B. Traven Der Schatz der Sierra Madre.

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Inhaltsangabe zu „Der Schatz der Sierra Madre.“ von B. Traven

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  • Wie Leon mit Bogart und Houston am Filmset war und nicht den Verstand verlor, aber sein Herz

    Wer ist B. Traven?

    StefanieFreigericht

    22. October 2017 um 21:42

    Darf ich eine Bestellung aufgeben? Da gibt es einen Journalisten namens Leon Borenstein, deutschstämmig, aber in Kalifornien aufgewachsen, der soll einem der größten Phantome der Literatur nachjagen: B. Traven. Gerade wird eines seiner Bücher verfilmt von John Houston mit Humphrey Bogart, „Der Schatz der Sierra Madre“, und Leon soll zum Drehort nach Mexiko reisen, um die Identität hinter dem Pseudonym des Autors herauszufinden. Am Set soll ein Vertreter Travens sein, über den an ihn heranzukommen sein könnte.   Das ist schon Klasse gemacht, einen erfundenen Journalisten als Vehikel dafür zu nehmen, eine ansonsten zu großen Teilen mit „echten“ Personen und einem „echten“ Hintergrund reiche Handlung aufzuspannen – mir jedenfalls hat dieser Roman von vorne bis hinten richtig Vergnügen bereitet, auch, weil ich Fan klassischer Filme bin (was hierfür nicht schadet). Im Gegensatz zu vielen Büchern mit Bezügen zu anderen Werken muss man kein Traven- oder Film-Fan sein, beendet das Buch jedoch dennoch damit, die eigene Wunschliste um etliche Zeilen verlängert zu sein, so geschickt werden Einblicke geboten in den Film, diverse Werke Travens oder die Schachkunst Bogarts. Und irgendwie wollte ich auch wieder nach Österreich oder nach Mexiko, von Kalifornien ganz zu schweigen. Nur Sushi bräuchte ich im Moment nicht wegen des Cenotes…   Ich rechnete, ehrlich gesagt, mit einem hoffentlich guten Schmöker (der Leseprobe nach) im Umfeld der von mir geliebten Filmklassiker und bekam viel mehr: der Roman ist ziemlich komplex hinsichtlich des Personals und erfordert dabei durchaus einige Aufmerksamkeit: es spoilert nicht, wenn ich verrate, dass man sich die Personen einprägen sollte, es gibt etliche, denen man wieder begegnet – was sich im Laufe der Handlung als echtes Vergnügen erwies. En passant präsentiert Autor Torsten Seifert die Historie der Theorien zur Identität Travens, lässt den Leser herumreisen, verwickelt den Journalisten Leon in amouröse und politische Verstrickungen, zeichnet glaubhafte Bilder seiner Handlungsorte und der damaligen Zeit und unterhält damit grandios. Ich denke mal, das ist ein Buch, das man dem Liebhaber anspruchsvollerer Bücher wie dem Freund der reinen Unterhaltungsliteratur gleichermaßen ans Herz legen könnte, so viel Freude macht dieser Trip, so ansteckend ist die Fabulierlust und so gut, aber unprätentiös ist die Sprache. Meine Bestellung gilt weiteren Büchern des Autors – er hat wohl ein ähnliches Konzept auf dem Plan. Mein für diesen Text verwendeter Titel zielt ab auf einen autobiographischen Roman von Katherine Hepburn über gemeinsame Dreharbeiten mit Bogart und Houston in Afrika (zu African Queen). 5 Sterne für diesen sehr unterhaltsamen Mix aus Abenteuergeschichte, Journalist-spielt-Detektiv-Roman, Literaturgeschichte, Filmgeschichte, Buch-im-Buch-Roman, Reiseroman und sogar Liebesgeschichte!

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