Badisches Landesmuseum Karlsruhe

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Jugendstil am Oberrhein

Jugendstil am Oberrhein

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Erschienen am 16.04.2009
Zeit der Helden

Zeit der Helden

 (2)
Erschienen am 27.10.2008
Baden! 900 Jahre

Baden! 900 Jahre

 (1)
Erschienen am 22.06.2012
Hannibal ad portas

Hannibal ad portas

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Erschienen am 01.09.2004
Das Konigreich Der Vandalen

Das Konigreich Der Vandalen

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Erschienen am 23.10.2009
Mittelalter

Mittelalter

 (0)
Erschienen am 05.05.2009

Neue Rezensionen zu Badisches Landesmuseum Karlsruhe

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Rezension zu "Zeit der Helden" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Rezension zu "Zeit der Helden" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe
wolfschwerdtvor 9 Jahren

Mit dem gleichnamigen Begleitband zur Ausstellung „Zeit der Helden“ stellt das Badische Landesmuseum Karlsruhe einmal mehr eine historische Epoche vor, die in der Öffentlichkeit bislang kaum beachtet worden ist: die sogenannten dunklen Jahrhunderte Griechenlands von 1200 bis 700 vor unserer Zeitrechnung.
Dass die Zeit zwischen dem plötzlichen Zusammenbruch der mykenischen Kultur um 1200 und dem Entstehen der ältesten Literatur Europas um etwa 800 vor unserer Zeit alles andere als kulturlos und finster war, vermittelt auch das prächtig aufgemachte Begleitbuch zur Ausstellung „Zeit der Helden“ mit dem gleichnamigen Titel.
Auf 400 Seiten präsentieren die Autoren ein Werk, das sich schon allein deshalb zu lesen lohnt, weil es wohl die erste umfassende und zusammenhängende Darstellung des aktuellen Standes der archäologischen und historischen Forschungen über das sogenannte dunkle Zeitalter Griechenlands sein dürfte.
Die Zeit der Helden ist die Zeit, die sich in der homerischen Dichtung der Ilias und der Odyssee wiederspiegelt, eine auf etwa das 8.Jahrhundert vor unserer Zeit datierte schriftliche Fixierung von über Jahrhunderte tradierten mündlichen Überlieferungen. Als dunkel galt diese Zeit bislang vor allem, weil sie schriftlos war. Die Verwaltungsschrift der mykenischen Machtzentren, die Linear B- Schrift, war mit diesen um 1200 untergegangen und das griechische Alphabet tauchte erst Ende des 8. Jahrhunderts auf.
Mit dem Zeitalter der mykenischen Palastkultur und dem Untergang der Paläste, dessen mögliche Ursachen ausführlich diskutiert werden, beginnt das Buch „Die Zeit der Helden“. Es sind aber nicht die Herrscher der strahlenden mykenischen Burgen, die als Helden die Hauptrolle in dem Buch spielen, sondern die Kleinkönige, die sogenannten basileis des dunklen Zeitalters. Diese, so die plausible aber in der Wissenschaft durchaus kontrovers diskutierte Schlussfolgerung der Autoren, sind es vor allem, die in der Ilias und Odyssee als Kriegerfürsten dargestellt werden.
Natürlich setzen sich die Autoren in einem separaten Kapitel sehr intensiv mit den verschiedenen Aspekten der homerischen Dichtung auseinander, die immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen als schriftliches Zeugnis der dunklen Jahrhunderte herangezogen wird. Und auch über den Begriff des Helden finden in dem Buch hochinteressante kulturgeschichtliche Betrachtungen bis in unsere heutige Zeit statt. Trotzdem ist der Kern der Ausführungen das dunkle Zeitalter der Griechen, dessen archäologische Zeugnisse den Leser immer wieder überraschen.
Das dunkle Zeitalter war zunächst einmal eine Zeit der gesellschaftlichen Um- und Neustrukturierung, an deren Ende die griechische Polis, der Stadtstaat, der Inbegriff der klassischen Antike, die uns noch heute so beeindruckt, steht. In das dunkle Zeitalter mit seinen Helden fällt aber auch der Beginn der griechischen Eisenzeit.
Und nicht zuletzt bleib auch der „internationale“ Austausch entgegen früherer Annahmen weitgehend erhalten.
Eine wesentliche Rolle dabei spielten die Inseln Kreta und vor allem Zypern, auf denen sogar gewisse Elemente der mykenischen Kultur ihre fast ungebrochene Fortsetzung fanden. In ihrer damaligen Welt waren die Griechen mit dem Untergang der mykenischen Palastherrschaft durchaus nicht in die Dunkelheit abgetaucht. Da gab es enge Beziehungen in der ganzen Ägäischen Welt, angefangen vom griechischen Festland über die Kupferinsel Zypern bis hin zu den Phöniziern. Und sowohl neue archäologische Entdeckungen als auch die Neuinterpretationen längst bekannter Artefakte lassen ein immer klareres Bild des nur scheinbar dunklen Zeitalters entstehen.
Mehr als 1,7 Kilogramm geballten, spannend und informativ aufgearbeiteten Wissens um die Zeit der Helden des dunklen Zeitalters in Griechenland liegen mit dem Ausstellungsband auf dem Tisch des Lesers. Und wie es sich für einen Ausstellungskatalog gehört, sind natürlich unter den etwa 650 Illustrationen auch die Fotos der rund 350 hochrangigen Exponate zu finden. Glücklicherweise nicht im Anhang, sondern den einzelnen inhaltlichen Schwerpunkten sinnvoll zugeordnet.
Im Falle dieses Buches fällt dem Rezensenten eine Bewertung nicht schwer. Wer sich für das Thema interessiert, muss die Zeit der Helden unbedingt haben. Denn es ist nicht nur gut und informativ gemacht, es ist schlichtweg auch das einzige umfassende populärwissenschaftliche Buch zu diesem Thema, das derzeit auf dem Markt zu finden ist.

