B. C. Schiller Rattenkinder

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Inhaltsangabe zu „Rattenkinder“ von B. C. Schiller

Die Angst hat einen neuen Namen: Viktor Maly. Eine junge Mutter wird grausam zugerichtet auf einer Parkbank gefunden, neben sich ihr quicklebendiges Baby - und ein Rattenschädel. Das ist nicht der einzige geheimnisvolle Hinweis, den Chefinspektor Tony Braun erhält: Ausgerechnet Viktor Maly, ein Insasse der Psychiatrie, scheint mehr über den Fall zu wissen. Doch er hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Wurde die Frau Opfer eines lange geplanten Komplotts? Da geschieht eine weitere Bluttat. Und es gibt nur einen Zeugen: Viktor Maly. Wer seine Ermittler unkonventionell mag, seine Morde blutig und die Dunkelheit der Seelen ganz, ganz tief, der kann sich mit den Thrillern um Chefinspektor Tony Braun auf ein besonderes Lesevergnügen freuen.

Ein sehr spannender und packender Thriller!

— July2503

Guter österreichischer Thriller

— pipi1904

Das beste Buch dieses Autorenduos!

— SabrinaMina

Wahnsinn! Absolute Empfehlung - Gänsehaut garantiert und ein Kopfkino, welches noch Stunden später agiert!

— dieFlo

Mein Debüt von B. C. Schiller. ich bin gegeistert. Von Anfang bis Ende fesselnd, fies und dramatisch. Rasanter, angenehmer Schreibstil

— CorneliaP

Tolles Thema, aber leider nicht sehr spannend gemacht. Schreibstil anstrengend durch häufige Zeit- und Perspektivwechsel!

— YvetteH

Ich habe das Buch nun abgebrochen. Die Geschichte ist einfach nicht mein Fall und der Schreibstil ist mir auch zu anstrengend

— katinka_2409

Darum liebe ich das Autorenteam: ihre Thriller sind spannend bis zur letzten Seite, vielschichtig, düster, verwirrend und voller Wendungen!

— Tina06

Packende Menschenhandel-Geschichte, Figuren authentisch, Handlung gut strukturiert

— Anabell

Man weiß viel zu früh viel zu viel, daher nicht sehr spannend.

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    Rattenkinder

    pipi1904

    22. August 2017 um 11:36

    "Rattenkinder" von B.C. Schiller war das erste Buch des Autorenduos und ich muss sagen, ich war von Anfang an begeistert.  Die Handlungen und verschiedenen Perspektiven und Erzählstränge waren eine gelungene Abwechslung. Cliffhanger am Ende eines jeden Kapitels ließen es nicht zu, das Buch auch nur ansatzweise aus der Hand zu legen.Über den Inhalt des Romans möchte ich hier detailiert nicht eingehen, würde meiner Meinung nach den Rahmen sprengen und den zukünftigen Lesern vorab die Spannung nehmen. Schade finde ich nur, dass die restlichen Teile der Tony Braun-Reihenfolge nur als E-Book erhältlich sind. Hätte gerne noch weitere Romane dieser Reihenfolge gelesen, ohne mir ein E-Book anschaffen zu müssen ;)

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  • Rattenkinder

    Rattenkinder

    Tapsi0709

    06. June 2017 um 07:40

    Rattenkinder - wenn ich nur vorher gewusst hätte, was sich genau hinter diesem Begriff verbirgt ...Das hier ist ein Buch, was mich sehr zum nachdenken animiert hat. Es spielt buchstäblich in zwei verschiedenen Welten.Von Anfang an herscht Spannung und das Buch lässt sich sehr gut verständlich und flüssig lesen.Es wird aus verschiedenen Sichtweisen bereichtet und spielt in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart.Man muss dieses Buch wirklich bis zum Ende lesen um zu erfahren, wer der wahre Täter ist ... zwischendurch habe ich zwar oft Vermutungen angestellt, aber wurde dann am Ende doch sehr überrascht, wie sich die einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtwerk zusammen fügen.Dies ist eines der besten Thrillerbücher, die ich je gelesen habe und würde es auf jeden weiter empfehlen.

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  • Startet etwas wirr....

    Rattenkinder

    Igela

    10. January 2017 um 09:35

    In Linz wird in einem Park eine tote junge Frau entdeckt,neben ihr im Kinderwagen ihr halbjähriges Baby. Der Psychiatriepatient Viktor Maly sagt den Tatort voraus und Kommissar Tony Braun eilt sofort in den Park...doch er kommt zu spät. Er entdeckt neben dem Baby einen Rattenschädel und niemand kann sich vorstellen was dieser Hinweis mit dem Mord an der jungen Mutter zu tun hat. Der Prolog, also der Start ins Buch ,hat mich sehr verwirrt. Da sprach ein vermeintlich Toter in Ich Perspektive und was er sagte ,empfand ich als durchwegs undurchsichtig und wirr. So zu beginnen braucht etwas Durchhaltewillen.Zum Glück habe ich weiter gelesen. Denn die Story hat einen grossen Sog entwickelt und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Zwar nicht unbedingt wegen einer mitreissenden Spannung : Wie alles zusammen hängt ahnt man als Leser gegen Mitte Buch, die Hinweise wurden vom Autor zu eindeutig gestreut . Die Story ist jedoch ungeheuer abwechslungsreich. In verschiedenen Erzählsträngen schaut man als Leser dem Ermittlerteam über die Schulter, taucht ab in die Slums „Dogcity“ der Roma und ist hautnah dabei als ein Täter seine dreckigen Geschäfte offenbart. Zudem wechseln immer wieder die Zeiten, mal ist man im Jetzt, mal um 1990.Und dies alles in einem flüssig zu lesenden, tollen und einnehmenden Schreibstil. Dies ist nicht der erste Fall von Tony Braun und seinem Team. Obwohl ich die vorderen Bände nicht kenne, konnte ich mich schnell mit den Figuren anfreunden und problemlos folgen. Einzig die auf dem Cover versprochenen unkonventionellen Ermittler empfand ich als gar nicht so unkonventionell . Tony Braun leitet sein Team mit viel Können und kam sehr authentisch daher. Dass er einen Kollegen im Rollstuhl hat(der in einem Kellerloft lebt...) ist nun auch nicht so unkonventionell?

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  • Die Ratten!

