Azar Nafisi

 3.9 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Lolita lesen in Teheran, Reading 'Lolita' in Tehran und weiteren Büchern.

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Azar NafisiLolita lesen in Teheran
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Lolita lesen in Teheran
Lolita lesen in Teheran
 (24)
Erschienen am 14.01.2008
Azar NafisiDie schönen Lügen meiner Mutter
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Die schönen Lügen meiner Mutter
Die schönen Lügen meiner Mutter
 (0)
Erschienen am 05.05.2010
Azar NafisiLolita lesen in Teheran
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Lolita lesen in Teheran
Lolita lesen in Teheran
 (3)
Erschienen am 01.05.2007
Azar NafisiReading 'Lolita' in Tehran
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Reading 'Lolita' in Tehran
Reading 'Lolita' in Tehran
 (4)
Erschienen am 02.02.2004
Azar NafisiThe Republic of Imagination
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The Republic of Imagination
The Republic of Imagination
 (0)
Erschienen am 27.08.2015
Azar NafisiReading "Lolita" in Tehran: A Memoir in Books
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Reading "Lolita" in Tehran: A Memoir in Books
Azar NafisiThings I've Been Silent About
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Things I've Been Silent About
Things I've Been Silent About
 (0)
Erschienen am 02.03.2010
Azar NafisiThe Republic of Imagination: America in Three Books
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The Republic of Imagination: America in Three Books

Neue Rezensionen zu Azar Nafisi

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Giuses avatar

Rezension zu "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi

Kontrovers
Giusevor 5 Jahren


Wie bei mir beliebt, keine Zusammenfassung vom Buch. Man klicke auf den Klappentext, danke echt.
Lolita lesen in Teheran, dem Buch wird vorgeworfen, Historie tendentiös wiederzugeben, dem Zweck dienend, dem Zweck der Autorin, wenn auch kein schlechter Zweck, eher naiv.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es gab mir etliche Eckpunkte einer anderen Realität. Ich habe einige in der geschilderten weiblichen Leserunde in Teheran angeführten Bücher nachgeschlagen und zugehört. Mir waren Information und Detail über diese Fremde teuer, der eigentliche Plot. Es war mir beim Lesen klar, dass diese Geschichte durch etliche Filter gelesen werden musste. Die Sprache der Bilder, jene der Geschichte, die Sprache der Autorin.

Die Geschichte schien mir etwas literarisch und irgendwie rosafarben melancholisch. Ich hatte den iranischen RAP im Kopf und sah nebenbei grünfarbene Armbänder flattern auf Youtube. Lolita war älter, gleich, wie die Diskrepanz zwischen den Geistern im Iran, die sich offensichtlich ideologisch vertieft hatte.

Wenn man das Buch ausleihen kann oder geschenkt bekommt, sehr lesenswert.

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rumble-bees avatar

Rezension zu "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi

Rezension zu "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi
rumble-beevor 6 Jahren

Dieses Buch handelt von wahren Ereignissen, von der verändernden Kraft der Literatur - und es hat viele Vorschusslorbeeren und gute Rezensionen kassiert. Drei gute Gründe für mich, es auch einmal zu versuchen. Nun - fünf Sterne werden es bei mir nicht. Dafür ist das Buch dann doch ein wenig zu sehr von dem abgewichen, was ich erwartet hatte. Wenn man sich allerdings konzentriert, und das Buch als das betrachtet, was es ist, und was es sein will - dann hat es vier Sterne mindestens verdient.

Das Buch handelt eben nicht (!) hauptsächlich von einer privaten Leserunde, welche die Professorin Azar Nafisi mit ein paar Studentinnen bei sich daheim abhielt. Die Leserunde kommt leider nur am Rande vor; für mich etwas zu wenig. Allerdings muss ich gestehen, dass es wahrscheinlich nötig war, so weit auszuholen - im Iran kann man nichts schildern, ohne den politischen Hintergrund und persönliche Schicksale zu beleuchten. Das halte ich der Autorin zugute, und dies hat sie auch sehr gut umgesetzt.

