AB Rhesus negativ - Der Kunst-Krimi

von B.S. Rutel 
3,8 Sterne bei17 Bewertungen
AB Rhesus negativ - Der Kunst-Krimi
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Odenwaldwurms avatar

Auch wenn ich hier nur 3 Sterne vergebe, kann ich den sehr humorvollen Krimi empfehlen. Wir war er zu humorvoll.

M

Kunstkenner sind hier gefragt

Alle 17 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "AB Rhesus negativ - Der Kunst-Krimi"

Jahresausstellung der ›Künstlerriege Moosburg e.V.‹. Galerist Gregor Offergeld fällt vor dem perfekt gemalten Akt eines Mädchens in Ohnmacht. Als er aufwacht, sind Maler und Bild verschwunden. Er glaubt, seine einstige Geliebte erkannt zu haben: mit gebrochenen Augen und verrenkten Gliedern. Das Bild einer Toten, aber keiner will ihm glauben.
Sein Cousin, der Luxus-Pensionär Amadeus von Waldenbruck, kann als ehemaliger Ermittler seine Finger nicht von diesem delikaten Fall lassen. Die Spur führt ihn zu einem Schloss auf dem Land hinter Freising und zu einer bizarren Familie voller Dünkel und ohne Moral. An seiner Seite: Edeltraud Wenger, Ermittlerin bei der Polizeiinspektion Erding. Als noch ein Mord geschieht, sieht es fast so aus, als ob niemand dafür büßen müsste. Doch dann wendet sich das Blatt auf dramatische Weise.
Der Leser erfährt, wie die Preise für Kunstwerke in die Höhe getrieben werden, wie es hinter den Kulissen so mancher ›Kunstvereine‹ zugeht, und was viele Menschen über Kunst denken, aber nicht zu sagen wagen.
Die Schauplätze sind Moosburg, Erding, Freising.
Die Autorin hat an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin ›Institutionelle Kommunikation‹ studiert und war viele Jahre in internationalen Werbeagenturen tätig. Seit ihrem Studium ist sie eng mit dem Kunstbetrieb verbunden. Heute erlebt sie den Kampf um Anerkennung und Erfolg vieler Künstlerinnen und Künstler aus nächster Nähe.
›AB Rhesus negativ‹ ist ihr dritter Kriminalroman nach ›Heiliger Ochs‹ und ›Der gegrillte Koch‹.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07BSRKBMM
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Independently published
Erscheinungsdatum:28.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MK262vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kunstkenner sind hier gefragt
    Kunstkenner

    Der Titel hat mich gleich total ergriffe es ist auch meine Blutgruppe. Die Schreibeweise finde ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Habe noch nie ein Buch von so einer Arte lesen, hat mich aber gleich voll in Beschlag genommen und begeistert. Die Ermittlerin Frau Wenger finde ich sehr Sympathisch und auch den Bezug zur Region ist sehr gut getroffen. Hier wird man als Leser in die Welt der "feinen Leute" bzw. Kunstkenner und Liebhaber eingeführt was mal eine ganz neues erlebnis ist. Die Spannung geht ein bisschen verloren durch das frühe aufdecken der Täter finde den Krimi trotzdem sehr unterhaltsam es müssen ja nicht immer gleich überall Leichen gefunden werden.

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    dieses-und-jeness avatar
    dieses-und-jenesvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Für alle, die eine leichte Sommerlektüre suchen, kann ich das Buch empfehlen. Krimiliebhaber kommen leider nicht auf ihre Kosten.
    Eine leichte Sommerlektüre

