Banana Yoshimoto

 4 Sterne bei 1,061 Bewertungen
Autorin von Kitchen, Tsugumi und weiteren Büchern.
Banana Yoshimoto

Lebenslauf von Banana Yoshimoto

International erfolgreiche Japanerin: Die 1964 geborene japanische Autorin heißt eigentlich Mahoko Yoshimoto. Ihre schriftstellerische Begabung wurde ihr als Tochter des bekannten Essayisten und Literaturkritiker Ryumei Yoshimoto und einer Haiku Dichterin in die Wiege gelegt. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, die Mangas zeichnet, entschied sich Banana Yoshimoto bereits im Alter von fünf Jahren für Romane und Erzählungen. Sie studierte japanische Literatur an der Nihon Daigaku und erhielt für ihre Abschlussarbeit, die Kurzgeschichte „Moonlight Shadow" den Dekanspreis der Universität. Nach ihrem Studium arbeitete sie einige Zeit als Kellnerin und schrieb in ihrer Freizeit ihren Debütroman „Kitchen“ (1988). In dem Café verliebte sie sich in die Blüten der Red Banana Flower und so entstand ihr Pseudonym. Die Romane der Schriftstellerin wurden vielfach ausgezeichnet, verfilmt, sind international sehr erfolgreich und handeln häufig von Themen wie Tod oder übernatürliche Phänomene. Banana Yoshimoto ist mit dem Komplementärmediziner Tahada Hiroyoshi verheiratet und die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.

Neue Bücher

Lebensgeister
 (63)
Neu erschienen am 26.09.2018 als Taschenbuch bei Diogenes.

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Banana YoshimotoKitchen
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Kitchen
Kitchen
 (234)
Erschienen am 15.03.1994
Banana YoshimotoTsugumi
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Tsugumi
Tsugumi
 (108)
Erschienen am 25.07.1997
Banana YoshimotoDornröschenschlaf
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Dornröschenschlaf
Dornröschenschlaf
 (90)
Erschienen am 03.01.2001
Banana YoshimotoAmrita
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Amrita
Amrita
 (83)
Erschienen am 26.07.2002
Banana YoshimotoFederkleid
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Federkleid
Federkleid
 (80)
Erschienen am 24.02.2009
Banana YoshimotoN. P.
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N. P.
N. P.
 (68)
Erschienen am 28.04.1995
Banana YoshimotoLebensgeister
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Lebensgeister
Lebensgeister
 (63)
Erschienen am 26.09.2018
Banana YoshimotoHard-boiled Hard Luck
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Hard-boiled Hard Luck
Hard-boiled Hard Luck
 (56)
Erschienen am 01.08.2005

Neue Rezensionen zu Banana Yoshimoto

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Kendalls avatar

Rezension zu "Kitchen" von Banana Yoshimoto

Fantastisch
Kendallvor 8 Monaten

Einsamkeit ist wohl ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Die einen trifft es härter, die anderen kommen besser damit klar. Doch wir alle haben damit zu kämpfen und wir alle müssen einen Weg finden, damit umzugehen. 

Das Cover fand ich am Anfang ziemlich langweilig und nichtssagend. Aber wenn man sich ein wenig in die Geschichte reingelesen hat, gewinnt es unglaublich an Bedeutung und passt daher einfach perfekt. 

Ich weiß gar nicht wo ich mit dieser Rezension anfangen soll...eigentlich wollte ich eine Nacht drüber schlafen, um die Eindrücke aus dem Buch zu verarbeiten, aber mich hat es einfach in den Fingern gejuckt meine Meinung zu diesem Buch niederzuschreiben. 
Ich muss gestehen, ich war ein wenig skeptisch. 
Das ist eigentlich so gar nicht mein Genre, und eigentlich mache ich mir aus asiatischen Romanen auch nicht viel - die sprechen mich einfach generell nicht an. 
Da dies ein Geburtstagsgeschenk war, hab ich aber beschlossen ihm eine Chance zu geben. Und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil: ich würde es bereuen, wenn ich es im Schrank hätte verstauben lassen. 
Über die Handlung kann ich nicht viel sagen, denn an sich passiert nichts spannendes: keine wilden Verfolgungsjagden, keine dubiosen Morde und keine Vampire, die in der Sonne glitzern. 
Einfach nur eine Handvoll Menschen, die versuchen mit ihrer Einsamkeit zurechtzukommen. 
Aber das Buch ist so poetisch und so einfühlsam geschrieben, dass es mir einfach die Sprache verschlagen hat. Die Autorin hat einfach durch Worte so viele Emotionen vermittelt, dass ich selbst irgendwann nicht mehr wusste, wie mir geschieht. 
Ich habe gelacht und geweint und noch mehr geweint. Besonders die Novelle am Ende, "Moonlight Shadow", hat mich in eine Gefühlswelt entführt, die ich so bisher, hervorgerufen durch ein Buch, noch nicht kannte.  
So viel Stärke und so viel Leid in einem - Hut ab an die Autorin, dass sie es wirklich schafft nur mit lyrischen Mitteln den Leser so zu verzaubern. 

Fazit: Ein unscheinbares Buch, das sich als ein wahrer Schatz herausgestellt hat. Ein Must- Read für alle Fans von fantastischer Sprache und großen Emotionen! 

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awogflis avatar

Rezension zu "Eidechse" von Banana Yoshimoto

Sehr gute Autorin - leider nur Kurzgeschichten
awogflivor 9 Monaten

Im Rahmen meiner Autorinnenchallenge bin ich beim Buchstaben Y zufällig auf Banana Yoshimoto gestossen und sehr positiv überrascht. Ich möchte unbedingt baldigst einen Roman oder eine Novelle von dieser Autorin lesen, denn ihr Schreibstil hat mich sehr begeistert.

