Wenn die alten Eltern sterben

von Barbara Dobrick 
3,3 Sterne bei4 Bewertungen
Wenn die alten Eltern sterben
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Inhaltsangabe zu "Wenn die alten Eltern sterben"

Für alle Frauen und Männer ist der Tod ihres Vaters und ihrer Mutter mit unerwarteten und sehr starken Gefühlen verbunden. Er belebt die Erinnerung, mit allem Schönen und Schrecklichen. Noch einmal wird spürbar, wie bedeutungsvoll, wie bestimmend die Beziehungen zu den Eltern waren und bleiben. Barbara Dobrick führte zahlreiche Gespräche mit Töchtern und Söhnen, die von einem Elternteil Abschied nehmen mussten. Durch diese Gespräche und ihre Reflexionen dazu hilft die Autorin Trauernden, ihr eigenes Erleben besser zu verstehen; und sie bereitet diejenigen, deren Eltern krank sind oder im Sterben liegen, auf das vor, was auf sie zukommen kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783451062612
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Verlag Herder
Erscheinungsdatum:07.09.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    SiColliers avatar
    SiColliervor 6 Jahren
    Rezension zu "Wenn die alten Eltern sterben" von Barbara Dobrick

    Die Seele braucht Zeit, sich auf die Wirklichkeit einzustellen, sie anzuerkennen. (Seite 47) Aber wie ist das in einer Zeit, in einer Gesellschaft, die zunehmend und immer mehr säkular ist, Dinge wie „Seele“ nicht akzeptiert und erwartet, daß man - egal was kommt - zu funktionieren hat? Gut, bei der Beerdigung darf man auch ganz offiziell ein paar Tränen vergießen, aber dann hat bitte schön das Leben unbeeinträchtigt weiterzugehen.

    Aber was ist, wenn es das nicht tut? Was ist, wenn diese „Ideologie“ falsch ist?

    Diese Fragen könnte man als die Grundfragen nennen, die im Verlauf des Buches in sachlicher Form beantwortet werden. Die Autorin hat mit etlichen betroffenen Söhnen und Töchtern lange Gespräche darüber geführt, wie es ist, wenn die alten Eltern sterben. Dabei wird deutlich, wie verschieden der Umgang mit dem Thema ist, wie wenig „man“ dem gesellschaftlich geforderten Ideal im Ernstfall zu folgen in der Lage ist - und wie natürlich die Reaktionen auf den Tod der Eltern sind.

    Denn egal, wie lange man Zeit hatte, sich darauf einzustellen. Wenn die Situation da ist, ist es doch ganz anders. Da ist es durchaus hilfreich zu wissen, daß man in seiner Reaktion nicht alleine steht, daß es vielen anderen ähnlich ergeht. Reaktionen, die zwischen abgrundtiefer Trauer über Erleichterung bis hin zum offen ausbrechenden Haß das ganze Spektrum der Gefühle umfassen können.

    Die Autorin zeigt diese verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten einfühlsam auf und gibt Begründungen dafür. Durch die konkreten Beispiele kann man alles sehr gut nachvollziehen. Selbst wenn das keine „Blaupausen“ sind, ist doch ein breites Spektrum gegeben, in dem man sich in seiner eigenen Situation wiederfinden kann. Interessant am Buch die ausführliche Beschäftigung mit den einzelnen Arten der Gefühle, wie „Die allererste Reaktion“, „Ohnmacht, Verzweiflung, Angst“, „Erleichterung“, „Wut, Haß, Schuldgefühle“ oder auch „Rückzug und Isolation“.

    Weitere Kapitel befassen sich mit dem Verhältnis von Geschwistern oder auch dem was bleibt, dem Erbe bzw. Vermächtnis (im finanziellen wie ideellen Sinn).

    Am Ende bleibt die Erkenntnis, daß man - so man Kinder hat und es dem natürlichen Lauf folgt - selbst eines Tages unweigerlich der Elternteil ist, der stirbt. Die Beschäftigung mit diesem Buch und der darin enthaltenen Thematik vermag vielleicht zum Nachdenken anzuregen, wie es sein wird, wenn die eigenen Kinder um ihre Eltern trauern. Und was man tun kann, daß nicht Haß- oder Erleichterungsgefühle bei den dann Hinterbliebenen überwiegen. Insofern bietet das Buch eine Chance, für einen besseren „Rest des eigenen Lebens“.


    Kurzfassung

    Sachlich und nüchtern anhand von Beispielen gibt das Buch Überblick und Hilfestellung für die schwierige Zeit, wenn die eigenen Eltern sterben.

    Kommentare: 3
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    angeleyeds avatar
    angeleyedvor 9 Monaten
    Ines-Rs avatar
    Ines-Rvor 3 Jahren
    B
    buecherschnecke63vor 8 Jahren

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