Barbara Beuys

 4,2 Sterne bei 36 Bewertungen
Autorin von Denn ich bin krank vor Liebe, Paula Modersohn-Becker und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Barbara Beuys

Barbara Beuys, geboren 1943, arbeitete nach ihrer Promotion in Geschichte als Redakteurin u. a. bei Stern, Merian und DIE ZEIT. Heute lebt sie als freie Autorin in Köln.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Sophie Scholl (ISBN: 9783458681397)

Sophie Scholl

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Neu erschienen am 07.03.2021 als Taschenbuch bei Insel Verlag.

Alle Bücher von Barbara Beuys

Cover des Buches Paula Modersohn-Becker (ISBN: 9783458351191)

Paula Modersohn-Becker

 (6)
Erschienen am 23.03.2009
Cover des Buches Denn ich bin krank vor Liebe (ISBN: 9783458351672)

Denn ich bin krank vor Liebe

 (6)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Sophie Scholl (ISBN: 9783458681397)

Sophie Scholl

 (4)
Erschienen am 07.03.2021
Cover des Buches Maria Sibylla Merian (ISBN: 9783458361800)

Maria Sibylla Merian

 (3)
Erschienen am 14.11.2016
Cover des Buches Sophie Scholl Biographie (ISBN: 9783446235052)

Sophie Scholl Biographie

 (3)
Erschienen am 08.02.2010
Cover des Buches Helene Schjerfbeck (ISBN: 9783458363859)

Helene Schjerfbeck

 (2)
Erschienen am 10.12.2018
Cover des Buches Der Preis der Leidenschaft (ISBN: 9783458351184)

Der Preis der Leidenschaft

 (2)
Erschienen am 23.02.2009

Neue Rezensionen zu Barbara Beuys

Cover des Buches Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich (ISBN: 9783446244917)Elisabeth_Rettelbachs avatar

Rezension zu "Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich" von Barbara Beuys

Spannender Einblick, viele Überraschungen, wichtige Stimmen
Elisabeth_Rettelbachvor einem Monat

Im Kaiserreich und vor allem dann in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg gewinnen die Frauen an Einfluss, üben erstmals auch Berufe aus, die selbstbestimmt sind (also nicht mehr nur Dienstmädchen etc.) und kämpfen (teilweise) für das Wahlrecht.

Viele Frauenleben und -stimmen kommen zu Wort, teils sind das heute noch bekannte Namen, aber auch (zumindest mir) bisher unbekannte Powerfrauen und Pionierinnen z. B. Helene Lange, Paula Modersohn-Becker, Elisabeth Macke, Karen Horney, Asta Nielsen, Else Lasker-Schüler, Clara Zetkin, Agnes Bluhm, Gabriele Reuter, Hedwig Dohm und viele mehr.

Das Buch war keine Sekunde langweilig. Vieles wusste ich schon ein bisschen, aber es waren so viele Überraschungen dabei, damalige Lebensstile von Frauen, mit denen ich für die Zeit nicht gerechnet hätte.

Da das Buch sehr viele Events, Erlebnisse und Schicksale schildert, kann es nicht unbedingt jedesmal sehr in die Tiefe gehen, aber das Lesevergnügen war dennoch gar nicht nur oberflächlich. Die Autorin springt sehr spannend zwischen den Biografien hin und her, je nach Zeit und Thema des Kapitels, und ich habe wirklich sehr viel Neues und Interessantes erfahren, das mit diese Ära wirklich näher bringt.

Unbedingte Empfehlung für Geschichtsfans!

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Cover des Buches Sophie Charlotte (ISBN: 9783458177470)booklover_undercovers avatar

Rezension zu "Sophie Charlotte" von Barbara Beuys

Eine schöne Biografie, die dank Wortgewandtheit keine Langeweile zu bieten hat
booklover_undercovervor einem Jahr

Schon immer habe ich mich für die Hohenzollern und Welfen interessiert und mit Sophie Charlotte verbindet dieses Buch beide Häuser. Um ehrlich zu sein, hatte ich sie nie auf dem Schirm, wie 99% aller anderen wahrscheinlich auch. Dabei war Friedrich der Große sogar ihr Enkelsohn! Ich war sehr gespannt, was ich alles über sie erfahren würde.


Was ich wirklich gut fand, und das hat sich wirklich durchs ganze Buch gezogen, war, dass es nicht die ganze Zeit nur um Sophie Charlotte von Hannover ging, sondern auch um Figuren, die ihr Leben beeinflusst haben. So lernen wir zum Beispiel Sophie von der Pfalz, ihre Mutter, genauer kennen und auch Leute wie ihr Vater oder ihren Gemahl lernt man näher kennen. Ich habe es leider in anderen Biografien (von anderen Leuten natürlich) schon oft erlebt, dass es immer nur um die Protagonistin ging, aber ich denke mir immer, dass das doch gar nicht möglich sein kann! Es gab ja nicht nur diese eine Figur und es wäre total gelogen, wenn irgendwer sagte, diese Person hätte alles allein geschafft. Man muss zum Beispiel erst einmal geboren werden und so weiter. Aber wie gesagt, das hat Barbara Beuys wirklich gut gemacht.


Ich würde jetzt nicht sagen, dass Sophie Charlotte eine total wichtige Figur der Geschichte war, aber ich habe es trotzdem genossen, mehr und mehr über sie zu erfahren. Sie war schließlich die Ur-Urenkelin von Maria Stuart, nur mal so als Beispiel. Sophie Charlotte heiratete in ein königliches Haus ein und stammt aus dem ältesten (jedenfalls heutzutage) Adelshaus Europas. Auch ihre Verwandten, die Wittelsbacher, waren schon immer sehr interessant und so weiter. Ich mag es einfach. über diese ganzen Verschmelzungen zu lesen.


