Bali Rai

 3.1 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von (Un)arranged Marriage, Bloß (k)eine Heirat und weiteren Büchern.

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Bali RaiRani & Sukh
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Rani & Sukh
Rani & Sukh
 (5)
Erschienen am 07.10.2011
Bali Rai(Un)arranged marriage. Lektüre. Englische Jugendliteratur
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(Un)arranged marriage. Lektüre. Englische Jugendliteratur
Bali RaiVerpfiffen
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Verpfiffen
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 (0)
Erschienen am 15.01.2007
Bali RaiDie Crew
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Die Crew
Die Crew
 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Bali RaiBloß (k)eine Heirat
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Bloß (k)eine Heirat
Bali Rai(Un)arranged Marriage
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(Un)arranged Marriage
(Un)arranged Marriage
 (9)
Erschienen am 01.05.2001
Bali RaiRani and Sukh
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Rani and Sukh
Rani and Sukh
 (1)
Erschienen am 06.05.2004
Bali RaiThe Guru and the King
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The Guru and the King
The Guru and the King
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Erschienen am 03.01.2013

Neue Rezensionen zu Bali Rai

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LaKaros avatar

Rezension zu "(Un)arranged Marriage" von Bali Rai

Nicht das, was ich mir erwartet hatte
LaKarovor 2 Jahren

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann mich daher nicht zur deutschen Ausgabe äußern. Diese Rezension bezieht sich allein auf die englische Version.

Zum Buch:
Manjit stammt aus einer Familie indischer Immigranten und lebt mit seinen Eltern und zwei Brüdern in Leicester, England.
Sein Vater (und auch seine Mutter, die aber nicht viel Sendezeit bekommt) hält an seinen Sikh-Traditionen fest (ohne laut Manjit ein richtiger Sikh zu sein), und arrangiert entsprechend die Ehen seiner Söhne Ranjit und Bilhar (Harry). Manjit, bzw. Manny, ist als Nächster dran. Dieser möchte aber auf keinen Fall eine Frau heiraten, die er nicht kennt, nur weil ihm das so vorgeschrieben wird.

Das Thema ist sehr interessant. Normalerweise hört man ja eher von Frauen, die in Ehen gezwungen werden, und hier weigert sich ein Junge dagegen, was eine neue Perspektive zu dem Thema bietet. Gerade deshalb fühle ich mich fast schon ein bisschen schlecht, das Buch nicht gut bewerten zu können, aber es hatte einfach einige Fehler, über die ich nicht hinwegsehen kann.

Der Schreibstil an sich ist ok. Besonders Jugendliche (ich bin selber 19) solln sich mit Mannys Geschichte identifizieren oder zumindest hineinversetzen, daher wird alles von Manny aus der Ich-Perspektive und im britischen Slang erzählt (aber jetzt nicht megakrasser "oi mate"-Slang, sondern verständlicher hin-und-wieder-Slang).

Mein Problem mit dem Buch: Ich finde, Schwerpunkte werden falsch gesetzt. Oft.

1. Auf der Rückseite steht: "a [...] look at one young man's fight to free himself from family expectations and to be himself, free to dance on his own tune."
Das ist maßlos übertrieben. Bewegt sich meiner Meinung nach schon am Rande von false advertising. 
Zwar stellt Manny von Anfang an klar, dass es hier darum geht, dass sein Vater ihn irgendwann mal verheiraten will und er das nicht möchte, aber für den größeren Teil des Buches gerät das irgendwie... in den Hintergrund. Manny macht andere Sachen. Über JAHRE hinweg. Das war ehrlich gesagt ziemlich langweilig, weshalb ich eine Woche gebraucht habe, die kaum 300 Seiten zu lesen, obwohl ich in der Zeit sonst nichts zu tun hatte. Die meiste Zeit habe ich für die ersten ca. 100 Seiten gebraucht. Erst danach fliegt er für eine Weile nach Indien, wo es dann kurz interessant wird, bis es dann eben nicht mehr interessant ist und man sich denkt "Mann, wann ist er denn jetzt endlich wieder in England, damit die Geschichte weitergeht?" 
Ich musste das Buch immer wieder weglegen, weil es einfach zu langweilig war zu lesen, wie sich Manny mit seinem besten Freund unterhält oder beschreit, wie fett seine Brüder doch sind.

