Barbara Antkowiak

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Barbara Antkowiak

Cover des Buches Schule der Gottlosigkeit (ISBN: 9783446268289)

Schule der Gottlosigkeit

 (12)
Erschienen am 20.07.2020
Cover des Buches Das Buch Blam (ISBN: 9783423123402)

Das Buch Blam

 (10)
Erschienen am 01.08.1997
Cover des Buches Der Gebrauch des Menschen (ISBN: 9783446268272)

Der Gebrauch des Menschen

 (8)
Erschienen am 04.08.2020
Cover des Buches Treue und Verrat (ISBN: 9783423128629)

Treue und Verrat

 (7)
Erschienen am 01.02.2001
Cover des Buches Kapo (ISBN: 9783423127066)

Kapo

 (5)
Erschienen am 01.11.1999
Cover des Buches Keiner war dabei (ISBN: 9783552057227)

Keiner war dabei

 (3)
Erschienen am 06.06.2014
Cover des Buches Ohne einen Schrei (ISBN: 9783423134231)

Ohne einen Schrei

 (3)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Die wir lieben (ISBN: 9783423126236)

Die wir lieben

 (3)
Erschienen am 01.04.1999

Neue Rezensionen zu Barbara Antkowiak

Cover des Buches Sara und Serafina (ISBN: 9783518465219)Nespavanjes avatar

Rezension zu "Sara und Serafina" von Dževad Karahasan

Sarajewo - die belagerte Stadt
Nespavanjevor 3 Jahren

Der Roman Sara und Serafina wird von einem namenlosen Mann erzählt. Die Handlung findet in zwanzig Minuten statt, es beginnt mit Dervo, dem Polizeichef, der den Erzähler besucht um ihn zu sagen, dass seine Freundin Sara eine bestimmte Straßenkreuzung aufgesucht hat. Die Kreuzung von Tršćanska und Kranjčevićeva. Von diesem Moment an erinnert sich der Erzähler an Sarah und lässt den Leser an ihrer eigenen Geschichte teilhaben, die so sehr mit der Stadt Sarajewo verbunden ist.

Sarajevo ist eine unschlagbare Kulisse für einen Roman: Die Helden und die Dämonen sind vielleicht noch lebendig, leben unter uns, und sind gezeichnet von Kugel und Mörsergranaten. Hinter jedem dieser Charaktere verbirgt sich eine einzigartige Geschichte und auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie einer wahren Begebenheit zu Grunde liegt, sind es sehr bildhafte und authentische Szenen, die diesem Roman eine gehörige Portion Realismus verschaffen. Es geht darin um den Wert der Freundschaft, die Solidarität und die Unterstützung, selbst jene die von Fremden kommt. Es geht aber auch um das moralische Dilemma, die Schuld und die ständige Furcht der Bewohner einer belagerten Stadt. Wem dieser Roman gefällt, dem empfehle ich – Der Cellist von Sarajewo – einen Roman der auf einer wahren Begebenheit ruht, oder dem Buch von Barbara Demick: Die Rosen von Sarajewo. Die renommierte amerikanische Journalistin lebte selbst während der Belagerung der Stadt darin.


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Cover des Buches Das Ministerium der Schmerzen (ISBN: 9783833304613)Farbwirbels avatar

Rezension zu "Das Ministerium der Schmerzen" von Dubravka Ugresic

Leben ohne zu leben
Farbwirbelvor 5 Jahren

Ein irreführender und ebenso treffender Titel ziert das Cover des 2004 erschienenem Romans von Dubravka Ugresic. 'Das Ministerium der Schmerzen' ist ein Werk über die Zerissenheit von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, sich selbst in einer neuen Sprache wiederfinden müssen und Traumata verwinden. Die Protagonistin Tanja Lucić stammt aus Zagreb, studierte dort Literaturwissenschaften und musste aufgrund der Ausschreitungen im vormaligen Jugoslawien das Land verlassen.

Ich weiß nur, dass ich längst abgereist und noch nirgends angekommen war. - S. 16

Auf dem Weg nach Amsterdam streift sie zuerst durch Berlin, trennt sich dort von ihrem Mann und bekommt dann das Angebot, in Amsterdam Serbokroatisch an der Universität zu unterrichten und eine Wohnung gestellt zu bekommen.

Auf dieses Unterfangen lässt sie sich ein und handelt dabei gegen die Prinzipien eines Professors, denn sie entwickelt eine eigene Art des Unterrichtens. Ihr Studierenden sind alle Betroffene des Krieges, jeder hat seine eigene Geschichte und auch seine eigene Sprache. Um die Gruppe zusammenzubringen und auf der Suche nach ihrer Identität packen sie einen Koffer mit Texten über Jugoslawien. Dinge, die sie nicht vergessen wollen, Dinge, die sie vergessen wollen – von Rezepten bis zu Kriegserfahrungen ist alles dabei.

