Barbara Dribbusch Schattwald

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Inhaltsangabe zu „Schattwald“ von Barbara Dribbusch

Als Anne Südhausen nach Innsbruck reist, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte zu regeln, macht sie eine Entdeckung: Tagebücher aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Charlottes Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen – einem Ort, an dem schreckliche Dinge geschahen, die das Leben der Großmutter für immer veränderten. Auch in der Gegenwart passiert Unerwartetes: Ein außergewöhnlicher Mann tritt in Annes Leben, einige Personen entwickeln plötzlich großes Interesse an den Tagebüchern und Anne gerät immer mehr in Gefahr ...

Hatte mir deutlich mehr davon erwartet...

— AUSGEbuchT-PetraMolitor

selten so unterhaltsame und spannende Familiengeschichte gelesen

— Rebecca1120

Gut geschrieben, aber etwas mehr Tiefe gerade bei den Charakteren wären spannender gewesen

— SillyT

Tolle Unterhaltung mit Auszüge aus dem dritten Reich. Flüssig zu lesen.

— Winterzauber

Wenn man sich mal abseits episch angelegter Werke mit dem 2. Weltkrieg beschäftigen will, ist „Schattwald“ geeignet dafür.

— NiWa

Wenn die Hauptfigur nicht so eine klischeebeladene Dame wäre, hätte es klasse werden können

— Ein LovelyBooks-Nutzer

In grausamen Zeiten braucht es mutige Menschen

— Fluse

In der Idee nicht schlecht, aber in der Umsetzung eher durchschnittlich. Spannung kam bei mir leider keine auf.

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    • 1135
  • zu oberflächlich

    Schattwald

    Marakkaram

    06. March 2017 um 19:45

    Nach dem Abtrocknen riskierte ich einen Blick in den Spiegel. Ich sah aus wie aus der Welt gefallen. (...) Ich war so verhärmt. Wer konnte so jemanden lieben? 2014: Die Journalistin Anne wurde kürzlich von ihrem Freund verlassen und versinkt in Selbstmitleid. Da erhält sie die Nachricht, dass ihre Großmutter Charlotte plötzlich gestorben ist, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Anne nutzt diesen traurigen Anlass für eine kurze Auszeit. Sie reist nach Innsbruck, um den Nachlass der alten Dame zu regeln. Dabei fallen ihr alte Tagebücher von Charlotte in die Hände....  “Die Traurigen müssen ins Eis.” Das hatte Carl immer gesagt. 1943: Die junge Charlotte kommt mit dem Tod ihres Zwillingsbruders Robert nicht zurecht. Sie magert ab, trägt seine Sachen und vermisst ihn schmerzlich. Ihre wohlhabende Familie schickt sie nach Österreich in das Sanatorium Schattwald. In der dortigen Gemeinschaft, wird ihr sehr schnell klar, wie wichtig Menschlichkeit in den Zeiten des Krieges ist. Ich hatte mich unheimlich auf diesen Roman gefreut, da mich das Thema Heilanstalten im Allgemeinen und während des dritten Reiches insbesondere, sehr interessiert. Wahrscheinlich war ich deswegen über die Oberflächlichkeit umso enttäuschter, denn bei dieser Thematik erwartet man Tiefe. Die Autorin ist Redakteurin bei der taz und hat bereits ein Sachbuch veröffentlicht. “Schattwald” ist ihr erster Roman und das merkt man.Hat mich der Roman unterhalten? Ja, gar keine Frage und ich will jetzt auch nicht sagen: aber auf Groschenroman-Niveau, aber fast. Der Schreibstil ist - vor allem im Teil der heutigen Zeit - ziemlich hölzern und fast schon ein wenig ungelenk. Auch die Protagonisten sind nicht sonderlich gut ausgearbeitet und so habe ich zu Anne kaum ein Gesicht. Zudem habe ich mich schwer getan Sympathie für sie zu entwickeln. In ihrem Kopf dreht sich alles nur um Anerkennung von Männern (heiss und begehrt zu sein). Immer mit der Autorin-Ausrede, dass sie grad von ihrem Mann verlassen wurde und ihr Selbstbewusstsein im Keller sei. Das hat irgendwann ganz gewaltig genervt. Vor allem, da nicht eine Träne über den Tod der Großmutter geflossen ist. Und auch Charlottes Vergangenheit stand bei ihr nicht wirklich im Fokus, ganz im Gegenteil benimmt sie sich noch sehr überheblich zu deren Nachbarinnen und Freundinnen. Ich empfand sie als sehr egozentrisch und unsympathisch. Am Liebsten hätte ich ihre holprigen Passagen übersprungen. Charlottes Geschichte konnte mich da schon mehr begeistern, obwohl sie ziemlich vorhersehbar ist und leider nur an der Oberfläche kratzt. Dennoch war der Schreibstil besser und man konnte merken, dass sich die Autorin intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat - nur konnte sie es nicht umsetzen. Bisweilen kam bei mir das Gefühl auf, die Autorin wusste zwar wo sie hinwollte, hatte aber keine Ahnung, wie sie das anstellen sollte und kam dann auf sehr konstruierte Ideen. Und da wären wir wieder bei den Feinheiten im Schreibstil und Kniffen beim Geschichten erzählen. Beides noch ausbaufähig.     Im Endeffekt versprechen Cover und Klappentext mehr als das Buch letztendlich halten kann. Schade, aber das wird mir nicht lang in Erinnerung bleiben. 

