Bärbel Kerber , Gabriela Häfner Das innere Korsett

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Inhaltsangabe zu „Das innere Korsett“ von Bärbel Kerber

Frauen dürfen heute alles – und kommen trotzdem nicht voran. Geblendet
von einigen Beispielen erfolgreicher Karrierefrauen, übersehen wir,
dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf
der Stelle, sie rudern viel eher zurück.
Frauen Feigheit vorzuwerfen, ist allerdings zu kurz gedacht. Vielmehr
handelt es sich um Mechanismen, die ihnen von klein auf anerzogen
werden und wie ein inneres Korsett wirken. Zwar werden Mädchen
dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen
jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein.
Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und
auch in Auseinandersetzungen mit dem eigenen Partner – nicht weiter.
Maßnahmen wie beispielsweise die Frauenquote haben nur begrenzten
Einfluss, denn sie setzen viel zu spät an. Dieses Buch zeigt, wie
Mädchen in der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren und Frauen
immer noch durch uralte Rollenbilder ausgebremst werden.

Sowohl Männern als auch Frauen sehr zu empfehlen. Ungleichheit der Geschlechter ist leider immer noch sehr aktuell..

— Thesulu

Ein Buch über Geschlechterstereotypen im heutigen Deutschland , das - leider - unbedingt gelesen gehört.

— Claddy

Stolpersteine noch mal klar und sachlich aufgezeichnet. Ein Buch, das hilft bewußt den "eigenen" Weg zu gehen!

— Edelstella

Sehr gut recherchiertes und aufbereitetes Sachbuch zum Thema "Frauen in Deutschland" - Emanzipation - Rollenbilder - Chancen...

— DaniRoe

Altberkanntes in neuen Gewänder - teilweise augenöffend, aber nicht welterschütterd

— widder1987

Und wie lockern / öffnen wir die Schnürung?

— Schnuck59

Augenöffnend, informativ und doch leicht zu lesen.

— MissGoldblatt

Schöne, aber leider überflüssige Zusammenfassung der heutigen "Frauenprobleme".

— StMoonlight

Aufschlußreich!

— hannelore_bayer

Gut recherchiertes und informatives Buch, das zeigt, dass wir auch im 21. Jahrhundert noch in stereotypen Geschlechterrollen gefangen sind.

— leselea

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  • Leserunde zu "Das innere Korsett" von Bärbel Kerber

    Das innere Korsett

    Baerbel-Kerber

    Liebe Lovelybooks-Community, wir möchten mit Euch unser Sachbuch teilen und Euch zu einer Leserunde einladen zu unserem Buch „Das innere Korsett“. Frauen spielen immer noch eine viel zu geringe Rolle in der Gesellschaft – und das, obwohl wir doch so viele Jahrzehnte der Emanzipation und Gleichstellungsbemühungen hinter uns haben. Warum nützt das so wenig? Was bremst Frauen aus? Wir haben gründlich nachgeforscht und sind auf Mechanismen gestoßen, die Frauen anerzogen sind und dazu führen, dass sie ihre Bedürfnisse zu häufig hinten anstellen. Das Buch deckt auf, weshalb sie immer noch so oft in die zweite Reihe zu treten und ihre innere Stimme zum Schweigen bringen. Da werden Mädchen heute dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und auch in Auseinandersetzungen mit dem eigenen Partner – nicht weiter. Täglich wird uns im Alltag vor die Nase gehalten, wie sich die Gesellschaft die ideale Frau vorstellt: Sexy, adrett, fürsorglich und obendrein cool und erfolgreich soll sie sein – duldsam und angepasst, aber bloß nicht fordernd, aktiv und laut. Medien, Werbung, Schule und Konsumartikel wirken hier allesamt wie heimliche Erzieher, die uns einflüstern: Er verdient, sie erzieht. Er ist aktiv, zielstrebig und dominant, sie ist fürsorglich, ordentlich und zuständig für das Schöne und Liebevolle im Leben. Doch in Wirklichkeit sind das nur Klischees – Klischees denen Frauen versuchen zu entsprechen. Mit fataler Wirkung. Dieses Buch zeigt, wie Mädchen in der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren und Frauen durch uralte Rollenbilder ausgebremst werden, die immer noch in all unseren Köpfen wirken. Wenn Ihr wissen möchtet, warum Rollenbilder eine solche Macht auf Frauen haben und wie diese sie daran hindern, ihre Chancen wahrzunehmen, dann bewerbt Euch jetzt für die Leserunde. Und verratet uns in Eurer Bewerbung, warum Euch das Buch interessiert. Wir verlosen 25 Exemplare unseres Buches „Das innere Korsett“ - am 12. Oktober endet die Bewerbungszeit. Die Leserunde beginnt dann am 1. November 2015. Wir freuen uns Bärbel Kerber und Gabriela Häfner

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  • "Frauen in Deutschland" - Emanzipation - Rollenbilder - Chancen...