    Klappentext

    " Jahresausstellung der ›Künstlerriege Moosburg e.V.‹. Galerist Gregor Offergeld fällt vor dem perfekt gemalten Akt eines Mädchens in Ohnmacht. Als er aufwacht, sind Maler und Bild verschwunden. Er glaubt, seine einstige Geliebte erkannt zu haben: mit gebrochenen Augen und verrenkten Gliedern. Das Bild einer Toten, aber keiner will ihm glauben.
    Sein Cousin, der Luxus-Pensionär Amadeus von Waldenbruck, kann als ehemaliger Ermittler seine Finger nicht von diesem delikaten Fall lassen. Die Spur führt ihn zu einem Schloss auf dem Land hinter Freising und zu einer bizarren Familie voller Dünkel und ohne Moral. An seiner Seite: Edeltraud Wenger, Ermittlerin bei der Polizeiinspektion Erding. Als noch ein Mord geschieht, sieht es fast so aus, als ob niemand dafür büßen müsste. Doch dann wendet sich das Blatt auf dramatische Weise.
    Der Leser erfährt, wie die Preise für Kunstwerke in die Höhe getrieben werden, wie es hinter den Kulissen so mancher ›Kunstvereine‹ zugeht, und was viele Menschen über Kunst denken, aber nicht zu sagen wagen.
    Die Schauplätze sind Moosburg, Erding, Freising."

    Eindruck

    Die Autorin hat hinter Amadeus von Waldenbrucks zweiten Fall, ihrem dritten Kriminalroman, eine interessante Story gelegt. Eine junge Frau, eher vielmehr ein junges Mädchen, Janina, verschwindet nachdem sie Gregor, schon etwas älter, Kunsthändler und Cousin des Protagonisten Amadeus von Waldenbruck, um seine “Reichtümer” erleichtert hat spurlos. Sie wird durch ihren ehemaligen Geliebten im Rahmen einer Ausstellung als toter Akt wieder wiederentdeckt.

    Auf Bitten seines Cousins nimmt sich Amadeus von Waldenbruck, der mittlerweile seinen vorzeitigen Ruhestand mit seiner Geliebten Janina auf der Insel Krk frönt der Sache an und fördert dabei auf der einen Seite verstörende Details zu Tage, kommt auf der anderen Seite aber sehr schnell der Lösung des Geschehenen nah.

    Mein Urteil fällt daher eher zwiegespalten aus: Man merkt sehr schnell, dass die Autorin seit ihrem Studium eng mit dem Kulturbetrieb verbunden ist. Immer wieder erfährt man das ein oder andere Detail aus dieser, den meisten Menschen doch eher unbekannten, Welt”. An der ein oder anderen Stelle arbeitet die Autorin auch kleine Details über die Schauplätze der Handlung ein. Dies und den Einblick in die Kunstwelt fand ich sehr interessant.

    "Die Kirche beherbergt den berühmten Hochaltar von Hans Leinberger, entstanden um 1511."

    Hiervon hätte ich mir eindeutig mehr gewünscht. Alles in allem aber wurden die Charaktere und die Szenen des Buches für meinen Geschmack aber zu oberflächlich beschreiben.

    Den Schreibstil, in kurzen Sätzen und überaus kurzen Kapiteln, die immer in der Gegenwart geschrieben sind, auch wenn es sich um vergangene Ereignisse handelt, fand ich sehr gut. Mal etwas anderes. Jedoch fehlt es der Handlung für mich eindeutig an Spannung und die Lösung war schon weit vor dem Ende sichtbar.  Die die Haupthandlung begleitenden Nebenhandlungen wie die Beziehung von Waldemar und seiner Geliebten Dana oder der Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Waldenbruck waren für mich Nebenplätze ohne wirkliche Bedeutung für die Haupthandlung. Lassen aber viel Spielraum für einen dritten Fall für Amadeus von Waldenbruck.

    Fazit

    Für alle, die eine leichte Sommerlektüre suchen, kann ich das Buch empfehlen. Krimiliebhaber kommen bei Amadeus von Waldenbrucks zweiten Fall leider nicht so auf ihre Kosten. Daher gibt es von mir  heute – ★★★☆☆.

