Balian Buschbaum

 3.7 Sterne bei 53 Bewertungen

Alle Bücher von Balian Buschbaum

Balian BuschbaumBlaue Augen bleiben blau
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Blaue Augen bleiben blau
Blaue Augen bleiben blau
 (51)
Erschienen am 14.07.2011
Balian BuschbaumFrauen wollen reden, Männer Sex
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Frauen wollen reden, Männer Sex
Frauen wollen reden, Männer Sex
 (2)
Erschienen am 07.03.2013

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Ravens avatar

Rezension zu "Blaue Augen bleiben blau" von Balian Buschbaum

Female to Male
Ravenvor einem Jahr

Das Buch "Blaue Augen bleiben blau" von Balian Buschbaum ist 256 Seiten lang und beim Fischerverlag erschienen.

Das Taschenbuch hat eine mittelgute Qualität mit griffigen, dickeren Leseseiten.

Balian Buschbaum wird 1980 als Yvonne Buschbaum geboren. Er ist von Anfang an sehr zielstrebig und sein Herz gehört dem Sport. Besonders der Stabhochsprung hat es ihm angetan und in seinen Jugendjahren perfektioniert er seine Begabung und kämpft jeden Tag hart für seine Ziele. Nachdem ihn Achillessehnenprobleme zur Auszeit zwingen, beginnt er endlich über sich selbst und seine Zukunft nachzudenken und opfert für die Umwandlung zum wahren Geschlecht sogar seine Karriere.

Das Buch fesselt gleich von Anfang an. Es ist so authentisch, ehrlich und interessant geschrieben, als würde Balian neben einem stehen und seine Geschichte im lockeren Ton erzählen. Dabei merkt man, dass Balians Weg immer ganz klar strukturiert und unausweichlich in eine Richtung ging. Von Zielen hat er sich noch nie abbringen gelassen und immer für diese bis zum bitteren Ende gekämpft. Das hat er genauso beharrlich und direkt auf dem Weg zur Geschlechtsangleichung vollzogen, wie es scheint, absolut ohne Zweifel und mit aller Konsequenz. Jeder Weg ist anders und besonders. Mir haben dennoch die Zweifel und Ängste, die jeder Mensch ganz natürlich hat, ein wenig gefehlt. Da wäre ich gerne mehr in die Emotionen und Psyche von Balian eingetaucht. Trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert. Besonders auch für Betroffene und Angehörige. Auch wenn man sich selbst nicht widerfinden sollte, da jeder Lebensweg anders ist, gibt es trotzdem auch viele Antworten auf Fragen, die man übers Internet nicht so einfach beantwortet bekommt. Auch für Interessierte ist diese Biographie absolut spannend. Ich habe das Buch in Rekordzeit gelesen.

Fazit: Sehr authentisch, interessant, ehrlich und im lockeren Ton verfasst. Zweifel und Ängste fehlen bei der Geradlinigkeit Balians ein wenig, dafür werden viele Fragen beantwortet, die man so übers Internet nicht so einfach findet. Für Betroffene, Angehörige und Interessierte absolut zu empfehlen!

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Blaue Augen bleiben blau" von Balian Buschbaum

Aus reiner Sensationslust ...
TheSilencervor einem Jahr

Versuche ich meine Motivation, dieses Buch gelesen zu haben, unter interlektuellem Schöngeschwafel zu begraben, wie es der Rest des Wöwöwö macht? Oder offenbare ich meine niederste Neugierde?

Ordinäre Sensationslust war's. Weil meine Phantasie nicht ausreicht, mir vorzustellen, wie ein Schwanz an Ort und Stelle gebastelt wird, wenn da doch vorher keiner war.

Die Grenzen meiner Kopfwelt sind ja schon erreicht, wenn ich mir den psychologischen Zustand eines Transsexuellen vorstelle. Wenn Bauarbeiter Bruno - äußerlich wie von Gott aus einem Stück gehackt - feststellt, daß er ja eigentlich eine Frau ist. Nur im falschen Körper. Und wenn er sich nach etlichen Arztbesuchen dann tatsächlich umoperieren läßt, obwohl das Ergebnis eben nur wie ein Bauarbeiter im Fummel aussieht.
In meiner grenzenlosen Arroganz kapiere ich dann nicht, daß Bruno damit aber glücklicher ist als mit seinem ursprünglichen Bruno-Design made by god.

Aber wie soll das bitteschön gehen, wenn frau feststellt, ihr fehlt da was zwischen den Beinen?

Geboren als Yvonne Buschbaum hat der Autor genau dieses Problem. Er lebt von Kindestagen an als Junge/ Mann. 
In philosophisch anmutenden Texten schildert er seinen Weg. Vom distanzierten, aber liebevollen Elterhaus, über Beziehungen zu Frauen, über die OP bis zum Jetzt.

