Barbara Baraldi

 3.5 Sterne bei 30 Bewertungen

Lebenslauf von Barbara Baraldi

Die italienische Schriftstellerin Barbara Baraldi wurde in Mirandola geboren und lebt heute in der Nähe von Modena. 2007 veröffentlichte sie mit "La ragazza dalle ali di serpente" ihr Romandebüt. Als Verfasserin von Kurzgeschichten wurde sie bereits mit mehreren italienischen Preisen ausgezeichnet. Es folgten weitere Romanveröffentlichungen. Ihr 2010 erschienener Roman "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" wird im November 2011 als erstes ihrer Werke in deutscher Sprache veröffentlicht.

Alle Bücher von Barbara Baraldi

Das Dorf der Toten

Das Dorf der Toten

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Erschienen am 18.03.2019

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Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi

Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi
Charyssevor 6 Jahren

Die Heldin zieht neu in die Stadt? – Ja!
Sie ist unsicher, findet aber sofort Freundinnen und ein Schulkamerad verliebt sich in sie, den sie selbst jedoch nur als Kumpel betrachtet, unter anderem weil eine ihrer neuen Freundinnen schon seit ewig in ihn verknallt ist? – Auch ja!
Ein überirdisch schöner Junge, hinter dem alle Mädchen herschmachten, der aber nur mit anderen Überirdischen rumhängt, erregt ihre Aufmerksamkeit – und verliebt sich in sie? – Jahaa!
Ist “Scarlett” darum ein “Twilight“-Doppelgänger? Wenn man die harten Fakten betrachtet, ergeben sich durchaus einige Ähnlichkeiten, zumal der Stil auch noch durch seine Blumigkeit, gewürzt mit einer Prise Selbstironie und Sarkasmus auffällt. Aber trotzdem ist “Scarlett” auch ein sehr eigenes Buch.
So erzählt die italienische Autorin Barbara Baraldi in einem individuellen Tonfall, der insbesondere jüngere Leserinnen ansprechen dürfte, klingt er doch extrem nach Tagebuchschwärmerei und jugendlicher Sinnsuche. Obwohl das Geschehen in Baraldis Heimat Italien stattfinden soll, merkt man vom Lokalkolorit nicht sehr viel. Die klassische Highschool-Romanze hätte sich ebensogut am Gymnasium nebenan abspielen können. Was man allerdings auch als Stärke werten kann, denn (vor allem jüngere) Leserinnen können sich so bestimmt sehr gut in die Geschichte hineinversetzen – genauso wie in die Figuren. Okay, vielleicht nicht gerade in die Clique der Schönen und Geheimnisvollen um Scarletts Schwarm Mikael. Aber Scarlett und ihre Freunde wirken im Vergleich dazu umso normaler, etwa so, wie die Schüler aus der Parallelklasse.

Aus dem Gegensatz zwischen Scarletts normaler Welt inklusive glaubhafter, genervter Eltern sowie dem anhänglichen kleinen Bruder und ihrem überschönen, aber ansonsten relativ nuancenlosen Geliebten entsteht der eigentliche Sog des Buches. Denn die fast surreale, traumähnliche Atmosphäre passt einfach perfekt zur Teenager-Sehnsucht nach dem sanften und gleichzeitig gefährlichen Geliebten – der in diesem Falle umjubelter Bassist einer Rockband ist und seine Scarlett sofort als große Liebe erkennt, auch wenn sie auf seinem Konzert in ihren ältesten Schlabberklamotten auftaucht. Solche fast schon ärgerlichen Unwahrscheinlichkeiten sowie der überschwängliche Tagebuchstil, wie von einer Zwölfjährigen geschrieben, die gefühlsmäßig in fünf Sekunden dreimal zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt wechselt, brachten mich zwar ein paarmal dazu, die Seiten nur noch zu überfliegen. Doch mit einer sarkastischen Bemerkung hier und einer selbstironischen Beobachtung dort konnte Baraldi ihren übers Ziel hinausschießenden Blumenstil immer wieder entschärfen.

Fazit
Insgesamt gesehen habe ich “Scarlett” als netten Lesespaß für zwischendurch empfunden – zwar mit vielen Ähnlichkeiten zu allseits bekannten Klischees und manchmal arg kitschig, aber flott, nicht langweilig und in einem sehr eigenwilligen, unverwechselbaren Stil geschrieben. Dieser dürfte allerdings wohl eher jüngere Leserinnen ansprechen, für ältere ist das Buch in meinen Augen einfach zu kindlich und die Handlung zu vorhersehbar angelegt.

