Banana Yoshimoto Kitchen

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Inhaltsangabe zu „Kitchen“ von Banana Yoshimoto

Kitchen With the publication of "Kitchen, " the dazzling English-language debut that is still her best-loved book, the literary world realized that Yoshimoto was a young writer of enduring talent whose work has quickly earned a place among the best of contemporary Japanese literature. "Kitchen" is an enchantingly original book that juxtaposes two tales about mothers, love, tragedy, and the power of the ki Full description
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  • Epic sadness at its best

    Kitchen
    rumble-bee

    rumble-bee

    20. April 2014 um 22:06

    Es ist schon einige Jahre her, dass ich dieses Büchlein zum ersten Mal las. Damals in der deutschen Fassung. Dann habe ich es verliehen, und nie zurückbekommen. So war ich nicht traurig, als ich auf einer Tauschbörse günstig zu dieser englischen Ausgabe kam. Schließlich ist auch diese direkt aus dem Japanischen übersetzt. Was soll ich sagen - erst bei dieser zweiten Lektüre ist mir wirklich der Weltrang dieser Schriftstellerin aufgegangen. Ich finde ja sowieso, dass sich die englische Sprache für Übersetzungen aus dem Japanischen besser anbietet als das Deutsche. Ich war verzaubert von der Art und Weise, wie hier mit unaufdringlicher Eleganz Bilder von klirrender Schönheit, aber auch tiefer Traurigkeit entworfen wurden. Das war und ist für mich bisher einzigartig - Haruki Murakami einmal ausgenommen. Ich bin gefragt worden, was ich da gerade lese - und habe etwas hilflos mit "eine komplizierte Liebesgeschichte" geantwortet. In gewisser Weise stimmt das für "Kitchen" ja auch. Mikage und Yuichi haben beide tragische Verluste erlitten. Für eine Weile wohnen sie auch zusammen. Und am Ende ist es die Kochkunst, die ihrer beider Beziehung - und vielleicht auch Yuichis Leben - rettet. Das Büchlein enthält aber noch eine zweite Geschichte, "Moonlight Shadow", die von dem gleichnamigen Song von Mike Oldfield inspiriert wurde, wie die Autorin in einem Nachwort verrät. Genau das merkt man auch, wenn man den Song und seinen Text näher kennt! "Moonlight Shadow" handelt noch viel deutlicher von den tragischen Themen Verlust und Tod, und beides wiederum im Teenager-Alter. Ein wenig Spuk kommt auch vor - denn anders kann ich mir die "Geheimnisvolle Fremde", diese Urara, nicht erklären...  Aber alles wird so organisch miteinander verbunden, dass etwas ganz Eigenes herauskommt. Es ist beinahe so etwas wie ein Märchen, das auf der Grenze zweier Welten spielt - und das am Ende sogar Raum für Hoffnung lässt. Ich persönlich würde sagen, dass ich die Geschichten erst jetzt richtig verstanden habe, mit dem Abstand von einigen Jahren. Sie handeln zwar von Teenagern oder jungen Erwachsenen und ihren Nöten, aber die Art der Behandlung der Themen richtet sich doch deutlich an einen emotional erfahrenen Leser. Ich kann es nur meisterhaft nennen, wie hier mit Trauer und deren sinnlicher Verkörperung in der Natur umgegangen wird! Beide Geschichten lassen den Leser mit einem zwiespältigen Gefühl zurück - der Trauer, nun nicht mehr zu wissen, ob die jungen Frauen und Männer nun noch etwas wie Glück in ihrem Leben finden werden. Andererseits aber auch mit einem Gefühl tiefer Befriedigung - und Freude, an so einem kostbaren Stück Prosa teilhaben zu dürfen. Das kann man immer wieder lesen, und wird es nie leid.

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