,,Sophie Charlotte - Preußens erste Königin" ist wirklich eine schön aufgemachte Biografie. Mit ihren Kapiteln und Bildern hat man nicht das Gefühl, in der Endlosigkeit zu verschwinden und es lässt sich fast wie ein Roman lesen.

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Cover des Buches Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich (ISBN: 9783446244917)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die neuen Frauen - Revolution im Kaiserreich" von Barbara Beuys

Ein interessanter Streifzug durch eine revolutionäre Zeit
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Dieses Buch beschreibt in der Tat eine Revolution in der Kaiserzeit. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen fordern viele Frauen Rechte ein, die ihnen bislang vorenthalten werden. Das Recht auf Bildung, das Wahlrecht, freie Berufswahl etc. – alles Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind.  

In 16 Kapiteln, in denen unterschiedliche Frauen eine tragende Rolle spielen, zeigt Barbara Beuys die Entwicklung der Frauenbewegung.  

Die konservative Regierung sieht die Forderungen mit wachsender Sorge und ist auch bereit, Gewalt gegen die Frauen einzusetzen, wenn die nicht von ihren Vorstellungen abrücken. Die Regierung, die ja ausschließlich aus Männern besteht, fürchtet die Frauen und ihre Ideen. 

Der Zugang zu den Universitäten ist den Frauen verboten. Als die Schweiz die ersten Frauen zum Medizinstudium zulassen, greifen einige diese Chance auf. Bei der Rückkehr nach Deutschland wird ihnen dann die Approbation verweigert und einigen der Prozess wegen Kurpfuscherei gemacht. 

Frauenvereine werden gegründet und von den Behörden wieder aufgelöst, Frauen verhaftet und die Zensur wieder verschärft. Doch immer wieder gelingt es Frauen, Kanäle für ihre Zeitschriften und Flugblätter zu finden. Viele Frauen greifen zur Selbsthilfe – diesen Frauen ist das Buch gewidmet. 

 

Meine Meinung: 

Anhand von Lebensgeschichten vieler engagierter Frauen erläutert Historikerin Barbara Beuys die Geschichte der „neuen Frauen“. Immer wieder kreuzen sich die Wege einzelner wie Clara Zetkin oder Else Lasker-Schüler.  

Die Autorin weist auch auf die unterschiedlichen Gepflogenheiten in den deutschen Landen hin. Diejenigen Länder, die lange unter Napoleons (französischer) Herrschaft standen und daher nach dem „Code Civil“ lebten wie z.B. Hamburg oder Westfalen, haben sich weniger starrköpfig gezeigt. Doch auch dieses Gesetzeswerk ist weit weg von „gleiches Recht für alle“. Der (französische) Grundsatz „Liberté, Egalité, Fraternité“ galt auch nur für Männer. Als die französische Revolutionärin Olympe de Gouges dies auch für Frauen forderte, endete so wie viele unter der Guillotine. Da herrschte dann wieder Gleichberechtigung. 

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges scheint die Revolution der Frauen ein Ende zu haben. Auf Grund der Umstände wird in dieser Zeit weniger theoretisiert. Die Frauen packen einfach an. Sie mussten ja für den Lebensunterhalt sorgen. Sie müssen jetzt die Industrie und die Versorgung am Laufen halten. Da wird nicht lange gefackelt und Frauen werden u.a. als Schaffnerinnen oder Tramwayfahrerinnen oder in den Fabriken eingesetzt. Allerdings müssen sie in ihren Arbeitsverträgen unterschreiben, sofort den Platz zu räumen, wenn die Männer wieder verfügbar sind. Sie werden nun als Ärztinnen widerwillig akzeptiert, da ein eklatanter Ärztemangel herrscht. Die Männer sind an der Front, verwundet oder überhaupt tot. Wer versorgt nun die Kranken? Eben.

So nach dem Motto „in der Not frisst der Teufel Fliegen“ werden den Frauen notgedrungen berufliche Perspektiven eröffnet, die nach Ende des Ersten Weltkrieges, nur teilweise weiter bestehen bleiben. Aber, das ist eine andere Geschichte, die noch zu wenig erforscht ist (S.346). 

Sehr spannend ist für mich zu lesen, dass der Ausbruch des Ersten Weltkriegs der internationalen Zusammenarbeit und Solidarität der Frauen ein abruptes Ende bereitet. Auch die engagierten Frauen lassen ihre eigentlichen Ziele fallen und werden zu glühenden Patriotinnen. Natürlich schließen sich nicht alle dem „Hurra-Geschrei“ an. Es gibt sie, die Pazifistinnen, die wie Bertha von Suttner. Manche wie die gescheiterte Pionierin der Wissenschaftlerinnen, Clara Immerwahr, setzen ihrem Leben ein Ende, weil sich der Traum von der gleichberechtigten Partnerin und Forscherin nicht erfüllt.   

Fazit: 

Dieses Buch liest sich ganz anders als Beuys‘ Biografie über Sibylla Maria Merian. Vielleicht muss es ein zweites Mal gelesen werden, um die gesamte Tragweite der Revolution der Frauen zu erfassen. Gerne gebe ich 4 Sterne.

 


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Zusätzliche Informationen

Barbara Beuys wurde am 09. Oktober 1943 in Deutschland geboren.

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in 95 Bibliotheken

auf 10 Wunschzettel

von 18 Lesern aktuell gelesen

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