    Das innere Korsett

    DaniRoe

    08. February 2016 um 11:56

    Klappentext: Geblendet von einigen erfolgreichen Karrierefrauen übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern vielmehr zurück. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland in Sachen Gleichberechtigung inzwischen sogar schlechter ab als Nicaragua und die Philippinen. Wie kann dies sein? Bärbel Kerber und Gabriela Häfner zeigen auf, dass der Grund hierfür Rollenklischees sind, die Mädchen und klein auf anerzogen werden. Zwar bildet man Mädchen heute dazu aus, beruflich durchzustarten, zugleich erwartet man von ihnen jedoch, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und auch in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Partner – nicht weiter. Dieses Büch öffnet die Augen dafür, wie Frauen durch Rollenbilder ausgebremst werden, die die gesellschaftliche Vorstellung davon bestimmen, wie eine Frau zu sein hat. Cover: Das Cover ist komplett in einem matten rot gestaltet. Zu sehen ist ein angedeutetes Korsett in dem der Buchtitel „Das innere Korsett“ in einem matten rosa steht. Der Untertitel „Wie Frauen dazu erzogen werden, sich ausbremsen zu lassen“ ist in weiß unterhalb des Korsetts zu lesen. Die Haptik ist sehr glatt und angenehm. Inhalt: 1. Das große Rätseln 2. Starke Frauen, schwache Bilanz 3. Persönliche Wendepunkte 4. Die (un)heimlichen Erzieher 5. Zeit für neue Geschlechterbilder Meinung: Ein gut recherchiertes Buch, das alle Facetten der heutigen Frau in Deutschland wiedergibt. Der Charakter des Buches, ist ähnlich einer Dissertation (was sich auch durch den umfangreichen Anhang zeigt). Es ist kein Buch für Feministinnen, aber eines dass zum Nachdenken und hoffentlich auch zum Umdenken auffordert. Ich kann wirklich keine Filme mehr ansehen, oder Werbung oder ähnliches – ohne die Klischees zu entdecken. Gruselig. Fazit: Es ist die Zeit des Umdenkens gekommen. Wieder einmal. Hoffentlich erreicht dieses Buch viele Leserinnen und Leser. Und hoffentlich werden die Medien auch darauf aufmerksam und ändern an der Unterhaltungsgestaltung etwas. Für diese komplexe Meisterleistung, die thematisch gut aufgebaut, wissenschaftlich fundiert und dennoch gut lesbar ist gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Das innere Korsett

    Das innere Korsett

    abetterway

    18. January 2016 um 14:25

    Inhalt: "Frauen dürfen heute alles – und kommen trotzdem nicht voran. Geblendet von einigen Beispielen erfolgreicher Karrierefrauen, übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern viel eher zurück. Frauen Feigheit vorzuwerfen, ist allerdings zu kurz gedacht. Vielmehr handelt es sich um Mechanismen, die ihnen von klein auf anerzogen werden und wie ein inneres Korsett wirken. Zwar werden Mädchen dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und auch in Auseinandersetzungen mit dem eigenen Partner – nicht weiter. Maßnahmen wie beispielsweise die Frauenquote haben nur begrenzten Einfluss, denn sie setzen viel zu spät an. Dieses Buch zeigt, wie Mädchen in der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren und Frauen immer noch durch uralte Rollenbilder ausgebremst werden" Meinung: Das Buch habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen, teilweise fühle ich mich abgeholt und ertappt und manchesmal vollkommen fehl am Platz. Es regt zum nachdenken an. Aber leider konnte es mich vollends überzeugen und deswegen war es sicher nicht das richtige Buch für mich. Leider.

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  • engagiert, sachlich, gut recherchiert

    Das innere Korsett

    Claddy

    15. January 2016 um 22:23

    Schon das Cover warnt: Gefahr! Achtung, für Frauen existiert eine spezifische Einengung, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.  Gabriela Häfner und Bärbel Kerber haben den Werdegang der Emanzipation der Frauen bis in die heutige Zeit kritisch und wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Die erschreckende Erkenntnis: Insbesondere in Deutschland lässt die Gleichberechtigung zunehmend zu wünschen übrig.  Eingelullt in die trügerische Gewissheit, die Entwicklung sei schon vor Jahrzehnten in die richtige Bahn gelenkt worden und seitdem sei alles unabwendbar dabei, sich konsequent zu verbessern, werden wir hier wachgerüttelt und eines Besseren belehrt. Bestürzt nehmen wir zur Kenntnis, dass andere Länder an uns vorüberziehen, was Bildung, Einkommen und politische Teilhabe der Frauen angeht. („Nirgendwo in Europa liegt der Verdienst von Frauen und Männern so weit auseinander  wie bei uns.“) Und dass wir immer noch, oder wieder, bereitwillig in die Fallen tappen, mit denen eine ungleiche Rollenverteilung angeblich erklärt wird, beispielsweise durch einen biologistischen Ansatz.  Es wird versucht zu erklären, wann und wodurch dieses innere Korsett der Frau entsteht, welche Mechanismen zur Wirkung kommen und welche Interessen dahinter stehen.  Schon während der Lektüre wird klar, dass genaueres Hinschauen vonnöten ist, dass es eine Trägheit und eine Gleichgültigkeit zu überwinden gilt, um uns und unsere Töchter in eine bessere Position zu bringen.  Schließlich gibt es auch eine Antwort auf die Frage, wie Frauen sich diesen Misständen entgegen stellen können. Nämlich, indem sie sich über die genauen Zusammenhänge informieren und darüber nachdenken. „Das Wissen darüber, wie uns Klischees und Geschlechterstereotype von frühester Kindheit an bremsen, ist der Grundstein für Veränderung.“ (S. 169)   Das Buch wirkt trotz allen Engagements sehr sachlich und ist äußerst gut recherchiert, Aus Umfragen und Erhebungen werden Erkenntnisse gezogen. Zu jeder Aussage gibt es entsprechende Grundlagen, deren Quellen im Anhang verzeichnet sind.  Ein wichtiges Buch, ein Buch, das - leider - unbedingt gelesen gehört.