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    dieses-und-jeness avatar
    dieses-und-jenesvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Für alle, die eine leichte Sommerlektüre suchen, kann ich das Buch empfehlen. Krimiliebhaber kommen leider nicht auf ihre Kosten.
    Eine leichte Sommerlektüre

    Klappentext

    " Jahresausstellung der ›Künstlerriege Moosburg e.V.‹. Galerist Gregor Offergeld fällt vor dem perfekt gemalten Akt eines Mädchens in Ohnmacht. Als er aufwacht, sind Maler und Bild verschwunden. Er glaubt, seine einstige Geliebte erkannt zu haben: mit gebrochenen Augen und verrenkten Gliedern. Das Bild einer Toten, aber keiner will ihm glauben.
    Sein Cousin, der Luxus-Pensionär Amadeus von Waldenbruck, kann als ehemaliger Ermittler seine Finger nicht von diesem delikaten Fall lassen. Die Spur führt ihn zu einem Schloss auf dem Land hinter Freising und zu einer bizarren Familie voller Dünkel und ohne Moral. An seiner Seite: Edeltraud Wenger, Ermittlerin bei der Polizeiinspektion Erding. Als noch ein Mord geschieht, sieht es fast so aus, als ob niemand dafür büßen müsste. Doch dann wendet sich das Blatt auf dramatische Weise.
    Der Leser erfährt, wie die Preise für Kunstwerke in die Höhe getrieben werden, wie es hinter den Kulissen so mancher ›Kunstvereine‹ zugeht, und was viele Menschen über Kunst denken, aber nicht zu sagen wagen.
    Die Schauplätze sind Moosburg, Erding, Freising."

    Eindruck

    Die Autorin hat hinter Amadeus von Waldenbrucks zweiten Fall, ihrem dritten Kriminalroman, eine interessante Story gelegt. Eine junge Frau, eher vielmehr ein junges Mädchen, Janina, verschwindet nachdem sie Gregor, schon etwas älter, Kunsthändler und Cousin des Protagonisten Amadeus von Waldenbruck, um seine “Reichtümer” erleichtert hat spurlos. Sie wird durch ihren ehemaligen Geliebten im Rahmen einer Ausstellung als toter Akt wieder wiederentdeckt.

    Auf Bitten seines Cousins nimmt sich Amadeus von Waldenbruck, der mittlerweile seinen vorzeitigen Ruhestand mit seiner Geliebten Janina auf der Insel Krk frönt der Sache an und fördert dabei auf der einen Seite verstörende Details zu Tage, kommt auf der anderen Seite aber sehr schnell der Lösung des Geschehenen nah.

    Mein Urteil fällt daher eher zwiegespalten aus: Man merkt sehr schnell, dass die Autorin seit ihrem Studium eng mit dem Kulturbetrieb verbunden ist. Immer wieder erfährt man das ein oder andere Detail aus dieser, den meisten Menschen doch eher unbekannten, Welt”. An der ein oder anderen Stelle arbeitet die Autorin auch kleine Details über die Schauplätze der Handlung ein. Dies und den Einblick in die Kunstwelt fand ich sehr interessant.

    "Die Kirche beherbergt den berühmten Hochaltar von Hans Leinberger, entstanden um 1511."

    Hiervon hätte ich mir eindeutig mehr gewünscht. Alles in allem aber wurden die Charaktere und die Szenen des Buches für meinen Geschmack aber zu oberflächlich beschreiben.

    Den Schreibstil, in kurzen Sätzen und überaus kurzen Kapiteln, die immer in der Gegenwart geschrieben sind, auch wenn es sich um vergangene Ereignisse handelt, fand ich sehr gut. Mal etwas anderes. Jedoch fehlt es der Handlung für mich eindeutig an Spannung und die Lösung war schon weit vor dem Ende sichtbar.  Die die Haupthandlung begleitenden Nebenhandlungen wie die Beziehung von Waldemar und seiner Geliebten Dana oder der Fortführung des landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Waldenbruck waren für mich Nebenplätze ohne wirkliche Bedeutung für die Haupthandlung. Lassen aber viel Spielraum für einen dritten Fall für Amadeus von Waldenbruck.

