Barbara Ehrenreich Smile or Die

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Inhaltsangabe zu „Smile or Die“ von Barbara Ehrenreich

»Sei positiv! Optimisten leben länger! Der Erfolg ist in dir!« Seit Jahrzehnten künden Ratgeber und Motiva­tionstrainer von der grenzenlosen Macht positiven Denkens. Glück, Gesund­heit, Reichtum und beruflicher Erfolg – so die Botschaft – sind für jeden jederzeit erreichbar, eine lückenlos positive Grundhaltung vorausgesetzt. Selbst schuld, wer da noch Sorgen hat oder gar die Ursachen seiner Probleme in der Realität vermutet. Arbeitslose erfahren, einzig der Ton ihrer Bewerbung entscheide über deren Erfolg. Selbst Krebskranke werden heute gewarnt, eine »negative Haltung« könne ihre Heilung gefährden. Wie konnte aus dem harmlosen Lob einer optimistischen Lebenseinstellung eine kulturelle Glaubenswahrheit mit zunehmend zwanghaften Zügen werden? Mit kritischer Intelligenz und beißendem Spott nimmt Ehrenreich eine blühende Bewusstseinsindustrie unter die Lupe, die mit »Positive Thinking« inzwischen Mil­liarden verdient. Trotz fehlender wissenschaftlicher Evidenz haben »positive Psychologie« und Glücksforschung inzwischen sogar die Universitäten erobert. Doch nirgendwo ist das Ausblenden der Realität stärker verbreitet als in der Wirt­schaft: Die Weigerung, negative Entwicklungen überhaupt ins Auge zu fassen, hat – so Ehrenreich – wesentlich zum jüngsten Crash beigetragen. Eine »erfrischend aggressive und glänzend intelligente Attacke auf das Nonsense-Monster mit den tausend Armen« (Daily Mail), zugleich ein überfälliges Plädoyer für eine Rückkehr zu Realismus und gesundem Menschenverstand.

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  • Rezension zu "Smile or Die" von Barbara Ehrenreich

    Smile or Die
    emeraldeye

    emeraldeye

    07. March 2011 um 15:10

    Nachdem ich im Internet zufällig auf ein Interview zu "Smile or Die" mit Barbara Ehrenreich, einer bekannten amerikanischen Publizistin, gestossen, war, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Schon der Untertitel von "Smile or Die": "Wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt" hatte es mir angetan. Und auch die Überschriften der Kapitel, z.B. "Lächle oder stirb: Das Gute am Krebs" oder "Wie das positive Denken die Wirtschaft zerstörte" versprachen eine scharfsinnige Abrechnung mit den ewig grinsenden Dummschwätzern, Lügnern und Verleugnern dieser Welt. Insbesondere das Kapitel über den öffentlichen Umgang mit Krebs ist außergewöhnlich direkt und entlarvend geworden, sicherlich auch, weil Ehrenreich selbst an Krebs erkrankt war und die entsprechende Tour de Force durchleben mußte. Erhellend auch ihre Reise durch die Geschichte der amerikanischen Wirtschaft und wie diese letztendlich an ihren eigenen Heilsversprechen zugrunde gegangen ist. Aber (und das ist in diesem Fall ein großes Aber): Sie analysiert natürlich nur die Verhältnisse in Amerika, wo alles irgendwie größer, übertriebener und auffälliger ist als anderswo. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.... Ein Großteil des Buches widmet sich denn auch der Entwicklung der sog. "Megakirchen" und ihren Vordenkern sowie den Geschäften mit der Motivation, den Selbsthilfegurus und der Indoktrination der Mitarbeiter in Unternehmen. Alles Phänomene, die in Europa noch nicht so weit vorgedrungen sind, dass sie zu solch offensichtlichen Veränderungen in der Gesellschaft geführt haben wie in Amerika. (Ich würde es mir zumindest wünschen! Ob nicht auch bei uns schon ein schleichender Prozess des Ewig-Glücklich-Sein-Müssens eingesetzt hat, der irgendwann aufbrechen und auch die widerstandsfähigsten Realisten, Pessimisten und Misanthropen unter sich begraben wird, kann ich nicht sagen). Trotzdem ist es hochspannend, zu erfahren, wie solche Massenbeeinflussungen entstehen und welche absonderlichen Denk-und Lebensweisen sich aus ihnen entwickeln können. Das Plädoyer Barbara Ehrenreichs, unter allen Umständen einen klaren Kopf, realistische Ziele und eine eigene Meinung zu bewahren, ist jedoch universell anwendbar und deshalb lohnt es sich allemal, sich von ihren scharfzüngigen Beiträgen das vernebelte Gehirn durchpusten zu lassen

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