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  • Nachdenklich

    Schattwald

    Xanaka

    13. November 2016 um 20:14

    Anne Südhausen, erfolgreiche Journalistin eines Frauenmagazins aus Hamburg könnte zufrieden und glücklich sein. Und doch ist sie es nicht. Ihr Mann hat sich gerade für eine Jüngere von ihr getrennt. Mit diesem Verlust kommt sie nicht richtig klar. Dann kommt auch noch der Anruf. Ihre Großmutter Charlotte ist in Innsbruck verstorben. Als einzige Erbin muss sie sich um den Nachlass kümmern. Sie hat ihre Großmutter viele Jahre nicht gesehen und hatte jahrelang auch keinen Kontakt zu ihr. Im Haus von Charlotte findet sie deren Tagebücher aus dem Jahre 1943 und beginnt darin zu lesen. Schon beim Lesen der Tagebücher wird ihr klar, dass sie Charlotte gar nicht richtig gekannt hat und viele wichtige Details aus ihrem Leben ihr gar nicht bekannt sind. Aber scheinbar sind auch Andere an den Tagebüchern interessiert. Erst verschwinden die beiden letzten Hefte der Tagebücher, dann findet sie Fußspuren in der Wohnung. Anne versucht die Hinterlassenschaft und die Rätsel um die Tagebücher ihrer Großmutter zu lösen.Barbara Dribbusch hat die Geschichten von Anne und Charlotte in zwei Zeitebenen angesiedelt. Wir erfahren von Anne und dem Fund der Tagebücher. Parallel wird uns durch die Tagebücher angesiedelt im Zeitraum 1943 die Geschichte Charlottes erzählt. Deren Einweisung in eine Nervenheilanstalt zu dieser Zeit war schon etwas Besonderes. Charlotte ist durch den Tod ihres Zwillingsbruders Robert schwer traumatisiert und dadurch nicht mehr in der Lage am Leben teilzunehmen. Ein Aufenthalt in der Klinik "Schattwald" soll Besserung und Heilung bewirken. Jedoch befindet man sich gerade mitten im Krieg und so ist ihr Aufenthalt in der Klinik nicht mit einem normalen Kuraufenthalt zu vergleichen. Die Autorin hat sich hier einem Thema angenommen, über das ich nur sehr wenig wusste. Euthanasie im deutschen Reich ist schon bekannt, aber dass man auch Menschenversuche an psychisch Kranken unternommen hat, darüber wusste ich nicht so viel. Sie hat dieses Thema in eine spannende Geschichte verpackt, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen. Gut verpackt in eine Familiengeschichte ist hier ein düsterer Rückblick mit einigen Überraschungen und Wendungen geschrieben worden.Mir hat das Buch gefallen - es hat mich zum Nachdenken angeregt. Von mir gibt es verdiente 5 Lesesterne und natürlich eine Leseempfehlung.

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  • Ausflug in die Vergangenheit

