Barbara Dribbusch , Julia Fischer Schattwald

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Inhaltsangabe zu „Schattwald“ von Barbara Dribbusch

Als Anne nach Innsbruck reist, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte zu regeln, macht sie eine Entdeckung: Tagebücher aus dem 2. Weltkrieg, die von Charlottes Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen – einem Ort, an dem schreckliche Dinge geschahen. Auch in der Gegenwart passiert Unerwartetes: Ein außergewöhnlicher Mann tritt in Annes Leben, einige Personen entwickeln plötzlich großes Interesse an den Tagebüchern und Anne gerät immer mehr in Gefahr ...

Ein sehr schönes Hörbuch mit kleinem Manko

— Condessadelanit
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  • Das Geheimnis von Schattwald

    Schattwald
    Condessadelanit

    Condessadelanit

    13. October 2016 um 20:59

    Schattwalt von Barbara Dribbuschgelesen von Julia Fischer und Axel Wostry Inhalt:Als Anne Südhausen nach Innsbruck reist, um den Nachlass ihrer verstorbenen Großmutter Charlotte zu regeln, macht sie eine Entdeckung: Tagebücher aus dem Zweiten Weltkrieg, die von Charlottes Zeit im Nervensanatorium Schattwald erzählen – einem Ort, an dem schreckliche Dinge geschahen, die das Leben der Großmutter für immer veränderten. Auch in der Gegenwart passiert Unerwartetes: Ein außergewöhnlicher Mann tritt in Annes Leben, einige Personen entwickeln plötzlich großes Interesse an den Tagebüchern und Anne gerät immer mehr in Gefahr … Cover:Ein sehr schönes Cover. Da es in schwarzweiß gehalten ist, spiegelt es die Vergangenheit wieder. Auch das herrschaftliche Haus ist sehr gut gewählt. Sprecher:Die unterschiedlichen Sprecher finde ich sehr gut gewählt. Man hat bei Axel Wostry gleich das Gefühl, ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit zu reisen. Er spiegelt die Gefühle von Charlotte gut wieder.Auch Barbara Dribusch, welche die Geschichte von Anne erzählt, ist sehr einfühlsam und gibt auch ihre Situation gut wieder. Meinung:Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn ich zu Anfang sehr skeptisch war, denn gerade die Zeit des Zweiten Weltkriegs, ist nicht das, was ich sonst so höre oder lese. Aber dieses Buch hatte mich schnell in seinen Bann gezogen. Vielleicht liegt es daran, dass in dem Buch nicht ganz so viel schlechtes aus der Zeit berichtet wird. Dies fand ich einerseits sehr gut, andererseits hat mir doch ein wenig mehr Tiefe, gerade in dem Bereich der Sanatoriums Zeit von Charlotte gefehlt. Etwas mehr Einblick hätte dem Buch nicht geschadet.Gut gefallen hat mir auch, dass man die Geschichte von Charlotte um die Geschichte von Anne gebaut hat.Anna, die nach dem Tod ihrer Großmutter nach Innsbruck reist um dort das Erbe anzutreten, begegnet im Flugzeug dem Herren Rattler, mit dem sie gleich ins Gespräch kommt.In Innsbruck angekommen lernt sie die Freundinnen ihrer verstorben Großmutter Theres Kurz und Maria Pramstaller kennen.Beim durchstöbern des Hauses, entdeckt sie zufällig die Tagebücher ihrer Großmutter aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und erfährt so vieles aus ihrem Leben, was sie vorher nicht wusste.Denn wer redet schon gerne über seine Erlebnisse aus dieser Zeit, vor allem wenn man dann noch in einem Sanatorium war.Als dann wenig später eines der Bücher verschwindet, bekommt Anna es mit der Angst zu tun. Ist jemand eingebrochen oder haben vielleicht die beiden Freundinnen das Buch mitgehen lassen? Und warum verhalten sich die Damen auf einmal so seltsam? Und wo ist das Testament?Als sich dann die Situation zuspitzt, wird es für Anne langsam gefährlich. Denn plötzlich ist eine Freundin von ihrer Oma verstorben. Hatte sie was mit dem Tagebuch zu tun?Und dann ist da auch noch der gutaussehende Herr Rattler aus dem Flugzeug, dem sich Anne anvertraut, weil sie unbedingt mit jemanden reden muß. Doch auch mit ihm scheint was nicht zu stimmen. Er interessiert sich mehr für das verschwundene Tagebuch, als für Anne.Barbara Dribbusch baut die Geschichte langsam und behutsam auf, verliert dabei den Spannungsbogen nicht. Es wird immer verwirrender in der Geschichte um Anne und das Tagebuch. Auch die Geschichte von Charlotte wird viel interessanter.Das Buch ist angehen und leicht zu verstehen, was es gerade bei so einem heiklen Thema angenehm macht.Nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Ich habe mit einem großen Knall und mehr geheimnisvollen Dingen gerechnet, als nur damit, das Herr Rattler sein Geheimnis nicht preisgeben will. Fazit:Ein schöner Thriller mit interessanten Lebensgeschichten. Schade finde ich, das man etwas zu wenig aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erfährt, wie es in Schattwald, dem Sanatorium zuging. Dies könnte allerdings auch an der gekürzten Hörbuchfassung liegen.

