Ich bin das Mädchen aus Aleppo

von Bana Alabed 
3,9 Sterne bei16 Bewertungen
Ich bin das Mädchen aus Aleppo
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (11):
Bosnis avatar

Die augenöffnende Geschichte eines 7-jährigen Mädchens...

Kritisch (1):
MissLilas avatar

ich bin einfach nur enttäuscht ... Bana wird benutzt um eine Geschichte zu schreiben die von einem Kind in dem Alter unmöglich verfasst sein

Alle 16 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Ich bin das Mädchen aus Aleppo"

Bana Alabed war sieben Jahre alt, als sie sich an die Welt wandte, um die Gewalt, die Angst, den Horror auszudrücken, die sie und ihre Familie im Bürgerkrieg in Syrien erlebten - per Twitter. Ihre Botschaften bewegten die Welt, sie gaben dem Elend und Millionen unschuldigen Kindern eine Stimme.
Ich bin das Mädchen aus Aleppo erinnert uns an die fast grenzenlose Kraft, die dem Menschen innewohnt, an den unermesslichen Mut eines Kindes, und an die Macht der Hoffnung. Es ist ein Buch, das uns alle verändern kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785726174
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:26.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne6
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    S
    SandraKavor einem Monat
    Zweifel bleiben, aber grundsätzlich nicht schlecht


    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Bosnis avatar
    Bosnivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die augenöffnende Geschichte eines 7-jährigen Mädchens...
    "Nirgends war es mehr sicher." (S. 40)

    "Mama sagte immer wieder, wir müssten den Krieg vergessen und so tun, als wäre alles normal, und manchmal funtkionierte das auch." (S. 31)

    Bana al-Abed ist ein 8-jähriges Mädchen, welches im syrischen Bürgerkrieg, welcher dort seit 2011 herrscht, aufgewachsen ist. Mit 7 Jahren, im Herbst 2016, bittet Bana die Welt per Twitter um Hilfe. Denn ihre Familie, und viele andere Menschen auch, leben noch immer in Aleppo, wo täglich viele Bomben fallen.

    "Ich bin das Mädchen aus Aleppo" ist Banas Geschichte.

    "Hört auf zu schießen!" (S. 35)
    Mit solchen eindrücklichen Worten erreicht Bana ihre Leser. Der Krieg wird in seinem gesamten Ausmaß, ohne jegliche Beschönigungen, dargestellt. Verstärkt werden Banas Worte durch eindrucksvolle Bilder, die dem Leser vermitteln, selbst in dieser Situation sein zu können.
    Man sieht vor den eigenen Augen, wie aus dem eins lebhaften und schönen Aleppo ein Schlachtfeld voller Bomben wird.

    "Keine Schule, keine Arbeit, kein Einkaufen, kein Rausgehen - nur Bomben, Bomben, Bomben." (S. 80)

    Abwechselnd wird die Geschichte aus Banas Sichtweise und der ihrer Mutter dargestellt - wobei Banas Kapitel sicherlich nicht komplett von ihr allein geschrieben wurden. Mit 7 Jahren war sie dazu wohl noch nicht in der Lage.
    Dennoch wurde Wert darauf gelegt, Banas Kapitel möglichst kindlich erscheinen zu lassen: Einfacher, aber extrem eindrücklicher, Satzbau; vermeintliche Nebensächlichkeiten, wie pinke Gummistiefel oder eine Puppe.
    Die Kapitel von Banas Mama dagegen werden in einer Art Briefform, an Bana gerichtet, dargestellt. Sie eröffnen nocheinmal einen ganz anderen, erwachseneren Blick auf das Kriegsgeschehen.

    "Für Krieg gibt es einfach keinen guten Grund. Es ist nicht richtig, dass so viele Männer und Frauen und Kinder sterben. Denn wenn erst alle tot sind, was dann? Was ändert sich dadurch?" (S. 102)

    "Ich bin das Mädchen aus Aleppo" ist ein Buch, welches wohl niemanden kalt lassen kann, so unglaublich eindrucksvoll wurde es geschrieben. Es ist keineswegs ein "schönes" Buch - aber ein absolut lesenswertes. Es ist ein Buch, welches Augen öffnet.
    Und:
    "Wir alle müssen einander helfen, egal in welchem Land wir leben." (S. 144)

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    A
    Anysidorahvor 7 Monaten
    Ich bin das Mädchen aus Aleppo

    Ja...was soll ich sagen...
    Das Buch hat mich von Anfang an in meiner eigenen Meinung zweigeteilt... Ich hatte zuvor noch nie etwas von Bana Alabed gehört. Von dem Mädchen, das aus Syrien ihr Leben im Krieg twittert.