    Fazit

    Für alle, die eine leichte Sommerlektüre suchen, kann ich das Buch empfehlen. Krimiliebhaber kommen bei Amadeus von Waldenbrucks zweiten Fall leider nicht so auf ihre Kosten. Daher gibt es von mir  heute – ★★★☆☆.

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    rewarenis avatar
    rewarenivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mich als Krimi nicht wirklich in seinen Bann ziehen können.
    Wo ist Janina?

    Galerist Gregor Offergeld hätte sich den Besuch der Jahresausstellung der Künstlerriege Moosburg auch anders vorgestellt. Auf einem Bild glaubt er seine blutjunge, verschollene Geliebte Janina wieder zu erkennen. Das Bild einer Toten. Nach seiner Ohnmacht muss er erfahren, dass sowohl das Bild , als auch der Maler verschwunden sind. Mit Hilfe seines Cousins Amadeus Freiherr von Waldenbruck, der als ehemaliger Ermittler nun mit seiner Geliebten Dana auf der Insel Krk lebt, versuchen sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Obwohl sich Amadeus nicht in die Ermittlungen einmischen darf, drückt seine ehemalige Kollegin und jetzige Ermittlerin bei der Polizeiinspektion Erding, Edeltraud Wenger, immer wieder ein Auge zu. Gemeinsam führ sie ihr Weg auf Schloss Pitzing, wo die seltsamen Schlossbewohner alles andere als einen unschuldigen Eindruck machen. Als sie hier auf den verschollenen Maler Roderich treffen, ahnt noch niemand, dass es bald zu einem weiteren Mord kommen wird.

     

    Die Autorin B.S. Rutel hat mit dem Kunst- Krimi ,, AB Rhesus negativ´´ den zweiten Roman rund um Amadeus von Waldenbruck geschrieben. Wer den ersten Teil nicht kennt, kann aber problemlos mit dem neuen Roman einsteigen.

    Da die Autorin eng mit dem Kunstbetrieb verbunden ist, ist es ihr leicht gefallen dem Leser tiefere Einblicke in die Kunstszene zu bieten. Dass nicht jedes Geschäft seriös abläuft   beschreibt sie ebenso, wie Künstler, die ihre eigene Art der Inspirationen haben.

    Zu Beginn gibt es ein Glossar mit einer Personenbeschreibung, da sehr viele Protagonisten vorkommen, war es mir trotzdem am Anfang einfach zu viel die Personen zu zu ordnen.

    Die Autorin benutzt einen eher kurzen und einfachen Schreibstil, der sich auf das Wesentliche konzentriert und dabei kaum ausschweift. Im Präsens geschrieben wirkt die Geschichte tagesaktuell und man ist als Leser live dabei.

    Es ist eine spannende und interessante Geschichte, die manchmal mit Nebenhandlungen aufwartet, die eher belanglos sind. Obwohl es viele unterschiedliche Charaktere gibt, habe ich mich leider nicht wirklich in die Gedanken und Handlungen der Personen einfühlen können.

    Wer Einblicke in das Milieu der Künstler bekommen möchte, der wird sicher mit dem Roman seine Freude haben.