    Rattenkinder

    Kerstin_KeJasBlog

    11. November 2016 um 20:37

    Bei diesem Buch habe ich so ca. in der Mitte herum, eher durch Zufall, erfahren das ich gerade einen 6. Band der Reihe um Tony Braun lese – `huch, das haben die Autoren aber gut gemacht´war mein erster Gedanke, der zweite dann direkt `tja, dann werde ich wohl doch noch die 5 Bände davor lesen müssen´. Es ist nämlich sehr gelungen, alles was in den Bändern davor geschehen ist, irgendwie versteckt hier zu platzieren ohne das mir ein Spoilergefühl aufkam. Aber erst einmal kurz zur Geschichte:Der Fundort einer toten Frau wird Chefinspektor Tony Braun durch den Patienten einer Psychatrie übermittelt. Dieser Viktor Maly leidet an einer Amnesie und scheint eine sehr unheilvolle Vergangenheit zu haben. Gemeinsam mit seiner jungen Kollegin Franka Morgen versucht Tony Licht ins Dunkel zu bringen und stößt im Laufe der Ermittlungen auf eine dubiose Firma. Das dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht wird schnell klar, nur was hat der ‚Rattenkönig‘ damit zu tun und warum wurde bei der Toten ein Rattenschädel zurück gelassen? Wer mordet und warum? Menschliche Abgründe tun sich auf und besonders Franka scheint etwas zu verschweigen.  „Nimm dich in Acht, wenn du in den goldenen Westen kommst. Dort haben die bösen Geister die Macht übernommen und das Mitgefühl aus den Herzen der Menschen vertrieben. „ (Buch Seite 229) Generell hat mir dieses Buch sehr gut gefallen – diese Kombination aus der Vergangenheit der Roma in Tschechien und der Verbindung in die heutige Zeit.Mich haben besonders die Schilderungen dieses fiktiven Ghettos Dogcity und den, für die dort lebenden Menschen, furchtbaren Zustände an das Buch gefesselt – da eben dieses fiktive Ghetto doch gar nicht so weit hergeholt ist.Hier wurde eine sehr beklemmende Stimmung erzeugt, auch bestehend aus den Traditionen und Bräuchen der Menschen.Aberglaube und wie manipulierbar diese Menschen doch waren und wie schamlos das ausgenutzt wurde. „Ich weiß und fühle es. Spüre immer einen Schatten in meinem Rücken, wenn ich die gefrorenen Wege runtergehe.“ (Buch Seite 396) Mit den dargestellten Charakteren war ich sehr zufrieden. Tony Braun ist etwas aufbrausend aber durchaus sympathisch. Genau wie seine Kollegen, allen voran Bruno Berger. Als besonders empfand ich Franka, ihr Geheimnis, sehr spürbar schon auf den ersten Seiten machte mich sehr neugierig auf diese junge Frau und ihre Vergangenheit. Auch diese Tara, eine Roma-Frau mit alles andere als einem leichten Leben hat der Geschichte unheimlich viel Raum gegeben und mich als Leserin tief mit hineingezogen. Die einzelnen Kapitel wechseln in den Perspektiven und den Zeiträumen. Dadurch wird im Laufe des Buches die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und immer mehr offenbart sich die Geschichte des Rattenkönigs und seinen ‚Kindern‘. Eine sehr spannende Angelegenheit die das Buch gut lesbar machte. Was mich einen Stern bei der Bewertung abziehen lässt ist die Tatsache, dass ich relativ früh wusste bzw. ahnte wer hinter allem steckt und warum und in dieser Hinsicht auch richtig lag. Lesenswert ist „Rattenkinder“ aber auf jeden Fall.  Wer Spannung mag und gerne reale und zeithistorische Geschehnisse in Verbindung mit einer fiktiven Geschichte mag, liegt hiermit genau richtig. Das Autorenduo hat mich überzeugt und bei all den bösen Menschen, die sie dort ins Buch gepackt haben, auch nicht vergessen die Guten gebührend agieren zu lassen. c)K.B. 11/2016

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  • Auf den Spuren der Rattenkinder

    Rattenkinder

    KerstinTh

    14. September 2016 um 09:55

    Linz, Mordkommission: Viktor Maly möchte bei Chefinspektor Tony Braun eine Aussage machen. Viktor Maly ist seit einem Jahr in einer psychiatrischen Klinik, auf der geschlossenen Station, er kann sich an nichts, außer seinen Namen erinnern und hat seit seiner Ankunft kein Wort gesprochen. Nun bricht er sein Schweigen und überreicht Tony Braun einen Zettel. Auf diesem stehen Koordinaten. Braun macht sich mit seiner jungen Kollegin Franka Morgen auf zum Ort dieser Koordinaten – eine Bank im Linzer Stadtpark an der Donau. Dort finden die beiden eine Frau, tot auf der Bank sitzend. Sie wurde erdrosselt. Vor ihr steht der Kinderwagen mit ihrem Sohn. Neben ihr auf der Bank liegt ein Rattenschädel. Was hat es damit auf sich?   „Rattenkinder“ hat mir gut gefallen, es fehlte mir zwar etwas die fesselnde Spannung, aber die Handlung fand ich super. Die Charaktere waren sehr sympathisch. Der Schreibstil ist locker und leicht verständlich. Für einen unkonventionellen Kriminalroman super. Die Ermittlungstechniken von Braun sind oft nicht legal, aber dies macht auch einen gewissen Reiz des Buches aus. Ich kann Krimi und Thriller Fans dieses Buch empfehlen.

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  • Unterhaltender Thriller mit einem Authentizitätsproblem

    Rattenkinder

    Crimehands

    10. July 2016 um 15:16

    Gleich zu beginn des Romans passieren einige Dinge. Da ist einerseits Jan Maly, der nach einem Jahr in der Psychiatrie wieder spricht und Braun einen Zettel überreicht, auf dem sich Koordinaten und ein Blutstropfen nebst einer aufgemalten Parkbank befinden. Da ist ein Mord und da ist ein fast verunglücktes Baby. Und das sind nur die ersten 50 Seiten – aber in dieser Rasanz geht es weiter, und das ist das tolle an dem Buch, das ein Thriller sein will, aber weit mehr als das ist. Es geht auch um Politik, aber vor allem um von der Politik geduldeten, wenn nicht sogar tolerierten Menschenhandel. Die Kapitel sind mit zwei bis sieben Seiten kurz und knackig gehalten – wenn es spannender wird, wird es seitenmäßig meistens enger, was allerdings gar nicht nötig wäre.Es ist mein erster B.C Schiller und mir war auch nicht bewusst, dass es sich hier um ein österreichisches Schreiberduo handelt, denn am Schreibstil erkennt man es nicht – wohl aber an der Verortung der Handlung, die im oberösterreichischen Linz spielt. Die Ausdrucksweise in den Dialogen ist allerdings eher an ein deutsches Publikum gerichtet, denn oberösterreichischer bzw. österreichischer Dialekt findet im Buch keinen Eingang. Auch bei den Namen der Charaktere, die Jan, Karen, Urs oder Franka heißen, sind eher nicht österreichisch. Nur der eingecoolte Tony, der eigentlich Anton heißt, aber doch von allen nur beim Nachnamen Braun genannt wird, lässt erahnen, dass wir uns nicht in einer deutschen Großstadt befinden.Oberinspektor und Chefermittler Braun tritt als typischer Österreicher auf, ist tendenziell grumpy unterwegs, mit einem leichten Hang zum Alkoholismus. Abgesehen davon hat er ein Aggressionsproblem, das in manchen Situationen auch zu Eskalationen führen kann. Er trägt gerne Springerstiefel, die allerdings kein politisches Statement sind – generell ist Braun wohl die unpolitischste Figur im ganzen BuchSeine Kollegin ist Franka Morgen. Die 24-jährige und Jahrgangsbeste auf der Polizeiakademie ist durch und durch sympathisch, wenn zunächst auch etwas geheimnisvoll, was sie aber sehr interessant macht. Sie hilft mehrmals die Woche in einer Obdachlosenunterkunft aus und träumt von der Moto Guzzi, die schon seit Ewigkeiten beim nahegelegenen Gebrauchtwagenhändler steht.Was mir beim Charakter Jan, der oben bereits namentlich erwähnt wurde und der Braun immer wieder bei Recherchen hilft, aufgefallen ist: Er sitzt im Rollstuhl und wohnt in einem Kellerloft, welches nur über Stufen erreichbar ist (logisch, weil Keller) – nur: wie kommt er da hinein oder hinaus? Offensichtlich lebt er alleine, hat keine Heimhilfe oder etwas ähnliches. Also wie macht er seine Einkäufe, Amtswege, was weiß ich? Diese Erklärung fehlt mir, auch wenn Jan nicht der wichtigste Charakter in der Geschichte ist – der unwichtigste allerdings auch nicht.Etwas seltsam mutet eine Szene an, in der eine Vernehmung auf dem Dach der „Schwarzen Halle“ - wie das Kommissariat durchgängig genannt wird – stattfindet. Das erinnert eher an Szenen aus einem schlechten Krimi. Der Showdown am Ende war mir persönlich etwas zu theatralisch und wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Mehr dazu im SPOILER-Beitrag.„Rattenkinder“ hat mich dennoch von Beginn an positiv überrascht; es ist eine durchwegs lebhafte und spannende Geschichte, die nicht zu aufgesetzt wirkt, aber leider ein paar Authentizitätsprobleme birgt. Ich denke, eine Prise Dialekt würde der Geschichte nicht schaden, und vermutlich hätte auch das deutsche Publikum kein Problem damit.