    Die ersten Seiten des Buches rührten mich zu tiefst. Es waren die Worte ihrer Mutter. Worte, verfasst von einer liebenden Mutter an ihr Kind. Ihre Worte berührten mich! In dem Buch werden öfters kleine "Briefe" von Banas Mutter geschrieben. sie alle haben mich ohne Ausnahme getroffen. Mich zum nachdenken gebracht.

    Anders war es bei "Banas" Text (Ich schreibe hier bewusst Text, da ich damit nicht ihre Geschichte meine!) Diese Worte schafften es nicht wirklich, mich zu berühren. versteht mich bitte nicht falsch, natürlich ist ihr Schicksal unfassbar traurig, und man wünscht so etwas niemandem!!! Und dennoch...ich habe mich zum Thema "Twitterndes Mädchen aus Aleppo" informiert. Ich habe Tweets gelesen, Postings auf Facebook, Ausschnitte aus Nachrichten, Videos von Bana und ihrer Mutter gesehen. Vor allem die Videos wirkten auf mich sehr gestellt. Als würden die Beiden, in waaahnsinnig schlechtem Englisch, alles nur ablesen, was ihnen vorher jemand aufgeschrieben hat. So als käme es gar nicht von ihnen selbst. Aber kleine Mädchen kann man gut vorschieben um ein Sprachrohr zu finden, denn auf die hört man eher als auf Erwachsene.
    Das Buch wirkt für mich, als hätte Bana nur einen kleinen Teil davon erzählt, und der Rest kam von...keine Ahung wer da noch mitmischte.....ich hoffe, ihr wisst was ich meine.

    Für mich ist es sehr schwer, diese Rezension zu schreiben, da ich eigentlich niemandem etwas unterstellen will, sei es nun Bana, die es ja geschrieben haben soll, noch sonst jemandem.

    Also habe ich begonnen, um diesen "Unterstellungen" zu entgehen, dieses Buch nicht als Autobiographie zu betrachten, sondern als Lebensnahe Kriegserfahrungsgeschichte. Wenn ich es aus dieser Perspektive sehe, wird mir ganz anders. Ich könnte weinen vor Zorn auf die Menschheit...wie kann man nur Krieg "spielen", weil dem Einen am Anderen etwas nicht passt...ich könnte kotzen!

    Ich bin froh, dass ich selbst in einem Land geboren wurde und aufwachsen durfte, in dem -zumindest bis jetzt, und hoffentlich auch noch länger- sowas wie Frieden herrscht.

    Fazit:

    Ich denke, ihr solltet dieses Buch lesen, denn ein "dieses Thema entspricht nicht meinem Geschmack" zählt hier nicht! Es geht ALLE etwas an! Der KRIEG geht uns alle etwas an, denn auch wir führen, wenn auch manchmal nur unbewusst, Krieg gegeneinander, sei es wenn sich nun zwei Kids am Schulhof prügeln, oder Erwachsene beginnen zu streiten, weil sich einer in der Schlange am Kaffeestand vorgedrängt hat....wir müssen bei uns selbst beginnen!
    Den Schritt in eine bessere Zukunft starten!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Kamimas avatar
    Kamimavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Anschaulich in Wort und Bild von Mutter & Tochter geschrieben
    Anschaulich & solidarisierend

    Bana lebt mit ihren Eltern, ihrem Bruder, den Großeltern und weiteren Verwandten in Aleppo, Syrien. Ihre Eltern gehen zur Universität bzw. arbeiten als Rechtsanwalt und auch Bana geht gerne zur Schule. Sie liebt Bücher und ihre Puppen und fühlt sich im Familienverbund geborgen. Aber ein auf den anderen Tag ist es mit dieser Idylle vorbei: Bana wird ein Kriegskind.