Sobald ich den Unterrichtsraum zum ersten Mal betrat, erkannte ich die Unsrigen. Die Unsirgien liefen mit einer unsichtbaren Ohrfeige im Gesicht herum. Sie hatten den schrägen Blick eines ängstlichen Hasen, eine besondere Anspannung, etwas von einem Tier, das lauert, aus welcher Richtung Gefahr drohen könnte. Die Unsrigen verrieten sich durch eine nervöse Wehmut im Gesicht, durch einen verdüsterten Blick, einen Schatten der Abwesenheit, eine kaum sichtbare innere Geducktheit. - S. 22

Tanja und die Studierenden wachsen zusammen, verbringen viel Zeit in Cafés zusammen und lassen sich in ihre Blase fallen. Dabei wirkt Tanja stets über den Dingen schwebend, so als wäre sie in dem Geschehen nicht wirklich verwurzelt und dadurch nicht ganz dabei.

Ein Wendepunkt der Geschichte birgt die Kritik des Institutsleiters an Tanjas Arbeit, denn diese Kritik kam von einem ihrer Studierenden. Verletzt setzt sie zum Gegenschlag an und sie unterrichtet distanziert und strukturiert die serbokroatische Literatur. Ihr geht es nicht gut damit und auch die Studierenden sind nicht zufrieden damit.

Die Grundstimmung des Romans ist sehr tragend und beklommen. Gerade Tanja, die oft in poetischen Gedanken zum Krieg, zur Identität und zu sich selbst wiederzufinden ist, lässt diesen Eindruck entstehen. Die Sprache ist wunderschön und gleichzeitig, wie als würde man Glas essen, denn was geschrieben wird, ist hart und erschütternd.

Ich hatte zuvor kein großes Wissen über die Zusammenhänge des Zusammenbruchs Jugoslawiens und auch jetzt bin ich durch das Buch nicht im Bilde von historischen Fakten. Das ist aber nicht der Anspruch des Romans. Es geht darum, den Axthieb in der Seele der Geflohenen zu zeigen, dass der Verlust von Heimat und Existenz unvorstellbar ist, auch wenn der Roman eine Annäherung daran gibt.

Dennoch muss ich gestehen, das Buch hatte seine Längen. Das Thema ist mit zarten Fingerspitzen bearbeitet worden, doch zwischenzeitlich ging für mich die Verbindung von Leser und Text verloren. Nichtsdestotrotz war es ein berührendes und wenig pathetisches Buch, das mir einen Einblick in die Thematik gab und zutiefst treffend Menschlichkeit abbildet.

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Cover des Buches Kapo (ISBN: 9783446191341)MartinaBookaholics avatar

Rezension zu "Kapo" von Aleksandar Tisma

Rezension zu "Kapo" von Aleksandar Tisma
MartinaBookaholicvor 10 Jahren

Handlung:
Die Geschichte handelt von einem verfolgten Juden, der der sich im Lager als Kapo auf die Seite der Nazis schlägt, um sich selber am Leben zu erhalten. In dieser Zeit wechselt er von der Rolle des Opfers und wird selber zum Täter, indem er sich eine Frau mit Hilfe seiner Macht als Kapo sexuell gefügig macht. Noch Jahre nach dem Krieg verfolgt ihm diese Schuld....
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Meine Gedanken zum Buch:
Sehr eindringliche Geschichte, die einem oft den Atem vor Entsetzen und Erstaunen raubt und man sich unweigerlich selbst fragt, wie man in dieser Situation handeln würde..
Oft ist man verleitet sich selber "heraus zu nehmen", über sich selber besser zu denken und zu glauben, man könnte in einer ähnlichen Situation mitfühlender handeln und nicht die gleichen schrecklichen Dinge tun - aber im Endeffekt kann das niemand von uns wirklich beantworten, bevor man sich nicht selber in solch einer Situation befunden hat. Und ich denke mir, wenn es um das nackte Überleben geht, tun einige (wenn nicht die meisten Menschen) Dinge, die einem vorher dem Atem stocken ließen. Ich glaube wir alle tragen in uns etwas Böses, wie auch Gutes und es ist jeden Tag an uns die gute Seite zu stärken und uns davor zu bewahren auf dem dunklen Abgrund zu zuschlittern... um uns vor bösen und schlechten Entscheidungen und Taten zu schützen, die ansonsten in einer Notsituation eventuell zu Tage treten könnten...
Tismas zeigt auf eindringliche Weise wie schnell man sich vom Opfer zum Mörder/ Täter verwandeln kann, wenn man genug Schlimmes mit ansehen muss und um sein eigenes Überleben in einer erbitterten Welt kämpft.
Sehr dramatisch zu lesen und das Schlimmste ist, das diese Geschichte keine Fiktion ist, sondern es wirklich (wahrscheinlich auch öfter) im zweiten Weltkrieg passiert ist. Die Menschen können die grausamsten und abscheulichsten "Tiere" auf dieser Welt sein!
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Cover:
Passend zum Thema, aber trotzdem nicht eines, dass einem sofort in das Auge springt... aber es lässt einem die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit spüren.
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Fazit:
Ein atemberaubender Roman, der einem nicht nur einmal das Blut in den Adern gefrieren lässt und den Leser zwingt sich und seine eigenen Handlungen zu überdenken.

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