Komisch dass mich bisher alle Japaner an Murakami erinnern, typisch mysteriöse Vorgänge im Plot und in sich sehr zerrissene Figuren zu skizzieren, hat auch Frau Yoshimoto extrem meisterhaft drauf. Das dürfte wirklich typisch japanisch sein und ich stelle mir mittlerweile die Frage, ob es da irgendwo eine Schreibschule gibt, in der man das lernt, oder ob die japanische Gesellschaft prinzipiell so tickt?  

Dass ich trotzdem nur drei Sterne gebe ist ganz einfach erklärt. Ich mag prinzipiell keine Kurzgeschichten, sie sind mir schlicht und ergreifend zu kurz unter einer Novelle lese ich ungern etwas, da auch die Möglichkeiten Plot und Figuren zu entwickeln, in dieser Schreibform extrem beschränkt sind. Trotz dieser Rahmenbedingungen schafft es Banana Yoshimoto  außerordentlich gut, das Wesen ihrer Figuren punktgenau einzufangen, zu skizzieren und dem Leser zu vermitteln.
Irgendwie muss sie jedoch Kompromisse an die Kurzgeschichte machen, was eben dann im Plot passiert und was deutlich zeigt, warum ich so gut wie nie (Nur zweimal bei Philip K. Dick und bei Stanislaws Lem) Kurzgeschichten für gut befinden kann. So steht ansatzlos nach dem ersten Treffen und dem Anruf danach schon der Heiratsantrag auf dem Programm.

"Als es Zeit wurde zu gehen, konnte ich mich nur schwer losreißen und nickte ihm zum Abschied kurz zu. Wenn ich ihn doch wiedersehen könnte, wünschte ich mir von ganzem Herzen. Ich würde ihn bestimmt wiedersehen. Und so war es auch kurze Zeit später rief er mich an. "Würdest Du mich heiraten?" fragte er mich eines Abends nach dem Essen in der Wohnung."

Fazit: Ein sehr gute Autorin ich würde Euch aber statt dieses Buches eher eine Novelle wie  Kitchen  oder Tsugumi empfehlen

Kommentare: 2
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M

Rezension zu "Moshi Moshi" von Banana Yoshimoto

Moshi Moshi
Minoovor 10 Monaten

"Moshi Moshi" beschreibt die Geschichte einer jungen Frau. Ihr Vater,
ein bekannter Musiker, nahm sich mit einer Fremden das Leben und Yotchan
bleibt mit der Mutter allein zurück. Während die beiden um den
Verstorbenen trauern, fühlen sie sich zugleich verraten und
hintergangen. Die Trauer um ihren Vater beschreibt Yotchan mit folgenden
Worten:

"Blumen, Licht, Wünsche oder ausgelassenes Vergnügen,
all das war auf einmal in weite Ferne gerückt. Ich war gefangen in einer
tiefen Finsternis in der nur noch die elementarsten Bedürfnisse
herrschten, wo nur noch die aus meinem Bauch kommende Kraft zählte und
alles Schöne und Leichte keinen Wert mehr besaß." (S. 7)

Doch in
diesem Buch geht es um viel mehr als das Gefühl der Trauer. Wir
begleiten Yotchan ein kleines Stück auf dem Weg des Erwachsenwerdens und
beobachten, wie sie aus dieser schlimmen Erfahrung auch an Stärke
gewinnt. Yotchans Gedanken und Gefühle sind authentisch und
nachvollziehbar beschrieben. Yoshimotos Schreibstil zeichnet sich durch
seine ungeheure Leichtigkeit aus und dennoch gehen ihre Geschichten
tiefer. In dem Restaurant in dem sie arbeitet, lernt Yotchan einen Mann
kennen, in welchen sie sich zu verlieben glaubt. Aber ist die Liebe
wirklich so einfach? Kann man sich aussuchen in wen man sich verliebt
und was ist Liebe überhaupt?

Die Erzählweise des Buches ist
typisch japanisch. Nachdem Yotchan ihre Mutter fragte, was sie
eigentlich den ganzen Tag tue, antwortet diese mit einer seitenlangen
Beschreibung von ihrem Alltag. Dieser besteht aus vielen
Nebensächlichkeiten und ist gerade deshalb etwas Besonderes. Denn wann
findet schon der Alltag Beachtung? Die Art wie Yoshimoto diesen Alltag
beschreibt ist nicht langweilig, denn in diesem Abschnitt hat der Leser
das Gefühl selbst durch Shimokitazawa zu schlendern und die Stadt
genauer kennenzulernen.

Das Ende des Buches ist sehr gelungen, da
es eigentlich kein richtiges Ende ist. Der Leser begleitet Yotchan über
304 Seiten hinweg und sie geht ihren Weg danach alleine weiter. Es gibt
keinen Abschluss, der an ein konkretes Ereignis geknüpft ist.

"Nichts
hatte sich geändert, der Nebel hatte sich nicht gelichtet, und trotzdem
war mein Herz zufrieden, als hätte es eine Antwort bekommen." (S. 293)

Fazit:
"Moshi Moshi" ist sehr melancholisch, an einigen Stellen wunderschön,
sodass man das Buch nicht niedergeschlagen, sondern mit einem Lächeln
zur Seite legt. Eine sehr japanische, melancholische und tiefgründige
Geschichte über die Trauer und deren Bewältigung, das Erwachsenwerden
und die Liebe.

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Zusätzliche Informationen

Banana Yoshimoto wurde am 24. Juli 1964 in Tokyo (Japan) geboren.

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