    In ihrer Biografie beschreibt sie in kindlicher Weise, aber dennoch schon fast erschreckend abgeklärt, die Fliegerangrifft, Geräusche von Gewehren und Belagerungen ganzer Straßenzüge. Sie nimmt uns mit in die Welt von Durst, Hunger, Staub, Krach, Verlust... „Wir flüchteten uns ins Nachbarhaus, und die Leute, die dort wohnten, nahmen uns auf. Sie gaben uns Decken und etwas zu trinken. Wasser schmeckt einfach köstlich, wenn man lange nichts getrunken hat. Es tut so gut, wenn es einem durch die trockene Kehle rinnt. Ich konnte spüren, wie es in meinem Magen ankam, der war nämlich ganz leer...“ (Auszug Seite 46/47)


    In ihrer kindlichen, verschachtelten Sprache zeigt uns die junge Autorin, wie sie über den Krieg denkt. Dabei klingen ihre Erfahrungen anfänglich gar nicht politisch, sondern es geht um Puppen, Freundschaft und bunte Barbie-Gummistiefel. Erst im Laufe des Buches hinterlässt der Krieg auch Spuren im Schreibstil Banas und man merkt, dass das Mädchen immer schneller „erwachsen“ wird. Familie steht bei ihr weiterhin im Vordergrund (immerhin hat sie während des Krieges einen weiteren Bruder bekommen), aber mithilfe der Social Media und ihrem iPad wird Bana zusammen mit ihrer Mutter immer mehr zu einem politischen Mittelpunkt, was zu einem deutlichen Stilwechsel im Buch führt.


    Banas Mutter schreibt übrigens von Anfang an parallel zu ihrer Tochter (durch Veränderung im Schriftbild abgesetzt) ihre eigenen Erfahrungen; sie beginnt mit dem Kennenlernen von Banas Vater, dem Leben vor Banas Geburt und wie sich ihr Leben dann mit zwei Kindern zuträgt. Sie schreibt zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder über ihre eigenen Gedanken zu ihrer Schwangerschaft während des Krieges und ihre Flucht in die Türkei. Dabei zeigt sie neben Verzweiflung, auch viel Mut und vor allem Bewunderung ihrer Tochter gegenüber. Wir erfahren somit die Geschichte der Familie aus zwei Sichtweisen, wobei beide zusammen ein gelungenes Gesamtbild abgeben.


    Abgerundet werden die geschrieben Worte durch Fotos – mal aus glücklicheren Zeiten, mal als Erinnerung zu den kurzen, wertvollen Momenten zwischen den Angriffen, mal als Mahnmal des Kreuels.


    Ich finde das Buch recht gelungen. Auch wenn ich es beim ersten Lesen gar nicht so als eindrücklich empfand und mich auch zum Ende hin an so manchem politischen Aufruf bzw. Vorwurf anstieß, so führt mir das Buch spätestens bei der täglichen Abendnachrichtensendung wieder vor Augen, dass Bana die Realität erlebt und uns diese mitgeteilt hat. Ihre Autobiografie lässt mich so manche TV-Bilder mit anderen Augen sehen und verstehen. Und das ist gut so.


    „Das Mädchen von Aleppo“ ist ein Baustein an Information, der wertvoll ist, um das Kriegsgeschehen und auch die Menschen, die dadurch betroffen sind, besser zu verstehen. Und ein Ziel hat Bana Alabed erreicht: sie solidarisiert „Ich widme diess Buch allen Kindern, denen in Kriegen Leid geschieht. Ihr seid nicht allein.“ (Zitat Buchcover).

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Anchesenamuns avatar
    Anchesenamunvor 7 Monaten
    Rezension: "Ich bin das Mädchen aus Aleppo" (Bana Alabed)

    Es beginnt mit einem Tweet im September 2016: „I need peace.“ Diese Worte kommen von einem kleinen Mädchen namens Bana Alabed, das mit seinen Botschaften in kürzester Zeit die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich und die Situation in Syrien lenkt. Mit mittlerwile über 350.000 Abonnenten auf Twitter, darunter auch Prominenten wie J.K. Rowling, wurde sie sogar jüngst zu einem der „25 einflussreichsten Menschen im Internet“ gewählt.

