B. A. Moon Frühling, Sommer, Herbst und Blut

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(3)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Frühling, Sommer, Herbst und Blut“ von B. A. Moon

Eine Sammlung bissiger Kurzgeschichten und Gedichte voller düster romantischer Lyrik rund um die Kinder der Nacht und ihre dunkle Welt. Ein Fremder, der sich fragt, ob Zeugen gute Zeugen und gut zu zeugen sind. Ein Besuch, der einen jungen Mann und seine Wohnung in 9 1/2 Minuten verändert. Ein Junge stößt auf etwas und hütet seinen geheimsten Fund. Ein Antragsteller irrt durch die Gänge des Amtes für Humanoide-Nocturnihumanoide Koexistenz. Man fragt sich wer zum Essen kommt und erfährt wie Sterbliche im Angesicht des Schattens über sich hinauswachsen.

"Bissige" Lektüre für zwischendurch.

— Blackfairy71
Blackfairy71
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Frühling, Sommer, Herbst und Blut" von B. A. Moon

    Frühling, Sommer, Herbst und Blut
    Asmodi

    Asmodi

    "Schon wieder Vampire?", wird so mancher nun stöhnen. "Kann man es nicht langsam mal gut sein lassen mit den ollen Blutsaugern?" Nein, kann man nicht! Dann würde man nämlich was verpassen. Zugegeben, auch ich habe so überdrüssig gedacht. Nach tausenden von Vampirfilmen, -comics und -romanen (ich übertreibe nicht!) war mein Blutdurst eigentlich gestillt. Bereits in jungen Jahren ein gieriger Konsument diverser Horrorheftserien à la John Sinclair, habe ich anschließend alle Trends und Moden mitgemacht. Bram Stoker, Max Schreck, Marvels "Tomb of Dracula", Wesley "Blade" Snipes, die Lost Boys, der Kleine Vampir, Vampirella (hach ...), Klaus Kinski, Blacula und und und – ich hatte sie alle. Irgendwann ließ der Reiz nach. Und nach Herbert, dem schwulen Vampir aus "Tanz der Vampire", habe ich eh gedacht, das kann durch nichts mehr getoppt werden. Der Mythos – ohnehin durch mannigfache Veralberungen, Verniedlichungen und Zeitgeistanpassungen ausgezehrt – verlor sukzessive seinen Appeal. Und als die morbiden Zähnefletscher dann zu romantischen Frauenlieblingen mutierten, gab ich angeödet mit verdrehten Augen auf. Tja, und dann fiel mir dieses Buch in die Hände (und der Autor lief mir gleich mit über den Weg), ein Kurzgeschichtenband über die wohl stilvollsten Geschöpfe der Nacht, ergänzt mit Lyrik und Illustrationen. Schon nach den ersten Sätzen war die alte Faszination wieder da. Dargebracht in spannenden Storys, flamboyanten Gedichten und wunderhübschen Zeichnungen, triefen hier die bissigen Untoten nur so vor traditionellem Flair. B.A. Moon gibt gar nicht vor, dass er etwas revolutionär Neues zu bieten hat. Nein, der Autor wandelt auf klassischen Pfaden. Seine Vampire sind würdevoll, auf eine beinahe altmodische Weise unheimlich. Der Autor lässt auch nicht die hinlänglich bekannten Klischees links liegen (er schwelgt geradezu in ihnen), aber er verwendet sie wohldosiert und immer in einem originellen Kontext. Ob es nun den Zeugen Jehovas an den Kragen geht, eine makabere Sucht entsteht, ein dunkler Jäger zur brutalen Tat schreitet oder man es mit dem sonderbaren Amt für Nocturnihumanoide zu tun bekommt, es mischen sich Dunkelromantik, Wortwitz, Suspense und Action zu einer sehr unterhaltsamen Lektüre. Das schon so häufig umgekrempelte Vampirgenre ist eben doch nicht so ausgelutscht, wie es den Anschein hat.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Frühling, Sommer, Herbst und Blut" von B. A. Moon

    Frühling, Sommer, Herbst und Blut
    Seefahrer

    Seefahrer

    27. January 2012 um 16:39

    Dass Vampire untot sind und das Genre nicht abgenutzt, beweist dieser Band eindrucksvoll. Unvermittelt erscheinen sie in der heutigen Welt, um frisches Blut zu jagen. Die Kurzgeschichten bieten unheimlich kurzweilige Unterhaltung, lassen mitfiebern und schmunzeln ob der unerwarteten und pfiffigen Wendungen. Mit immer neuen Ideen und Plots treiben sie den Lesespaß voran. Trotz einer dichten Sprache bleiben sie allzeit gut verständlich. Selbst wer sich von Gentlemen alten Stils oder Frauenverstehern verführen lassen möchte, wird dem Charme und Einfallsreichtum dieser Wesen nur schwer widerstehen können. Die Lyrikblöcke dazwischen vermitteln düster-romantische Atmosphäre und bieten Gelegenheit zum innehalten und verschnaufen. Selbstgestaltete Illustrationen bieten willkommene Abwechslung fürs Auge, die man sonst leider nur in Klassikern findet. Die Gliederung in Blöcke tut dem Werk gut. Warum dazu die Jahreszeiten herhalten müssen, hat sich mir leider nicht erschlossen. Die Kombination aus Prosa- und Lyrik-Blöcken ist ungewöhnlich, aber gelingt. Doch dass einzelne Kurzgeschichten mit einem Gedicht enden, ringt mir Abstriche ab. Dennoch von mir eine unbedingte Leseempfehlung! Auch und gerade für Leute, die das Genre schon abgeschrieben haben.

    Mehr