Barbara Brandt

 3.8 Sterne bei 18 Bewertungen
Barbara Brandt

Lebenslauf von Barbara Brandt

Barbara Brandt (Pseudonym) gewann zweimal den Moerser Literaturpreis, unter anderem mit der Kurzgeschichte »Huhn und Habicht«. »Ganz schön schräg, spannend und unterhaltsam«, schrieb die Rheinische Post über die »an John Irvings Romane erinnernde Geschichte«. Seitdem Veröffentlichung verschiedener Kurzgeschichten in Anthologie (print) und bei Droemer Knaur (digital) in Zusammenarbeit mit jetzt.de, dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung. "Der Mann an der Reling" ist der erste Roman - inspiriert von der Leichtigkeit des Französischen, der Gelassenheit alles Britischen und der Lust am Geschichten erzählen.

Alle Bücher von Barbara Brandt

Der Mann an der Reling

Der Mann an der Reling

 (18)
Erschienen am 11.10.2016

Neue Rezensionen zu Barbara Brandt

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Rezension zu "Der Mann an der Reling" von Barbara Brandt

Mein nächster Mann muss wieder so sein wie du.
Martinchenvor 2 Jahren

"In einem Seniorenheim in Frankreich erzählt Iris von den Tagen des französischen Sommers 1975, als sie auf einer Überfahrt von England nach Frankreich Robert Bowman kennen lernt.

Tage später ist Robert schon Gast in Iris kleinem Landhotel in der Normandie. Und wieder später ist er ihr Geliebter. Vier Tage lang. Es ist eine leidenschaftliche Affäre vor der Kulisse des ländlichen Frankreich. Vier Tage voller Liebe und Lust – doch am Ende mit der schmerzlichen Entscheidung gegen ein gemeinsames Leben. Robert reist ab.

Zehn Jahre später: Iris hält ein Foto in der Hand, das Sally, ihre verstorbene Zwillingsschwester, und Robert eindeutig als Liebespaar zeigt. Das Foto ist aber nur wenige Monate alt! Wie kann das sein?

Ist Robert in Iris Abwesenheit zurückgekommen? Die Antwort auf diese Fragen findet Iris, als sie ihre lang vermissten Tagebücher wiederfindet – in dem Nachlass ihrer Schwester.

Iris will die Wahrheit wissen. Sie macht sich auf die Suche nach dem Mann an der Reling."

Barbara Brandt hat mit Kurzgeschichten zweimal den Moerser Literaturpreis gewonnen. "Der Mann an der Reling" ist ihr erster Roman.

Wie den Klappentext zu entnehmen, erzählt Iris einen Teil ihrer Lebensgeschichte einer Praktikantin in einem Seniorenheim. Genauso ist der Roman geschrieben: Iris erzählt in der Rückblende ihre Liebe zu Robert, mit Wiederholungen, mit kleinen Veränderungen, nicht chronologisch, Teile vorwegnehmend. Stellenweise ist unklar, ob Iris ihre Geschichte tatsächlich so erlebt hat oder ob ihr ihre Erinnerung einen Streich spielt. Das klärt sich im Verlaufe des Romans auf und das Ende ist völlig unerwartet.

Iris Freunde, die meisten Engländer wie sie, werden detailliert beschrieben. Über den einen oder anderen hätte ich gern noch ein wenig mehr erfahren, was aber für den Fortgang der Geschichte nicht notwendig ist. Auch die Landschaft kommt nicht zu kurz, so dass ich Lust auf einen Frankreich-Urlaub und das Savoir-vivre bekommen habe.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.

Das Cover zeigt Apfelblüten und Äpfel in einer sehr harmonischen und frühlingshaften Farbkombination. Leider hat es weder mit dem Inhalt noch mit dem gut gewählten Titel zu tun.

Fazit: ein Lesevergnügen für alle, die gern Liebesgeschichten lesen und auch vor einigen Wiederholungen nicht zurückschrecken.

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Rezension zu "Der Mann an der Reling" von Barbara Brandt

Iris blickt zurück auf ihr Leben
TochterAlicevor 2 Jahren

Und das hatte es in sich, denn neben einem schönen Leben im ländlichen Frankreich mit Albert, ihrem fürsorglichem Ehemann und in guten materiellen Verhältnissen, hat sie es auch nicht lassen können, mit dem Feuer zu spielen - mit dem Briten Robert gab es eine handfeste Affäre, die ihren Blick aufs Leben gehörig modifiziert hat. Jahre später sieht sie ein Foto von Robert mit ihrer Zwillingsschwester Sally in vertrauter Pose. Robert hat sie längst aus den Augen verloren, Sally ist verstorben. Gibt es einen Weg, herauszufinden, was passiert ist?

Ein Buch mit einem überaus einladenen Cover - frühlingshaft blühende Obstbäume mit ersten Früchten hat mir die Lektüre schmackhaft gemacht, doch konnten Klappentext und Gestaltung ihr Versprechen nicht halten: der Schreibstil erschien mir hölzern und erschwerte die Lektüre, zudem ging es sehr oft um Sex und um sexuelle Anspielungen, auch in Settings, wo das gar nicht so recht passte.

Iris' Geschichte wirkt wirr - die Abläufe waren für mich schwer nachzuvollziehen, was als Darstellung des Rückblicks einer alten Frau auf ihr Leben durchaus schlüssig war, mir das Lesen aber extrem erschwerte.

