Barbara Corsten

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Barbara CorstenDer Klippenspringer
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Der Klippenspringer
Der Klippenspringer
 (2)
Erschienen am 15.12.2016
Barbara CorstenTrust - Eine Frage des Vertrauens
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Trust - Eine Frage des Vertrauens
Trust - Eine Frage des Vertrauens
 (1)
Erschienen am 01.12.2015

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Korikos avatar

Rezension zu "Der Klippenspringer" von Barbara Corsten

Schöner, sehr intensiver Roman
Korikovor 2 Jahren

Story:
Der junge Kroate Ante verbringt sein Leben in Angst und Schrecken, ist er doch anders als die anderen Männer des kleinen Fischerdorfes. Von Gleichaltrigen gejagt und verprügelt, während die dörfliche Gemeinschaft wegsieht, schöpft er Hoffnung als er den Klippenspringer Kristijan besser kennenlernt und sich in diesen verliebt. Doch obwohl seine Gefühle erwidert werden, haben die beiden keine Chance. Die Angriffe auf Ante werden schlimmer, bis dessen Mutter schließlich nur einen Ausweg sieht – die Flucht nach Zagreb, wo ihr Sohn das Glück hat zu sich selbst zu finden und endlich Freunde findet, die ihn so akzeptieren wie er ist. Während Ante endlich zu sich selbst findet und sich ein neues Leben aufbaut, kann er seine erste Liebe Kristijan nicht vergessen, von dem er sich verraten fühlt …

Eigene Meinung:
„Der Klippenspringer“ ist ein dramatisches, sehr tiefgründiges Buch von Barbara Corsten und erschien im Dezember 2016 im deadsoft Verlag. Nach „Trust – Eine Frage des Vertrauens“ ist dies der zweite Roman der Autorin.

Der Leser begleitet den jungen Ante ungefähr ein Jahr lang bei seiner Suche nach einem Platz im Leben und erfährt dabei einiges über Kroatien und die historischen Ereignisse des Landes. Gerade letzteres macht den Roman so authentisch und sorgt dafür, dass man ihn ab einem gewissen Punkt nur schwer aus der Hand legen kann. Man merkt, dass die Autorin eine Menge Recherche für „Der Klippenspringer“ betrieben hat, um gesellschaftlichen Hintergründe und historische Fakten von Kroatien passend einzuweben und gerade ältere Charaktere auf diesem Weg lebendig zu machen. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Ante, aus dessen Sicht erzählt wird, aber Barbara Corsten beleuchtet auch die Nebencharaktere und gibt ihrer Vergangenheit Platz. Spannend ist auch, dass die sexuelle Orientierung des Protagonisten im Laufe des Romans teilweise in den Hintergrund rückt – natürlich ist es Antes Homosexualität Dreh- und Angelpunkt, dennoch spielt auch seine Entwicklung vom Prügelknappen zum Mann eine wichtige Rolle, denn er fasst Mut und Vertrauen, lernt sich selbst besser kennen und entwickelt eine Stärke, die man ihm zu Beginn kaum zugetraut hätte. Einzig die Tatsache, dass all das binnen eines Jahres passiert, wirkt ein wenig unrealistisch, denn es geht fast zu schnell. Hier wäre es realistischer gewesen, wenn die Autorin ihrem Helden mehr Zeit zugestanden hätte.

Wie bereits erwähnt sind die Charaktere sehr lebendig und authentisch. Der Leser kann sich sehr gut in Ante hineinversetzen und durchlebt mit ihm den Schrecken und die Angst, die er vor den Männern des Dorfes hat. Man erlebt seine Wandlung hautnah mit und ist immer an seiner Seite, ganz gleich ob er vor seinen Peinigern flieht, oder in Zagreb neue Freunde findet. Besonders gelungen sind Barbara Corsten Richard und Miro, die für Ante und dessen Mutter sehr wichtig werden. Beide haben eine bewegte und dramatische Vergangenheit hinter sich, die im Grunde ein eigenes Buch verdient hätte und Antes Geschichte teilweise den Rang abläuft. Sie sind tolle Figuren, die „Der Klippenspringer“ ungemein aufwerten und den Leser mit den Schrecken des Krieges konfrontieren.