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Hekabes avatar

Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi

Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi
Hekabevor 6 Jahren

Darum geht's:
Das Leben der 16-Jährigen Scarlett läuft alles andere als rund. Gerade hatte ihr ihr bester Freund seine Liebe gestanden, da musste sie Hals über Kopf mit ihrer Familie von Cremona nach Siena umziehen, weil ihr Vater einen neuen Job hat. Neue Schule, neue Leute, neues Leben.
Und dann trifft sie Mikael. Blickt in seine eisblauen, so unendlich intensiven Augen und noch im selben Moment ist es um sie geschehen. Und da ahnt sie noch nicht, dass Mikael, der Bassist der beliebten Schulband "Dead Stones", ein Geheimnis hütet.
Und das sie eigentlich (zumindest in der Theorie natürlich) besser beraten wäre, sich nicht auf ihn einzulassen...

Das meint Hekabe:
Nein, Mikael ist kein Vampir. So viel vorne weg. Genauso wenig wie sein Freund Vincent, der Lead-Sänger der Band, oder dessen Freundin Ofelia. Aber der Plot erinnert natürlich stark an die Bis(s)-Bücher.
Ein unscheinbares Mädchen kommt neu auf die Schule, findet schnell Anschluss (besonders die Jungs sind von ihr angetan), aber nein, aus allen wählt sie den heißesten, aber nicht weil er so heiß ist (jedenfalls nicht vorrangig), sondern weil er diese mysteriöse, anziehende Ausstrahlung hat. Natürlich ist er auch bis über beide Ohren in sie verknallt, versucht sich aber von ihr fern zu halten, um sie zu beschützen und so weiter und so fort. Oh, und bevor ich's vergesse: Mikael kann auch noch Gedanken lesen! Nur das mit dem Glitzern in der Sonne kriegt er noch nicht so richtig hin.

All das habe ich in den letzten Jahren zur Genüge gelesen. Die Wesen variieren zwar, das Prinzip bleibt gleich. Nichts Neues.
Trotzdem gefällt mir "Scarlett". Zwar hat mich dieses gewisse Maß an Unrealismus vor allem im Bezug auf die Teenager in Scarletts Umgebung genauso wie die Tatsache, dass die Story zum Teil doch etwas berechenbar ist, gestört, allerdings fand ich - nach meinen ersten Startschwierigkeiten mit dem Buch - den Schreibstil auf die Dauer richtig schön und fesselnd.
Barabara Baraldi beschreibt alles sehr bildlich und lässt Scarlett so auch sehr bildlich sprechen. Wunderbares, farbenfrohes Kopfkino.
Vor allem sobald Mikael auf der Bildfläche erscheint. Scarletts Faszination, ihre Liebe für ihn wird so genial und eindringlich erzählt, dass mir beim Lesen immer wieder ein anderer Name durch den Kopf geschossen ist: Lynn Raven.
Wie bei Lynn Ravens Büchern hat auch Barbara Baraldis "Scarlett" dieses mysteriöse Etwas, ist spannend und erzählt insgesamt sehr intensiv. Was aber Raven Baraldi eindeutig vorraus hat, ist - wie schon gesagt - der Realismus.
Okay, die Autorin ist Italienerin, die Geschichte spielt in Italien und vielleicht sind italienische Jugendliche anders als deutsche, aber so individuell und auf ihre eigene Art und Weise schräg wie Baraldis Figuren sind meiner Erfahrung nach die wenigsten Jugendlichen.
Aber dennoch gefällt mir "Scarlett" wie gesagt summa summarum wirklich gut. Die Geschichte ist schön, die Liebe zwischen Scarlett und Mikael gibt dem Ganzen etwas Bittersüßes, Mystisches, das das Buch richtig schön macht.
Ein guter Ersatz also für Urban Fantasy-Fans wie mich, die sehnsüchtig auf romantisch-süßes Lesefutter warten. ;)

Infos zum Buch:
Autor: Barbara Baraldi
Verlag: Bastei Lübbe
Originalsprache: Italienisch
Originaltitel: "Scarlett. L'amore ha occhi di ghiacco, la morte di fucco."
Übersetzer: Barbara Neeb und Katharina Schmidt
Umfang: c.a. 423 Seiten (gebundene Ausgabe)
Erscheinungsdatum (in Deutschland): 25. November 2011
Preis: 12,99€
Autorenwebsite: http://www.barbarabaraldi.it/

Rating:
Spannung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5
Story: 3/5
Plot: 3/5

Gesamt: 4/5

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Princessa_Strigojas avatar

Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi

Rezension zu "Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer" von Barbara Baraldi
Princessa_Strigojavor 6 Jahren

"Scarlett" von Barbara Baraldi zählt, wie so viele Jugendromane für hauptsächlich weibliche Teenager, zu den Schmökern.