Das Buch ist in vier Abschnitte untertelt, die alle etwa ein Viertel des Gesamtumfangs ausmachen. Abschnitt Eins, "Lolita", handelt von der Gründung der Lesegruppe, von der Nabokov-Lektüre, aber auch von den privaten Hintergründen der Mädchen. Abschnitt Zwei, "Gatsby", behandelt das persönliche Vorleben von Azar Nafisi, ihre Rückkehr in den Iran nach langem Auslandsaufenthalt, den Beginn der islamischen Revolution, und viele Studentenunruhen. Abschnitt Drei, "James" (bezogen auf Henry James) behandelt den Iran-/Irak-Krieg, und die vielen Repressalien, denen Azar Nafisi und andere Lehrende in dieser Zeit ausgesetzt waren. Abschnitt Vier schließlich, "Austen", erzählt von der langsamen Auflösung der Lesegruppe, von Ausreisewünschen und Hoffnungen.

Jeder Abschnitt ist also einem Schriftsteller oder einem Werk zugeordnet. Dabei ist diese Zuordnung eher lose, wie auch die ganze Erzählweise von Azar Nafisi eher "rhapsodisch" ist. Ich habe das aber als sehr stimmungsvoll empfunden. Der Stil ist eben sehr "orientalisch", mal abschweifend, mal ausführend, dann wieder zum Hauptthema zurückkehrend.

Rückblickend kann ich nur sagen, dass das Buch wesentlich (!) politischer war, als erwartet. Es wurde von der Autorin sehr viel Wissen vorausgesetzt, was die Zustände im Iran betrifft. Besonders im zweiten und dritten Abschnitt fiel mir dies auf, und hat auch meine Lektüre eher verlangsamt. Sie erklärt nichts, schildert nur Vorgänge, Leidenswege, und Wirren aller Art. Das war schon recht herausfordernd. Mich hat es aber als privilegierten Westler auch ein wenig beschämt, weil hierzulande ein solch ausgeprägtes politisches Bewusstsein, zumal unter Studenten und jungen Leuten, eher selten geworden ist. Uns geht es doch viel zu gut!

Ferner hat mich tief beeindruckt, mit welcher Hingabe im Iran mit Literatur umgegangen wurde. Ich war auch einmal Studentin, und muss zu meiner und unserer Schande gestehen, dass hier bei uns nicht in solcher Tiefe über Autoren und Werke diskutiert wurde. Man stelle sich nur vor, Azar Nafisi hat, auf Drängen eines besonders eifrigen Studenten, sogar in ihrem Unterricht dem Buch "The great Gatsby" den Prozess machen lassen, komplett mit Ankläger, Staatsanwalt und Geschworenen (mit verteilten Rollen!). Die Diskussionen waren nach den Vorlesungen auch beileibe nicht zu Ende. In Cafés, auf Fluren und auf der Straße wurde die Autorin von ihren Studenten umzingelt und eingeholt, um noch offene Fragen zu besprechen. Das nenne ich Einsatz!

Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr zum Nachdenken angeregt. Leicht konsumierbar war es ganz gewiss nicht, eher verschlungen und komplex. Aber möglicherweise liegt genau darin sein Wert. Die Autorin, und ihre heimlichen Studentinnen sind sehr für ihren Mut und ihre Hingabe zu bewundern.

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Jetztkochtsies avatar

Rezension zu "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi

Rezension zu "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi
Jetztkochtsievor 8 Jahren

Ich weiß nicht genau, welche Erwartungen ich bei diesem Buch hatte, aber sicherlich waren sie anders, als das was ich letztlich geliefert bekommen habe. Vielleicht rührt daher auch ein wenig meine Enttäuschung. Denn das Buch ist sprachlich unheimlich gut, fast schon poetisch werden die kurzen Streiflichter auf die Studentinnen in Teheran gesetzt und von ihrem Leben dort berichtet. Mit einer großen Traurigkeit, aber auch einer großen Liebe zu ihrer Heimat berichtet die Autorin von Unfreiheit, von Unterdrückung, vom Einschluß der Fantasie und den Veränderungen...
Ein bißchen zu selten wird mir dann der Rückschluß auf die literarischen Themen gezogen und ein wenig klingt es hier und dort nach Jammerei, ohne selbst etwas bewegen oder verändern zu wollen, denn letztlich flüchtet die Autorin und läßt ihre Studentinnen, die sie zum eigenständigen Denken, zum Hinterfragen und kritisieren angeregt hat, alleine zurück. Vielleicht ist es das was mich stört, ich weiß es nicht.
Gesprochen wird das Buch passend und mit der angenehmen Stimme von Jasmin Tabatabai, die mir allerdings hier und da ein wenig zu burschikos und jugendlich daher kam, was aus meiner Sicht nicht 100% zum Text paßte.
Trotzdem ein durchaus interessantes Hörbuch, bei dem ich mich schwer tun würde es einer Kategorie zuzuordnen.

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