Inhalt:
Rajni, Jezmeen und Shirnia, aufgewachsen in London, werden von ihrer verstorbenen Mutter dazu verdonnert, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Eine Reise nach Indien, um dort ihre Asche zu verstreuen. Die Orte der Besuche - heilige Stätten der Sikhs - sind von ihr vorgegeben. Keine der Schwestern ist davon beglückt, da jede von ihnen gerade in einer misslichen Lage steckt. Der Hintergedanke ihrer Mutter: Dass sich die Schwestern, die sich voneinander entfernt haben, endlich wieder näherkommen ...
Kaum im Land ihrer Wurzeln eingetroffen, geht es in Delhi auch schon los: Eine Krise löst die andere ab ...
Fazit:
Das Cover hat mich zuerst angesprochen. Türkis, dazu der goldene Tempel in Amritsar, auch Harmandir Sahib genannt, in Gold- und Orangetönen und drei tanzende Mädels.
Rajni hat Probleme mit ihrem achtzehnjährigen Sohn, Jezmeen mit ihrer Karriere, die einfach nicht in die Startlöcher kommt, und Shirnias selbst gewähltes Eheleben läuft nicht, wie sie es sich vorstellte.
Es werden viele Themen angesprochen: Sterbehilfe, Vergewaltigung, die Stellung der Frau in Indien, Schwangerschaftsabbruch aufgrund von Geschlechterpräferenz, veraltete Traditionen, Bevormundung durch Ehemann und Schwiegermutter/Schwiegereltern.
Am meisten hat mich Shirnias Schicksal berührt. Beim Lesen empfand ich Wut auf festgefahrene, unmenschliche Traditionen und hoffte inständig, dass sie die einzig richtige Entscheidung für sich treffen würde.
Ich hatte meinen Spaß, die drei Schwestern auf ihrer Reise nach Indien zu begleiten, auch wenn die Stellung der Frau dort dringend Entwicklungsbedarf benötigt!