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  • Anfangs langatmig, Das Ende vorhersehbar... Trotzdem gut

    Rattenkinder

    flower1984

    01. June 2016 um 12:59

    Braun stößt unter mysteriösen Umständen auf eine Frauenleiche. Deren scheinbar neugeborenes Baby liegt unversehrt im Kinderwagen. Was hat der Patient aus der Psychatrischen Klinik mit dem Fall zu tun, von dem Braun den Tipp mit der Leiche hat? Und warum liegt ein blank geputzter Rattenschädel neben der Leiche? Braun und sein Team nehmen die Ermittlungen auf.... ***Ich mag zur Abwechslung mal gerne einen Thriller so für zwischendurch. Der Klappentext klang vielversprechend und hatte mich sofort angesprochen. Die Story beginnt am Anfang etwas langatmig. Baut aber mit jeder Seite und jedem dazu kommenenenden Sachverhalt weiter an Spannung auf. Ab einem gewissen Punkt schlich sich bei mir aber die Vermutung auf den Täter ein und gewisse Zusammenhänge fanden meine Bestätigung. Da der Plot und alles drumherum aber soweit gestimmt haben und mich das persönliche Ende einer Figur doch ein klein wenig mitgenommen hat, nur einen Stern Abzug! Das Buch ist abgeschlossen. Hätte meiner Meinung nach aber Potential für einen Folgeband da es doch noch ein paar offene Fragen gibt.

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  • Das Grauen hat einen Namen, aber noch kein Gesicht....