Wo wir gerade bei seinem besten Freund sind...
2. Die Freundin seines besten Freundes wird im Alter von 16/17 Jahren schwanger. Ady, besagter Freund, wird Vater. Hallo! Manny scheint das kaum zu kratzen. Warum als Autor überhaupt so etwas erzählen, wenn es dann doch keine wirkliche Rolle spielt? 

3. Ständig werden Riesensprünge gemacht. Die Kapitel sind nicht lang, die meisten so ca. fünf Seiten, und mit Monaten betitelt. Da heißt dann ein Kapitel June und das nächste November. Wäre kein Problem, wenn in der Zwischenzeit halt nichts passiert, dann spulen wir eben vor. Aer was da für Dinge ausgelassen werden... Ein Bruder heiratet, ein anderer bekommt ein Kind, und vom Neffen wird dann auch kaum erzählt, obwohl er im selben kleinen Haus wohnt. Und siehe 2. - es hat mich einfach mega gestört, dass Ady nur der Sidekick war, der hin und wieder lustige Dialekte nachahmt, aber sein Vaterwerden ist einfach nur "deine Freundin ist schwanger geworden? Also ich benutze ja immer Kondome." Sei stolz, Manny. Du Idiot.

Allgemein verhält sich Manny nicht wirklich seinem Alter entsprechend. Ganz am Anfang ist er 13, aber zum Zeitpunkt seiner Hochzeit ist er bereits 17. Davor ist er ewig lang 16 und handelt viel, aber er handelt nicht wie ein Sechszehnjähriger.

4. Wie bereits erwähnt werden große Sprünge gemacht. Okay, aber dann wird das Event "Flucht aus Indien" über so viele Seiten hinweg erzählt, und erzählt, und erzählt... und wiederholt, und wiederholt, und wiederholt... ein Drittel der Seiten hätte dafür gereicht, danke.

Für mich noch ein Problem in Mannys Handlungsweise: er wartet zu lange. Er will die Hochzeit nicht (verständlich) und schmiedet einen Plan, um ihr zu entkommen, aber anstatt sich direkt von seiner Familie zu trennen, wie er es ja im Endeffekt eh vorhat, nein, er wartet bis zum TAG DER HOCHZEIT (bzw. bis zum letzten Tag der dreitägigen Hochzeit, an dem die Eheschließung stattfindet!) und rennt WÄHREND des Ereignisses davon. Was ein Holzkopf.
Wo die Familie des unschuldigen Mädchens da ist, das Mädchen, das geheiratet werden soll und ihm absolut nichts getan hat, so viel Geld für die Feierlichkeiten und Locations ausgegeben wurde (indische Hochzeiten sind sehr pompös) - und er macht die Fliege. Und ist stolz drauf.
Ich bin ja total dafür, dass er von der Familie loskommt, aber doch nicht so. Er hätte sich auch schon weitaus früher abnabeln können, ohne diesen kindischen Rachefeldzug. Das was er schon vorher hätte tun können - zu seinem Freund oder einem befreundeten Ehepaar ziehen - hat er ja danach auch getan.
Auch wenn seine Familie ihn nicht immer gut behandelt hat, da taten sie mir dann doch leid. Und ganz besonders die Braut, die ihn ja noch nicht einmal gekannt hatte und ihm auch nichts getan hatte, die dann vor allen Anwesenden quasi vor dem Altar stehen gelassen wurde. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was das für eine Schande sein muss.
Zwei Jahre später betont Manny, dass er kein schlechtes Gewissen hat, auch wenn er zugibt, sich respektlos dem Mädchen und seiner Familie (die Familie des Mädchens) verhalten zu haben. Er hatte ja seine Rache. Ganz toll, Manny.

Diese Rezension ist jetzt richtig lang geworden, besonders dafür, dass mir das Buch nicht besonders gefallen hat. Aber es gibt da einfach so viel, das mich aufgeregt hat.
Wie ich höre, ist (un)arranged marriage in manchen Schulen die englische Schullektüre. Das ist ok. Nicht das beste Buch, aber zumindest das Thema hat großes Diskussionspotential.

