Bachmann-Geiser Brigitte und Eugen. Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana

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Inhaltsangabe zu „Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana“ von Bachmann-Geiser Brigitte und Eugen.

Ein grossartiges Buch über eine sehr bescheidene und zurückhaltende Glaubensgemeinschaft!

— peedee
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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Ein grossartiges Werk

    Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana

    peedee

    27. March 2017 um 22:06

    Die Amish oder Old Order Amish sind Christen, die die Kindertaufe zugunsten einer Glaubenstaufe des erwachsenen Menschen ablehnen. Sie verweigern den bewaffneten Kriegsdienst und das Leisten eines Eids. Sie lassen sich nicht fotografieren, lehnen alles ab, was sie von der weltlichen Welt abhängig macht und befolgen viele strenge Regeln. Dieses fundierte Werk bietet einen umfassenden Einblick in die Lebensweisen der Amischen in Berne, Indiana.Erster Eindruck: Das Cover ist gestalterisch nicht so mein Fall (unter anderem viel zu viel Text), aber schliesslich ist das Buch auch schon von 1988 – und seit dieser Zeit haben sich Gestaltungsideen zigfach geändert. Im Buch selbst hat es sehr viele Bleistiftzeichnungen oder Aquarelle, die sowohl Amische (die sich nicht fotografieren lassen dürfen), aber auch Werkzeuge oder Gebäude zeigen. Des Weiteren gibt es Auszüge aus alten Zeitungen, Notenblätter, Rezepte – wirklich sehr schön.„Amisches Leben heisst verzichten auf alles, was nicht notwendig ist, heisst das Individuum verneinen, das Leben in der Familie, in der Gruppe, in der Kirchgemeinde bejahen zugunsten des allgemeinen Wohls.“Ich interessiere mich seit Jahren sehr für die Amischen, habe daher auch schon einiges über diese Glaubensgemeinschaft, die ja aus der Schweiz bzw. aus dem Kanton Bern kommt (wie ich auch). Mich fasziniert, wie sie in der heutigen Zeit noch an ihren jahrhundertealten Lebensformen und Traditionen festhalten, zumindest die, die zu den Old Order Amish gehören. Andere haben ihre Regeln sehr gelockert. Für mich völlig unvorstellbar, sich selbst so zurückzunehmen, bewusst auf Annehmlichkeiten verzichten – sie leben nicht in einem Freilichtmuseum und „spielen“ Amisch, nein, sie leben so, wie es ihrer tiefsten Überzeugung entspricht Das Buch ist sehr fundiert geschrieben, enthält unwahrscheinlich viele Quellenangaben und auch Übersetzungen. Obwohl das Buch nur 252 Seiten hat, ist es aufgrund der Fülle an Text (die Rubriken „Anmerkungen“ und „Literatur“ sind sehr klein und dicht beschrieben) sehr umfassend. Es deckt folgende Bereiche ab:- „Amisch kommt von Amman“- „Von Bern, Schweiz nach Berne, Indiana“- „Methoden und Forschungsziel“- „Kleidung und Haartracht“- „Kirchenleben“- „Berufsleben“- „Essen und Trinken“- „Spiel und Unterhaltung“- „Liebeswerbung und Hochzeit“- „Bauen und Wohnen“- „Kindheit und Schulzeit“- „Kalenderfeste“- „Alter, Krankheit, Tod“- „Amische – Englische“Zu jedem dieser Themen würde ich am liebsten ganz viele meiner Eindrücke festhalten, aber das würde den Rahmen der Rezension sprengen. Hier deshalb nur ein paar Beispiele:- Männer tragen niemals Schnurrbart, denn er erinnert, ebenso wie glänzende Knöpfe, ans Militär.- Mädchen und Frauen tragen immer eine Gebetshaube und verstecken darunter ihr langes Haar (das sie nie schneiden lassen).- Old Order Amish dürfen sich nicht versichern lassen (zu weltlich) und somit wird ein Spitalaufenthalt, wenn nicht unabdingbar, sehr kostspielig. Die ganze Gemeinde hilft, die Kosten zu tragen.- Kinder gehen nur acht Jahre zur Schule, eine höhere Ausbildung gibt es nicht. Auch die Lehrer (1. – 4. Klasse: unverheiratete amische Frau; 5. – 8. Klasse: männlicher Kollege) haben keine weiterführende Ausbildung.- Die Sprache ist Amisch bzw. Pennsylvania-Dutch (was aber nichts mit „Dutch“ = Holländisch zu tun hat, sondern „Dütsch“ = Deutsch meint); ein Gemisch zwischen altem Berndeutsch und Englisch.- Da sich ein Old Order Amish nicht fotografieren lassen darf, kann er nie in die Schweiz, zu den Ursprüngen, reisen (das Ausstellen eines Reisepasses ist nicht möglich). Die Amischen, die in der Schweiz herumreisen, gehören zu den weniger strengen Gruppierungen.- Ein Amischer darf kein Auto fahren; er engagiert einen „Englischen“ (Nicht-Amischen), der das Auto lenkt, in dem der Amische sitzt.Ein grossartiges Buch über eine sehr bescheidene und zurückhaltende Glaubensgemeinschaft!

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