    Rattenkinder

    Floh

    Ich muss zugeben, dass ich sehr lange keinen so  durchweg spannenden Thriller mit einer solch perfiden und abartigen Handlung, samt grandioser Ermittlung und Verstrickung gelesen habe. Endlich mal wieder ein richtig fesselndes Werk, von dem man sich schon nach den ersten Seiten nicht mehr lösen kann… In ihrem neuesten Werk „Rattenkinder“ taucht das Autorenpaar unter dem Namen B.C. Schiller in eine ganz erschreckende psychische Ausrichtung mit Todesfolgen ein. Ein Fall, der für Entsetzen und Ekel sorgt, der psychologisch jedoch so eindringlich ausgefeilt ist, dass man trotz aller Abscheu weiterlesen muss. WOW, ich bin baff! Erschienen im Bastei Lübbe Verlag (https://www.luebbe.de/) Zum Inhalt: "Die Angst hat einen neuen Namen: Viktor Maly. Eine junge Mutter wird grausam zugerichtet auf einer Parkbank gefunden, neben sich ihr quicklebendiges Baby – und ein Rattenschädel. Das ist nicht der einzige geheimnisvolle Hinweis, den Chefinspektor Tony Braun erhält: Ausgerechnet Viktor Maly, ein Insasse der Psychiatrie, scheint mehr über den Fall zu wissen. Doch er hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Wurde die Frau Opfer eines lange geplanten Komplotts? Da geschieht eine weitere Bluttat. Und es gibt nur einen Zeugen: Viktor Maly ..." Handlung: Das ideale Rezept für einen guten und soliden Thriller, der unter die Haut kriecht: ein beschatteter mysteriöser Mord, ein geheimnisvoller Mann, authentische und gebeutelte Ermittler in einem sonderbaren Team und ein großer Skandal im Geschehen! So hat man ihn, den perfekt gestrickten Fall für jeden Thrillerliebhaber. Rattenkinder, die einen Rattenschwanz und eine Verkettung der Ereignisse nach sich ziehen. Perfekt! In „Rattenkinder“ erleben wir einen sehr heftigen, erschütternden und sehr fesselnden, äußerst rasanten und hochspannenden Thriller. Der Leser wird mental und psychisch herausgefordert, denn mit gleich drei Handlungssträngen ist hohe Konzentration gefragt. Die Verknüpfung dieser drei Erzählparts ist wahrlich gelungen. Was sich zuerst verwirrend anhört, entwickelt sich jedoch zu einem genial durchdachten Plot, der die Abgründe des menschlichen Denkens und Handelns aufdeckt. Vor allem der reale Hintergrund um Menschenhandel, Korruption und die Folgen dessen machen "Rattenkinder" zu einem spannenden und abgrundtief bösen Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Drei große Säulen bündeln sich im Showdown zu einer ganz großen Wendung, die den Leser nach der anstrengenden Suche nach dem Bösewicht und Psychopathen an die Grenzen des Wahnsinns treibt. Wer ist zu diesen Gräueltaten fähig? Suchen wir einen Mann oder eine Frau? Oder ein ganzes Konstrukt an Machenschaften und Drahtziehern? Wer lebt solche Phantasien? Und wie lässt sich so ein Täter schnappen? Ein äußerst spektakulärer Fall für das sympathische Team rund um die Ermittlungen im Fall Rattenkinder. Ein Team aus Kollegen, die mehr als skeptisch und verschlossen sind, mit Ecken und Kanten und leicht gebraochen und mit Vergangenheit geprägt. Hier verweben die beiden Autoren unter dem Pseudonym Handlungsstränge aus Privat, Beruf und den Gedanken eines waschechten Psychopathen, der seine Wurzeln und Fühler wie ein Pilzgeflecht ausgestoben und verzweigt hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit, üble Verdächtigungen, Zerrissenheit, Rache, Vergeltung und die Suche nach den Ursprüngen. Wie lassen sich die Fäden ziehen? Wie kann das Puzzle gelegt werden? Eine krasse Sprache, unverschönt und verstörend. Hier scheuen sich die Autoren nicht, alles brühwarm an die Leser zu bringen und ungefiltert die Schauplätze und Handlungen zu schildern.   Schreibstil: Ich frage mich schon lange, warum es gerade wie ein harmonisches Ehepaar, mit Hund und Kegel aus dem idyllischen Österreich schafft, solche menschlichen Abgründe aufzutun und einen so derben, gewaltigen und verstörenden Thriller zu schreiben? Wer zu diesen schriftstellerischen Werkzeugen greift, wie es unsere Autoren B.C. Schiller in „Rattenkinder" tun, der beweist eindeutig Mut und ist sich seinen Recherchen und seinem Können und Genre absolut sicher. Gnadenlos, schonungslos und absolut eindringlich schreiben sich B.C. Schiller hier in einen unvergesslichen Alptraum. Die Quelle der Inspiration scheint für dieses Autorenpaar mit ihrer Facette an Grauen und Gänsehaut sowie Nervenkitzel und Komplexität noch lange nicht versiegt. Besonders hat mich das Duo hier durch ihre Sprachgewandtheit und ihren mental- , psychologischen und gesellschaftskritischen Touch sehr beeindruckt, wenn nicht sogar begeistert. Ich kenne die anderen vorherigen Fälle nicht, dafür spreche ich mein großes Lob aus, dass man jederzeit in jedem Band völlig unabhängig einsteigen kann. Der Schreibstil zeugt von gewissem Anspruch, lässt sich jedoch sehr einfach und schnell lesen. Sie geben Einblicke in psychische Abgründe, blicken in ein Machtspiel um das Leben junger Vermisster, um Menschenhandel und das große Geld, in die Arbeit der Beamten des Kommissariat, zeigen Gefühle der jungen überforderten Angehörige, zerren an den Nerven, reizen durch ein sehr komplexes Konstrukt aus Wendung und Verdächtigung und Abscheu. Die Autoren beherrschen es die Leser gleich zu Beginn an die Seiten zu fesseln. Unfreiwillig gerät man hier durch ihren Schreibstil direkt in das Geschehen und kann sich nicht mehr von den Seiten lösen. Gleichzeitig erzeugen die Eheleute Schiller schrecklichste Gefühle und Emotionen. Von Mitleid bis Hilflosigkeit, Entsetzen und Fassungslosigkeit. Ihr Wiedererkennungswert ist hier zweifellos der gnadenlose und direkte Ton, die detaillierte Recherche und Kenntnis, und der Blick in die perfiden Denkstrukturen eines waschechten Psychopathen. Das Schreiber-Ehepaar hat eine verstörende und grausame Story erschaffen, die sie mit gekonnten und höchst intelligentem Wortschatz, bildhaften Darstellungen, tiefen Emotionen aus Gefühl, Angst und Entsetzen, authentischen Charakteren, facettenreichen Wendungen und einem Wechselspiel der Verdächtigen an den durchaus perplexen Leser wiedergibt. Ihr Schreibstil bringt die Handlungen, die Gedanken und die Protagonisten sehr nahe an den Leser und fesselt ihn u.a. dadurch an die Seiten. Charaktere: Dieses Buch besteht eigentlich aus mehreren Hauptprotagonisten. Aber der Fokus liegt hier eindeutig bei den bestialischen Handlungen des gesuchten Psychopathen und dessen Gedankengut.   Das Psychogramm des Inspektor Tony Braun fand ich sehr angenehm und äußerst sympathisch. Ein Ermittler mit einer prägenden Vergangenheit, die ihn gezeichnet hat. Es scheint, als habe er in seiner Vergangenheit schon das ein oder andere Problem bewältigen müssen und kann so seinem Bauchgefühl und seiner männlichen Intuition mühelos vertrauen. So denkt er. Er ist definitiv nicht unfehlbar und kam mir sehr menschlich vor. Ich finde es bei den Ermittlern immer wichtig, dass man sie sich wirklich im wahren Leben vorstellen kann und sie nicht zu konstruiert wirken. Auch seine Kollegin Franka ist ein sympathischer Charakter, denn sie wird im Buch immer mal wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Auf diesem Weg lernen wir sie gut kennen und können und ein rundes und komplettes Bild ihrer Arbeit schaffen. Viktor Maly, der Mann ohne feststellbare Vergangenheit ist wirklich alles andere als ein netter Typ. Er scheint ein Geheimnis zu verbergen, an dass er sich selbst nicht mehr erinnern kann und doch wirkt er von Anfang an bedrohlich und unheimlich. Das Grauen hat einen Namen, aber noch kein Gesicht. In diesem Thriller begegnen wir allen erdenklichen Charakteren mit abwegigen Psychogrammen und ausgefeilten Charakterstudien aus einem ganz speziellen Milieu, unterschiedlichen Branchen und Gesellschaften. Das Autorenduo B.C. Schiller hat hier ganze Arbeit geleistet und einen von vorn bis hinten stetig durchweg spannenden, überraschenden und undurchschaubaren Thriller erschaffen, der durch den Fall an sich, aber ganz besonders auch durch die eindringlichen Charaktere und gelungen gezeichneten Charaktere überzeugt und beeindruckt. WOW. Ich kann hier nur versprechen, dass Schubladendenken hier sicherlich nicht angebracht wird, denn die Protagonisten nehmen im Verlaufe der Handlung ein ungeheures Maß an Wendung und Facette an, die den Leser überraschen wird. Perplex muss der Leser hier verfolgen, wer zu welchen Taten in der Lage ist und welches erschütternde Motiv sich hinter diesen vielen Machenschaften verbirgt. Die Autoren verblüffen in ihrem Thriller mit authentischen und grandios gezeichneten Charakteren, die nach und nach dem Leser nahe gebracht werden. Eine fesselnde Charakterstudie und atemberaubende Psychogramme. Trotzdem blieb mir als Leserin genügend Raum für eigene Spekulationen, die sich bewahrheiten konnten, oder auch nicht. Es entsteht ein komplettes Bild aus Gut und Böse. Meinung: Ich konnte mich wirklich nicht von den Seiten lösen, war stets auf Hochspannung, und konnte kaum Luft holen. Auch wenn das Buch nichts Neues bringt, so bringt es altbewährten Thrill unheimlich packend an die Leser. Sehr rasant, packend und absolut schnell zu lesen. Dieser Umstand spricht für ein wirklich gelungenes Werk. Unbedingt möchte ich auch die anderen Thriller dieser Autoren lesen, wenn diese ebenso eindringlich, restlos spannend und erschütternd sind. Doch musste ich wirklich oft schlucken und wusste nicht, ob meine Thriller-Aushalt-Grenze schon erreicht ist. Die Thematik ist so grausam und die Einblicke in die Welt der gestörten Möglichkeiten so bestialisch und perfide, dass ich regelrecht entsetzt war. Ein Bild des Grauen… Von dem Schreibstil der Autoren B.C. Schiller bin ich aber nach wie vor mehr als beeindruckt gewesen, sehr detailgetreu und intensiv umschreiben sie Schauplätze, Atmosphäre und Emotionen. Sie geben ein gnadenloses Bild des Grauen wieder. So muss Thriller sein, absolut. Die vielen Verdächtigungen und Wendungen fand ich enorm spannend und absolut lohnend. Das Tempo ist rasant und der Nervenkitzel lässt sich kaum aufhalten. Auch wenn es ungewöhnlich viele Wendungen, Motive, Täterprofile und Ermittlungsschritte gab, so war ich letzten Endes vom Finale absolut überzeugt und mitgerissen. Kritikpunkte: Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vielleicht das die Grundthematik im Thriller ein alter Hase ist. Viele Werke bauen ähnlich auf, somit bietet dieses Buch nichts außergewöhnlich Neues, überzeugt aber mit einer galanten und eindrucksvollen Umsetzung zu einem unschlagbar fairen taschenbuchpreis, den man heute eher selten findet. 8,99 € für volles Programm des Nervenkitzels. Cover: Dieses Cover besticht durch Grautöne, die Assoziation von Holzverschlägen und verzweifelte Schriftzüge. Wenn man das Buch gelesen hat, wird man einen ganz anderen Blick auf dieses Cover werfen. Eindringlich und interessant. Das Cover hielt meinen Blick auf das Buch gefangen und machte mich neugierig. So muss Thriller sein. Hochwertige Verarbeitung, angenehmes Schriftbild, lockere Aufteilung, passende Kapitellänge und ein angenehmes Eigengewicht trotz der Stärke an knapp 390 Seiten zu einem fast schon sehr seltenen fairen Preis zu 8,99 Euro. Die Autoren: "B.C. Schiller ist das Autoren-Duo Barbara und Christian Schiller. Ihre abgründigen Thriller sind seit Jahren fester Bestandteil der E-Book-Bestseller-Charts, sie sind echte Stars der deutschsprachigen Selfpublisher-Szene. Christian Schiller interviewte für seine Radiofeatures viele finstere Gestalten, wie den österreichischen Serienkiller Jack Unterweger. Diese Erfahrungen, aber auch Barbara Schillers bizarre Erlebnisse in Osteuropa fließen in fiktiver Form in ihre Thriller ein. Zusammen mit ihrem Rhodesian Ridgeback-Rüden Kajumba Jabali leben sie auf Mallorca und in Wien." Fazit: Ja, es gibt sie noch: Bücher, die den Leser völlig aus der Fassung bringen können. Dieser Thriller ist eines davon. 5 starke Sterne! Rattenkinder bietet einen Rattenschwanz an Verkettung, Verstrickung und Ermittlungsansätzen….