    In diesem Buch erzählt sie nun – zusammen mit ihrer Mutter Fatemah – ihre Geschichte. Man erfährt hier vor allem etwas über Banas Leben in Syrien, bevor die Familie in die Türkei geflüchtet ist, darüber, wie schön ihre ersten drei Lebensjahre in friedlichen Zeiten waren. Syrien war für Bana das Paradies. Dann fingen die ersten Unruhen an, der Vater wird von Assads Geheimdienst festgenommen, die politische Lage ist prekär. Und schließlich ist die Familie Alabed mittendrin im Krieg. Bomben fallen nahezu pausenlos, das Leben wird gefährlich, Entbehrungen sind an der Tagesordnung. Obwohl die Familie aus der Mittelschicht stammt und sich etwas besser auf die neuen Umstände einrichten kann, geht es auch bei ihnen irgendwann nur noch ums nackte Überleben.

    Die Schilderungen aus dem Kriegsgebiet sind bedrückend. Wenn ein Kind sagt, dass es die verschiedenen Bomben anhand der Geräusche auseinander halten kann und dass ein Tag, an dem „nur“ wenige Bomben fallen, ein guter Tag ist, dann ist das ein Zustand, der für Menschen wie uns, die in Frieden leben dürfen, schockierend ist und unendlich traurig macht.

    Banas Ausführungen sind kindlich gehalten, für Banas Alter (Zum Entstehungszeitpunkt des Buches war sie ungefähr sieben Jahre alt.) jedoch stellenweise sehr klug. Sie verfügt über eine feine Beobachtungsgabe und ist ein sensibles, empathisches Mädchen, das einerseits den Grauen des Krieges voll zu spüren bekommt und Angst um das Leben ihrer Lieben hat, andererseits aber auch unschuldige, kindliche Gedanken hat wie z. B. dass sie gerne ihre Puppen mitnehmen möchte auf der Flucht. Ein Kind, das noch unschuldig ist, aber im Krieg viel zu früh und zu schnell erwachsen werden muss.

    Dennoch muss ich sagen, dass mich Banas Schilderungen nicht so emotional mitgerissen haben. Vielleicht auch, da sie konstruiert und nicht altersgemäß wirken. Hingegen fand ich die Kapitel aus Sicht der Mutter viel berührender. Sie wendet sich direkt an Bana. Fatemah Alabed ist eine kluge Frau, die viele Weisheiten niederschreibt und deutliche Worte findet für das Grauen um sie herum. Man spürt ihre Angst um die Familie und die Verzweiflung. Diese Texte haben mir tatsächlich besser gefallen als Banas Schilderungen. Es ist jedoch diese gelungene Kombination aus kindlicher Beobachtung und mütterlicher Fürsorge, die dieses Buch außergewöhnlich macht. Denn Flüchtlingsberichte gibt es mittlerweile einige auf dem Markt, aber meines Wissens keine, bei denen Mutter und Kind abwechselnd erzählen.

    Es ist heftig umstritten, ob Bana das Buch wirklich selbst geschrieben/diktiert hat. Und wenn man sich mit dem Medienphänomen Bana Alabed beschäftigt, stößt man auf viele Theorien, dass ihre Twitter-Meldungen nicht von ihr selbst stammen, ihr von ihrer Mutter oder gar anderen Dritten in den Mund gelegt wurden. Zuerst einmal: Welches Kind im Grundschulalter ist bitte fähig, ein eigenes Buch zu schreiben? Vermutlich keines. Dass hier ein Ghostwriter oder zumindest ein vertrauter Erwachsener das Schreiben übernommen hat, sollte klar sein.

    Doch es wird im Internet viel diskutiert, wie authentisch Bana mit ihren Tweets und ihrem Buch ist. Man argumentiert, dass sie scheinbar gar nicht Englisch beherrscht, dass ihr Wortschatz nicht altersgerecht ist, dass manche Aussagen widersprüchlich sind. Es gibt sogar Theorien, dass Banas Vater mit Terrorgruppen sympathisiert oder gar selbst Terrorist ist. Die Krönung des Ganzen ist dann für viele das Bild, das Bana glücklich lächelnd mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zeigt – für viele ein No Go.

    Jedoch bleibt für mich das Ergebnis das Gleiche: Die Erlebnisse von Banas Familie im Krieg sind glaubwürdig und stehen stellvertretend für unzählige andere syrische Familien, die dieses schlimme Schicksal teilen. Man muss hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Was Bana widerfahren ist, spiegelt die Realität wider, und ich denke, daran wiederum hat niemand Zweifel.