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wolfschwerdts avatar

Rezension zu "Vor 12000 Jahren in Anatolien. Die ältesten Monumente der Menschheit" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Rezension zu "Vor 12000 Jahren in Anatolien. Die ältesten Monumente der Menschheit" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe
wolfschwerdtvor 9 Jahren

Viele der im Begleitbuch zur Ausstellung „Vor 12000 Jahren in Anatolien – Die ältesten Monumente der Menschheit“ dargestellten Ausgrabungsorte sind in der Fachwelt naturgemäß nicht mehr ganz neu, immerhin wird in der Region, die inzwischen als Wiege der vorderasiatisch- europäischen Kultur erkannt worden ist, bereits seit rund 50 Jahren gegraben. Dem Leser allerdings eröffnet sich allein aufgrund der Zahl der bis heute neu entdeckten uralten Siedlungen im sogenannten fruchtbaren Halbmond Vorderasiens im Allgemeinen und im sogenannten Goldenen Dreieck dieser Region im Besonderen eine ganz neue historische Welt.
Im Vergleich zu den neolithischen Großsiedlungen Anatoliens wie beispielsweise das gut 8000 Jahre alte Catal Höyük, sind die sogenannten ersten Zivilisationen Mesopotamiens mit rund 6000 Jahren recht jung. Selbst auf Ägyptens Pyramiden können die bis zu 12000 Jahre alten anatolischen Monumentalbauten nach dem Muster der gewaltigen Tempelanlagen von Göbekli Tepe historisch gesehen noch gelassen herabschauen. Aber nicht das Alter der ältesten Monumente der Menschheit an sich ist das Aufregende an der Geschichte, die auch die Fachleute bis heute erst ansatzweise verstanden haben. Es sind vielmehr die neuen Erkenntnisse, die sich immer mehr zu einer völligen Neubewertung des Prozesses der Sesshaftwerdung des Menschen und der Ausbreitung und des Charakters der neolithischen Revolution verdichten.
Mit dem Buch „die ältesten Monumente der Menschheit“ erhält der Leser eine umfassende Übersicht über 50 Jahre Grabungen und Entdeckungen in Anatolien, über die Interpretation der Funde, deren Diskussionen in der Fachwelt und nicht zuletzt über die Konsequenzen für die traditionellen kulturgeschichtlichen Sichtweisen.
Galten für das Neolithikum noch vor wenigen Jahrzehnten recht klar umrissene Kriterien, wie Sesshaftigkeit, Ackerbau und Viehzucht und daraus resultierend Keramik und Kultstätten, so zeichnen die Autoren des Buches vor „12.000 Jahren in Anatolien“ ein ganz anderes Bild.
Da findet man plötzlich das akeramische Neolithikum, das Pre-Pottery-Neolithic, also das vorkeramische Neolithikum A und B, was bedeutet, dass es sesshafte jungsteinzeitliche Gesellschaften gab, die eben kein oder noch kein keramisches Handwerk entwickelt hatten. Da stellt sich heraus, dass die gewaltige Kultanlage Göbekli Tepe, die noch immer nicht vollständig ausgegraben ist und deren Artefakte noch ganz am Anfang ihrer Interpretation und ihres Verständnisses stehen, von einer neolithischen Jäger- und Sammlerkultur errichtet worden war. Und man erfährt in dem Ausstellungsband „die Ältesten Monumente der Menschheit“, dass bereits vor rund 12.000 Jahren zwar noch keine Schrift, aber bereits eine Art Bildersprache entwickelt worden war.