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    • 9
  • Dog City kann überall sein...

    Rattenkinder

    tinstamp

    15. March 2016 um 15:13

    Meine Meinung: Der Einstieg in den Thriller war für mich nicht ganz einfach, obwohl dieser überraschender Weise in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz spielt. Ich lese ja sehr gerne Krimis und Thriller aus meinem Heimatland Österreich, doch die meisten haben als Schauplatz Wien, das Salzkammergut, die Steiermark oder auch Innsbruck. Zwei Krimis, die in meiner eigenen Umgebung spielen, durfte ich auch bereits lesen. Hier war einmal das Mostviertel und einmal die Wachau Schauplatz eines oder mehrerer Morde. Einen Linz-Thriller oder Krimi habe ich bis jetzt noch nie gelesen... Das Buch spielt allerdings nicht nur in Österreich, sondern auch in einer Roma Siedlung in Tschechien. Dort lernen wir die junge Tara kennen, die versucht sich und ihren kleinen Sohn durchzubringen. An Geld oder Lebensmittel zu kommen ist schwierig und man erfährt sehr schnell, dass hier vorallem mit illegalen Geschäften wie Drogen, Prostitution und Menschenhandel, gearbeitet wird. Einige wenige haben hier das Sagen und scheffeln Geld, während der Großteil der Menschen in Dog City, wie die Roma-Siedlung genannt wird, ums Überleben kämpfen. Durch die ganzen 448 Seiten begleitet dem Leser eine sehr bedrückende Atmosphäre und man spürt die Auswegslosigkeit der Menschen in diesem Elendsviertel. Hier tut sich ein Abgrund auf, der mich beim Lesen erschüttert hat. An Grausamkeiten und Abartigkeiten spart das Autorenpaar in diesem Thriller ebenfalls nicht! Zu Beginn taucht der Leser aber in die Gedanken des Mörders ein und hat mich anfangs äußerst verwirrt zurück gelassen. Deshalb tat ich mir auch beim Einstieg in die Geschichte etwas schwer. Man rätselt wohin das Autorenpaar den Leser führen möchte und neben den Grausamkeiten, die bereits im Prolog aufgezeigt werden, fand ich nicht wirklich in die sehr seltsame und merkwürdige Erzählung eines Täters, der aus seiner Sichtweise schildert. In Linz ermitteln in der Zwischenzeit Chefinspektor Tony Braun und seine Assistentin Franka am Mordfall an Amelie Frey. Die junge Mutter wurde tot auf einer Parkbank gefunden, neben ihr ein Rattenschädel und ihr kleiner Sohn, der im Kinderwagen liegt und weint und dadurch erst die Passanten auf Mutter und Kind aufmerksam wurden. Braun bemerkt, dass seine Kollegin Franka beim Auffinden des Rattenschädels kurz zusammenzuckt, doch sie schweigt beharrlich. Bald erfährt auch der Leser, dass Franka selbst ein schwerwiegendes Geheimnis hat. Trotzdem kooperieren die beide Ermittler perfekt. Beide sind Menschen, die schon einiges erlebt haben und sich nicht immer an die genauen Vorschriften halten, sondern oft aus dem Bauchgefühl heraus agieren. Dabei erscheint Inspektor Braun allerdings etwas klischeehaft.... Der rote Faden im Thriller ist jedoch der Name und die Person Viktor Maly. Unter diesem Namen befindet sich ein Mann in einer Psychiatrischen Kinik, der an retrograder Amnesie leidet. Er weiß nicht, wer er wirklich ist oder woher er kommt und doch scheint er etwas zu verbergen. Von ihm geht eine Bedrohung aus und man hat das Gefühl er spielt ein Katz und Maus Spiel mit den Ermittlern. Denn immer wieder hat er Hinweise für Tony Braun, die den Inspektor letztendlich zu einer Leiche führen. Viktor Maly scheint der Schlüssel zur Aufklärung der Verbrechen zu sein. So erhält man drei verschiedene Erzählstränge, die sich abwechseln. Der Leser befindet sich entweder in Dogcity, in Linz oder man verfolgt die wirren Aufzeichnungen eines weiteren Mannes, die in kursiver Schrift gehalten sind. Dieser Wechsel der Erzählstränge halten die Spannung hoch und den Leser an den Seiten. Was sich zu Beginn noch sehr verwirrend anhört, entwickelt sich zu einem genial durchdachten Plot, der gut durchstrukturiert ist. Korruption und Menschenhandel sind das zentrale Thema, doch mehr möchtse ich dazu nicht verraten. Das Ende ist schlüssig und alle Erzählstränge führen schlussendlich zu einem zusammen. Schreibstil: Das Autorenduo schreibt sehr intensiv. Man spürt die Emotionen und die sehr drückende Atmosphäre im Verlauf der Geschichte. Auch die Schauplätze sind sehr bildhaft und deatilliert beschrieben. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Das Tempo ist rasant. Fazit: Ein düsterer und spannender Thriller über Korruption und Menschenhandel. Grausam und nichts für zarte Gemüter! Für den Beginn der Story, der mich verwirrte und anfangs nicht wirklich fesseln konnte, muss ich einen Stern abziehen.

