Barbara Bierach

 3.9 Sterne bei 179 Bewertungen
Autorin von Lügenmauer, Schweigegelübde und weiteren Büchern.
Barbara Bierach

Lebenslauf von Barbara Bierach

Ich habe schon als Kind schreiben gespielt, bevor ich überhaupt schreiben konnte. Saß am Küchentisch, malte Kringel und dachte mir Geschichten aus. Inzwischen bin ich als Wirtschaftsjournalistin und Auslandskorrespondentin ganz schön herum gekommen und nach Stationen in München, Düsseldorf, New York und Sydney an der irischen Westküste gelandet. Irland ist eine einzige Einladung zum Geschichtenerzählen. Es regnet, das Feuer im Kamin knistert und die Gedanken gehen auf Reisen. Doch das Postkarten-Irland der Touristen interessiert mich nicht, dafür ist die irische Geschichte zu traurig. Hinter den grünen Kulissen und den putzigen Geschichten von Feen und Kobolden steckt ein zerrissenes, in Blut getränktes Land. So ziemlich jede Familie ist geprägt von 1000 Jahren britische Besatzung, der Hungersnot im 19. Jahrhundert, der Brutalität der Kirche vor allem gegen Frauen und von Emigration. Das Hauptexportgut der Iren sind Menschen, die weggehen, um anderswo ihr Glück zu suchen. Zurückbleibt ein Volk der Geschichtenerzähler, das im Wort Heilung sucht. Wer zuhören kann, findet hier also in jedem Pub eine Story. Die muss man dann nur noch aufschreiben. Für mich persönlich schließt sich in Irland der Kreis – kindliche Lust am Erzählen, professionelle Erfahrung im Recherchieren und ein waches Interesse an Geschichte und Politik fügen sich hier zu meinen Büchern zusammen. Mehr dazu auch auf meinem Blog https://www.bierach.com/blog

Alle Bücher von Barbara Bierach

Lügenmauer

Lügenmauer

 (97)
Erschienen am 15.07.2016
Schweigegelübde

Schweigegelübde

 (71)
Erschienen am 09.03.2018
Das dämliche Geschlecht

Das dämliche Geschlecht

 (8)
Erschienen am 07.09.2011
Oben ohne

Oben ohne

 (2)
Erschienen am 08.09.2006

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Barbara Bierach

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mamenus avatar

Rezension zu "Lügenmauer" von Barbara Bierach

Lügenmauer
mamenuvor 2 Monaten

Klapptext

Emma Vaughan,Kommissarin bei der Mordkommission in Sligo an der verregneten Nordwestküste Irlands,fällt auf:Sie ist geschieden und alleinerziehend und Protestantin.Ihr neuer Fall,der Mord an Charles Fitzpatrick,einem hochrangigen Mitglied der protestantischen Kirche,konfrontiert sie nicht nur mit der dunklen Geschichte Irlands,sondern auch mit den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit.Die Ermittlungen führen Emma in ein Kloster,in dem in den sechziger Jahren junge Mütter ihre unehelichen Kinder zur Welt brachten.Emma taucht tief in das dunkle Kapitel irischer Geschichte ein.Doch ihre Fragen treffen nur auf eisiges Schweigen.Dabei steht für sie viel auf dem Spiel:Wenn sie nicht schnell Ergebnisse liefert,übernimmt die Mordkommission in Dublin den Fall.Auch privat läuft für Emma nicht alles rund.Ihr Exmann fordert das alleinige Sorgerecht für ihren Sohn Stevie.Und ihre ständigen Rückenschmerzen erträgt sie nur mit einer Handvoll Schmerzmitteln.Da erreicht ein Brief aus Manchester die Mordkommission,dessen Inhalt die Ermittlungen in völlig neue Bahnen lenkt.

 

 

 

Meine Meinung

Mich hat dieses Buch neugierig gemacht, weil die Geschichte in Irland spielt. Was ich auch sehr interessant fand, das diese Geschichte in drei Ebenen geschrieben ist, zum einen in der  Gegenwart und dann in der Vergangenheit  um 2005 herum.  Zusätzlich geht diese Geschichte noch weiter zurück, bis ins Jahr 1965. Ich habe erst gedacht, das könnte beim Lesen Schwierigkeiten machen, diese Zeiten im Auge zu behalten, aber es ist alles sehr gut mit Jahreszeiten gekennzeichnet und somit kann man diese Geschichte sehr gut verfolgen.

Was mich ein wenig gestört hat, das an manchen stellen die Geschichte einfach für mich zu ruhig wurde und manches nur so da hin plätscherte, obwohl ich es wieder gut fand, Emma durch Irland zu begleiten. Emma war mir gleich vom beginn dieser Geschichte an sehr sympatisch. Sie ist zwar ein wenig Chaotisch, was mir aber sehr gut gefallen hat. Hier ist auch alles gut verteilt, zum einen die Ermittlungen und zum anderen das Privatleben von Emma. Dadurch  lernt man Emma doch noch ein wenig besser kennen.

Auch wenn der gesamte Krimi etwas ruhig war und die Spannung nicht immer gleich war, hat mir die gesamte Geschichte doch gut gefallen. Ich denke das liegt auch daran, das Emma in der Geschichte sehr sympatisch herüberkommt. Der Schreibstil war von Anfang bis Ende sehr flüssig und leicht. Ich werde auf jedenfall den nächsten Teil auch lesen wollen.