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  • Das heutige Frauenbild - noch immer klischeebehaftet?

    Das innere Korsett

    Martinchen

    09. January 2016 um 15:06

    "Frauen dürfen heute alles - und kommen trotzdem nicht voran. Geblendet von einigen Beispielen erfolgreicher Karrierefrauen, übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern viel eher zurück. Frauen Feigheit vorzuwerfen, ist allerdings zu kurz gedacht. Vielmehr handelt es sich um Mechanismen, die ihnen von klein auf anerzogen werden und wie ein inneres Korsett wirken. Zwar werden Mädchen dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben - und auch in Auseinandersetzungen mit dem eigenen Partner - nicht weiter. Maßnahmen wie beispielsweise die Frauenquote haben nur begrenzten Einfluss, denn sie setzen viel zu spät an. Dieses Buch zeigt, wie Mädchen in der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren und Frauen immer noch durch uralte Rollenbilder ausgebremst werden." - soweit der Klappentext.   Das Layout des Buches in knalligem Rot mit angedeutetem Korsett passt ganz wunderbar zu dem Thema. Die Autorinnen Gabriela Häfner und Bärbel Kerber sprechen ein Thema an, mit dem wir tagtäglich konfrontiert werden - oft, ohne es bewusst wahrzunehmen. Noch immer werden Frauen nicht angemessen gewürdigt, sondern auf Äußerlichkeiten reduziert. Die beiden Autorinnen bieten eine Fülle von Beispielen und Fakten in klar verständlicher Sprache. Sie haben ausgezeichnet recherchiert. Sehr viele Anmerkungen verweisen nicht nur auf die Quellen, sondern regen auch zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema an.  Da ich ein E-Book bekommen habe, habe ich nicht zu den entsprechenden Verweisen "geblättert", was ich für mich sehr schade fand, denn sie haben mich schon sehr interessiert.   Im letzten Teil des Buches geben die Autorinnen einige Beispiele, wie es anders gehen könnte und wo es erste Ansätze zur Veränderung gibt. Leider enthält es keine Tipps, wie wir Frauen dem entgegen wirken können.   Für mich war die Lektüre dieses Buches ein "Augenöffner", auch wenn nicht alles auf mich und meine Situation zutrifft.  Und genau deshalb werde ich künftig wieder genauer hinschauen, wie Frauen dargestellt oder auch behandelt werden.   Fazit: unbedingt lesen!

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  • Die Rolle der Frau

    Das innere Korsett

    kris006

    03. December 2015 um 21:26

    Im Buch geht es um Frauen und ihre Rolle und Wirkung in der Gesellschaft. Kann eine Frau nur Mutter sein oder ebenso erfolgreiche Geschäftsfrau? Wie sieht die Gesellschaft Frauen? Auch in der Partnerschaft ist das Rollenbild oftmals eindeutig - Frau mit Kind zu Hause und der Mann ist nur für das Geld bringen zuständig. Darf eine Frau überhaupt noch aufmüpfig sein oder ist es gleich eine Zicke? Ständig werden Frauen in eine bestimmte Schublade gesteckt und mit bestimmten Adjektiven in Verbindung gebracht, eine Abweichung scheint nicht gewünscht. Werden Kinder in die Klischees eingepresst oder darf Frau heute auch Malerin oder Managerin werden? Das Buch fällt mit seiner dominant roten Farbe sofort ins Auge. Auf dem zweiten Blick des Covers ist man schon beim Thema - Frauen im Korsett. Ich fand das Buch sehr schön geschrieben. Ich konnte es kaum weglegen. Kleiner Störfaktor war für mich das geblätter zu den Anmerkungen am Ende des Buches, dadurch wurde ich manchmal aus dem Buch gewissen. Jedoch ist alles super recherchiert und zusammengefasst und es macht Spaß mal Aspekte zu erfahren die man so noch nicht sah auch wenn sich einige Thematiken oftmals wiederholt haben, was dem Buch aber keinen Abbruch tut. An sich hat aber das Buch das erfüllt was es soll. Männer und Frauen darauf sensibilisieren das Frauen immer noch nicht die Emanzipation erhalten haben wie viele dachten sie zu haben.

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  • Das innere Korsett

    Das innere Korsett

    jackdeck

    27. November 2015 um 08:31

    In dem Buch "Das innere Korsett" wird anschaulich erläutert, wie in der heutigen deutschen Gesellschaft die Gleichstellung von Mann und Frau zwar rechtlich als fast erreicht gelten kann, sich Frauen aber wegen eines zunehmend traditionellen und durch die Medien immer unrealistischem Rollenmodells in einem inneren Zwiespalt befinden. Geblendet von einigen Beispielen erfolgreicher Karrierefrauen, übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern viel eher zurück. Frauen Feigheit vorzuwerfen, ist allerdings zu kurz gedacht. Vielmehr handelt es sich um Mechanismen, die ihnen von klein auf anerzogen werden und wie ein inneres Korsett wirken. Zwar werden Mädchen dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein. Viele Themen und Erkenntnisse, die in dem Buch angesprochen worden sind, sind mir bereits bekannt gewesen. Dennoch war auch viel Neues dabei, was mich mit fortschreitenden Lesefluss noch deprimierter gemacht hat. Ein wirklich gelungenes top recherchiertes Buch von dem die entsprechenden Leser sicher noch was lernen können. Es zeigt auf, dass Frauen heute "fast" alles machen können, sich aber nicht trauen und fragt nach bei den Gründen, die dafür verantwortlich gemacht werden. Ich kann das Buch als Einstieg in die Thematik Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern sehr empfehlen.