      

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor 4 Monaten
    Kunst-Krimi, der sprachlich sehr gut ist

    Dieser Krimi erschien 2018 und beinhaltet 268 Seiten.
    Auf der Jahresausstellung der "Künstlerriege Moosburg e.V." fällt der Galerist Gregor Offergeld in Ohnmacht vor einem perfekt gemalten Akt eines Mädchens. Maler und Bild sind nach seinem Erwachen verschwunden. Gregor glaubt, seine einstige Geliebte erkannt zu haben, mit gebrochenen Augen und verrenkten Gliedern. Aber keiner will ihm glauben, dass es das Bild einer Toten war.
    Als ehemaliger Ermittler kann sein Cousin, der Luxus-Pensionär Amadeus von Waldenbruck seine Finger nicht von diesem delikaten Fall lassen. Dabei führt ihn die Spur zu einem Schloss hinter Freising und zu einer bizarren Familie voller Dünkel und ohne Moral. Edeltraud Wenger, Ermittlerin bei der Polizeiinspektion Erding ist an seiner Seite. Dann geschieht noch ein Mord.
    Die Preise für Kunstwerke werden in die Höhe getrieben, man erfährt, wie es hinter den Kulissen so mancher "Kunstvereine" zugeht und was viele Menschen denken, aber nicht zu sagen wagen.
    Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache der Autorin B. S. Rutel gefällt mir sehr gut. Der Krimi hat mir ganz gut gefallen. Ich habe ihn an einem Nachmittag gelesen, empfehle ihn auch gern weiter. Jedoch fand ich, dass die Klärung des Falles doch dann mit einem Mal zu schnell war. Man erfährt wirklich sehr viel über den Kunsthandel.
    Daher vergebe ich 4 von möglichen Punkten.
    Empfehle ihn aber auf jeden Fall Krimi-Liebhabern weiter.

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    antaris_mk6vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht das was man von einem Krimi erwartet
    Es fehlt etwas

    Man wird das Gefühl nicht los, dass in diesem Buch irgendwas fehlt, sei es die Spannung und oder die für Krimis typischen Merkmale. Aber das was positive war, waren die Beschreibungen der Orte und Personen. An einigen stellen, gerade zum Ende hin, herrscht kaum noch Spannung, die das lesen sehr schwer machen.

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 4 Monaten
    Gemalt in Blut

    Gregor Offergeld entdeckt auf einem Gemälde seine verschwundene Geliebte Janina, offensichtlich wurde sie ermordet, denn so ist sie gemalt worden. Das haut ihn glatt um, doch dann sind das Bild und der Maler verschwunden und eine spannende Suche, nicht nur um ein verschwundenes bzw. ein getötetes Mädchen beginnt. Erst als der Maler ermordet wird, ist die Sache klarer, doch die Gründe ziehen sich tief in die Familiengeschichte der Kraillers auf Schloss Pitzing.

    Amadeus von Waldenbruck ist zufällig vor Ort, eigentlich für Familienangelegenheiten, doch er mischt sich nur zu gern in die Ermittlungen ein. Zu Hause auf Krk mit seiner Dana läuft grad auch alles etwas quer. Ein Russe hat es auf ihr gemeinsames Haus abgesehen, und dann geht sie auch noch fremd.

    Die Autorin kennt sich aus mit der Kunst, das merkt man natürlich. Der Schreibstil und die Art der Geschichte haben mir gut gefallen.

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    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Aufschlussreicher und durch seinen Sprachstil hervorragender Krimi über die Kunstszene; lässt leider in der Spannung am Ende nach
    Blutige Kunst

    Cover und Titel:

    Die Leinwand, von der rote Farbe wie Blut runter tropft vor dem tiefschwarzen Hintergrund konnte ich nur bei genauerem Hinschauen erkennen, während die rot leuchtenden Titelbuchstaben mir direkt ins Auge sprangen und meine Aufmerksamkeit weckten. Erst hielt ich es für ein medizinisches Buch, aber "Kunst-Krimi" passte hierzu nicht. Meine Neugierde wurde hierdurch eindeutig geweckt und im Nachgang passt das Titelbild sehr gut zum Inhalt. Im Laden hätte ich definitiv erst mal zugegriffen.