Scarlett, die 16-jährige Protagonistin des Buches, zieht mit ihrer Familie um, was sie alles andere als toll findet, zumal sie gleich am ersten Schultag auch noch in die Quere von einigen Oberzicken gerät. Doch auch wenn es anfangs nicht so rosig für sie als neue Schülerin aussieht, so findet sie doch schnell Anschluss zu anderen Mädchen ihrer Klasse und verbringt mit ihnen auch eine schöne Zeit. Kompliziert wird es allerdings, als die Schulband "Dead Stones" wie jedes Jahr ein Konzert gibt und sie zum ersten Mal den gutaussehenden Mikael sieht...

(Achtung! Es kann gut möglich sein, dass ich Spoilern werde! Wer also das Buch noch nicht gelesen und es vor hat und nicht so begeistert ist, wenn etwas zuvor schon verraten wird, sollte jetzt aufhören weiterzulesen!)

Story:
Zuerst einmal ist die Idee des Buches nicht schlecht. Keine Vampire und auch keine Werwölfe stehen im Vordergrund, gut! Besonders toll finde ich auch die Tatsache, das Mikael in einer Band spielt und er deswegen nicht nur durch sein unglaubliches Äußeres beeindruckt, was ja leider schon fast nur noch so gemacht wird: Mädchen sieht gutaussehenden Jungen --> Mädchen verliebt sich in gutaussehenden Jungen --> gutaussehender Junge verliebt sich in Mädchen --> gutaussehender Junge und Mädchen kommen zusammen --> erster Streit zwischen den Beiden... und so weiter und sofort.

In der Liebesgeschichte dieses Buches verhält es sich im Prinzip nach diesem Grundgerüst ebenfalls, was aber ok ist, weil noch liebevolle Szenen mit ihrem Bruder und ihrem Bibliothekar Eduardo miteingeflochten werden und dem Ganzen das Gewisse etwas gibt.

Charaktere:
Hierbei war ich leider sehr enttäuscht. Waren Scarlett, ihr kleiner Bruder und Eduardo mir doch sehr sympathisch, so fand ich Mikael und seine Freunde doch recht oberflächlich ausgearbeitet. Ich fand es schade, dass nur Mikael die größte Aufmerksamkeit von seiner Band gewidmet wurde und wenig zu den anderen erzählt wurde. Wiederum unverständlich fand ich Umberto und Scarletts neue Freundinnen Caterina und Genziana. Schade eigentlich, denn Umberto fand ich sehr sympathisch. Zum Schluss hin konnte ich einfach nur genervt mit den Augen rollen, als er anfing sich wie ein Idiot gegenüber Scarlett und Caterina zu benehmen, denn ich fand es doch reichlich bedenklich, als er versucht hat Scarlett für sich einzunehmen, indem er sie erpresst und das auch noch durch Caterina! Ich meine: Ja, versteh ich, dass er stark in die verliebt ist, aber mit Caterina war er vorher richtig gut befreundet, bis Scarlett da war und da konnte ich es überhaupt nicht nachvollziehen, dass er diese Freundschaft durch soetwas Blödes einfach wegschmeißt. Und auch Genziana und Caterina sind in meinen Augen sehr, sehr naiv, glauben sie doch immerhin den Aussagen ihrer Feindinnen mehr, als Scarletts, obwohl sie doch eine Freundin von ihnen ist. Hätte etwas mehr durchdacht sein müssen - Schade!

Schreibstil:
Hierzu habe ich allerdings nichts auszusetzen! Aufgrund des Schreibstiles habe ich es immerhin geschafft dieses Buch in zwei Tagen durchzulesen und das geht nur, wenn es sich auch flüssig liest.

Cover:
Die Aufmachung des Buches finde ich sehr schön! Ich liebe auch so den Mond und in rot ist er wirklich wundervoll! Daumen hoch!

Fazit:
Ganz gute Geschichte mit altbekannter Liebelei aber einigen neuen Ideen, jedoch leider einigen Lücken in Sachen Verständnis mancher Handlungen und Aussagen einiger Charaktere, was mit der größte Schachpunkt des Buches meiner Meinung nach ist. Im Endeffekt muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er sich gerne ein paar sinnlose Zickereien in einer ansonsten guten Handlung antut, oder nicht. Ich persönlich hatte etwas mehr erwartet, aber jetzt bin ich schlauer.

Ich glaube nicht, dass ich die nachfolgenden Bände davon kaufen werde. Die Handlung in diesem Buch ist in sich abgeschlossen und vorerst, habe ich ersteinmal genug von Scarletts Leben gelesen.

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