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  • Gelungenes Sachbuch

    Das innere Korsett

    hannelore_bayer

    Schon von außen ist das Buch ein Hingucker. Der rote Einband mit der weißen Schrift und der angedeuteten Körpermitte saugt einen förmlich an. Ein wirklich gelungenes top recherchiertes Buch von dem die entsprechenden Leser sicher noch was lernen können. Es zeigt auf, daß Frauen heute "fast" alles machen können, sich aber nicht trauen und fragt nach bei den Gründen, die dafür verantwortlich gemacht werden. Mir ist es leider etwas zu einseitig! Es gibt auch Mädchen die mit rosa und ähnlichen Farben groß wurden und trotzdem recht taffe Frauen wurden. Es geht auch um die Verwirklichung im Beruf, trotz Kinder. Das ist meiner Meinung nach garnicht so leicht. Das Gegenteil, für ein Kind auszusteigen, daß Wagnis einzugehen, in nächster Zeit weniger Geld zur Verfügung zu haben, dafür aber eine Menge lernen zu können, gewisse Freiheiten zu haben, die der Beruf nie bieten kann, viel Liebe zu erfahren und intensiv an der Kindheit beteiligt zu sein, wird nur  relativ kurz angesprochen. Auch hier kann man sich verwirklichen und auch kreativ tätig sein. Ich hatte auch erwartet, daß Lösungen mehr angesprochen werden, wie man aus so manchem Korsett wiederr rauskommt oder es zumindest lockern kann. Ich für meinen Teil warte auf die Entscheidung für die Hausfrauenrente und von mir aus könnten auch mal die Männer die Kinder kriegen, dann sähe es wieder ganz anders aus. Trotzdem rundum gelungen und eine sichere Empfehlung für Leser die auf diesem Gebiet interessiert sind

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  • Einleuchtend und augenöffnend

    Das innere Korsett

    MissGoldblatt

    26. November 2015 um 20:54

    INHALT Frauen sind heute genauso frei in ihren Entscheidungen und Handlungen wie Männer. Was vielleicht u. a. durch die Frauenquote und einer toleranten und modernen Gesellschaft möglich geworden ist, benötigt noch immer viel Aufmerksamkeit. Denn bei genauerer Betrachtung ist hier nicht alles Gold was glänzt. Frauen verdienen noch immer weniger als Männer, noch immer ist in der Mehrheit der Köpfe ein Bild von Frau verankert, was selbst Frau oftmals nicht bewusst auffällt. Dieses Buch beschäftigt sich mit den noch immer vorhandenen Rollenbildern der Gesellschaft in Bezug auf Frauen und heimlichen Erziehern unserer Kinder. MEINUNG Bärbel Kerber und Gabriela Häfner schaffen mit "Das innere Korsett" wortwörtlich ein gesellschaftliches Korsett für die Frauen zu zeichnen, dass so noch immer in vielen Köpfen vorherrscht und unterbewusst von Frauen erwartet wird. Mit einem einfachen Schreibstil und ausführlicher und guter Recherchearbeit führen die Autorinnen anhand von Alltagsbeispielen an die Thematik heran. Man findet in diesem Buch einen einfachen und für jeden Durchschnittsbürger verständlichen Einstieg in das sehr vielseitige und -schichtige Thema des Feminismus. Erstaunlich offen und auch direkt erläutern die Autorinnen, dass die ach so schöne Gleichberechtigung keine ist. Vielmehr deutet alles schon sehr früh darauf hin, dass Frauen das gleiche Bild abgeben sollen wie vorher nur mit dem Extra noch beruflich sich ausbauen zu "dürfen". Inhaltlich finden sich an gewissen Stellen Wiederholungen, die aber auch als Unterstreichung des Standpunktes gedeutet werden können. Wer da aufmerksam liest, kann das unter anderem etwas nervig finden. Und trotz des guten Schreibstils bekommt man während des Lesens sehr stark das Gefühl, dass es sehr wissenschaftlich geschrieben ist, aufgrund der vielen Quellenverweise. Aber letztendlich ist es auch unter einem Fachbuchverlag erschienen, von daher kann man da jetzt auch nicht wirklich meckern. FAZIT Überraschend gut und sehr informativ. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mich noch nicht wirklich stark mit dem Thema auseinander gesetzt und vieles einfach nicht wahrgenommen. Und das ist das Schöne hieran. Das Buch und die Autorinnen schaffen ein Bewusstsein für den Leser, dass noch sehr viel Arbeit in die Gleichberechtigung gesteckt werden muss. Richtig gut finde ich allerdings den zeitnahen Effekt. Nach dem Lesen jeden Kapitels und den einzelnen Unterkapiteln wird man zum Nachdenken animiert. Unwillkürlich fielen mir beim Einkaufen bestimmte Sachen auf. Ich kann das Buch also Einsteigern der Thematik nur ans Herz legen, während "Profis" sich da schnell langweilen dürften, da hier sicherlich nur oberflächlich die Schorfkruste angekratzt wird. QUELLE: Mein Blog - Schau mal vorbei! http://book-a-loo.blogspot.de/2015/11/rezension-das-innere-korsett-barbel.html

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  • Einfach so sein wie "Frau" ist - den eigenen Weg finden !