    Inhalt:

    Der Galerist Gregor Offergeld war einst vermögend. Doch vor gut zwei Jahren hat ihn seine Geliebte Janina ausgenommen und verlassen, ohne Abschied zu nehmen oder Spuren zu hinterlassen. Nun leidet er und braucht dringend Geld. In der Hoffnung, neue Künstler für sein Geschäft zu entdecken, besucht er eine Ausstellung in Moosburg (Bayern). Als er dort ein Bild mit einem offensichtlich toten Mädchen sieht, das seiner Janina ähnlich sieht, fällt er vor Schreck in Ohnmacht. Als er erwacht, ist das Gemälde verschwunden und vom Künstler fehlt zunächst jede Spur. Keiner glaubt ihm, auch sein Cousin und pensionierter Ermittler Amadeus Freiherr von Waldenbruck nicht. Doch dann scheint Gregor verfolgt zu werden und die Spur zum Erschaffer des Gemäldes führt auf ein Schloss, dessen Bewohner äußerst skurril wirken. Amadeus' Neugier ist geweckt und er kann seine Ermittlerleidenschaft nicht mehr zurückhalten.

    Mein Eindruck:

    Hinweis vorweg: Dies ist der 2. Band mit dem Ermittler Amadeus von Waldenbruck, er ist jedoch sehr gut ohne die Vorkenntnisse zu verstehen.

    Dieser Krimi ist kein gewöhnlicher "Whodunnit", er lässt sich schwer in eine Sparte einordnen und das ist gut so. Vor allem der Sprachstil hat mich von Beginn an begeistert. Der Roman ist durchweg im Präsens geschrieben, was beim Lesen das Gefühl vermittelt, live dabei zu sein. Die Sätze sind kurz, prägnant und immer wieder gewürzt mit einer Prise Ironie und Humor. Das zeigt sich alleine in den Landschaftsbeschreibungen:

    "Die Landschaft hat etwas Unentschiedenes. Nicht flach, nicht bergig, nicht schroff, nicht lieblich. Es sind sanfte Wellen, die sich auf beiden Seiten der Bundesstraße dahinschlängeln. Streifen von Gelb, von Beige von Dunkelbraun.Dazwischen wenig Grün und oben drauf schwarzes, waldiges Gekräusel, nichts aufregendes" (S. 11)

    Stellenweise spürt man auch eine Portion Gesellschaftskritik

    ">Die Russen kommen!<, das war einmal eine Drohung. Heute ist es Blödsinn. Sie sind längst da. Auf der Insel Krk wie überall in Europa. Sie sind elegant gelandet mit ihren Luxus-Yachten oder mit privaten Jets. Kein Wunder, dass sie den eigenen Flieger vorziehen bei den miserablen Flugverbindungen. [...]"

    Man erlebt die Handlung aus der Sicht eines kritisch, manchmal auch spöttischen dritten Beobachters, selbst wenn der Ermittler nicht präsent ist in der Szene.

    Gleich zu Beginn erwartet den Leser ein Personenregister, das ich als überflüssig empfand. Alle wichtigen Personen werden nach und nach eingeführt und ihre Beziehungen werden so gut dargestellt, das man sich schnell zurechtfindet. Zu Beginn geht es eher beschaulich zu, dennoch wird es nie langweilig, da man viel über die Hintergründe der Kunstszene erfährt und mit welchen Tricks die Preise von Kunstwerken gestaltet werden. Im mittleren Teil nimmt durch einen Mord die Spannung zu und man entwickelt eine erste Theorie den Mörder und seine Motivation betreffend. Leider nahm im letzten Teil die Spannung etwas ab und die erwartete überraschende Wendung trat nicht ein. Generell ist der Fall selber oft im Hintergrund geblieben zugunsten der etwas ausführlicher beschriebenen privaten Probleme der einzelnen Personen und den Hintergründen der Kunstszene. Im Vergleich zum gemächlichen und teils ausführlichen Aufbau der Handlung hatte ich den Eindruck, dass zum Schluss alles möglichst schnell und kurz abgeschlossen werden sollte, sowohl das Privatleben des Ermittlers als auch den Fall betreffend. Das fand ich schade. Dennoch fühlte ich mich durchweg gut unterhalten, was vor allem dem Sprachstil und der Fallkonstellation geschuldet ist. Zudem habe ich einiges über die Kunstszene gelernt, so dass ich den Krimi gerne weiterempfehle.