    Dass für ein Kind, das aus dem Krieg flüchten muss und sich einfach nur Frieden ersehnt, ein Mann (hier: Erdogan), der dafür sorgt, dass ihre Familie in Sicherheit leben kann, ein Mensch ist, den man mag, ist doch eigentlich nachvollziehbar. Bana wird in ihrem Buch auch nie politisch, und das ist gut so, denn ich denke nicht, dass sie bereits all die politischen Hintergründe versteht. Es ist lediglich auffallend, dass sie nur von Assad bzw. dem Regime als Gegner spricht, aber die unzähligen Terrorgruppen, die ebenfalls das Land zerstören, weitestgehend unerwähnt lässt. Hier steckt vielleicht die politische Gesinnung der Familie dahinter, wenngleich Banas Eltern im Buch als unpolitisch dargestellt werden. Letztendlich wird Bana dann auch vom Regime als Staatsfeindin betrachtet und erhält Morddrohungen. Dies zeigt, wie wichtig sie mittlerweile als Medienfigur geworden ist, so wichtig, dass Assad sie töten lassen will und dass Erdogan sie mit Kusshand aufnimmt und ihr eine Sonderbehandlung zukommen lässt. Die Familie muss z. B. nicht ins Lager, sondern erhält eine eigene Wohnung, wie man zum Schluss kurz erfährt. Im Übrigen finde ich es schade, dass genau diese beiden Punkte – Banas Twittertätigkeit sowie Flucht und Neuanfang in der Türkei – nur kurz abgehandelt werden. Gerade darüber hätte ich gerne noch mehr erfahren.

    Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er von Bana Alabed halten will. Meines Erachtens ist sie ein mutiges Mädchen, das hofft, die Welt rettet ihr Volk, wenn sie ihr nur zeigt, wie schlimm es den Syrern geht. Leider ist sie aber auch eine Medienfigur, die von Erwachsenen ausgenutzt und instrumentalisiert wird. Das alles lässt natürlich Zweifel entstehen, wie authentisch dieses Buch ist. Und auch ich muss zugeben, dass mich die „Medienfigur“ Bana Alabed auf Grund dieser Kontroversen mit gemischten Gefühlen zurück lässt.

    Dennoch spreche ich eine klare Leseempfehlung aus. Das Buch eignet sich meiner Meinung nach auch gut für Kinder ab dem Grundschulalter. Ich kann mir vorstellen, dass Eltern es gemeinsam mit ihren Kindern lesen und mit ihnen über die schwere Thematik altersgerecht reden können. Denn der Krieg im Nahen Osten und die vielen Flüchtlinge, die nach Europa kommen, sind ein großes Thema bei uns und werden es sicherlich noch längere Zeit bleiben.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    irismarias avatar
    irismariavor 7 Monaten
    berührende Geschichte aus Kindersicht

    Das Buch "Ich bin das Mädchen aus Aleppo" hat den Untertitel "ich widme dieses Buch allen Kindern im Krieg. Ihr seid nicht allein." Die Autorin, die kleine Bana Alabed aus Syrien, ist auf dem Cover Bild groß zu sehen und so verrät das Buch schon von außen, welche Geschichte sich in ihm verbirgt. Es ist die Geschichte von Bana Alabed, einem syrischen Mädchen, das mit seiner Familie in Aleppo wohnt. Aus einem normalen und glücklichen Familienleben werden sie durch den Krieg in einer Abfolge schlimmer Ereignisse gerissen. Die Bombeneinschläge kommen immer näher und die Versorgung wird schlechter und die Familie entschließt sich, in die Türkei zu fliehen. Sie kehren zurück, weil sie hoffen, dass es in Syrien wieder sicher ist doch dann wird alles viel schlimmer und Aleppo gerät massiv unter Beschuss. Das Buch besteht abwechselnd aus Kapiteln aus der Sicht von Bana und ihrer Mutter, so hat man einen unterschiedlichen Blick von Menschen verschiedener Altersgruppen. Natürlich ist klar, dass ein Kind nicht alleine ein Buch schreiben kann und wohl auch ihr berühmt gewordener Twitter Account aus dem umkämpften Aleppo nur durch Unterstützung der Familie möglich war. Und doch ist es ein erschütterndes Zeugnis davon, dass Kinder im Krieg leider millionenfach auf dieser Welt erleben müssen. Mich hat das Buch sehr berührt, es ist ein interessant zu lesendes, wenn auch oft erschreckendes Beispiel, was Kinder im Krieg erleben. Ich wünsche diesem Buch viele Leserinnen und Leser, vor allem jetzt, wo der Krieg in Syrien langsam wieder aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gerät.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    MissLilas avatar
    MissLilavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: ich bin einfach nur enttäuscht ... Bana wird benutzt um eine Geschichte zu schreiben die von einem Kind in dem Alter unmöglich verfasst sein
    hätte ein gutes Buch werden können