    Schattwald

    kubine

    01. November 2016 um 03:35

    Österreich im Winter 1943: Die junge Charlotte Rotstetter kommt ins Nervensanatorium Schattwald. Nachdem ihr Zwillingsbruder an der Front gefallen ist, lebt sie in ihrer eigenen Welt, läuft in Männerkleidung durch die Gegend und hat kaum Interesse an ihrem Umfeld. Ihr Vater, ein Rüstungsfabrikant, hofft, unliebsames Getuschel dadurch vorzubeugen und Charlotte hofft, sich in den verschneiten Bergen selbst wiederzufinden. Doch die Zeiten sind schwierig und Schattwald birgt Geheimnisse, die besser nicht ans Licht kommen sollten...Gegenwart: Die Journalistin Anne Südhausen reist nach Innsbruck, um den Nachlass ihrer Großmutter Charlotte zu regeln. Dabei fallen ihr alte Tagebücher in die Hände, die Anne mit Begeisterung studiert. Doch als es vermehrt Interesse an den alten Aufzeichnungen ihrer Großmutter gibt und sich unerklärliche Vorfälle in Annes Umfeld häufen, stellt sich die Frage, ob man die Vergangenheit nicht besser ruhen lassen sollte...Barbara Dribbusch ist Redakteurin bei der taz und Autorin eines Schachbuches. „Schattwald“ ist ihr erster Roman, basierend auf Recherchen zum Thema Psychiatrie vor und im 2. Weltkrieg. Allerdings kratzt sie damit mehr an der Oberfläche und auch das Einweben kriminalistischer Elemente überzeugt nicht wirklich.Das Buch spielt in 2 Zeitebenen, die sich abwechseln. Für die Gegenwart hat die Autorin die Ich-Form gewählt, die Tagebucheinträge sind in auktorialer Erzählweise geschildert. Das ist schon das erste Manko: Es sind Tagebucheinträge, die gelesen werden, hier wäre die Ich-Form wesentlich überzeugender gewesen. Für die Gegenwart hätte dann die andere Erzählweise besser gepasst. Wahrscheinlich sollte man aber durch die gewählte Form mit der Enkelin fühlen, mitfiebern und zittern. Das hat bei mir leider nicht geklappt.Anne Südhausen, Protagonistin der Gegenwart, hat gerade mit der Trennung von ihrem Mann zu kämpfen, als die Nachricht vom Tode ihrer Großmutter sie erreichte. Das ist sicher keine leichte Situation im Leben, aber als gestandene Frau sollte man damit umgehen können. Stattdessen verhält sich die Protagonistin wie ein kleines dummes Schulmädchen, ignoriert ihre innere Stimme und handelt oft unlogisch. Es gab Stellen im Buch, da hätte ich sie am liebsten kräftig geschüttelt, je mehr die Handlung voranschritt, desto mehr konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Sie blieb als Hauptfigur farblos und blass, und war mir hin und wieder auch unsympathisch.Ein bisschen besser ist die Geschichte aus den Tagebüchern gelungen, wenn diese auch sehr stereotyp verläuft und in wesentlichen Punkten nur an der Oberfläche kratzt. Man merkt hier die ausführliche Recherche der Autorin, aber es scheint, als ob sie Angst hatte, die Dinge beim Namen zu nennen. Heute weiß man, was in den sogenannten Sanatorien vor sich ging und wenn auch diese Einrichtung im Buch auf der anderen, guten Seite stand, bin ich mir nicht sicher, wie realistisch das zur damaligen Zeit war. Dafür wurden dann aber auch ein paar linientreue Figuren und schwerwiegende Geheimnisse der Patienten miteingebaut, die sollten sie rauskommen, wahrscheinlich für einen anderen Verlauf der Geschichte gesorgt hätten.Da wirkte das ganze dann doch ein wenig konstruiert. Um Spannung zu erzeugen, wurde an undurchsichtigen Personen, falschen Fährten, schwerwiegenden Geheimnissen und dem Ableben einiger Figuren nicht gespart. Überzeugend war das aber leider nicht. Trotzdem bleibt man als Leser dran, weil es sich leicht und flüssig lesen lässt und man doch wissen möchte, wo das ganze letztendlich hinführt. Eine große Überraschung ist das Ende dann aber nicht.Letztendlich verspricht der Klappentext mehr als das Buch halten kann. Es sorgt für einen netten Zeitvertreib, bleibt aber wahrscheinlich nicht lange im Gedächtnis.

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  • Leider nicht ganz überzeugend

    Schattwald

    anushka

    21. October 2016 um 22:28

    Hamburg, 2014. Die 46-jährige Anne Südhausen erhält die Nachricht, dass ihre Großmutter aus Innsbruck verstorben ist. In den letzten Jahren hatte Anne keinen Kontakt mehr zu ihrer Großmutter, Obwohl Anne Großmutter Charlotte ihrem Schwiegersohn den Tod ihrer Tochter nie verziehen hat, hat sie doch bis zuletzt an ihre Enkelin gedacht und ihr etwas hinterlassen. Anne findet Charlottes Tagebücher, in denen diese von ihrem Aufenthalt im Sanatorium Schattwald im Jahr 1943 berichtet. Das war eine gefährliche Zeit für geistig Kranke. Und Anne ist nicht die einzige, die sich für die Tagebücher ihrer Großmutter interessiert.Vielleicht hatte dieses Buch bei mir einfach ein wenig Pech, da ich direkt zuvor schon ein anderes Buch zur 2.-Weltkrieg-Thematik gelesen habe, das mich sehr begeistert hat. Umso stärker war der Kontrast zu "Schattwald". Das Verhalten der 46(!)-jährigen Protagonistin blieb mir oft fremd. Sie ist Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift, wirkt aber oft nicht entsprechend qualifiziert oder durchdacht. Immer wieder berichtet sie selbst, dass ihr etwas oder jemand merkwürdig vorkommt, aber immer wieder ignoriert sie die Warnsignale, obwohl dem Leser klar ist, worauf es hinausläuft. Ideen brauchen lange, bis sie reifen. Beispielsweise ergibt sich eine Situation, in der Anne auf dem Rückweg von irgendwo in einer Hütte nachschauen könnte. Das wird aus einem Telefonat deutlich. Diese Idee kommt ihr jedoch erst, als ihr das jemand explizit sagt und dann wird die Logik im Text auch noch einmal extra erklärt. Mich hat Annes Verhalten immer wieder frustriert. Auch die historische Handlung fand ich ein wenig dünn. Das Buch befasst sich mit einem sehr dunklen Kapitel der Nazi-Geschichte, das vielleicht auch nicht allen so geläufig ist. Leider kommt es hier irgendwie harmlos herüber, die gesamtgesellschaftliche Dimension war für mich nicht spürbar. Zudem war mir die Geschichte im Sanatorium etwas zu soapmäßig. Charlotte als Psychiatriepatientin wird nach kürzester Zeit in die Machenschaften und Geheimnisse der Belegschaft eingeweiht. Die Handvoll anderer Patienten, die man kennenlernt, sind alle nicht, was sie zunächst scheinen. Und wirklich emotional erreicht hat mich auch keine der Figuren. Alle blieben mir ein wenig zu holzschnitthaft oder unverständlich (wie Anne).Insgesamt konnte mich dieses Buch leider nicht ganz überzeugen, obwohl ich mir davon einiges versprochen hatte.