    Fazit:

    Aufschlussreicher und durch seinen Sprachstil hervorragender Krimi über die Kunstszene; lässt leider in der Spannung am Ende nach

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Krimi aus der Welt der Kunst und des Adels. Unterhaltsam geschrieben, ohne "blutrünstigen" Täter.
    Eine blutige Angelegenheit

    Gregor Offergelds junge Geliebte Janina, die ihn schamlos betrogen und ausgenutzt hat, ist spurlos verschwunden. Eigentlich sollte er zur Polizei gehen aber da die Kleine zur Zeit des Verhältnisses erst vierzehn war, und er wesentlich älter, lässt er dies lieber bleiben.

    Offergeld ist Galerist und immer unterwegs, um auf Ausstellungen und Kunstevents neue, vielversprechende Talente zu finden. Bei der Jahresausstellung der Künstlerriege Moosburg e.V. geschieht es dann: vor dem perfekt gemalten Akt eines Mädchens fällt er in Ohnmacht. Als er wieder präsent ist sind Bild und Maler verschwunden.

    Er ist fest davon überzeugt, dass es sich bei dem Mädchen um seine verschollene Geliebte handelt, TOT. 

    Da er aus genannten Gründen nicht zur Polizei gehen kann, bittet er seinen, derzeit auf der Insel Krk lebenden Cousin, den Pensionär und ehemaligen Ermittler der Münchner Polizei, Freiherr Amadeus von Waldenbruck, zu Hilfe, der über beste Verbindungen in die höchsten Kreise verfügt.

    Da dieser gerade Stress mit seiner Freundin hat, folgt er dem Ansinnen gerne, denn der Fall erscheint ihm äußerst mysteriös und interessant.

    Der Roman liest sich durch die kurzen knappen Sätze und die Tatsache, dass er im Präsens geschrieben ist, leicht und angenehm.Zusammen mit Edeltraud Wenger, einer eleganten und intelligenten Ermittlerin aus der Polizeiinspektion Erding.begibt sich Amadeus auf Spurensuche und landet auf Schloss Pitzing, einem Schloss auf dem Land hinter Freising, und einer äußerst skurrilen Familie.

    Sehr informativ fand ich die Passagen rund um den Kunst- und Galeriebetrieb, wo es nicht immer koscher zu geht. Der Leser erfährt hier sehr viel über die Gepflogenheiten und auch die in der sogenannten „feinen Gesellschaft“.

    Auch wenn die Spannung dadurch, dass der Täter relativ früh bekannt ist, etwas abflacht, ist der Krimi durch das Setting und die Idee die dahinter steckt, sehr unterhaltsam und auch spannend, und der Liebhaber nicht ganz so blutrünstigen Krimis kommt hier voll auf seine Kosten.

    Aus diesem Grund gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung und vier Sterne.





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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Krimi in der Welt der Kunst - fand ich interessant!
    Mit Blut gemalt

    „...Im Zweifelsfalle zählte ein guter Name gar nichts. Da waren Scheine gefragt oder schwarze Zahlen auf dem Kontoauszug...“

    Gregor ist Galerist und steht kurz vor der Pleite. Auf einer Vernissage hofft er, günstig Gemälde erwerben zu können. Plötzlich erkennt er auf einem der Bilder Janina, seine einstige Geliebte. Sein geschultes Auge sagt ihm, dass das Mädchen tot war, als er gemalt wurde. Gregor bricht zusammen.

    Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich flott lesen.

    Gregor kann mit seinem Wissen nicht zur Polizei gehen, denn Janina war erst 14 Jahre alt, als Gregor mit ihr Bett und Haus teilte. Er hatte sie im „Club Number One“ kennengelernt und anfangs deutlich älter geschätzt.