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  • Ein Hörbuch, das mit zwei tollen Sprechern zu fesseln vermag

    Schattwald
    Antek

    Antek

    02. October 2016 um 17:54

    Die 46-jährige Journalistin Anne Südhausen wurde gerade eben von ihrem Ehemann wegen einer Jüngeren verlassen. In dieser Krise trifft sie die Nachricht, dass ihre Großmutter Charlotte an einem Schlaganfall verstorben ist. Auch wenn Anne zu ihr lange Zeit keinen Kontakt mehr hatte, macht sie sich als einzige lebende Verwandte auf nach Innsbruck um die Beerdigung zu organisieren und sich um den Nachlass zu kümmern. Auf dem Flug dorthin lernt sie Dr. Rattler, einen renommierten Hirnforscher, kennen. Die beiden scheinen sich auf Anhieb sympathisch zu sein. Bei ihrer Großmutter angekommen, findet sie 13 Tagebücher aus dem Jahr 1943, die scheinbar nicht nur Annes Interesse wecken. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jetzt begleitet man Anne, die sich um den Nachlass der verstorbenen Großmutter kümmert, sich um einen neuen Mann umsieht und eben auch in Charlottes Tagebüchern liest. Diese Tagebucheinträge handeln im Jahr 1943 und erzählen von ihrem Aufenthalt im Sanatorium Schattwald, wo sie ihre Probleme den Tod ihres Zwillingsbruders Robert, der mit 20 Jahren in Stalingrad gefallen ist,  überwinden soll. Für den Leser ist bereits durch den Prolog klar, dass dort damals ein Mord geschehen ist, was natürlich von Anfang an Spannung erzeugt. Diese Spannung wirkt unterschwellig stets mit auch wenn es sich eher um eine ruhige Erzählung handelt, die aber aufgrund ihrer Thematik zu fesseln versteht. Ich interessiere mich für Geschichte und deshalb hat mich die Beschreibung sofort angesprochen. Ich kannte bisher nur die äußerst menschenverachtende Behandlung samt T4 Tötungsprogramm von Nervenkranken im Dritten Reich. Ich habe deshalb zitternd darauf gewartet, wie es wohl Charlotte in Schattwald ergehen wird. Doch sie scheint Glück gehabt zu haben, was mich beim Hören erleichtert aufatmen ließ. Denn obwohl es sicher schlimm genug war, haben sich andernorts mit Sicherheit viel schrecklichere Dinge zugetragen. Hier hätten mir persönlich ein paar Informationen mehr über die Behandlungen gefallen. Allerdings handelt es sich um einen Roman und ein Zuviel schreckt vielleicht andere Leser ab. Für mich hat es auf jeden Fall den Anlass gegeben, mich näher mit dem Thema zu beschäftigen und auch das finde ich toll. Gut dargestellt waren auch die Menschen, die sich trotz aller Kriegsentbehrungen immer wieder zu helfen wussten. Charlotte ist sehr authentisch gezeichnet, ich konnte mich super gut in sie hineinversetzen. Ich konnte ihr Leid nach dem Tod ihres Zwillingsbruders richtig nachfühlen. Nichtsdestotrotz ist die sympathische Frau stark und hat sogar Kraft sich anderer anzunehmen. Auch Anne ist realistisch gezeichnet, auch wenn ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen konnte. Dafür war sie mir zu wechselhaft, teilweise auch etwas zu naiv. Aber mit dem Hintergrund, dass sie von ihrem Mann verlassen wurde, was sichtbar schwer an ihrem Selbstbewusstsein genagt hat, kann man vielleicht auch einiges besser nachvollziehen. Richtig toll finde ich die Idee hier zwei Sprecher einzubinden. Axel Wostry erzählt mit ruhiger Stimme von den Ereignissen in der Vergangenheit. Im gelingt es trotz seiner ruhigen, angenehmen Art Gefühle gekonnt zu transportieren. Da auch die Tagebucheinträge nicht in Ich-Perspektive gehalten sind, passt dieser männliche Erzähler perfekt. Julia Fischer liest die Ich Erzählungen von Anne, die in der Gegenwart handeln. Auch ihrer angenehmen Stimme habe ich sehr gerne gelauscht. Hier wurde die Romanvorlage wirklich perfekt umgesetzt.  Alles in allem ein tolles Hörbuch, das einen gelungen ins winterliche Innsbruck entführt und einen Blick zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs wirft und von mir auf jeden Fall noch fünf Sterne bekommt.

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