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  • Kein Buch, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird

    Schattwald

    AUSGEbuchT-PetraMolitor

    18. October 2016 um 16:00

    Keine Rezension, sondern nur eine kurze Einschätzung:

    Zu langatmig, zu konstruiert, flache Charaktere - mich hat "Schattwald" nicht wirklich überzeugt.

     

     

  • Schattwald

    Schattwald

    vormi

    05. October 2016 um 01:08

    Nach dem Tod ihrer Großmutter Charlotte fliegt Anne nach Innsbruck um sich um die Beerdigung und die Haushsltsauflösung zu kümmern. Dabei findet sie einige Tagebücher ihrer Oma, datiert im Januar und Februar 1943,, denn in diesem Zeitraum hilt sich die damals 20jährige Charlotte in der Nervenheilanstalt Schattwald auf.Sehr interessiert liest Anne diese Tagebücher, auch um mehr über Charlotte zu erfahren, denn die beiden hatten in den letzten Jahren nur sehr wenig Kontakt.Und ist erstaunt, wie sehr die 2 Monate in Schattwald das Leben ihrer Oma geprägt hat.Und das die Ereignisse von damals sogar bis in die heutige Zeit zu reichen scheinen...Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte, die in 2 Zeiten spielt, 1943 und 2014, wurde immer abwechselnd erzählt. Also eine gute Mischung. Und natürlich immer wenn es spannend wurde, dann gab es einen Switch zischen den Erzählungen der beiden Frauen.Beide Storys finde ich spannend erzählt. Natürlich liegt irgendwann Charlottes Erzählung ein wenig weiter vorne, einfach aufgrund der äußeren Umstände.Die Personen sind sehr lebensnah gezeichnet und man kann hervorragend mit ihnen mitfiebern.Die Ereignisse sind alle logisch und in sich gut nachvollziehbar. Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich habe es ruckzuck durchgelesen. Ich hab gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Einfach richtig gute Unterhaltung, gespickt mit gutem Hintergrundwissen, das die Autorin durch eine Ausstellung im Jahr 2014 in das Buch einfliessen lässt.

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  • Schattwald

    Schattwald

    Kleine8310

    04. October 2016 um 23:31

    "Schattwald" ist ein Buch der Autorin Barbara Dribbusch. Auf diesen Titel bin ich aufgrund des interessanten Klappentextes aufmerksam geworden und ich wollte es unbedingt lesen, da es einiges an Spannung versprach. Ob es dann auch wirklich spannend war oder ob mich etwas gänzlich anderes erwartet hat? Das seht ihr hier ...   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Anne Südhausen. Anne ist auf dem Weg nach Innsbruck, um sich dort um den Nachlass ihrer Großmutter Charlotte zu kümmern. Als sie schließlich die Sachen sichtet stößt sie auf einige Tagebücher ihrer Großmutter, die aus der Zeit des zweiten Weltkriegs stammen und von Charlotte's Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen. Faszniert macht sich Anne an die Lektüre und stößt auf eine Geschichte, die ihr eine Gänsehaut beschert. Aber auch die Gegenwart hält unerwartetes für Anne bereit, denn ein außergwöhlicher Mann tritt plötzlich in ihr Leben und zudem scheinen einige andere Personen großes Interesse an den Tagebüchern zu haben, was schließlich auch Anne in Gefahr bringt ... Der Einstieg in dieses Buch ist mir, dank des flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstils von Barbara Dribbusch, sehr gut gelungen. Erzählt wird die Geschichte in zwei verschiedenen Handlungssträngen. In dem Erzählstrang in der Gegenwart ist die Protagonistin Anne die Ich - Erzählerin und der zweite Erzählstrang beleuchtet die Gegenwart und zwar in Form der Tagebucheinträge von Anne's Großmutter Charlotte.  Besonders der Strang um Charlotte hat mich neugierig gemacht, da ich sehr gespannt auf die Geschehnisse war und wenn man schon ein bisschen was über die Zeit damals weiß, weiß man ja auch wie es ungefähr in Sanatorien abgelaufen ist. Hier muss ich sagen, dass mir die Schilderungen beinahe zu lasch waren, um es mal lapidar zu sagen.    Man merkt, dass die Autorin Recherchen betrieben hat und es wird auch einiges sehr gut rübergebracht, aber mir fehlte etwas ganz entscheidendes und zwar die Atmosphäre, die eine Einrichtung, wie Schattwald, mit sich bringen sollte. Dennoch war ich natürlich gespannt, was Charlotte dort noch erleben würde, aber wirklich gefesselt hat mich die Geschichte leider nicht. Der Erzählstrang der Gegenwart war absolut in Ordnung und als sich später die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpfte, konnte ich auch alles logisch nachvollziehen. Das Buch liess sich problemlos lesen und ich habe die Geschehnisse auch interessiert verfolgt, aber ich hätte mir mehr Spannung und vielleicht ein paar unvorhergesehene Wendungen gewünscht. Zudem halt auch mehr Atmosphäre die Kriegsjahre und die damaligen Sanatorien, beziehungsweise die Behandlungen psychisch kranker Menschen betreffend.  Positiv:  * tolle Buchidee mit viel Potenzial * interessante Charaktere Negativ:  * ich hätte mir mehr Spannung und auch mehr Atmosphäre, die Kriegsjahre betreffend gewünscht * mir fehlte der Tiefgang bei den damalige Behandlungen psychisch kranker Menschen   "Schattwald" ist ein interessanter und abwechslungsreicher Roman, der mich gut unterhalten hat, bei dem mir aber manchmal der Tiefgang und ein bisschen mehr Spannung fehlte!