    Als in der Nacht ein Fremder in Gregors Krankenzimmer kommt, hat er Angst um sein Leben. Er wendet sich an seinen Cousin Freiherr Amadeus von Waldenbruck Der war Polizeibeamter, ist in Frühpension gegangen und lebt mit seiner Geliebten Dana in Kroatien auf der Insel Krk. Anfangs ist Amadeus skeptisch, zumal das Bild verschwunden ist und kein Besucher der Vernissage sich mehr dran erinnern kann. Doch als er den Maler und die Bewohner auf Schloss Pitzing kennenlernt, reizt ihn die Aufgabe.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er ist der jeweiligen Situation angepasst. Eher sachlich werde ich als Leser über die Feinheiten auf den Kunstmarkt informiert. Wie man bei einer Versteigerung den Preis hochtreibt, welche Methoden es gibt, aufstrebenden Künstlern für kleines Geld ihre Kunstwerke abzukaufen und diese durch geschickte Präsentation und gekonnte Werbung für einen teuren Preis weiterverkauft, sind nur zwei Themen, die ausführlich in den Handlungsverlauf integriert werden.

    Ab und an wird das Geschehen nach Kroatien verlagert, wo Dana plötzlich auf sich allein gestellt ist. Amadeus dagegen ist froh, die Annehmlichkeiten seiner bayrischen Heimat genießen zu können. In Kroatien ist er innerlich nie wirklich angekommen.

    Seine Ermittlungen kommen nicht recht voran. Die Bewohner von Schloss Pitzing blocken erfolgreich ab. Die Beziehungen untereinander wirken sehr undurchsichtig. Dafür fällt vor allem die Tochter durch ihre Überheblichkeit, ja Unverschämtheit, gegenüber der polnischen Hausdame auf. Sie hat selbst noch nichts geleistet, erlaubt sich aber, andere zu kritisieren.

    Ab und an lässt die Autorin durchblicken, wie sich das Verhalten von Menschen ändert, wenn Amadeus seine Visitenkarte mit dem Adelstitel vorzeigt.

    Ausführlich beschrieben werden Land und Leute.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn mit einem Krimi nicht nur Spannung erzeugt, sondern auch Wissen vermittelt wird.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    B.S.Rutels avatar
    BUCHBESCHREIBUNG
    Ein minderjähriges Mädchen verschwindet spurlos. Niemand vermisst sie. Nur ihr Geliebter, der vierzig Jahre ältere Galerist Gregor Offergeld, kann sie nicht vergessen, obwohl sie ihn ruiniert hat.
    Zwei Jahre später: Jahresausstellung der "Künstlerriege Moosburg". Ein Mann fällt vor dem Akt eines Mädchens in Ohnmacht. Als er aufwacht sind Maler und Bild verschwunden.  Gregor Offergeld glaubt, seine einstige Geliebte erkannt zu haben: mit gebrochenen Augen und verrenkten Gliedern. Das Bild einer Toten, aber keiner will ihm glauben. 
    Luxus-Pensionär Amadeus von Waldenbruck, der inzwischen auf Krk lebt, kann als ehemaliger Ermittler seine Finger nicht von diesem delikaten Fall lassen. Die Spur führt ihn zu einem Schloss auf dem Land hinter Freising und zu einer bizarren Familie, voller Dünkel und ohne Moral. An seiner Seite eine ebenso intelligente wie elegante Ermittlerin der Polizeiinspektion Erding.
    Als noch ein Mord geschieht, sieht es fast so aus, als ob niemand dafür büßen müsste. Doch dann wendet sich das Blatt auf dramatische Weise. 

    Hast du Spaß an einem Kriminalroman, der eine fast schon alptraumhafte Geschichte erzählt, ohne einen "blutrünstigen" Killer zu bemühen?
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