Ayobami Adebayo Stay With Me

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Inhaltsangabe zu „Stay With Me“ von Ayobami Adebayo

SHORTLISTED FOR THE 2017 BAILEYS WOMEN'S PRIZE FOR FICTION 'There are things even love can't do . . . If the burden is too much and stays too long, even love bends, cracks, comes close to breaking and sometimes does break. But even when it's in a thousand pieces around your feet, that doesn't mean it's no longer love . . .' Yejide is hoping for a miracle, for a child. It is all her husband wants, all her mother-in-law wants, and she has tried everything - arduous pilgrimages, medical consultations, appeals to God. But when her relatives insist upon a new wife, it is too much for Yejide to bear. It will lead to jealousy, betrayal and despair. Unravelling against the social and political turbulence of 1980s Nigeria, Stay With Me sings with the voices, colours, joys and fears of its surroundings. Ayobami Adebayo weaves a devastating story of the fragility of married love, the undoing of family, the wretchedness of grief, and the all-consuming bonds of motherhood. It is a tale about our desperate attempts to save ourselves and those we love from heartbreak.

Ein Roman über das, was passiert, wenn alle immer nur das Beste für einen wollen. Spannend, überraschend und nicht vorhersehbar.

— Regenblumen
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  • Wenn Traditionen auf moderne Ansichten treffen

    Stay With Me

    HarIequin

    25. October 2017 um 11:51

    „I did not feel better. I would not feel better for a very long time. Already, I was coming undone, like a hastily tied scarf coming loose, on the ground before the owner is aware of it.“ Der Debütroman von Ayòbámi Adébáyò ist für mich eine der groβen Überraschungen in diesem Jahr. Die Liebesgeschichte eines Ehepaars in Nigeria konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. „Stay With Me“ hat eine Vielzahl an Themen, darunter Kinder(losigkeit), Traditionen gegen modere Ansichten, Verlust und Polygamie. Die tiefe Verbundenheit und Rückhalt der Familie werden dargestellt, aber ebenso der damit verbundene Druck. An die Geschichte bin ich etwas voreingenommen herangegangen, vielleicht weil sie weit auβerhalb meiner „Komfortzone“ liegt: die Zeit 1980, das Land Afrika während politischer Umbrüche und die Thematik von Ehe und Kindern sind Dinge, mit denen ich mich nicht unbedingt identifizieren kann. Auβerdem erwartete ich eine Geschichte rund um eine devote Frau, die sich ihrem Mann und den vorherrschenden Traditionen unterwirft und ewig braucht, um sich davon zu befreien. Positiv wurde ich jedoch gleich damit überrascht, dass Yejide und ihr Ehemann Akin beide sehr modern und herzlich sind, und ich sie sehr mochte. Die eher altmodischen Traditionen kommen groβteils von ihren Familien, die sich häufig in die Ehe einmischen. Obwohl Yejide sehr tough und selbstbestimmt ist, möchte sie Akins Familie  gefallen und verliert sich dadurch ein wenig. Akin selbst versucht seine Frau zu schützen und trifft in bester Absicht viele falsche Entscheidungen. Die beiden haben ihre Geheimnisse sowohl voreinander, als auch zeitweise vor dem Leser und man kann nur hilflos dabei zusehen, wie ihre Ehe langsam den Bach runtergeht. Die Atmosphäre wird simultan auch immer gedrückter, wobei oft auch wieder ein bisschen Hoffnung aufkommt. Dass die beiden in der Gegenwart getrennt sind, wird gleich zu Anfang klargestellt. Die Geschichte ist rückblickend erzählt und man wartet auf das groβe Geheimnis der Trennung. Der gröβte Teil wird aus Yejides Perspektive erzählt, aber auch Akin kommt in einigen Kapiteln zu Wort. Die Sprache empfand ich als sehr elegant und ruhig, der Roman liest sich gut und flüssig. Besonders gefallen hat mir, dass die meisten Charaktere nicht einfach schwarz-weiβ dargestellt werden, sondern alle ihre Fehler haben und es nicht immer so ist, wie es im ersten Moment scheint. Auch machen beide eine (manchmal mehr, manchmal weniger positive) Entwicklung durch und die Geschichte kann mit einigen Überraschungen aufwarten. Der Roman ist sehr emotional und ging mir ans Herz; die beiden Protagonisten habe ich im Verlauf der Geschichte wirklich liebgewonnen. „Stay With Me“ kann ich ohne zu Zögern eigentlich jedem empfehlen – Leuten, die gerne von anderen Ländern und ihren Sitten lesen, aber auch allen, die eher selten danach greifen; allen die Liebes- und Familiengeschichten mit lebhaften Charakteren mögen, aber auch mit Dramatik leben können und nicht unbedingt Leichtigkeit und ein klassisches Happy-End brauchen.

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