einer Meinung ist. Da verwundert es gar nicht, dass sie 1. auf Besserwisser gar nicht gut zu sprechen ist und dass sie 2. deutlich mehr Toleranz im Umgang der Mütter untereinander und für den Umgang mit Müttern überhaupt fordert. Wer sieht schon gerne eine Furie im TV-Studio auf sich zustürzen, die einen wegen einer Lappalie "fertig machen" will? Waldmans Plädoyer kann ich bestens nachvollziehen und ich schließe mich gerne an: Das muss einfach lockerer gehen. Übrigens: Waldman erwähnt eine Studie "Wer macht was" mit einem Fragebogen, der die Aufgabenteilung zwischen den Eheleuten abschätzen hilft. Das Besondere daran, ist, dass man diesen Fragebogen beim Verlag Klett-Cotta für die eigenen Einschätzungen per Mail anfordern kann. Meine Familie ist gespannt...

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