    Das innere Korsett

    Edelstella

    26. November 2015 um 20:31

    Das Cover in leuchtendem Signalrot ist auf das Wesentliche reduziert: Ein Taille - nur angedeutet - beinhaltet den Titel in mattem Weiß. Dafür in leuchtendem Weiß darunter die nähere Erklärung des Titels und in leuchtendem Weiß die 2 Autorinnen, die uns darüber aufklären, was es mit diesem Buch auf sich hat. „Woher weiß man, was der eigene Menschenwunsch und was der eingeflüsterte Geschlechter-Performance-Wunsch ist“? Dieser Satz war für mich der wichtigste in diesem Buch, er stammt von der Journalistin Antonia Baum von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Wenn wir meinen wir wären voll emanzipiert und uns stünden alle Wege offen, dann klären uns Gabriela Häfner (studierte Kultur-und Politikwissenschaftlerin) und Bärbel Kerber (promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin) darüber auf, dass dem nicht so ist und warum. Dieses spannend zu lesende Sachbuch mit vielen Quellenverweisen ist flüssig zu lesen, macht wütend,weil es den Nagel auf den Kopf trifft, bleibt aber immer sachlich und zeigt nicht mit dem „Schuldzuweisungsfinger“ auf das andere Geschlecht. Denn das macht ja oft eine sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik schwierig. Gegenseitige Schuldzuweisungen eskalieren schnell und werden unsachlich und entbehren jeder Logik. Nein, hier werden die kleinen und großen Stolperfallen, denen Frau sich ihr Leben lang ausgesetzt sieht beleuchtet und zwar klar und mit Zahlen und Literaturhinweisen unterlegt. Im Vorwort wird mir schon klar, in was für einem Dilemma Frau sich befindet und sich durch ihre Sozialisation in Kindergarten und Schule dem nicht immer entziehen kann. Wenn im Frauenfußball richtig gute Leistungen erbracht werden, fühlt sich „Fußballerin“ trotzdem noch genötigt zu zeigen, dass sie eine wirkliche Frau ist und es wird sich gestylt was das Zeug hält, um auf Fotos zu zeigen, Frau ist Frau geblieben. Inwieweit die Werbung, die Umwelt, das eigene Rollenverständnis dafür verantwortlich sind, wird hier super recherchiert dargestellt und auf den Punkt gebracht. Mir gefallen die klaren Ansagen, die Beispiele, die Quellen- und Literaturhinweise und auch die Zitate namhafter Botschafterinnen in Sachen Emanzipation. Die Botschaft dieses Buches soll in allen Köpfen ankommen, ohne sofort belächelt oder abgeschmettert zu werden. Das ist gut und ich kann für dieses Buch nur 5 Sterne vergeben und allen Frauen empfehlen, denn ich glaube ganz frei von dem inneren Korsett sind wir alle noch nicht, aber wir könnten es werden!!!Danke Gabriela Häfner und Bärbel Kerber dafür!

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  • Die Gesellschaft und ihrer Klischees oder Frauen, habt Mut zum Leben...

    Das innere Korsett

    widder1987

    22. November 2015 um 19:29

    Inhalt: Frauen dürfen heute alles – und kommen trotzdem nicht voran. Geblendet von einigen Beispielen erfolgreicher Karrierefrauen, übersehen wir, dass Frauen heute keineswegs vorpreschen, sie treten auch nicht auf der Stelle, sie rudern viel eher zurück. Frauen Feigheit vorzuwerfen, ist allerdings zu kurz gedacht. Vielmehr handelt es sich um Mechanismen, die ihnen von klein auf anerzogen werden und wie ein inneres Korsett wirken. Zwar werden Mädchen dazu ausgebildet, beruflich durchzustarten, zugleich wird von ihnen jedoch erwartet, liebevoll und fürsorglich zu sein. Umsicht und Sanftmütigkeit helfen ihnen aber im Arbeitsleben – und auch in Auseinandersetzungen mit dem eigenen Partner – nicht weiter. Maßnahmen wie beispielsweise die Frauenquote haben nur begrenzten Einfluss, denn sie setzen viel zu spät an. Dieses Buch zeigt, wie Mädchen in der Pubertät ihr Selbstvertrauen verlieren und Frauen immer noch durch uralte Rollenbilder ausgebremst werden. Fazit: Wer das in rot gehaltene Sachbuch "Das innere Korsett' für wegweisende Lektüre in Erziehnungs- und Lebensfrage der Weiblichkeit betrachten möchtet, wird bei den zwei wissnschaftsstudieren Autorinnen Garbiela Kerber und Bärbel Kerber nur zur Hälfte bedient. Das eigentlichen 180 Seiten (+37 Seiten mit Anmerkungen, den einzel Kapitel und Abschnitt) dicke 'Lernwerk' über Klischee und Rollenbilder über Jahrhunderte hinweg ist an Inhaltlichen nichts erstaunliche Neues hinzu gekommen sondern nur das 'Alte' in neuem Gewand und Licht präseniert. Diese Wissensquelle ist für die Generartion 'Eltern' -also Geburtenjahrgange 1960 - 1970- geeignet, da die Kinder dieser Zeit noch nach den in diesen Sachwerk beschriebenen 'gesellschaftlichen Werten' erzogen würde sind. Auch der lockere und einfache Erzählstil mit klarer aber wiederholdender Wortwahl ("Studien", "Tatsächlcih" oder "nachgewiesen" und "bestätigen", die es aus fast jeder Seite einmal zu begegen gilt) ändert an den sich langartmigen und 'um-dem-heißen-Brei-Gerede' nichts, was das 'Nachschlagwwerk' zur etwas trocknen und zähen Angelegenheit macht. Es gibt demnoch ein eindringlichen Appell (an die heutigen 'weibliche' Jugend): Obwohl es auch heutzutage durch Medien und Werbung gezielt auf 'typisch Frau - typisch Mann' die Gesellschaft getimmt wird, können wir -Frauen, an die das Buch gerichet ist- uns durch ein 'selbnstbestimmtes udn selbstbewusste' Haltung im Leben und Beruf immerweile bis zur 'Spitze des Erfolgs' unserem eigene Weg gehen, in den wir uns aus den alten glanzlosen Gewänder der Rollenbilder und falen Licht der 'Mutter und Hausfrau' entschleiern und mit mutigen knalligen 'Farbkombination des modern Leben' hinaus in eine geschlechtsgerechte Welt gehen -ehe Lauter desto besser. In Großen unn Ganzen ist 'Das innere Korsett' keine 'muss-gelesen-werden'-Exemplar im häuslichen Bücheregal, da es eins und vielen Sachwerk diese Thema im einer andene, aber nicht welterschütterner Pespektive ims Ramplicht befördern darstellt...1,75 Sterne