Wenngleich Buschbaum es gelungen ist, meine oben angesprochenen Grenzen zu verschieben, so läuft mir die ganze Lebensgeschichte zu glatt. Nicht daß er auch unter Depressionen oder Zweifel litt, nicht daß es auch einfach glückliche Werdegänge geben mag, aber niemals mit seinem Ansinnen oder seiner Eigenschaft anzuecken, ist mir dann doch etwas zu unglaubwürdig.

Mal als Beispiel: er bekommt (vor der OP) jede Frau in die Kiste. Das vermittelt den Porno-Schwachsinn, jede Frau ist einem Lesbenerlebnis nicht abgeneigt. Kein Korb wird beschrieben, keine Zurückweisung. 

Die OP an sich ist im übrigen ein Meisterwerk chirurgischer Feinstarbeit: aus dem Unterarm wird ein Stück Haut entnommen, zusammengerollt und "angebaut". Verläuft alles gut, wird der neue Penis nicht abgestoßen, wird ein Schwellkörper nachgerüstet, der sich mit einer Pumpe aktivieren läßt, womit eine Erektion möglich ist. Per Ventil erschlafft der Spaß wieder.

Eine Lebensgeschichte, die beeindrucken mag, dem Autoren auch sicherlich ein Stück Eigentherapie war, doch als Buch leider zu langatmig.

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Lilli33s avatar

Rezension zu "Blaue Augen bleiben blau" von Balian Buschbaum

Macht Mut, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen
Lilli33vor 3 Jahren

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten (vergriffen)
Verlag: Krüger Verlag; Auflage: 7 (29. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810526199
auch als Taschenbuch und E-Book erhältlich

Macht Mut, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen

Der Autor:
Balian Buschbaum wird 1980 als Yvonne in Ulm geboren. Mehrfach erringt sie den Titel der deutschen Jugendmeisterin und wird 1999 erstmals deutsche Meisterin im Stabhochsprung. Bei den Europameisterschaften 1998 und 2002 gewinnt sie die Bronzemedaille. Yvonne Buschbaum gehört zu den großen Hoffnungen der deutschen Leichtathletik, als sie im November 2007 ihre bevorstehende Geschlechtsanpassung ankündigt. Für Balian, wie er sich fortan nennt, ist das der letzte konsequente Schritt auf dem Weg zu seiner wahren Identität, für den er sogar die Olympia-Teilnahme opfert. Nach der erfolgreichen Befreiung aus dem falschen Körper verabschiedet sich Buschbaum vom aktiven Sport und ist heute Stützpunkttrainer in Mainz. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:
Ich habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Transidentität beschäftigt und mehrere Bücher dazu gelesen. Was mir bei der Autobiografie von Balian Buschbaum sehr gut gefallen hat, ist die offene Art, mit der er über sein bisheriges Leben spricht. Angefangen bei einer recht glücklichen Kindheit, obwohl ihm schon früh bewusst war, dass irgendetwas nicht stimmt – nur konnte er es damals nicht benennen. Er versucht, seine seelischen Leiden über den Sport zu kompensieren, sich auszutoben, was eine gewisse Zeitlang auch gelingt. Doch irgendwann ist klar, dass das nicht mehr ausreicht, dass er den letzten konsequenten Schritt gehen und sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterziehen muss, um wirklich er selbst sein zu können. Dabei wirkt seine Erzählung sehr ehrlich, er beschönigt nichts, schreibt über schier unerträgliche Schmerzen, die er erdulden musste. Letztendlich scheint sich für ihn alles gelohnt zu haben. Dass er immer um sein echtes Selbst kämpfen musste, hat ihn sogar in seiner Persönlichkeit gestärkt.

Sein Buch richtet sich nicht nur an Menschen, die mit Transidentität in irgendeiner Form konfrontiert werden, sondern an alle, die in einer unhaltbaren Situation sind. Buschbaum ermutigt uns, uns nicht länger einengen und unterdrücken zu lassen, sondern unser Glück in die Hand zu nehmen und die Schranken zu durchbrechen.

Dabei liest sich die Autobiografie recht locker. Sie ist angereichert mit einigen Anekdoten, die einen auch mal schmunzeln lassen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, die Sprache ist einfach und eingängig. Zwischendurch schweift Buschbaum immer wieder in die Philosophie ab – auch das fand ich ganz nett.

Andere Leser bemängeln, dass das Thema der Geschlechtsanpassung erst nach über der Hälfte des Buches zur Sprache kommt. Ich persönlich finde das überhaupt nicht schlimm, denn es geht hier um den Menschen Balian Buschbaum mit seinem ganzen Wesen, seiner ganzen Vergangenheit, nicht nur um die Geschlechtsanpassung. Außerdem ist es eben ein langer Weg, bis man sich darüber im Klaren ist, was man braucht, was man tun muss, um glücklich leben zu können. Gut fand ich dann auch, dass bürokratische Hindernisse zur Sprache kommen bzw. das formale Prozedere der Geschlechtsanpassung, Personenstands- und Namensänderung.

Ich wünsche Balian Buschbaum und seinem Buch ganz viele Leser. Ein Blick über den eigenen Tellerrand lohnt sich für jeden!

★★★★★

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