Bärbel Wardetzki Blender im Job

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Inhaltsangabe zu „Blender im Job“ von Bärbel Wardetzki

Grandios, selbstherrlich, egoman: Narzissten in der Arbeitswelt§Viele zwischenmenschliche Konflikte am Arbeitsplatz entstehen durch narzisstische Manöver, die dazu dienen, das Selbstwertgefühl zu erhöhen und damit das Gegenüber zum Claqueur für die eigene Großartigkeit zu degradieren oder es als inkompetenten Idioten zu entwerten.§Geblendet von der eigenen Kompetenz und Größe verlieren diese Menschen den Kontakt zum anderen und konzentrieren sich nur auf den Erhalt ihrer Position und Macht. Dahinter lauert unsichtbar die Angst, nicht gut genug zu sein und womöglich zu versagen. Eine gleichwertige Arbeitsbeziehung ist unter diesen Umständen erschwert bis völlig aussichtslos.

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    Blender im Job
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. March 2015 um 11:56

    Strategien für den Selbstschutz Jeder kennt sie. Menschen, die sich bestens zu verkaufen verstehen, Menschen, die ausschließlich mit ihren eigenen (oft kleinen und doch ungeheuer aufgebauschten) Lebensthemen fast jeden verfügbaren Raum einnehmen Menschen, Kollegen, Mitarbeiter, Vorgesetzte, die nach jedem Fetzen möglicher Aufmerksamkeit fischen, um ihren ausgeprägten Narzissmus zu befriedigen. Kritik, die nie angenommen werden kann (da sie immer als persönliche Kränkung erlebt wird), eigene Fehler, die grundsätzlich geleugnet werden (um jeder subjektiv empfunden Demütigung vorweg entgegen zu treten). Die Ausbeutung anderer, die je nur dem eigenen Nutzen dienen (Empathie nicht vorhanden). Mit einer dazu tretenden, ausgeprägten Selbstüberschätzung, einem „sich größer machen als man ist“ mit dem verdeckten bis offenen Anspruch, „sich zu verehren und verehrt zu werden“. Und daraus folgend einem Anspruch an „bevorzugte Behandlung“, Forderungen nach permanenter Aufmerksamkeit und massiver innerer Krise, so es von all dem einmal nicht genug für die narzisstische Person geben sollte. Klar und prägnant geht Wardetzki zunächst in die Analyse. Und selbst wenn dem ein oder anderen Leser das ein oder andere dann doch als zu hart, zu übertrieben vorgestellt vorkommen mag (im Blick auf jene Personen, die man real näher kennt und mit denen man solche Probleme vorfindet), im Grunde trifft Wardetzki es auf den Punkt. Denn Narzissten (auch wenn der Begriff nicht hundertprozentig trifft), folgen den beschriebenen Grundmustern, selbst wenn sie sich hier und da ein wenig zurückhalten und „harmloser erscheinen“ können. Das „Ich, Ich, Ich“, „Me, myself and I“, ist im Kern die antreibende Struktur im Inneren solcher Personen. Nun geht es Wardetzki im Buch nicht darum, einfach mal ihre Meinung über solche Persönlichkeitsstrukturen zu veröffentlichen oder „Dampf abzulassen“, sondern die Analyse stellt die Grundlagen für ihre Darlegung konstruktiver Möglichkeiten im Umgang mit solchen Menschen gerade am Arbeitsplatz. Sich schützen zu lernen vor diesem „ausgesaugt“ werden und die Funktion nur als „Publikum“ zugewiesen zu bekommen. Hierzu bietet Wardetzki im letzten Teil ihres Werkes nicht einfach nur stereotype Verhaltensregeln, sondern geht tief hinein in jene Beziehungen, die von narzisstisch orientierten Menschen angestrebt werden und in welcher Form unbewusst darauf reagiert wird. Diese „narzisstischen Beziehungsmuster“ für sich selbst zu erkennen und zu bewältigen, das ist der Nutzen, den der Leser aus diesem Buch durchaus ziehen kann. Die eigene Meinung zu vertreten und sich nicht durch zur Schau getragene Dominanz zum „kleinen Mäuschen“ machen zu lassen. Sich die Arbeit nicht aus den eigenen Händen nehmen lassen, sich nicht in der Tiefe beständig am „anderen“ zu orientieren, für diese und weitere notwendige „Selbstbehauptungen“ im „starken Sog des Narzissmus“ erarbeitet Wardetzki das notwendige tiefe Verständnis der Beziehungsstrukturen und eines konstruktiven „sich Verwehrens“ gegen eine solche versuchte (ständige) Vereinnahmung. Wobei eine Reflexion der eigenen Person, der eigenen „automatischen“ Reaktionsweisen und der Arbeit an sich selbst notwendige Voraussetzungen für eine Veränderung sind. Hierzu bietet Wardetzki in ihrem ruhigen und verständlichen Stil (mit erkennbaren Anteilen transaktionsanalytischer Instrumente und personenzentrierter Methoden) einen stringenten und nachvollziehbaren Weg der Entwicklung im Buch an.

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