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  • "Das innere Korsett" von Gabriela Häfner und Bärbel Kerber

    Das innere Korsett

    Jacynthe

    19. November 2015 um 16:12

    Inhalt Mädchen sein - es war nie so leicht wie heute. Doch stimmt das wirklich? Gabriela Häfner und Bärbel Kerber nehmen Gesellschaftsstrukturen und allgemeine Rollenvorstellungen unter die Lupe und zeigen, dass wir gar nicht so weit gekommen sind, wie hundert Jahre Frauenbewegung vermuten und erhoffen lassen... Meine Meinung Schon das oben angeführte Zitat aus dem Vorwort spricht Bände: Wir werden in einer Welt groß, in der wir von Anfang an von ganz bestimmten Vorstellungen von Männern und Frauen umgeben sind. Heranwachsende definieren sich über das, was ihnen vorgelebt wird und was ihnen täglich begegnet - und da haben wir den Salat. "Wie ein Mädchen rennen" heißt plötzlich, affig und albern auszusehen. "Du bist so ein Mädchen" kommt einer Beschimpfung gleich. Ich habe mir das Video angsehen und mir sind fast die Tränen gekommen. Was passiert zwischen der Kindheit, in der "rennen" einfach "rennen" bedeutet, und dem Teenageralter, in dem das Verb plötzlich ein Ausdruck der Geschlechtlichkeit ist? In ihrem Buch versuchen Gabriela Häfner und Bärbel Kerber, das zu ergründen. Leicht zu lesen, aber dennoch mit einer klaren Botschaft verknüpfen die Autorinnen die Ergebnisse einschlägiger Untersuchungen und Forschungen mit eigenen Beobachtungen und anderen Fakten aus dem "wahren Leben". Die Auflistung der Fußnoten am Ende des Buches ist dementsprechend lang, bietet jedoch für Interessierte eine breite Palette an weiterführender Literatur. Gegliedert ist das Buch in drei große Kapitel. Nach einer kurzen Einführung ziehen Häfner und Kerber zunächst Bilanz, zeigen auf, wo wir noch immer auf gravierende Ungleichheiten stoßen: In der Schule, im Beruf, in der Ehe. Eindeutige Zahlen unterlegen, wie schlecht es selbst im 21. Jahrhundert noch um die Gleichberechtigung der Frau bestellt ist - aller gegenteiligen Behauptungen zum Trotz. Das zweite Kapitel befasst sich explizit mit "Persönlichen Wendepunkten". Wann und wo geraten wir an die Grenzen zwischen dem, was wir sein wollen und dem, was von uns erwartet wird? Hier wird beispielhaft dargestellt, wie ein Mädchen im Laufe seines Lebens von außen geprägt wird. Von ihren Eltern und anderen Verwandten, von der Schule und den Gleichaltrigen. Als Erwachsene sehen sie sich dann Männern gegenüber, die eher Männer einstellen und befördern als Frauen (vgl. S. 55), und Häfner und Kerber zeigen auf, dass "Sexismus nicht etwa ein Relikt der Vergangenheit ist, sondern mit einer gewissen Selbstverständlichkeit noch im heutigen Alltag existiert" (S. 58). Das dritte Kapitel ist das umfangreichste und gleichzeitig der Kern der Ausführungen. Hier geht es um die "(Un)heimlichen Erzieher", die uns überall um uns herum begegnen und uns prägen. Vieles wusste ich schon, doch so deutlich zusammengefasst wie hier ist es mir noch nicht begegnet. Ich habe mir stellenweise die Haare gerauft - und dabei haben die Autorinnen hier lange nicht alles angesprochen, was es in diesem Zusammenhang zu sagen gibt. Es sind vielmehr die alltäglichen Dinge, mit denen wir hier konfrontiert werden, und die eigentlich jedem sofort auffallen müssten. Medienbilder und Film sind in diesem Kapitel sehr präsent, auch geht es um Spielzeug und sogenannte "Mädchenprodukte". Es ist tatsächlich kennzeichnend für unsere Gesellschaft, dass Produkte, die ehemals als "unisex" galten, plötzlich in rosa bzw. blau daher kommen, verschiedene Namen bekommen oder mit vermeintlich männlichen Attributen versehen werden (vgl. S. 150). Das letzte Kapitel zeigt schließlich Beispiele auf, wie man es richtig machen kann. Neue Werbebilder wie die von Dove werden vorgestellt und Filme wie "Die Tribute von Panem" gelobt. Und am Schluss steht die Frage: "Was will ich selbst?" Ich finde es schade, dass die Autorinnen hier nicht mehr Beispiele vorgestellt haben - denn es gibt sie. So aber wird das kurze Kapitel von allem, was davor kam, erdrückt, und man bleibt mit einer Mischung aus Hoffnung und Resignation zurück. So ging es mir zumindest. Gerade deshalb ist "Das innere Korsett" jedoch ein wichtiger Beitrag und wird sicherlich bei einigen meiner Freundinnen unter dem Weihnachtsbaum liegen. Die Verbitterung, die wohl jede Frau bei der Lektüre dieses Buches überkommt, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Veränderung. Man muss bei diesem Thema aufrütteln und schockieren, um etwas zu verändern. Gleichzeitig sensibilisiert dieses Buch dafür, was Emanzipation nicht bedeutet: "Manche [...] haben die Emanzipation echt missverstanden. Nämlich: Die Frau macht jetzt alles. Kinder, Haushalt, Geldverdienen und die Renovierung der Wohnung", wird auf Seite 30 zitiert, und ist ein wichtiges Statement. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich erwähnen, dass ich manches, was im dritten Kapitel erwähnt wird, als Wiederholung der vorangegangenen Kapitels empfand. Letztendlich ist das aber die Gliederung, für die sich die Autorinnen entschieden haben, und kann ebenso gut als Überblick und Fortführung aufgefasst werden. Was die Gliederung eines Sachbuchs angeht hat ohnehin jeder andere Vorstellungen. Daher gab es auch in der Leserunde unterschiedliche Meinungen zu den Fußnoten, die in diesem Buch hinten zu finden sind und in jedem Kapitel wieder von 1 beginnen. Mir persönlich gefällt, dass das Layout nicht von Fußnoten unterbrochen wird, ich hätte es aber besser gefunden, wenn die Fußnoten für das ganze Buch durchnummeriert worden wären. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich vergebe 5 von 5 Wolken für dieses Sachbuch, zusammen mit einer absoluten Leseempfehlung!