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coffee2gos avatar

Rezension zu "Schweigegelübde" von Barbara Bierach

interessanter zweiter Fall, Nebenhandlung war too much
coffee2govor 4 Monaten

Der zweite Fall mit Emma Vaughan als Ermittlerin hat mir noch besser gefallen als der erste Teil. Emma ist diesmal privat in der Zwickmühle, da sie einen Drogentest bestehen sollte um weiterhin im Dienst zu bleiben, aber bekanntermaßen abhängig von starken Schmerzmitteln ist. Aber zufälligerweise ist sie auch an der Aufdeckung einer interessanten Reihe an Todesfällen im Krankenhaus dran. Besonders ausgewogen und gelungen finde ich die Abwechslung zwischen dem Privatleben der Ermittlerin und der Aufklärung des Falles. Dass jetzt auch noch ihr Ex-Mann und die IRA als Nebenstrang hinzugezogen wurden, fand ich persönlich too much, hätte nicht sein müssen und falls doch, dann hätte es eine bedeutendere Rolle erhalten müssen. Insgesamt aber ein ziemlich spannender zweiter Teil, der Hoffnung auf einen dritten macht! 

Kommentare: 1
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U

Rezension zu "Schweigegelübde" von Barbara Bierach

Mord in Irland
ute54vor 5 Monaten

Das Cover zeigt eine romantische, typisch irische Landschaft. Der geheimnisvolle Titel                              „ Schweigegelübde“ erinnert an die tiefe Religiosität der  Iren. Der Konflikt zwischen Protestanten und den Katholiken wird von Emma, der Kommissarin und  Protagonistin, dargestellt und könnte somit auch zur Erklärung der „Schuldgefühle“  beitragen. Emma ist Karrierefrau, alleinerziehend und Mannerhasserin, sie ist tablettensüchtig und Exfrau eines vermeintlichen IRA-Terroristen. Dienstlich geht sie gern eigene, unabgesprochene  Wege und führt in die Praktiken der Heimerziehung sogenannter „ gefallener Mädchen“ ein, denen man die Babys wegnimmt oder diese, mangels schlechter Pflege, einfach sterben lässt. Und das bis in die 70er Jahre hinein! Diese Problematik hat mich sehr bewegt.
Emma soll nun den „Todesengel“ aufspüren, der im Krankenhaus Sligo vermeidlich todkranke Patienten umbringt. Die Lösung gelingt ihr, zusätzlich verfolgt sie aber noch eine weitere Spur in England, denn auch dort hat es rätselhafte Morde gegeben.
Das Werk ist in kurze Kapitel mit jeweils einer Überschrift aufgeteilt. Der lockere Schreibstil ermöglicht zusätzlich eine problemlose entspannte Lektüre innerhalb einiger Tage. Der Perspektivwechsel, auch aus der Sicht des Täters, erzeugt Spannung und Leselust. Das Ende ist unvorhersehbar, und somit ist dieser Irlandkrimi von Anfang bis Ende spannend.

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Gespräche aus der Community

Neu
B

Schweigegelübde“ - mit einer Ermittlerin aus dem Leben, alleinerziehend, chronisch überbelasted, unglaublich engagiert. Mit Ecken, Kanten und Fehlern.

Emma Vaughan, Inspector bei der Mordkommission in Sligo, an der verregneten irischen Nordwestküste, muss sich in ihrem zweiten Fall nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit, sondern auch mit einem alten, nicht gelösten Fall beschäftigen, der ihr beruflich das Genick brechen könnte. Zu allem Überfluss schickt ihr Boss sie zu einem Drogenscreening ins Krankenhaus. Doch der Chefarzt ist mehr an der Kommissarin als an der Patientin Emma interessiert: In letzter Zeit sterben auffällig viele Patienten. Emma beginnt zu ermitteln, aber niemand scheint ihr Auskunft geben zu können oder zu wollen. Als es zu einem weiteren Todesfall kommt, ist Emma klar, dass die mörderischen Konsequenzen ihrer früheren Entscheidungen im Begriff sind, sie einzuholen.


Lust, mit dabei zu sein? Barbara Bierach und der Ullstein Verlag verlosen 10 signierte Bücher.

Bewerbe Dich mit einem kurzen Statement. Dem Text steht ein Zitat von Oscar Wilde voran, das die These aufstellt, dass sich die Menschen nicht so ohne weiteres in “gut” und “böse” einteilen lassen und dass die so genannten “guten Frauen” oft voller Boshaftigkeit und Eifersucht stecken und die so genannten “schlechten Mädchen” oft liebevoll, traurig und opferbereit. Wir alle sind also immer gut und böse zugleich.

Stimmt das? Was haltet Ihr davon?

Zu einer kurzen Leseprobe geht es hier.

Zu meinem Blog über Irland geht es hier

https://www.bierach.com/blog


Stimmen zum ersten Band mit Emma Vaughan “Lügenmauer”.

... ein spannender Fall, der sogar noch mit einer Auflösung aufwartet, die mich mit der Frage zurückgelassen hat, wer entscheidet, ob jemand gut oder böse ist, und ob ein Verbrechen gesühnt werden muss oder nicht.”

Die dunklen Felle am 11.8.2016



Barbara Bierach ist hier ein tolles Debüt gelungen und mit Emma Vaughan hat sie eine Ermittlerin geschaffen, die nicht alles mit links erledigt, egal ob beruflich oder auch privat, eine Frau mit Ecken und Kanten, von der Abhängigkeit nach Tabletten ganz zu schweigen.”

Miss Norges Blog am 15.7.2017



Barbara Bierach ist viel rumgekommen: New York, Sydney und jetzt die irische Nordwestküste. Nach erfolgreichen Sachbüchern folgt nun ihr erster Krimi, recht still, mit Tiefgang, Einfühlungsvermögen und einem tiefen Einblick in die irische Geschichte.”

Coolibri zur Lesung auf der Crime Cologne am 27.9.2016




Baerbel82s avatar
Letzter Beitrag von  Baerbel82vor 7 Monaten
Sehr gerne! :-)

Ich entfolge dann mal hier.

Alles Liebe und Gute
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