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  • selten so unterhaltsame und spannende Familiengeschichte gelesen

    Schattwald

    Rebecca1120

    02. October 2016 um 19:33

    Anne reist nach Innsbruck um die Beerdigung ihrer Großmutter Charlotte zu organisieren. Seit fast zwei Jahrzehnten hatten beide keinen Kontakt mehr gehabt, obwohl Charlotte noch die einzige lebende Verwandte in der Familie war. Im Haus der Großmutter findet Anne 13 Schulhefte mit Tagebucheintragungen ihrer Oma aus dem Jahr 1943 – geschrieben während eines Aufenthaltes im Sanatorium für psychisch Gestörte. Während des Lesens dieser Tagebücher erfährt Anne Dinge über ihre Großmutter, die sie bisher noch nie erfahren hatte. Aber auch andere Mitmenschen habe Interesse am Inhalt dieser Tagebücher…. Ich habe mich beim Lesen dieser Familiengeschichte sehr gut unterhalten gefühlt. Stück für Stück >genau wie Anne< lernt der Leser das Geheimnis ihrer Großmutter kennen. Dieses stilistische Mittel des Wechsels zwischen Gegenwart und Rückblende empfand ich als sehr spannend und unterhaltsam. Die geschilderten Charaktere, überhaupt die ganze Geschichte sind sehr glaubhaft geschildert. Dabei ist es Barbara Dribbusch gelungen die Spannung zu halten. Ich kann behaupten, während des Lesens auch mit in Innsbruck dabei gewesen zu sein. Genau wie Anne habe ich Theres Kurz, Maria Pramstaller und deren Neffen und natürlich dem Professor misstraut und weitergerätselt. Als die Geschichte dann zu Ende war, war ich zwar schlauer, aber irgendwie auch traurig, weil ich gerne noch weitergelesen hätte. So viel Spaß beim Lesen hatte ich lange nicht! Von mir gibt’s (was ich selten vergebe) 5 wohlverdiente Lesesterne.

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  • Toller Roman mit kleiner Schwäche

    Schattwald

    sapadi

    02. October 2016 um 10:43

    Die Journalistin Anne Südhausen muss nach dem Tod Ihrer Großmutter nach Innsbruck um dort die Beerdigung und den Nachlass zu regeln. Sie hatte lange Zeit keinen Kontakt zu ihr und befindet sich nach der Trennung von ihrem Mann in keiner guten seelischen Verfassung. Bei der Durchsicht der Unterlagen ihrer Großmutter findet sie mehrere Tagebücher die das Leben der Großmutter im Sanatorium Schattwald im Jahre 1943 widerspiegeln. Anne taucht in die Zeit ein und lernt so eine andere Seite ihrer Großmutter und ihrer Vergangenheit kennen.Die ganzheitliche Handlung wechselt stets zwischen den Jahren 2014 und 1934, sie spitzt sich bis zum Ende hin immer mehr zu, was für spürbare Spannung sorgt. Obwohl sie geradlinig ist, enthält sie überraschende und spannende Wendungen, so dass ich zu keinem Zeitpunkt das Ende voraussagen konnte.Der Schreibstil passt toll zum Geschehen, er ist recht unspektakulär, was ich durchaus positiv in diesem Fall verstehe. Das Buch ist angenehm zu lesen, es ist klar geschrieben. Einzig hatte ich mir ein wenig mehr von den Tagesbucheintragungen erwartet. Diese sind in der dritten Form geschrieben und eher eine Erzählung als ein Tagesbucheintrag. Hier hätte die Autorin deutlich mehr Möglichkeiten gehabt.Die Protagonistin ist das eigentliche Highlight, denn sie hat eine gewisse Tiefe und wirkt realistisch, so dass der Leser sich in sie hinein versetzen kann und mit ihr von den ersten bis zur letzten Seite mitfühlt.Das Thema drittes Reich und der Umgang in den Krankenhäusern bzw. psychologischen Sanatorien ist anschaulich dargestellt, hier wird nichts beschönigt, aber auch nicht künstlich hochstilisiert, alles bleibt sachlich und das macht den Roman aus.Fazit: Ein Roman der mir von Anfang bis Ende gut gefallen hat, wenn die Tagesbucheinträge besser ausgearbeitet wären und dadurch authentischer gewirkt hätten, denn wären es fünf Sterne geworden, so sind es gute vier.