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  • Augenöffner: Frauenbild

    Das innere Korsett

    hundeliebhaber

    17. November 2015 um 17:33

    Das Buch "Das innere Korsett" macht seinem Titel alle Ehre. Bärbel Kerber und Gabriela Häfner zeigen, wie das heutige Frauenbild aussieht, dass Frauen oft hinter ihren Möglichkeiten bleiben und dass hinsichtlich der Emanzipation noch einiges getan werden muss. Das Buch fundiert auf Studien und Zitaten, die erläutern, wie es zu dem aktuellen Frauenbild kommt, welche Ursachen dahinter stecken und deuten an, was getan werden muss, um daraus auszubrechen. Mir hat gefallen, dass die Aussagen so formuliert sind, dass sie für das allgemeine Frauenbild sprechen. So wird Ausnahmen der nötige Raum gelassen. Die einzelnen Erklärungen, Argumente und Ergebnisse bauen so aufeinander auf, dass sich ein schöner Argumentationsstrang ergibt und ich als Leserin sehr gut folgen konnte. Das Frauenbild wird immerzu konkret mit dem Männerbild verglichen, was die Abweichungen und Differenzen in jeglicher Hinsicht noch deutlicher macht. Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen. Es klärt darüber auf, wie das Frauenbild entstanden ist, wie Frauen (und dadurch auch Männer) weiterhin zu diesem herangezogen werden und was dagegen getan werden muss. Dies alles geschieht auf aufklärende Weise, ohne der Leserin zu nahe zu treten oder Auswege zu erzwingen. Für mich ist es der ideale Augenöffner für alle, die sich die Frage stellen, für was die Frau heute steht, wie es dazu kommt und wie sie sein könnte.

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  • Wie klischeehafte Rollenbilder uns auch noch im 21. Jahrhundert einengen