Auch die Charaktere sind aus meiner Sicht nicht eindringlich geschildert: ich habe keine großen Unterschiede zwischen Albert, Iris' Ehemann und Robert dem Geliebten gesehen, bzw. nicht verstanden, was sie an dem einen langweilte, an dem anderen so faszinierte. Im Prinzip waren sie austauschbar. Ein Roman, der mir leider wenig Freude bereitet hat und für den ich somit auch keine Empfehlung aussprechen kann.

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Ann-Marys avatar

Rezension zu "Der Mann an der Reling" von Barbara Brandt

Eine ganz besondere Affäre...
Ann-Maryvor 2 Jahren

Die betagte Iris lebt in einem Altenheim, eines Tages erzählt sie der dort arbeitenden Praktikantin die Geschichte ihres Lebens… Diese handelt von einer 4-tägigen Affäre mit einem Mann namens Robert, den sie vor vielen Jahren bei einer Überfahrt von England nach Frankreich durch Zufall kennen lernte. Wenige Tage nach dieser ersten Begegnung steht der gutaussehende Engländer plötzlich vor Iris Haustüre und fragt nach einer Unterkunft für die kommenden Tage. Um Iris ist es sofort geschehen, sie willigt ein und lässt Robert in ihrem Gästehaus wohnen. Als sich Iris Mann dann auf Geschäftsreise begibt gibt es für sie und Robert kein Halten mehr. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, während der Robert ihr die Welt zu Füßen legt…

Einige Jahre später fällt Iris beim Regeln des Nachlasses ihrer Schwester Sally ein Bild in die Hände das ihren Robert zusammen mit ihrem verstorbenen Zwilling zeigt, doch wie kann das sein, die beiden kannten sich doch nicht, oder doch!?

Cover: sehr hübsches und ansprechendes Cover, das aber keinen Bezug zum Titel und Inhalt des Buches hat

Schreibstil: flüssiger, gut zu lesender Schreibstil, mir hat er gut gefallen

Inhalt:

Die Autorin hat mit „Der Mann an der Reling“ ein Buch geschaffen dass einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Iris erzählt auf knapp 300 Seiten eine ganz besondere Liebesgeschichte, die zwar nur eine kurze Zeit dauert, jedoch so bunt und detailliert beschrieben wurde das man als Leser das Gefühl hat hier wird die Geschichte von vielen Jahren erzählt.

Sowohl Iris als auch Robert sind zwei wundervolle Charaktere, die mir von Anfang an sympathisch waren. Schon vor dem Beginn ihrer Affäre wird deutlich dass Iris ihre eingefahrene Ehe über hat, immer wieder stellt sie sich nach dem Kennenlernen von Robert die Frage ob das wirklich alles ist was sie vom Leben erwartet.

Robert ist so ganz anders als ihr Ehemann Albert, er ist gutaussehend, spontan, witzig und überrascht sie mit immer neuen Geschichten. Geschichten die teilweise so absurd und verrückt klingen, jedoch so lebendig erzählt werden, dass sich sowohl Iris als auch der Leser fragen was hier der Wahrheit entspricht und was nicht. Auch wenn Robert nie viel über sich selbst erzählt hat man doch die ganze Zeit das Gefühl ihn wirklich zu kennen und wird dann ganz zum Schluss davon überrascht, welche Wendung diese Geschichte doch nimmt…

 Für mich ist „Der Mann an der Reling“ ein absolut gelungener Roman, dem ich sehr gerne volle 5 Sterne gebe!

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

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DerMannAnDerRelings avatar
Liebe Lovelybooker,

10 signierte und mit Fotos von der Buchvorstellung auf der Messe in Frankfurt "personalisierte" Rezensionsexemplare warten darauf, die Protagonisten dieser Leserunde zu werden.

"Der Mann an der Reling" - mehr ist Robert zunächst nicht für Iris. Und dann auch noch in kurzen Hosen. Nachts. Bei Sturm. Und doch ist es der Beginn einer stürmischen Affäre - an deren Ende Iris dann doch der Mut verläßt. Robert reist ab.
Iris wird ihn nie wiedersehen!

Ein Jahrzehnt später: Iris hält ein Foto in der Hand. Darauf ihre kürzlich tödlich verunglückte Zwillingsschwester - und Robert. Eindeutig als Liebespaar! Wie kann das sein? Ist Robert zurückgekehrt? Hat er die Zwillingsschwester für Iris gehalten?
Hat der Tod der Schwester damit zu tun?
Iris macht sich auf die Suche nach dem "Mann an der Reling."

"Der Mann an der Reling" ist Barbara Brandts erster Roman. Inspiriert von der Leichtigkeit des Französischen und der Gelassenheit alles Britischen spielt der Roman im ländlichen Frankreich der Normandie und an der Südküste Englands.

Barbara ist zweimalige Gewinnerin des Moerser Literaturpreises.

Bewerbungsfrist bis Ende Dezember - die Rezensionsexemplare kommen vom Verlag aus Seattle! Das braucht ein wenig Zeit!
Aber dann lesen wir los!

Ich freu mich!

Martinchens avatar
Letzter Beitrag von  Martinchenvor 2 Jahren
Hier ist endlich auch meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Barbara-Brandt/Der-Mann-an-der-Reling-1351506741-w/rezension/1431383666/ Sie wird auch bei amazon veröffentlich. Vielen Dank, dass ich hier dabei sein durfte. Mir hat das Buch gefallen, wird es einen weiteren Roman geben?
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von 1 Lesern aktuell gelesen

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