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  • Was geschah in Schattwald

    Schattwald

    SillyT

    19. September 2016 um 18:18

    Anne Südhausen, erfolgeiche Journalistin bei einer Frauenzeitschrift, wird überraschend nach Innsbruck beordert. Ihre Großmutter Charlotte, zu der sie seit vielen Jahren keinerlei Kontakt hatte, verstarb und Anne muss sich um die Beerdigung und den Nachlass kümmern. Dabei findet sie Tagebücher ihrer Großmutter, die bezeugen, dass Charlotte einst in einem psychiatrischen Sanatorium namens Schattwald untergebracht war. Davon wusste Anne nichts und sie beginnt sich in der Geschichte ihrer Großmutter zu vertiefen. Doch es passieren immer mehr Dinge, auf die Anne sich keinen Reim machen kann und so langsam keimt in ihr die Vermutung, dass das etwas mit der Vergangenheit und dem Sanatorium Schattwald zu tun haben muss. Welche Geheimnisse birgt die Geschichte um Charlotte? Was geschah damals wirklich in Schattwald?Meine Meinung: Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch das doch sehr düster wirkende Cover, dass schon sehr geheimnisvoll daher kommt. Erzählt wird die ganze Geschiche dann auch auf zwei Zeitebenen, die die Geschichte gleich spannender gestalten. Wir erleben Charlottes Geschichte im Sanatorium Schattwald und wir beobachten Charlottes Enkelin Anne, die durch die Tagebücher ihrer Großmutter förmlich in deren Vergagenheit gezogen wird. Schnell wird klar, das es Geheimnisse gegeben hat, die auch noch immer eine Rolle spielen. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und gut verständlich und ich wurde ziemlich schnell in die Geschehnisse der Vergangenheit gezogen. Ein bisschen schwerer tat ich mich dann in der Erzählung der Gegenwart, da hier zunächst nicht ganz so viel passierte. Auch sonst ist es kein Buch, das nur so von actionreichen Szenen gespickt ist, trotzdem läßt es sich spannend lesen. Annes Geschichte erleben wir direkt durch ihre Augen, da diese in der Ich-Perspektive erzählt wird. Sie ist eine erfolgreiche Frau, die doch gerade einen privaten Rückschlag erleben musste, da ihr Mann sie für eine jüngere verlassen hat. Man merkt ihr schon sehr an, dass sie unter diesem Treuemissbrauch sehr leidet und dadurch mit einer großen Portion Selbstzweifel geplagt wird. Dadurch scheint es, dass die Tagebücher der Großmutter wie gerufen erscheinen. Die Geschichte rund um Charlotte fand ich auch spannender, eventuell auch, weil ich hier alles durch einen Erzähler erleben konnte, der mir zwar viele Gegebenheiten vermittelte, aber alles eher geheimnisvoll wirken ließ. Charlotte stand immer ein wenig im Schatten ihre Zwillingsbruders und als dieser dann in Russland fiel, verfällt sie in Depressionen. Man erfährt allerdings nicht zu viel über Charlotte und über die Insassen und Mitarbeiter von Schattwald, nur immer so viel, dass man auch wirklich am Ball bleiben wollte, da man durch die Erzählungen in der Gegenwart wusste, dass etwas in dem Sanatorium passiert war. Auch wenn es hier zwei Protagonistinnen in zwei verschiedenen Zeiten gibt, erfährt man doch recht wenig über deren Gefühlswelt, man bleibt ein wenig der Beobachter und ich hätte mir hier etwas mehr Tiefe bei den Beiden gewünscht. Die Nebenfiguren waren interessant und die ein oder andere gaben mir ein paar Rätsel auf, die sich auch erst so nach und nach auflösten. Mein Fazit: Auch wenn das Buch mit eher leisen Tönen daher kommt, war ich vom Geschehen nicht gelangweilt. Ich hätte mir allerdings noch ein wenig mehr Informationen über die Behandlungen in Sanatorien zur Zeit des dritten Reiches gewünscht. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und gefiel mir im Großen und Ganzen sehr gut, lediglich etwas mehr Tiefgang bei den Charakteren wäre wünschenswert gewesen, denn so kamen mir die Protagonistinnen ein wenig zu oberflächlich daher. Eine flüssig zu lesende, nicht allzu schwere Lektüre für zwischendurch, die ich gerne empfehlen möchte.

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  • Überraschende Entdeckungen in der Familiengeschichte