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  • Die Vergangenheit vergisst nie

    Rattenkinder

    kleinwitti

    20. February 2016 um 21:39

    Mit dem Thriller "Rattenkinder"  hat uns das Schreiberduo B.C.Schiller einen sehr tollen Thriller beschert, der einen ein wenig zum nachdenken bringen sollte, man könnte sich vorstellen das es auch so passieren kann. Das Cover fällt einem sofort ins Auge und ich musste das Buich einfach in die Hand nehmen. Der Klappentext hat mich dann auch noch überzeugt. In dem Buch ermitteln wir mit Tony Braun in mysteriösen Morden in Linz. Es ist sehr undurchsichtig und die Ermittlungen werden noch erschwert von vielen Seiten die einiges unter den Teppich kehren wollen. Tony Braun ist unser Hauptprotagonist und ein Bulle wie ich ihn mir eigentlich immer wünsche. Er geht nach seinem Bauchgefühl und arbeitet so wie es ihm passt, auch wenn er mal bei den Vorgesetzten aneckt. Des Weiteren lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen und erst garnicht vorschreiben was er zu tun oder zu lassen hat. Zwar hat er anscheinend ein Alkoholproblem, das macht ihn aber auch irgendwie sympathisch, dadurch wirkt er nicht perfekt. Franka ist ein Teammitglied aus Braun seiner Truppe beim Morddezernat und sie hat was zu verbergen. Aber ansonsten scheint sie perfekt mit Braun zu kooperieren. Sie verstehen sich super, nur kann sie auch Braun nichts vormachen und gefährdet damit auch die Ermittlungen. Sie engagiert sich auch freiwillig in einer Obdachlosenunterkunft, ob sie damit ihre Vergangenheit beruhigen will ? Viktor Maly ist ein Patient in der geschlossenen Abteilung in der Psychatrie und er hat eine Amnesie. Er ist ein potenzieller Tatverdächtiger nur ist die Frage wie er es gemacht haben soll. Er bringt Braun zu zwei Leichen und auf den Zetteln ist jeweils Blut vom Opfer. Er beherscht anscheinend Kampfsport und dumm ist er nicht. Was verbirgt sich hinter ihm ? Auch alle anderen Charaktere sind in dem Buch sehr gut eingearbeitet und passen super ins Buch. Sie sind sehr gut ausgearbeitet und sind in sich schlüssig. Die Handlungsorte konnte ich mir sehr gut vorstellen und hatte immer ein passendes Bild vor Augen, sie wurden gut und ausführlich beschrieben, aber nicht zu übertrieben. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, es ist nicht kompliziert geschrieben und es liest sich so weg. Das einzige was ich sagen muss ich kam anfangs nicht wirklich ins Buch, was sich nach dem ersten drittel allerdings änderte. Die Spannung stieg anfangs ziemlich langsam, was zum Ende hin aber stark anzog und man das Buch garnicht mehr weglegen wollte. Alles in allem kann ich sagen das sich dieser Thriller für alle Fans des Genre lohnt und man ihn unbedingt lesen sollte.

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  • Das österreichische Powerduo

    Rattenkinder

    Jeanne_Darc

    24. January 2016 um 17:56

    Ein spannender Thriller in meiner Heimatstadt Linz Viele Handlungsstränge perfekt kombiniert Ein Thriller der definitiv zu empfehlen ist Eckdaten zum Buch: Erscheinungsdatum :08.10.2015 Verlag : Bastei Lübbe ISBN: 9783404172641 Flexibler Einband 384 Seiten Genre: Thriller Art: Reihe (Tony Braun) Autor: (c) Olivier Favre B.C. Schiller ist das Autoren-Duo Barbara und Christian Schiller. Ihre abgründigen Thriller sind seit Jahren fester Bestandteil der E-Book-Bestseller-Charts, sie sind echte Stars der deutschsprachigen Selfpublisher-Szene. Christian Schiller interviewte für seine Radiofeatures viele finstere Gestalten, wie den österreichischen Serienkiller Jack Unterweger. Diese Erfahrungen, aber auch Barbara Schillers bizarre Erlebnisse in Osteuropa fließen in fiktiver Form in ihre Thriller ein. Zusammen mit ihrem Rhodesian Ridgeback-Rüden Kajumba Jabali leben sie auf Mallorca und in Wien. Klappentext: Die Angst hat einen neuen Namen: Viktor Maly. Eine junge Mutter wird grausam zugerichtet auf einer Parkbank gefunden, neben sich ihr quicklebendiges Baby - und ein Rattenschädel. Das ist nicht der einzige geheimnisvolle Hinweis, den Chefinspektor Tony Braun erhält: Ausgerechnet Viktor Maly, ein Insasse der Psychiatrie, scheint mehr über den Fall zu wissen. Doch er hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Wurde die Frau Opfer eines lange geplanten Komplotts? Da geschieht eine weitere Bluttat. Und es gibt nur einen Zeugen: Viktor Maly. Wer seine Ermittler unkonventionell mag, seine Morde blutig und die Dunkelheit der Seelen ganz, ganz tief, der kann sich mit den Thrillern um Chefinspektor Tony Braun auf ein besonderes Lesevergnügen freuen. Cover: Das Cover ist in den typischen Thrillerfarben grau schwarz rot gestaltet und somit ein solides und hochwertiges Cover. Im Regal macht es sich sehr schön - auf jeden Fall schön anzusehen :) Schreibstil: Ausgezeichnet hat sich das Buch vor allem durch den komplexen Inhalt und den äußerst raschen und spannungsgeladenen Einstieg. Atmosphärisch werden die Handlungsorte beschrieben und so erstrahlt die düstere Seite meines Heimatortes in dem Werk von B. C. Schiller. Besonders schön fand ich die detailreiche Charakterisierung des Protagonisten, die oftmals in den Hintertreff geraten bei Thriller. Meinung: Ein Thriller bei dem ich nicht wusste wer wirklich der Täter war - super! Bis zum Schluss war ich auf der flachen Fährte. Kein Buch für Leute, die keine ekeligen/blutigen Stellen mögen, denn die dabei erzeugte schauer Atmossphäre war eins und ich muss gestehen an manchen Stellen ist mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen - Top! Unkonventionelle Protagonisten machen eine Geschichte immer wieder einzigartig unvergesslich und das haben B. C. Schiller mit dem Ermittlerteam rund um Tony Braun eindeutig bewiesen. Für mich ein toller und runder Thriller, denn ich eindeutig jedem empfehlen der keine schwachen Nerven hat. Fazit: Ein spannungsgeladener Thriller in Österreich, der sich durch Protagonisten und Spannung eindeutig von vielen Neuerscheinungen abhebt. Cover: 0,8 von 1 Stern Schreibstil: 0,8 von 1 Stern Protagonisten: 1 von 1 Stern Thematik/Umsetzung: 1,8 von 2 Sternen Gesamteindruck 4,4 von 5 möglichen Sternen

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  • Die Vergangenheit kommt mit schnellen Schritten.....