Die erste sensationelle Entdeckung, das seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts ergrabene rund 8000 Jahre alte Catal Höyük und die seit den achtziger Jahren ergrabene einzigartige Tempelanlage Göbekli Tepe bilden die inhaltlichen Eckpfeiler des Ausstellungsbandes, dessen inhaltlicher Umfang an dieser Stelle nicht einmal annähernd beschrieben werden kann. Immerhin stellt „die ältesten Monumente der Menschheit“ eine für Laien und Fachleute gleichermaßen einzigartige Zusammenfassung wohl so ziemlich aller bislang vorhandener Erkenntnisse zur Neolithischen Revolution und deren Ausbreitung von Anatolien über den Mittelmeerraum, den Balkan bis nach Westeuropa dar.
Faszinierend auch, wie sich nun durch die fundbezogene Neubewertung des Prozesses der neolithischen Revolution anstelle der bislang registrierten scheinbaren kulturellen Einheitlichkeit der neolithischen Gesellschaften eine erstaunliche regionale Differenzierung erkennen lässt.
Das Buch “vor 12.000 Jahren in Anatolien” lässt kaum einen Aspekt zum Thema aus. So geht es nicht nur um die Darstellung der Funde, Fundorte, zeitlichen und kulturellen Zusammenhänge, um Wandmalereien und Totenkult sondern auch um den Naturraum in Anatolien und dem Zusammenspiel von Klima, Umwelt und Ressourcen, um Kleinkunst und Großplastik, um Obsidian und frühe Kupferverarbeitung, Korbfechterei und natürlich Keramikproduktion.
400 Seiten darf sich der interessierte Leser von „vor 12.000 Jahren in Anatolien“ einverleiben, nur nicht zu schnell. Die Texte sind nicht immer ganz einfach zu lesen, gelegentlich ähneln sie eher einer archäologischen Dokumentation denn einer populärwissenschaftlichen Publikation. Und natürlich ist auch für den in diesem Bereich vorgebildeten Laien wirklich vieles neu, muss man doch ab und zu sein altes Wissen über den Haufen werfen. Das dürfte aber auch dem einen oder anderen Wissenschaftler so ergehen. Dafür aber ist das Buch mit hervorragenden und anschaulichen Fotos und vor allem mit Tabellen, Grafiken und Landkarten ausgestattet, die die Orientierung ein wenig erleichtern.
Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass das jeweils aktuelle Kapitel immer wieder von Seiten, die einen der vielen Ausgrabungsorte der gerade behandelten Region vorstellen, unterbrochen wird, dann beginnt man zu begreifen, warum die Ausstellungs- und Buchmacher so stolz von einem exklusiven und einzigartigen Werk sprechen.

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lizzabells avatar

Rezension zu "Jugendstil am Oberrhein" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Rezension zu "Jugendstil am Oberrhein" von Badisches Landesmuseum Karlsruhe
lizzabellvor 9 Jahren

In Anbetracht dessen, dass ich daran mitgearbeitet habe bin ich wohl etwas voreingenommen aber es ist ein sehr schöner Katalog geworden. Wenn man etwas über die Jugendstilzentren am Oberrhein (z.B. Karlsruhe, Basel oder Straßburg) sowie die Künstler erfahren möchte ist es ein guter Einstieg.

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