    Schattwald

    Girdie

    13. September 2016 um 22:04

    „Schattwald“ ist der erste Roman aus der Feder von Barbara Dribbusch. Titelgebend ist ein erdachtes Sanatorium im Ötztal. Die Geschichte ist zweigliedrig aufgebaut. Ein Teil der Geschichte spielt in der Gegenwart, der andere zum größten Teil in eben jenem Ötztal in der Vergangenheit des Jahres 1943.Die Hamburger Journalistin Anne Südhausen, Mitte 40, ist erst vor kurzem von ihrem Mann wegen einer anderen verlassen worden. Als sie von der Freundin ihrer Großmutter Charlotte die Mitteilung erhält, dass diese verstorben ist, macht sie sich auf den Weg nach Innsbruck um sich dort um die Beerdigung und weitere notwendig gewordene Angelegenheiten zu kümmern. In einem Versteck im Haus findet sie Hefte in denen ihre Oma ihre Erlebnisse im Winter des Jahres 1943 aufgezeichnet hat, in dem sie wegen eines Nervenleidens im Sanatorium Schattwald, fern des heimatlichen Regensburgs, behandelt wurde. Für den Leser ist bereits durch den Prolog klar, dass dort damals ein Mord geschehen ist. Die Hintergründe dazu erfährt Anne beim Lesen. Das Verhalten einiger Menschen in ihrem Umfeld kommt ihr seltsam vor. Es geschehen ein paar merkwürdige Dinge, die sie erkennen lassen, dass sie selber in Gefahr ist. Die Aufzeichnungen ihrer Großmutter bergen einige Überraschungen für sie und decken ungeahnte Familiengeheimnisse auf.Barbara Dribbusch verbindet zwei sehr unterschiedliche Geschichten. Während es in der Vergangenheit um die Umgang der Nationalsozialisten mit psychisch Erkrankten geht, setzt sich Anne in der Gegenwart mit sich selbst und dem Einfluss von Männern auf ihr Leben auseinander. Der Tod ihrer Großmutter verbindet beide Szenarien und Anne fühlt sich, während sie sich mit der Vergangenheit ihrer Oma auseinandersetzt, sogar bedroht. Das Thema Sanatorium während des 2. Weltkriegs fand ich gut gewählt und interessant, die Darstellung war realistisch.Leider konnte ich die Handlungsweisen von Anne nicht immer nachvollziehen. Obwohl sie über die nächsten Schritte nachdenkt, die zur Organisation der Beerdigung anstehen und auch ihre bisherigen Bemühungen reflektiert, agiert sie einige Male entgegen ihres Vorhabens und wirkt dadurch leicht einfältig. Der Zufall spielt mehrfach gestaltend in den Ablauf der Geschehnisse.Anne erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form. Die Aufzeichnungen von Charlotte sind jedoch aus der Sicht eines allwissenden Erzählers zu lesen. In dieser Darstellung lassen sich die Ereignisse weiter ausführen als in Form eines Tagebuchs.Insgesamt liest sich der Roman leicht und schnell. Ich fühlte mich gut unterhalten und hatte ein paar nette Lesestunden.

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  • Gute Unterhaltung

    Schattwald

    Winterzauber

    10. September 2016 um 23:16

    Als die Kälteforscherin Charlotte stirbt, fährt ihre Enkelin Anne, die mit ihrer Großmutter nur wenig Kontakt hatte und die sie seit Jahren nicht gesehen hatte, nach Innsbruck um ihren Nachlass zu regeln. Anne findet in Charlotes Haus private Tagebücher aus der Zeit des dritten Reiches und taucht beim Lesen in eine andere Welt ein. Sie merkt, dass sie nur wenig bis gar nichts über die Vergangenheit ihrer Großmutter wusste. Charlotte war als junge Frau in einem Sanatorium für geistig Kranke untergebracht mit dem Namen Schattwald. Als zwei Tagebücher verschwinden und die Freundin ihrer Großmutter ums Leben kommt und dann auch noch ein Hirnforscher auftauscht, der großes Interesse an den Tagebüchern bekundet, merkt Anne, dass etwas so ganz und gar nicht stimmt und sie sogar in Gefahr sein könnte.Flüssiger Schreibstil, ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und vor allem die Tagebücher der Großmutter haben mich sehr berührt. Gute Geschichte auf zwei Zeitebenen mit Geheimnissen und einem schlüssigen Ende.