    Rattenkinder

    Angel1607

    20. January 2016 um 21:56

    Das absolute Highlight für mich als Österreicherin.....das Buch spielt in meinem Heimatland <3 <3   Viktor Maly wurde vor einem Jahr vor einem Krankenhaus aufgegriffen. Er trug mit Blut getränkte Kleidung und konnte sich an nichts mehr erinnern, nur an seinen Namen. Nach einem Jahr bricht er sein Schweigen und führt Chefinspektor Tony Braun zum ersten Opfer! Ein junge Mutter, qualvoll getötet, mitten in der Nacht und ihr Baby liegt seelenruhig im Kinderwagen daneben! Aber was steckt dahinter? Warum wurde die Mutter getötet und das Baby nicht angerührt? Welches Spiel spielt Maly? Ist er wirklich der, der er zu sein scheint? Die Verstrickungen beginnen...... Wie ging es mir mit dem Buch? Bis vor kurzem hatte ich noch nie ein Buch von B.C. Schiller gelesen, aber schon sehr viel gehört über die Autoren! Neugierig machte ich mich an das Buch und gleich die ersten Seiten haben mich tief in eine Welt gezogen, aus der es so leicht kein Entrinnen mehr gibt. "Die Angst hat einen neuen Namen: Viktor Mally" Diese Worte prangen groß auf der Rückseite des Buches und spätestens ab der Hälfte des Buches weiß man, was gemeint ist. Das Cover....sehr toll und passend! Gibt es doch schon allein durch seine Farbgebung und die leichte Blutspur Hinweise auf die Stimmung des Buches! Die Kapitel hatten für mich eine ideale Länge! Es wurde öfters zwischen Vergangenheit und Gegenwart und außerdem zwischen den verschiedenen Hauptprotagonisten gewechselt, was aber der Geschichte nichts negatives gebracht hat. Im Gegenteil. Die Erlebnisse aus den verschiedenen Blickwinkeln der Protas zu lesen war für mich ideale Weise die Geschichte spannend zu machen und die Handlungsstränge langsam zueinander zu führen ohne sofort durchschaubar zu sein! Ich liebe es, wenn Autoren es schaffen ein perfides Gerüst aufzubauen und einen in eine Welt hineinziehen, in der man sich nichts sicher sein kann. In der man als Leser selbst nicht weiß, wem man trauen kann und wer hinter den Morden steckt! Ja so ging es mir. Dachte ich anfangs das Buch zu durchschauen, wurde ich spätestens nach ein paar Kapiteln vom Gegenteil überzeugt! Maly sitzt als Insasse in der geschlossenen Anstalt und hat einen Zettel mit Zahlen für Braun. Als klar wird, dass es sich um Koordinaten handelt, begibt sich Braun an besagten Ort und findet das erste Opfer! Grausam zugerichtet, daneben einen Kinderwagen mit einem unversehrtem lebendigen Baby und einen Rattenkopf. Blank poliert. Einzig seine Kollegin Franka weiß, was es mit dem Schädel auf sich hat, verschweigt dies aber bis fast zuletzt. Sind doch schreckliche Erinnerungen, die sie lieber vergessen wollte damit verbunden. Man fragt sich das ganze Buch über, welches Geheimnis sie verbirgt. Was vorgefallen ist, dass sie es lieber für sich behalten will. Auch versuchte ich während des ganzen Buches Zusammenhänge zu finden, Jahreszahlen, Personen, alles irgendwie zu verbinden und somit den Täter zu entlarven, aber ja, es war nicht so einfach! B.C. Schiller haben für mich ein Thriller geschaffen, der echt fesselt und durch die Grausamkeit der Menschheit, sowohl psychischer als auch physischer Natur, schockiert! Selbst mich als alter Thriller-Junkie! Frage ich mich doch immer mehr bei Büchern dieser Art wieviel Wahrheit dahinter steckt.... Ist Viktor wirklich Viktor? Hat er die Menschen getötet? Warum kann er sich an nichts erinnern, was sein früheres Leben betrifft? Was verschweigt er? Und was verbindet ihn mit Braun? Fragen um Fragen! Mein erster Schiller und sicher nicht mein Letzter! Danke nochmal an den Verlag für diese Chance es zu lesen!!! Diesmal möchte ich einen Satz aufgreifen, der mir jetzt im Nachhinein noch mehr Gänsehaut beschert: "In einer Minute und fünfzehn Sekunden werde ich mein Schweigen brechen......"

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  • perfekter Thriller.....

    Rattenkinder

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    14. January 2016 um 12:48

    Kurzbeschreibung Die Angst hat einen neuen Namen: Viktor Maly. Eine junge Mutter wird grausam zugerichtet auf einer Parkbank gefunden, neben sich ihr quicklebendiges Baby - und ein Rattenschädel. Das ist nicht der einzige geheimnisvolle Hinweis, den Chefinspektor Tony Braun erhält: Ausgerechnet Viktor Maly, ein Insasse der Psychiatrie, scheint mehr über den Fall zu wissen. Doch er hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Wurde die Frau Opfer eines lange geplanten Komplotts? Da geschieht eine weitere Bluttat. Und es gibt nur einen Zeugen: Viktor Maly ... Wer seine Ermittler unkonventionell mag, seine Morde blutig und die Dunkelheit der Seelen ganz, ganz tief, der kann sich mit den Thrillern um Chefinspektor Tony Braun auf ein besonderes Lesevergnügen freuen. Meinung Endlich mal wieder ein Thriller, der für mich auch als Thriller eingeordnet werden kann. Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte und dies war es dann auch. Von mir für dieses Buch „Daumen nach oben“. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der bei mir schon ein paar Fragezeichen hinterließ und ziemlich unheimlich war. Dann begann der Einstieg in die Geschichte ziemlich rasant und gleich mit einem Mord. Wir befinden uns kurz vor Weihnachten, überall liegt Schnee und in einem Park wird eine Frauenleiche gefunden. Neben ihr ein Rattenschädel und ein Kinderwagen mit einem schreienden Baby. Inspektor Tony Braun und seine Kollegin Tessa beginnen zu ermitteln. Es stehen zwei Verdächtige zur Auswahl. Erstes der Mann der Toten und zweitens Viktor Maly, Insasse einer Psychiatrie, in der er seit einem Jahr lebt. Dieser scheint mehr über den Fall zu wissen. Dann geschieht ein weitere Mord und wieder gibt Maly ein klein wenig preis….ist er der Täter oder wie hängt alles zusammen? Tony und Tessa lösen nach und nach das Rätsel und werden zusätzlich noch von mächtigen Leuten in der Obrigkeit unter Druck gesetzt. Ich muss sagen, Hut ab für diese Handlung. Ein nicht ganz leichtes Thema, Kinderhandel….viele Emotionen geraten bei diesem Buch in Wallung. Es gab viele grausame und blutige Szenen und manchmal musste ich richtig schlucken. Dennoch hatte es etwas an sich, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Täter war und wäre auch auf dieses Ende nicht gekommen. Die Charaktere wurden meiner Meinung nach gut dargestellt. Tony Braun ist für mich eine starke Person, die aber auch viel nach ihrem Bauchgefühl geht. Er war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er manchmal etwas verpeilt erschien. Tessa ist die rationell denkende und lässt sich aber noch viel von der Obrigkeit beeinflussen. Zum Schluss weiß sie aber, wohin sie gehört und fällt richtige Entscheidungen. Der Schreibstil des Autorenduos hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich fand daran nichts auszusetzen und kam die ganze Zeit ganz gut mit dem Tempo mit. Die Kapitel wurden kurz gehalten und mittendrin waren einige Kapitel aus dem Jahr 1991, welche vom Täter verfasst wurden. Diese wurden in kursiv abgedruckt. Cover Ein eher unscheinbares Cover, das aber auf jeden Fall in Bezug mit dem Inhalt des Buches steht. Es verrät nicht viel, dafür ist der Inhalt umso besser. Fazit „Rattenkinder“ ist ein top Thriller, mit sehr gut Handlung, tollen Charakteren und Spannung pur. Ich habe nichts daran auszusetzen und vergebe somit die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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  • Ein Thriller der das nackte Grauen zutage fördert und mit einem großartigen Ermittler aufwartet