Stilistisch legt die Autorin einen sehr schönen, stimmigen Roman vor, der vorwiegend aus Antes Sicht erzählt wird. Nur hin und wieder mischt sich eine andere Erzählperspektive ein – zu Beginn berichtet Kristijan aus seiner Sicht über Antes Probleme, später verliert sich seine Stimme, was ein wenig irritiert, denn man hat mit einem beständigen Wechsel der Perspektiven gerechnet. Das wirkt ein wenig unstimmig – vielleicht wäre es besser gewesen, die Geschichte nur aus Antes Sicht zu schreiben. Dennoch hat Barbara Corsten einen sehr eindringlichen, bildhaften Stil, der den Leser berührt und gut zu den Figuren und den Geschehnissen passt.

Fazit:
„Der Klippenspringer“ ist ein gelungenes, sehr intensives Drama, das durch tolle Charaktere und einen sehr schönen, stimmungsvollen Schreibstil besticht. Hin und wieder laufen einige Figuren dem Helden den Rang ab, nichtsdestotrotz ist man immer nah am Protagonisten und seiner Entwicklung zum Mann. Barbara Corsten legt einen gefühlvollen Roman vor, der sich aufgrund des Handlungsortes (Kroatien) und der damit einhergehenden historischen Ereignisse angenehm von anderen Dramen im Gay Romance Genre abhebt. Zu empfehlen.

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Elphaba1s avatar

Rezension zu "Trust - Eine Frage des Vertrauens" von Barbara Corsten

Wenn Vertrauen schwierig wird
Elphaba1vor 3 Jahren

Zu Anfang der Geschichte lernen wir Dean kennen. Nicht geliebt von seinen Eltern da er schwul ist, von einem Chef tyrannisiert weil er schwul ist, sucht er doch nur nach Liebe und Geborgenheit. Das scheint er mit Cedric gefunden zu haben, doch spielt dieser ein ganz falsches Spiel. Lasst euch gesagt sein, ich werde diesen Namen in Zusammenhang mit dieser Geschichte nicht mehr erwähnen. Solch einen abgrundtiefen Hass hege ich gegen ihn. Er ist es nicht wert von mir noch einmal erwähnt zu werden. Im Verlauf der Story lernen wir dann auch Jim kennen. Jim ist eigentlich das was sich Dean wünscht. Nach allem was Dean erlebt hat, versucht er es mit Jim. Doch auch Jim hat ein kleines Geheimnis. Wenn ich mir Dean und Jim gegenüber stelle, sehe ich jeweils das Gegenteil des anderen. Während Dean in sich zurückgezogen Lebt, lebt Jim frei hinaus. Dean lebt in Selbstzweifel, während Jim versucht alles zu tun, damit Dean frei leben kann. Doch wäre da nicht dieses eine Geheimnis in Jim. Er kann es einfach nicht aussprechen.

Die Autorin zeigt mit Trust wie nah Geschichten am Leben sein können. Wir kennen es alle. Homophobe Arbeitgeber oder selbst Menschen von denen wir dachten sie seien Freunde. Männer die einen Seelisch abhängig machen, und bei Bedarf einfach kurzerhand aussortieren. Ich habe in Trust gehofft, gebangt, geweint und noch mehr. Babsi Corsten dein Buch hat in meinem Herzen einen Platz gefunden. Dein Buch und Bodycaught von Chris P Rolls stehen nun beide mit erhobenem Haupt auf Platz 1 meiner liebsten Bücher. Danke für diese tolle Geschichte über Dean und seinen Jim.

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