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  • Unter der Schneedecke

    Schattwald

    NiWa

    08. September 2016 um 19:03

    Innsbruck 1943. Die junge Charlotte wird ins Nervensanatorium Schattwald eingeliefert. Sie merkt, dass hier vieles nicht dem Schein entspricht und sie sich in Lebensgefahr begibt.Jahrzehnte später hält ihre Enkelin Anne Tagebuchaufzeichnungen aus Schattwald in der Hand und schwebt plötzlich selbst in Gefahr.Der Roman ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt. In der Gegenwart kümmert sich Anne um den Nachlass ihrer Großmutter und stößt dabei auf die Tagebuchaufzeichnen. Der Vergangenheitsstrang ist mitten im 2. Weltkrieg anberaumt und man erfährt gemeinsam mit Charlotte, welche Gefahren der Krieg mit sich bringt.Vergangenheits- und Gegenwartsstrang haben mir gleich gut gefallen, wobei ich bei beiden erzählerische Tiefe und Dichte vermisst habe. Schon von Beginn an hatte ich das Gefühl, nur sachte an der Oberfläche zu kratzen, was sich durch das ganze Buch gezogen hat.Die Figuren Anne und Charlotte - Enkelin und Großmutter - sind hervorragend gelungen. Alle beide wirken realistisch und lebensecht und sind in ihrem jeweiligen Lebensabschnitt mit Problemen konfrontiert. Sie hoffen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie sich dadurch in Gefahr begeben.Schattwald in den 40er-Jahren habe ich mir nicht so „harmlos“ vorgestellt. Die geschilderten Ereignisse entbehren sicherlich keiner Dramatik, denn schlimm war es auch so genug. Jedoch spielten sich zu dieser Zeit viel schrecklichere Dinge in Sanatorien ab und in Anbetracht dessen, habe ich mir eine intensivere Aufarbeitung erwartet. Ich dachte einen tieferen Einblick in die Behandlung psychisch instabiler Personen zu bekommen, dem war aber nicht so. Im Vergleich zu meinen Erwartungen hat in Schattwald eher Kuschelstimmung geherrscht, was ich schön und gleichzeitig schade fand.Gut ausgearbeitet waren die Stimmung und Banalitäten des Alltags, die in Zeiten des Krieges überhaupt nicht banal gewesen sind. Barbara Dribbusch zeigt auf eindrucksvolle Weise die Entbehrungen in Kriegszeiten auf, wie sich die Menschen trotzdem zu helfen wussten, und oft unorthodoxe Lösungen fanden.Der Gegenwartsstrang war angenehm zu lesen und gemeinsam mit Anne hat man sich durch Charlottes Hinterlassenschaft gewühlt. Hier spielt ein leiser kriminalistischer Unterton in die Handlung rein, der meinem Empfinden nach überzogen war und mich nicht so recht überzeugen konnte. Denn die Auflösung und Motivation dahinter ist mir etwas zu seicht geraten, obwohl sie überraschend war.Der Erzählstil ist durchgehend ruhig gehalten. Eigentlich mag ich ruhige Erzählungen sehr gern, weil sich so Dichte und Spannung aufbauen können. Dadurch bekomme ich als Leser ein Gefühl für die Atmosphäre. Hier ist mir die Stimmung zu ruhig geraten, fast so, als ob die Geschichte unter einer dicken Schneedecke verschwunden ist.Obwohl mich Barbara Dribbuschs „Schattwald“ nicht vollkommen überzeugen konnte, ist es auf jeden Fall ein schöner Roman für Zwischendurch. Dieses Buch berichtet vom 2. Weltkrieg und vielen Entbehrungen, lässt an die Opfer des Nationalsozialismus denken und versetzt den Leser gleichzeitig ins winterliche Innsbruck. Wenn man sich mal abseits episch angelegter Werke mit den Ereignissen des 2. Weltkriegs beschäftigen will, ist „Schattwald“ ganz bestimmt ein geeignetes Buch dafür. Denn trotz der erwähnten Kritikpunkte habe ich es gern gelesen und kann es als Zwischendurchlektüre an Interessierte weiterempfehlen.

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    • 7
  • Jeder Wahnsinn hat seinen Sinn

    Schattwald

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. September 2016 um 16:29

    Anne muss sich um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte in Innsbruck kümmern. Die Ressortleiterin einer großen Frauenzeitschrift kehrt in das Haus ihrer Kindheit zurück und entdeckt dabei Aufzeichnungen ihrer Großmama, die ihr Leben in einem anderen Licht erscheinen lassen. Denn Charlotte war zur Zeit des 2. Weltkrieges in einer Nervenheilanstalt und hat dort Tagebuch geführt. Welche Geheimnisse hat sie bis zu ihrem Tode bewahrt?„Schattwald“ ist das Romandebüt von Barbara Dribbusch und konnte mich leider nur streckenweise überzeugen. Die Autorin greift das Thema Psychiatrie während des 3. Reiches auf, verfährt dabei aber so seicht, dass der Schrecken der damaligen Zeit nicht transportiert werden kann.Die Geschichte wird von Anne selbst erzählt. In den Rückblenden wirft der Leser einen Blick über Charlottes Schultern und beschreitet mit ihr den Weg in das Sanatorium Schattwald. Diese Aufteilung hat mir gut gefallen, denn so lernte ich sowohl die Enkelin als auch die Großmutter besser kennen. Während die Rückblenden mit Charlotte durchaus fesselnd und auch spannend erzählt waren, verkommt die Gegenwart von Anne zu einem seichten, ja fast schon lachhaften Erzählstück. Was für mich vor allem an der Person Anne selbst lag.Denn die Ressortleiterin ist so beständig wie ein Fähnchen im Orkan. Denkt sie in einem Moment noch „Nein, das kann ich jetzt nicht erzählen, es geht doch um meine Großmutter“, hört man sie im nächsten Satz schon fröhlich über die Tagebücher ihrer Oma plappern. Dabei ist es egal, wer ihr gerade gegenüber steht. Selbst als sie den Verdacht hegt, dass man ihr etwas böses möchte, schafft sie es nicht, an sich zu halten. Genau so unbeständig ist Anne im Bezug auf Männer. Jede neue Bekanntschaft in Innsbruck wird erstmal auf Partnerqualitäten abgescannt, auch wenn der Gegenüber ein mulmiges Gefühl verursacht. Ich konnte nur noch mit den Augen rollen.Daher las ich auch lieber die Erzählungen von Charlotte und Schattwald, auch wenn ich diese gern detailreicher gesehen hätte. Erst zum Schluss hin findet Barbara Dribbusch den Dreh, so dass ich in der Geschichte doch noch versinken konnte. Während es in Schattwald dramatisch, aber für mich rund, endet, ist das Ende des Romans zu heroisch, mit zu viel Pathos und zu vielen Zufällen gespickt. Hier hätte ich mehr Zurückhaltung, die es in dem ganzen Werk gab, besser gefunden.Der Stil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist leicht, ab und an oberflächlich und für das Thema doch zu seicht gehalten.Fazit: Schattwald bietet viel Potenzial und wird so leichtfertig verschenkt. Schade!

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