    Bana Alabed war sieben Jahre alt, als sie sich an die Welt wandte, um die Gewalt, die Angst, den Horror auszudrücken, die sie und ihre Familie im Bürgerkrieg in Syrien erlebten - per Twitter. Ihre Botschaften bewegten die Welt, sie gaben dem Elend und Millionen unschuldigen Kindern eine Stimme.
    Ich bin das Mädchen aus Aleppo erinnert uns an die fast grenzenlose Kraft, die dem Menschen innewohnt, an den unermesslichen Mut eines Kindes, und an die Macht der Hoffnung. Es ist ein Buch, das uns alle verändern kann. ( Quelle: Amazon)

     

    Meine Meinung:

    Das Buch „ Ich bin das Mädchen aus Aleppo“ schildert die Situation einer Familie im syrischen Krieg und auf der Flucht. Die Geschichte ist im Wechsel geschrieben Bana, die Autorin schreibt die Beiträge im Wechsel mit den Berichten ihrer Mutter. Die Beiträge sind optisch gut voneinander gekennzeichnet, sodass man immer weiß, aus welcher Perspektive gerade berichtet wird.

    Bana lebt mit ihrer Familie in Aleppo, sie ist ein lang ersehntes Kind, da die Familie bereits Druck gemacht hat wann denn endlich Nachwuchs kommt. Kurze Zeit später bekommt sie noch einen Bruder.

    Wohlbehütet wächst sie zuerst inmitten der Großfamilie auf. Doch eines Tages ändert sich alles. Die ersten Bomben fallen, Jedoch machen sie sich noch keine allzu großen Sorgen, sondern hoffen darauf, dass es bald ein Ende nimmt. Leider kommt es anders als gehofft, der Krieg beginnt und die Bomben werden tagtäglich mehr. Es wird immer gefährlicher.

    Sie erleben, wie durch die Angriffe immer mehr Menschen verletzt werden und sterben. Häuser und Gebäude sind nur noch Schutt und Asche, vieles ist total zerstört durch die Grausamkeiten des Krieges. Bei jedem Angriff rennen sie von oben runter in den Keller, hoffen unten lebend anzukommen und sind erleichtert, wenn sie sich dort in Sicherheit bringen können. Manchmal sind es Stunden, Tage, Nächte die sie in der Dunkelheit des Kellers im Schutz verbringen. Mit viel Glück schaffen sie es gerade vorher noch eine Tasche mit dem nötigsten und etwas zu Essen und zu trinken mitzunehmen. Dann, als es sich immer mehr zuspitzt, entschließen sie sich Syrien zu verlassen.

    Der Krieg in Syrien und auch das was die Menschen dort tagtäglich erleben ist grausam. Jedoch ist dieses Buch leider einfach ein Mittel um mit dem Mitleid der Menschen Kasse zu machen und da ist bei mir leider völlig das Ziel verfehlt. Meine Tochter ist in demselben Alter wie Bana. Niemals wäre sie in der Lage einen derartig langen Bericht mit den Details über den Krieg zu schreiben. Natürlich sind das alles traumatische Erlebnisse und die sitzen tief im Inneren, aber es ist ja auch mittlerweile überall im Internet zu lesen, dass die Mutter ihr Kind „benutzt hat“ für den Twitter Account um auf sich aufmerksam zu machen, aber selber die Autorin ist. Ich habe mit den Menschen im Krieg und auf der Flucht wirklich großes Mitleid bei dem was sie da erleben und bin auch selber mit syrischen Familien befreundet, aber derart da Kommerz draus zu machen finde ich ein No-Go.