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N

Rezension zu "Unarranged Marriage" von Bali Rai

Mehr als sorgenvolle Ergüsse eines Teenagers ist das leider tatsächlich nicht.
nosadfountainsvor 3 Jahren

In einer Punjabi-Familie in England aufgewachsen, mit einem übertraditionellen Vater, einer desinteressierten Mutter und unerträglichen Brüder möchte Manjit doch nur ein normales Leben. Nach westlichen Standards, d.h. keine arrangierten Ehen, Englisch anstatt Punjabi, Akzeptanz und Auflehung.

Daraufhin heult der gute Junge das gesamte Buch, dass er nicht heiraten möchte. Er versagt in der Schule, seine Eltern verbannen ihn nach Indien, aber so mir nichts dir nichts ist er wieder da und flieht vor seiner Hochzeit.

Mehr ist mir 5 Minuten nach der Lektüre auch nicht im Gedächtnis geblieben. Es gibt viel englische Literatur über die Punjabi/English Probleme, die kulturellen Differenzen und Scheingesellschaften. Aber keine davon war so schlecht. Obwohl es oberflächliche Bemühungen gibt die Sprache realistisch in einem Soziolekt zu gestalten, scheitert dies. Mehr als ein paar eingewobene Ausdrücke und ein langweiliges Standard-Englisch kommt leider nicht dabei raus. Die Handlung ist platt, und an sich hätte man das ganze Hochzeitstheater auch auf 20 Seiten zusammenkürzen können - und einige schlecht zusammengeschusterten Geschichten, die doch mehr an Klischees erinnern, wären einem erspart geblieben.

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Rezension zu "Rani & Sukh" von Bali Rai

Rezension zu "Rani & Sukh" von Bali Rai
Thunderdreamervor 6 Jahren

Rani und Sukh, zwei sechzehnjährige Jugendliche, lernen sich in der Schule kennen und verlieben sich ineinander.
Nichts ungewöhnliches heutzutage, wenn man mit europäischen Maßstäben misst. Aber zumindest Ranis Eltern tun dies nicht.
Obwohl die aus dem Pandschab (Indien) stammende Familie seit Jahren in England lebt, dort einen Betrieb gegründet hat und eigentlich ein Teil der Gesellschaft sein müsste, ist dies nicht so. Die Eltern des Mädchens, aber auch ihre beiden Brüder,leben zwar in Großbritannien, sind aber ansonsten in ihren Traditionen verhaftet. Was einschließt, dass Mädchen sich nicht mit Jungen oder Männern abgeben, schon gar keine Liebesbeziehung eingehen dürfen. Die Ehre der Familie wäre sonst in Gefahr und diese gilt es zu verteidigen. Mit allen Mitteln, was auch einschließt, dass man ungehorsame Töchter für derartige Verfehlungen bestraft...sogar mit dem Tod!
Sukhs Familie ist in dieser Hinsicht liberaler eingestellt. Obwohl ebenfalls aus dem Pandschab stammend, erfährt man doch von seiner älteren Schwester, welche ein eigenständiges, unverheiratetes Leben führt, welches die Eltern zwar anfangs nicht billigten, nun aber akzeptiert haben.
Es kommt wie es kommen muss...und die Schwierigkeiten und Verwicklungen nehmen ihren Lauf.
Irgendwann erfährt man dann auch, dass es noch etwas gibt: ein altes, gut gehütetes Geheimnis, welches eine Beziehung zwischen Rani und Sukh völlig unmöglich zu machen scheint.
Eine insgesamt sehr schön geschriebene Geschichte, abwechselnd aus der Sicht Ranis und Sukhs, zum Teil sehr betroffen machende Aussagen, und ein vielleicht nicht vollkommen unerwartetes Ende.
Man kann die Gefühle der beiden Jugendlichen sehr gut nachempfinden, leidet mit ihnen und manchmal ist man auch zu Tränen gerührt. Wirklich empfehlenswert, auch wenn uns in Deutschland manche Dinge etwas fremd vorkommen, denn die Handlung spielt ja in England. Aber sicher gibt es auch hier bei uns ähnliche Probleme, wenn auch in ein wenig anderem kulturellen Zusammenhang ( man denke nur an Zwangsheirat unter Muslimen etc.).

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