    Rattenkinder

    aly53

    05. January 2016 um 09:42

    Der Thriller begann für mich eher unspektakulär, aber ich war gespannt wie sich das ganze entwickeln würde. Schnell machen wir die Bekanntschaft von Viktor Maly. Eine Person die mir ziemliche Rätsel aufgab. Er wirkte unnahbar und verschlossen. Man konnte ihn eigentlich nie richtig verstehen. Aber ich kann nicht leugnen, daß er mich fasziniert hat. Ich wollte unbedingt wissen , was er verbirgt und wer er eigentlich ist. Er hat mir aber auch Angst gemacht, das kann man nicht von der Hand weisen. Ich hab mich ständig gefragt, was hat er mit den Morden zutun? Ist er tatsächlich die ganze Zeit in der Psychiatrie eingeschlossen oder gab es ein Schlupfwinkel? Eine weitere Frage die mich beschäftigte. Wusste er wirklich nicht wer er war? Anschließend lernt man Inspector Braun kennen. Ihn mochte ich gleich. Er ist eine Person die doch ziemliche Ecken und Kanten aufweist. Er war mir sympathisch, vielleicht weil er so ist, wie er ist. Er geht den Sachen auf den Grund, auf seine Weise. Seine doch etwas unkonventionellen Ermittlungsmethoden haben mir recht gut gefallen. Die Story startet ziemlich schnell mit einem Mordfall an Amelie Frey. Eine Tat die wirklich bestialisch ist. Doch bei dieser einen Tat soll es nicht bleiben, doch wer steckt dahinter? Zeitgleich lernen wir die junge Tara aus den Roma-Slum Dogcity aus Tchechien kennen. Sie hat sofort etwas in mir berührt. Ich habe Anteil an ihrem Schicksal genommen. Sie hat es nicht leicht, aber sie versucht sich durchzukämpfen. Für ihren Sohn Dimitriu. Doch hat sie überhaupt eine Chance dem ganzen Elend zu entkommen? Je mehr die Geschichte voranschritt, umso mehr stieg mein Adrenalinpegel. Immer mehr Wahrheiten kommen ans Licht, die kaum zu überblicken sind. Ich war geschockt, zutiefst erschüttert und emotional vollkommen involviert. Vor uns tut sich ein tiefer Abgrund auf, der sämtliches Grauen zutage führt. Man kann kaum glauben, was sich hier offenbart. Es ist einfach zu bestialisch und abgründig. Braun hat hierbei auch zu knabbern und irgendwann muss auch er sich fragen, wem er überhaupt noch trauen kann. Und vor allem wer ist wirklich, was er vorgibt zu sein? Die Entwicklung ist deutlich spürbar . Aber auch die Charaktere haben sich weiterentwickelt und sind ziemlich facettenreich und interessant gestaltet. Obwohl ich es ziemlich vorhersehbar fand, ist es den Autoren gelungen mich dennoch hin und wieder durch einige Wendungen zu überraschen. Der zentrale Kern dieser Geschichte hat mich beschäftigt und nicht losgelassen. Es zeigt uns das Elend und die Ausweglosigkeit, vor allem was man oft nicht sieht. Durch Tara lernt man das Ganze sehr gut kennen und spürt es im Laufe der Geschichte am eigenen Leib. Das Zusammenspiel der Ernittler und die Methoden dabei wurden gut dargestellt und ich konnte sie gut nachvollziehen. Die Spannung hielt sich die ganze Zeit über konstant und flaute an keiner Stelle ab. Über dem ganzen Buch liegt eine drückende Atmosphäre, die den zentralen Kern sehr gut unterstreicht. Durch die Beschreibungen der Umgebungen und der Gefühle der einzelnen Charaktere kann man sich alles sehr gut vorstellen. Die Charaktere sind klar und authentisch gestaltet, sie gewinnen dabei immer mehr an Tiefe und Leben. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet. Einige mag man, andere weniger. Aber die einzelnen Schicksale haben mich doch ziemlich aufgewühlt. Die Handlung an sich ist gut durchstrukturiert und baut aufeinander auf. Am Ende wirkt alles recht schlüssig. Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektive von Inspector Braun. Aber auch andere Sichtweisen erfährt man, wie z.b. von Tara, Franka und Victor Maly. Das hat dem ganzen mehr Raum und Tiefe verschafft. Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Der Schreibstil der Autoren ist fließend und stark einnehmend, dabei auch ziemlich mitreißend gestaltet. Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches. Fazit: Ein Thriller der das nackte Grauen zutage fördert und mit einem großartigen Ermittler aufwartet. Die Grundidee dabei hat mich ziemlich erschüttert, aber auch nachdenklich gemacht. Abgründig, wendungsreich, emotional. Es ist zwar der 6.Band der Reihe um den Ermittler Tony Braun, dennoch kann man die Bände unabhängig voneinander lesen. Eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

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  • B.C.Schiller lehrt seinen Lesern gekonnt das Fürchten

    Rattenkinder

    PinkBookLady

    04. January 2016 um 16:29

    Eine junge Mutter sitzt in einem Park auf der Bank. Der erste Eindruck sieht aus, als ob sie schläft. Oder ist sie etwa ohnmächtig? Nein viel schlimmer. Sie ist tot. Ermordet wurde sie aufgefunden und ihr Baby liegt putzmunter im Wagen und bekommt von alldem nichts mit. Doch was ist das? neben der Mutter liegt ein sauber abgenagter Rattenschädel. Gruselig! Chefinspektor Tony Braun erhält geheimnisvolle Hinweise und was hat Viktor Maly, der Insasse einer Psychiatrie ist mit diesem Fall zu tun? Wird es noch mehr Morde geben, oder kann Tony Braun diesen Wahnsinnigen stoppen? Schnappt euch diesen fesselnden Thriller und taucht ab in diese Story. Wow wow wow in bin immer noch sprachlos von diesem packenden und spannenden Thriller von B.C.Schiller. Wenn ich an die Einzelheiten zureck denke bekomme ich noch immer eine Gänsehaut. Den ersten Atemaussetzer hatte ich bei dem dramatischen Einstieg in die Geschichte beim Prolog, schon dieser begann sehr rasant und fesselnd. Er machte einfach neugierig auf mehr. Einmal in den Händen, so konnte ich dieses Buch nicht mehr weglegen, so gefangen war ich in der Geschichte. Es hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Autorenduo konnte hier erstklassig mit spannenden, flüssigen Schreibstil und interessanten Figuren sehr punkten. Die mehreren Handlungsstränge die es gibt, passen wunderbare zusammen und geben schon bald ein ganzes. Die Leser bekommen hier auch jeden menge zum rätseln wer der Täter sein könnte und so wurde der Leser das ein oder andere mal auf eine andere Spur gelockt und es blieb bis zuletzt Nervenaufreibend spannend. Interessant war auch die Beschreibung des Roma-Ghettos "dogcity" wo viel über das dort herrschende Elend berichtet wurde. Und über Tara die auf der Suche nach ihrem Baby war, das man ihr auf brutalste Art entrissen hatte. Auch gab es neben den ganzen spannenden Momenten, auch einige Szenen die zum nachdenken anregten. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich auch und zwar wird man zu beginn gleich mit sehr vielen Charakteren bombardiert und die man erst nach und nach richtig zu ordnen kann. Es war manchmal ein wenig verwirrend mit so vielen Personen. Fazit: Ein wunderbar packender & spannender Thriller, der mit Sicherheit keine Wünsche mehr offen lässt. B.C.Schiller führen ihre Leser ganz gekonnt an die Tiefen und dunklen menschlichen Abgründe heran. Sie lehren ihren Lesern das Fürchten.Ganz klare Lese & Kaufempfehlung von meiner Seite.

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