    Daher gibt es von mir hier leider keine Leseempfehlung, weil mich das Buch einerseits verwirrt aber auch verärgert zurück gelassen hat. Der Mensch ist leider so gestrickt, dass er vor nichts zurückschreckt, um die Kasse klingeln zu lassen und das finde ich einfach traurig.

    Kommentieren0
    43
    Teilen
    makamas avatar
    makamavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte eines Krieges aus Kinderaugen, doch Skesis ist angebracht.
    Leben im Krieg

    Bana und ihre Familie leben in Syrien, genauergesagt in Aleppo. Dort wird sie, lang ersehnt im Sommer 2009 geboren, ein paar Jahre später folgt ein kleiner Bruder.Die beiden wachsen behütet und geliebt in der Großfamilie auf. Die Familie gehört zur Mittelschicht und es geht ihr gut. Sie haben genug zu essen, eine schöne Wohnung.....
    Doch dann ändert sich alles. Der Krieg beginnt. Die ersten Bomben fallen......
    Noch machen sich alle keine all zu großen Sorgen....
    Doch es wird immer schlimmer. Bana muss erleben, wie um sie herum die Welt, die sie liebt in Trümmer fällt, Häuser werden zerstört, Familien auseinader gerissen, Menschen, auch Kinder sterben......
    Es wird immer schlimmer - die Stadt wird belagert, sie leiden Hunger, es gibt kaum Wasser, immer öfter müssen sie den Bunker aufsuchen....
    So etwas sollte, niemand, erst recht kein Kind erleben.
    Fazit undMeinung.
    Das Buch ist aus der Sicht von Bana und ihrer Mutter geschrieben. Bana ist ist als Twittermädchen bekannt geworden. Sie hat Nachrichten ausderbelagerten Stadt in alleWelt verschickt....
    Und hier kommen Zweifel auf. Bana war da gerade mal sieben Jahre alt.
    Gerade der Teil des Buches der von Bana stammen soll lässt mich verwirrt zurück. Es klingt zum großen Teil sehr erwachsen, was sie schreibt und passt nicht zu einem kleinen Mädchen. Klar reifen Kinder, die Schlimmes erleben schneller. Aber vieles passt trotzdem nicht. Nur selten kommt das Kindliche durch.
    Der Teil den die Mutter geschrieben hat, ist sehr emotional. Er ist in Briefform an ihre Tochter verfasst und der Leser spürt, die große Liebe, die die beiden verbindet.
    Trotzallem lässt dieses Buch mich zwiegespalten zurück. Es ist gut, dass die Welt erfährt, was da los ist in Syrien. Und es ist ja auch noch nicht zu Ende.....
    Und die Welt hört sicher eher zu, wenn ein kleines niedliches Mädchen davon berichtet.
    Bana und ihre Familie leben heute in der Türkei - der Krieg ist für zu sie zu Ende.
    Trotz aller Zweifel möchte ich dem Buch knappe 4 Sterne geben und Danke dass ich bei der LR dabei sein durfte.

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    P
    Pixibuchvor 7 Monaten
    Ich bin das Mädchen aus Aleppo

