Barbara Büchner Meisterdetektive / Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf

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Inhaltsangabe zu „Meisterdetektive / Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf“ von Barbara Büchner

"Es widerstrebt mir zuzugeben, dass ich etwas nicht weiß, aber die Gedanken von Menschen zu lesen übersteigt meine Fähigkeiten." - Sherlock Holmes wird in einem höchst ungewöhnlichen Fall ins englische Moorland gerufen: Sämtliche Bewohner eines Herrenhauses, Herrschaft und Personal, sind in einer einzigen Nacht gestorben, ohne dass eine Ursache erkennbar wäre. Und vor vierhundert Jahren ist dasselbe an diesem Ort schon einmal geschehen – damals verschwand ein ganzes Dorf. Teufelswerk? Zauberei? Der Meisterdetektiv ist skeptisch.

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    Meisterdetektive / Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf

    loewe

    05. October 2014 um 13:18

    Ein tolles Buch Selber habe ich bisher noch kein Werk aus der Feder des großen Sir Arthur Conan Doyle gelesen, aber ich habe selbstverständlich bereits einige Verfilmungen zu den Geschichten mit dem “Meisterdetektiv Sherlock Holmes” gesehen und weiss mir ungefähr vorzustellen wie er und sein Adjutant  Dr. Watson so ticken. Nun möchte ich aber zuerst auf das Buch an sich zu sprechen kommen. Das Cover mit dem Goldbraunen Hintergrund ist sehr schön gestaltet. Teufel und Engel sind zu erkennen und durch den Blick der Lupe wird unser Auge auf ein kleines Dörfchen gelenkt. Im Inneren des Buches finden sich viele Illustrationen, welche sehr schön ausgearbeitet sind und sich perfekt in das Gesamtwerk einfügen. Nach einem kurzen Vorwort der Herausgeberin Alisha Bionda geht es gleich mit der ersten Geschichte los. Auf 192 Seiten werden wir einiges mit Sherlock Holmes und Doktor Watson erleben. Nach dem Epilog finden wir ab Seite 195 noch einige Erläuterungen zu den Fußnoten. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch hat sich durch die kurzen abgeschlossenen Geschichten, die aber eigentlich alle miteinander verbunden sind, sehr flüssig und schnell lesen lassen. Ich für mich fühlte mich schon in die Zeit des großen Detektivs hineinversetzt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es ganz sicher eine tolles Buch für Sherlock Holmes Fans ist. Ich glaube die Autorin konnte Stimmung sehr gut einfangen. Von mir bekommt das Buch auf alle Fälle eine Leseempfehlung.

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  • Barbara Büchner: Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf

    Meisterdetektive / Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf

    Elmar Huber

    12. February 2014 um 14:54

    „Auf den ersten Blick hielt ich es (das Bild) für eine ländlich-einfältige Darstellung des Jüngsten Gerichts , denn über einem Abgrund schwebend war eine Dorf zu sehen, das von offensichtlich toten Personen bevölkert wurde, denn sie waren alle in Leichentücher gekleidet und hatten die Unterkiefer mit Tüchern hochgebunden. Gleichzeitig jedoch waren sie – was einen unbeschreibliche schauerlichen und bedrückenden Eindruck machte – bei ihren alltäglichen Beschäftigungen dargestellt, beim Melken, Holzhacken, Kochen und Kinderhüten.“ (Die Musik des Teufels) Die drei Kameraden Sherlock Holmes wird zu einem Herrenabend mit tödlichem Ausgang gerufen. Drei hochrangige Militärs wurden bei einem Gelage vergiftet. Das tödliche Gift war offensichtlich in der Mitternachtsmahlzeit der Herren doch weder die Köchin noch die Herrin des Hauses kommen als Täterin in Frage. Der unsichtbare Würger In dem billigen Kurort Bagnell Bath, nahe Dartmoor, wurde einer der weiblichen Gäste geschändet und erwürgt in einem verschlossenen Raum aufgefunden. Ist tatsächlich der Geist der Hexe Sarah Potts, deren Grab kürzlich einer neuen Straße weichen musste, für den Tod der Frau verantwortlich? Die Musik des Teufels Im Herrenhaus Murkin Hall sind gleichzeitig alle Hausbewohner und Bediensteten, insgesamt 25 an der Zahl, ohne Anzeichen von Gegenwehr eines noch unbestimmten Todes gestorben. Der Verdacht lastet auf Arthur, einem Sohn des Hauses, dessen Verlobung mit der Tochter des derzeitigen Innenministers den Fall zu politischen Dynamit machen. Mycroft Holmes ruft seinen Bruder für die Aufklärung zu Hilfe. Sollte tatsächlich das seltsame Geschenk zweier Fremder – eine Spieluhr - für das unerklärbare Massensterben verantwortlich sein? Da erfährt Holmes von einer lokalen Legende, nach der in einem benachbarten Dorf bereits einige Jahrhunderte zuvor über 150 Menschen zur gleichen Zeit unter unergründlichen Umständen gestorben sind. Vater Eisenhut und der verfluchte Wald Nach Abschluss des Falles „Teufelsmusik“ erhält Lestrade für seine bemerkenswerten Leistungen Sonderurlaub zugestanden, den er wie schon des Öfteren in einem Häuschen nahe Leigham Forest verbringen will. In den Wald selbst jedoch, macht Lestrade keinen Schritt mehr, ranken sich jedoch seltsame Legenden von Mondmenschen und einem Höllenloch um das Gehölz. Niemand der Einheimischen betritt den Leigham Forest trotz des verlockenden Wildangebots und lieber nehmen die Ansässigen einen weiten Umweg in Kauf, statt den Wald zu durchqueren. Nicht zuletzt werden den Mächten, die dort wirken sollen drei ungeklärte Todesfälle zugeschrieben. Die Verbrechen des Doktor Freund Eine Serie von Giftmorden im deutschen Hamburg schlägt Wellen bis nach London, genauer gesagt in die Pathologie von London, wo der jüdische Doktor Herschel Libeskind unter Verdacht gerät, eben jener Täter aus Hamburg zu sein, der sich nach England abgesetzt hat. Für einige Zeitgenossen macht ihn seine jüdische Herkunft zum Verbrecher per se. Es gibt noch einen weiteren Verdächtigen, der jedoch in Hamburg in einer Irrenanstalt sitzt und keine Gelegenheit hatte, diese zu verlassen. Da Holmes in London unabkömmlich ist, reist Watson – auf Mycroft Holmes Vermittlung hin – nach Hamburg um den Fall aufzuklären. Die beiden Sonderlinge Völlig überraschend sucht die Ehefrau von Dr. Herschel Libeskind Sherlock Holmes und Dr. Watson in der Baker Street 221b auf. Sie berichtet ihnen, ihr Mann ihre Ehe vor seinem Arbeitgeber geheim halten musste, da er sonst kaum eine Chance auf Anstellung bei dem strengen aber brillanten Dr. Johnson gehabt hätte. Nun allerdings will Johnson Liebeskind mit seiner eigenen Tochter verheiraten. Dieser ist zerrissen zwischen seinem Wunsch zu lernen und der Liebe zu seiner Frau. Mrs Libeskind drängt den Detektiv ihr in dieser Situation zu helfen da sie ansonsten selbst eine Entscheidung herbeiführen würde. „Ich fühlte – und den Gesichtern meiner Gefährten war anzusehen, dass viele von ihnen dasselbe empfanden – dass wir uns in unmittelbarer Nähe von etwas grauenhaftem befanden, sei es nun menschlichen oder nicht menschlichen Ursprungs. Entweder hatte hier ein Massenmörder gewütet, oder etwas noch Unheimlicheres war am Werk gewesen.“ (Die Musik des Teufels) MEINUNG Die Wiener Autorin Barbara Büchner liefert nach einigen Einzelbeiträgen in Sherlock Holmes-Anthologien (SHERLOCK HOLMES – DER VERWUNSCHENE SCHÄDEL, Voodoo-Press, SHERLOCK HOLMES UND DAS DRUIDENGRAB, Fabylon Verlag, beide Hrsg. Alisha Bionda) mit SHERLOCK HOLMES UND DAS VERSCHWUNDENE DORF nun eine ganze Sammlung mit Kurzgeschichten um den wohl berühmtesten Detektiv der Welt ab. Die Sammlung wird als Episodenroman bezeichnet, was hier im Wesentlichen bedeutet, dass die Ereignisse in einer angedeuteten zeitlichen Abfolge passieren, allerdings nicht inhaltlich aufeinander aufbauen. Dem Lesegenuss tut dies keinen Abbruch. Die Autorin beweist hiermit, dass sie verstanden hat, wie die Sherlock Holmes-Geschichten funktionieren. Wie Holmes-Erfinder Arthur Conan Doyle – prominentestes Beispiel: Der Hund der Baskervilles – präsentiert sie in jeder Episode ein undurchsichtiges Rätsel, das – unterstützt von einem geschickten Story-Aufbau - zunächst nicht mit rationalen Methoden erklärt werden kann. So balancieren die Geschichten stets auf dem reizvollen Grat zum Phantastischen. Im Gegensatz zu vielen anderen AutorInnen, bei denen das Spiel mit dem Phantastischen bemüht wirkt oder schlicht zu einem „Zuviel des Guten“ führt, hat Fr. Büchner ihre Stories stets vollständig unter Kontrolle und verhindert ein Abkippen auf die eine oder andere Seite. Des Weiteren muss man Barbara Bücher bescheinigen, dass sie den angenehmen Ton der Originalerzählungen sehr gut trifft ohne dass dies aufgesetzt wirkt. Lediglich der Titel erweist sich als verzeihliche Augenwischerei, denn ein verschwundenes Dorf kommt im Buch nicht vor. Am ehesten beziehen sich Titel und Coverbild auf die Episode DIE MUSIK DES TEUFELS, in der die Bewohner eines kleinen Dorfes unter ungeklärten Umständen gestorben sind. DAS VERSCHWUNDENE DORF ist als Band 4 von Alisha Biondas „Meisterdetektive-Reihe“ im Fabylon Verlag erschienen. Wie von einem Buch unter ihrer Herausgeberschaft nicht anders zu erwarten, ist der Band auch ein Schmuckstück fürs Auge geworden. Das großartige Covermotiv von Crossvalley Smith fügt sich nahtlos in das von Atelier Bonzai gestaltete Reihenlayout ein. Im Inneren finden sich zu jeder Geschichte eine s/w-Entry-Illustration von Crossvalley Smith. FAZIT Die reizvollen Geschichten dieser Sammlung spielen gekonnt mit dem Unerklärlichen. Im Zusammenspiel mit dem schmucken Äußeren ist Sherlock Holmes und das verschwundenen Dorf eine absolute Empfehlung nicht nur für Sherlock Holmes-Fans.

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