    Das innere Korsett

    leselea

    16. November 2015 um 11:54

    Müssen wir heutzutage wirklich noch über Emanzipation und Feminismus reden? Wir haben doch alles: Angela Merkel ist Bundeskanzlerin, die Frauenquote wurde durchgesetzt und an jeder Ecke wird gepredigt, dass Frau alles haben können – sogar Kind und Karriere. Gleichberechtigung scheint in unserer Gegenwart selbstverständlich zu sein, die Frauenbewegung überflüssig zu werden. Also: Müssen wir heutzutage wirklich noch über Emanzipation und Feminismus reden bzw. schreiben? Schon vor der Lektüre dieses Buches war ich der Überzeugung: Ja, müssen wir. Das innere Korsett von Gabriela Häffner und Bärbel Kerber hat mich in meiner Einstellung noch einmal bestärkt. Ausführlich, anhand vieler Beispiele und unter Verweis auf zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen die beiden Autorinnen auf, dass auch noch im 21. Jahrhundert klischeehafte Vorstellungen über Frauen und ungerechte Bewertungen der beiden Geschlechter unser Miteinander bestimmen. Frauen haben still, liebevoll und beziehungsorientier zu sein. Starke Frauen, die ihre Meinung sagen und auf ihre Rechte pochen, werden immer noch als „Zicken“ abgestempelt, während ein Mann mit denselben Eigenschaften als „durchsetzungsstark“ geadelt wird. Frauen, die trotz Kinder ihre Karriere verfolgen, gelten als „Rabenmütter“, während es andersrum selbstverständlich ist, dass ein Mann ein guter Vater und ein erfolgreicher Arbeitnehmer sein kann. Es sind Punkte wie diese, die die Häffner und Kerber in ihrem Buch (weitgehend) differenziert beschreiben und mit konkreten Belegen stützen. Dabei ist Das innere Korsett keine feministische Kampfschrift! Sachlich und bemüht objektiv führen die beiden Autorinnen durch ihre fünf Kapitel. Ein leicht wütender Unterton, hier und da ein paar sarkastische Bemerkungen sind zwar nicht ausgeschlossen, bei dem doch emotionalen Thema jedoch verständlich; die kleinen Spitzen lockern den sonst eher wissenschaftlich angehauchten Text zudem bisweilen auf und garantieren unter anderem ein leichtes Lesen der knapp 200 Seiten. Den beiden Autorinnen geht es weder um Schuldzuweisungen noch um konkrete Tipps, wie wir das „innere Korsett“ ausziehen können. Vielmehr verfolgen sie das Ziel, mit ihrem Buch Leser und Leserinnen für die unsichtbaren, aber mächtigen Geschlechterklischees zu sensibilisieren und den Blick für Alternativen zu schärfen. Ich persönlich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Feminismus, sodass der Inhalt des Buches über weite Strecken für mich nichts Neues bot. Dennoch bin ich der Ansicht, dass das Buch seinen Zweck erfüllt und besonders „Anfänger“ in diesem Themenbereich eine gute Einführung und Übersicht darstellt. Auch folge ich den Autorinnen nicht in all ihren Überzeugen und Auslegungen: Manche Sätze waren mir doch zu drastisch formuliert und erinnerten zu sehr an die Vorstellung der Frau als Opfer. Gewünscht hätte ich mir zudem – auch wenn es ein Buch über Frauen ist – eine verstärkte Auseinandersetzung mit männlichen Geschlechterklischees: Denn unser krudes Frauenbild geht, davon bin ich überzeugt, mit einem genauso kruden Männerbild einher! Vielleicht legen die Autorinnen mit Die innere Krawatte ja einen Titel zu diesem Themenbereich nach: Ich würde es nach der positiven Erfahrung mit dem vorliegenden Buch auf jeden Fall lesen.

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  • Wer bin ich? Was kann ich?

    Das innere Korsett

    Schnuck59

    14. November 2015 um 20:39

    Die Autorinnen Gabriela Häfner und Bärbel Kerber schreiben in „Das innere Korsett“ darüber dass Rollenbilden bei Frauen wie ein inneres Korsett wirken und sie daran hindern, ihre Chancen zu nutzen. Gabriela Häfner ist Kultur- und Politikwissenschaftlerin, arbeitet als freie Journalistin und Übersetzerin. Bärbel Kerber ist promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, arbeitet als freie Journalistin und Buchautorin. Beide haben 2006 das etwas andere Frauen-Onlinemagazin MissTilly.de gegründet, das überholte Geschlechterklischees infrage stellt. In ihrem Buch wollen sie die Augen dafür öffnen, wie Frauen ausgebremst werden. Sie schärfen den Blick für die Rollenklischees. Es geht auch um Erfahrungen und Erlebnisse rund um das Thema Selbstbild, wer bin ich und was kann ich? Sie sprechen Themen wie Spagat zwischen Familie und Karriere, gesellschaftliche und kulturelle Prägung, Denk- und Verhaltensmuster an. Für mich ist der Hinweis auf die Neuroplastizität wichtig. Uns stehen alle Möglichkeiten des Lernens und der Weiterentwicklung offen – weg mit den Klischees. Die (un)heimlichen Erzieher wie Lehrplan, Kino, Fernsehen oder Werbung verstärken die Geschlechterklischees. Die Zeit für neue Geschlechterbilder ist da. Leider gibt es erst im Schlusswort Hinweise zum Lösen des Korsetts, dass es für Mädchen und Frauen wichtig ist alle Potentiale auszuschöpfen. In dieser Art hätte ich mir einen umfangreicheren Abschnitt gewünscht. Im Anhang gibt es ca. 400 Anmerkungen mit Hinweisen zu entsprechenden Textstellen. Das sind für mich eindeutig zu viel. Die Gestaltung des Covers durch die interessante Schriftsetzung und die Farbgebung ist passend und gut.  Die Autorinnen beschreiben die Ursachen und Wirkungen des inneren Korsetts. Mir fehlen Denkanstöße zur Veränderung der Denkweise und Anstöße zur Verabschiedung der Kategorisierung. 

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