    Ein Buch, das den Leser wirklich ratlos zurückläßt und der sich fragt, was diese Menschen alles aushalten müssen und auf sich nehmen, um zu überleben. Bana, ein siebenjähriges Mädchen erzählt die Geschichte ihrer Familie vor und während des Krieges in Aleppo. Sie und ihre Mutter wechseln sich bei den Berichten ab und schreiben es je aus ihrer Sichtweite auf. Bana ist für ihr Alter ein sehr reifes Kind, was aber bestimmt die Kriegserlebnisse ausmachen. Dann aber träumt sie wieder von ihren Puppen und ihren pinkfarbenen Stiefelchen, was sie gleich wieder kindlicher aussehen läßt. Sie erzählt, wie alles mit dem Krieg anfing, wie ihr Vater gefangengenommen wurde, ein Onkel schwer verletzt wird, von ihrer Freundin Yasmin, die bei einem Bombenangriff getötet wurde, vom Hunger, von der Lebensmittelknappheit, von den vielen Bomben, die ständige Flucht in den Keller und die ständige Angst, getroffen zu werden. Als ihre Mutter schwanger wird, fliehen sie zur Entbindung in die Türkei, kommen dann aber wieder zurück, um dann später abermals zu fliehen. Banas kleinerer Bruder ist derart traumatsiert, dass er nicht spricht. Die Flucht aus Syrien war dann letztendlich ihre Rettung. Bana und ihre Mutter teilen ihre Sorgen per Facebook und Twitter der Welt mit und baten inständig um Hilfe. Auch die vielen Bilder, die das Buch enthält zeigen uns, wie schlimm die Lage in Aleppo ist. Eich Buch, das uns aufrüttelt und zeigt, wie gut es uns allen in unserem Land geht, wo wir alles bekommen und jeder ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen kann. Ich bewundere den Mut dieses Mädchens, sich mit ihrem Anliegen an die Weltöffentlichkeit wandte.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    katrin297s avatar
    katrin297vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Banas Geschichte geht unter die Haut-öffnet die Augen und gibt einem viel Stoff zum Nachdenken
    Krieg aus den Augen eines Kindes

    Der Bürgerkrieg in Syrien scheint für viele Menschen ganz weit weg zu sein, man kann sich nicht vorstellen was da wirklich passiert und erklären kann man es sowieso nicht. Bana Alabed, ein sieben-jähriges Mädchen berichtet von ihrem Leben in Aleppo. Bana ist ein sehr wissbegieriges, aufgewecktes Mädchen, die rosa und Glitzer liebt, Wackelpuddung isst und mit ihrem Vater gerne schwimmen geht.  Sie wächst umringt von einer großen Familie auf und fühlt sich beschützt und behütet, bis sich plötzlich alles ändert. Zuerst wird ihr Vater festegenommen und dann fallen Bomben. Plötzlich wird Bana mit Zerstörung, Ungerechtigkeit, Verlust und Tod konfrontiert. Niemand ist auf einen Krieg vorbereitet, schon gar nicht ein Kind. Ab und zu gibt es Abschnitte, die Banas Mutter an Bana gerichtet schreibt, vor allem in diesen Abschnitten spürt man die Angst der Mutter um ihre Kinder und die Hilflosigkeit. Sie erklärt die Verbundenheit udn Liebe zu Syrien, so dass man besser versteht, warum sie nicht gleich geflohen sind, sondern immer gehofft haben, dass die SItuation sich entschärft. Doch die Situation wurde nur schlimmer.
    Banas Geschichte geht einem unter die Haut. Ich musste ab und zu das Buch weglegen, weil ich es erst mal verdauen musste, was sie alles erlebt hat. Zwar bewunder ich dieses kleine Mädchen, dass sie kämpft und eine Twitter account gründet um die Welt auf Aleppo aufmerksam zu machen, gleichzeitig bringt sie sich und ihre Familie dadurch in Gefahr, denn für das Regime ist das ein Dorn im Auge. Darüberhinaus wird dieses Mädchen als Propagandamittel benutzt.
    Trotz allem finde ich es wichtig, dass ihre Geschichte erzählt wird und ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen den Mut finden ihre Geschichte zu erzählen und somit der Welt die Augen öffnen. Niemand sollte Bomben unterscheiden können, schon gar nicht ein Kind. Niemand sollte hungern, schon gar nicht ein Kind. Mit Kindern empfinden die meisten Menschen mehr Mitleid als mit Erwachsenen, deswegen hoffe ich, dass man Banas Geschichte lesen wird und handeln wird.
    Ich finde es gut, dass am Anfang deutlich wird, dass Aleppo am Anfang eine ganz normale Stadt war und sich keiner vorstellen konnte, dass es dort Krieg geben wird. Das vergessen viele. darüberhinaus kann Krieg jeden treffen. Ich hoffe sehr, dass banas geschichte die Menschen sensibilisiert zum Thema Flüchtlinge und die Menschen motiviert zu helfen.
    Von dem Schreibstil habe ich mir mehr "Kindlichkeit" gewünscht. Vor allem die Abschnitte von Banas Mutter haben mich sehr berührt, weil diese sehr emotional sind.
    Dieses Buch sollte jeder lesen!

    Kommentieren0
    25
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks