Babett Jacobs Shalom! Großmutter

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Inhaltsangabe zu „Shalom! Großmutter“ von Babett Jacobs

Eine Geschichte gegen das Vergessen, die den positiven Grundton nicht verliert

— Antek
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    Shalom! Großmutter

    Antek

    29. August 2014 um 18:15

    Der zehnjährige Uri lebt in Jerusalem und seine Mutter erhält eines Tages einen geheimnisvollen Brief. Er fiebert schon den ganzen Schultag lang darauf hin, endlich zu erfahren, wer denn geschrieben hat. Seine Mutter spannt ihn ordentlich auf die Folter, aber dann kommt die Überraschung. Seine Großeltern haben ihnen Flugtickets geschickt und schon bald darf Uri sie gemeinsam mit seiner Mama in Deutschland besuchen. Er bekommt sogar 10 Tage extra Schulfrei dafür. Überglücklich berichtet er seinem besten Freund Lev von der tollen Überraschung. Der freut sich allerdings nicht mit ihm, sondern kündigt ihm die Freundschaft und beschimpft ihn als Verräter. Uri weiß gar nicht wie ihm geschieht und ist totunglücklich. Wenige Tage später bekommt er sogar von Levs neuen Schulfreunden eine blutige Nase geschlagen. Das wollte Lev aber nicht und lädt ihn zu sich ein. Dort erzählt ihm Levs Großvater seine Lebensgeschichte, die Uri ein wenig verstehen lässt, warum Lev so auf die Deutschlandreise reagiert hat. Trotz allem wird die Reise zu den Großeltern ein Erlebnis und führt sogar noch zu einer Überraschung mit der niemand gerechnet hätte. Der kleine Uri ist mir sofort ans Herz gewachsen. Man konnte seine Aufregung und seine Freude über die Reise förmlich spüren. Ebenso musste man aber auch wegen Levs Reaktion mit dem kleinen Jungen leiden oder konnte die Hemmungen miterleben, die er vor den fremden Großeltern hat, die zudem nicht einmal seine Sprache sprechen. Die Geschichte des Großvaters handelt von der Reichskristallnacht im November 1938, die er bei einem Deutschlandurlaub miterlebt hat und auch von der vergeblichen Suche nach seinen Verwandten bei einer weiteren Reise im Jahr 1941. Es werden dabei Themen wie der Judenstern, die Diskriminierung, Arbeitslager und Ghettos angesprochen, jedoch nicht zu sehr vertieft. Ich denke das Buch bietet einen tollen Gesprächsanlass diese Themen näher zu betrachten ohne Angst zu machen. Eben ein Aufruf gegen das Vergessen. In den Roman fließen auch die Lebensbedingungen in Jerusalem mit ein. Da Levs Eltern Ärzte sind, muss der Vater oft Zusatzschichten absolvieren, wenn es wieder ein Attentat gab. Auch Schulmiliz, verschärfte Sicherheitskontrollen oder fehlende Sicherheit bei  öffentlichen Verkehrsmitteln werden angesprochen. Klar, dass auch die Großeltern in Deutschland Sorge um ihre Angehörige im Krisengebiet haben. Gut hat mir auch das gute Ende gefallen, Uri bekommt eine kleine deutsche Freundin, eine Überlebende des Holocaust kann ausfindig gemacht werden  und auch die Großeltern werden jetzt regelmäßig besucht. Ein sehr positiver Grundton, trotz der grausamen Geschichte bleibt erhalten, was ich für ein Kinderbuch wichtig finde.

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