Barbara Ewing

 4.1 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Die Seelenheilerin, Am Ende des Ozeans und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Barbara Ewing

Barbara Ewing, geboren 1944 in Neuseeland und seit längerem in London lebend, hat mit der Heldin dieses Buches den Beruf gemeinsam: Ursprünglich machte sie sich als Schauspielerin einen Namen. Daneben hat sie zahlreiche Bücher verfasst.

Alle Bücher von Barbara Ewing

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Barbara EwingDie Seelenheilerin
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Die Seelenheilerin
Die Seelenheilerin
 (6)
Erschienen am 02.06.2009
Barbara EwingAm Ende des Ozeans
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Am Ende des Ozeans
Barbara EwingDie Träume danach
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Die Träume danach
Barbara EwingThe Actresses
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The Actresses
The Actresses
 (0)
Erschienen am 04.12.2003
Barbara EwingThe Mesmerist
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The Mesmerist
The Mesmerist
 (0)
Erschienen am 28.05.2008
Barbara EwingThe Fraud
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The Fraud
The Fraud
 (0)
Erschienen am 12.05.2011
Barbara EwingTill Murder Do Us Part
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Till Murder Do Us Part
Till Murder Do Us Part
 (0)
Erschienen am 01.12.2001
Barbara EwingThe Circus of Ghosts
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The Circus of Ghosts
The Circus of Ghosts
 (0)
Erschienen am 15.07.2011

Neue Rezensionen zu Barbara Ewing

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FabAustens avatar

Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing

Vielleicht der beste historische Roman....
FabAustenvor einem Jahr

London, 1838:

Die Schauspielerinnen Cordelia und ihre beste Freundin Rillie schlagen sich mehr schlecht als recht durch. Als sie kurz davor stehen, in einem Stück durch einen Elefanten ersetzt zu werden, schmeißen sie das Engagement hin. Obwohl sie erst in ihren frühen Vierzigern sind, dürfen sie fast nur noch als „alte Damen“ auftreten. Doch in letzter Zeit werden selbst diese Rollen an jüngere Schauspielerinnen vergeben. Die Aussichten sind also denkbar schlecht.
Da erinnert sich Cordelia an die Kunst, die ihre geliebte Tante Hester, ausgeübt hat. Den Magnetismus. In letzter Zeit hat das Interesse daran deutlich zugenommen und überall gibt es magnetistische Vorführungen. Nicht alle sind seriöser Natur. Die Freundinnen staffieren sich und Cordies Kellerwohnung von ihrem Ersparten aus und eröffnen eine Praxis. Bald schon verzeichnen sie erste Erfolge. Doch obwohl es wie der Beginn einer glücklicheren Zeit anmutet, lastet die Vergangenheit und ein großer Verlust auf Cordelia.

Barbara Ewing ist eine brillante Erzählerin. Sie geht mit großer Liebe zum Detail und ihren Figuren ans Werk. Schon auf den ersten Seiten wird der Leser ins London des 19. Jahrhunderts hineingezogen. Fahrende Kutschen, stinkender Unrat auf den Straßen, beengte Wohnverhältnisse, der allgegenwärtige Nebel – all das schafft ein fast sinnliches Leseerlebnis. Fast hat man das Gefühl, neben den beiden Freundinnen zu stehen und sie als Dritte im Bunde zu begleiten. 

Die Seelenheilerin ist einerseits fest im viktorianische Zeitalter verankert, zeigt jedoch gesellschaftliche Haltungen auf, die nicht allzu weit entfernt von unserer Gegenwart sind. Das macht den Roman einerseits zu einem wunderbaren historischen Schmöker und andererseits sehr modern und relevant.

Barbara Ewing zeigt glaubhaft und mitreißend den Kampf zweier Frauen um Selbstständigkeit und Selbstbestimmung entgegen den Konventionen ihrer Zeit. 

Cordelia und Rillie sind zwei außergewöhnliche und patente Frauen, die sich in einer rauen Welt durchschlagen müssen. Ihr Weg ist holprig, voller Schwierigkeiten und schwerer Momente. Diese sind genauso gesellschaftlicher wie persönlicher Natur. Dennoch gehen sie beherzt voran und halten zusammen. Wer diese Damen nicht für ewig in sein Herz schließt, sollte das Buch direkt noch einmal lesen. Die Autorin beschreibt die beiden Freundinnen voller Tiefgang und mit so viel Sympathie und Verständnis, dass sie als komplexe Charaktere lebendig werden. Doch die anderen Figuren sind ebenfalls sehr gut getroffen, ihre Funktion innerhalb der Geschichte gegeben. Ihre Motive und Antriebskräfte werden sehr gut herausgearbeitet und auch die Zwänge, denen Männer unterliegen, werden nicht ausgespart.

Besonders hoch anzurechnen ist der Autorin auch, dass hier ein Bild von Familie jenseits konventioneller Vorstellungen vermittelt wird. Ihr Familienbild zeichnet sich weniger durch verwandtschaftliche Verbindungen aus als durch Liebe und bedingungslosen Zusammenhalt. Eine Konstellation, die auf Freiwilligkeit basiert und auch neuen Mitgliedern offensteht. Deshalb ist es besonders schön zu sehen, wie sich Cordelias und Rillies Familie im Laufe der Zeit vergrößert.

Die Handlung nimmt sich Zeit zur Entwicklung, ist jedoch niemals langatmig oder mit überflüssigem Beiwerk versehen, sondern stets konsequent und zielführend. Sie ist abwechslungsreich, voller Wendungen und Gefühl, tragisch und dennoch frei von Kitsch. Auch die Beschäftigung mit dem Magnetismus wird niemals lächerlich gemacht, sondern dem Leser näher gebracht.

Die Seelenheilerin zeichnet ein pralles, sattes Gemälde einer Zeit, in der Frauen es ohne männlichen Partner sowohl privat als auch beruflich schwer hatten. Als Leser kann man sich in der Geschichte versenken und in Cordelia und Rillie zwei liebenswerte, charmante Freundinnen für's Leben finden. 
In Anbetracht der Fortsetzung ging es der Autorin wohl glücklicherweise ebenso.  

Kommentare: 1
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Leserrezension_2009s avatar

Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing

Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing
Leserrezension_2009vor 9 Jahren

Eingereicht von Fritzmaus:
Das Buch erzählt von einer tiefen Freundschaft zwischen zwei Frauen, Cordelia und Rillie, die unabhängig voneinander in ihrer Jugend Lebenserfahrungen sammeln mussten, die man in seinem jugendlichen Leichtsinn oder dem Glauben an das Gute nicht in Erwägung gezogen hätte. Die beiden Frauen verbindet die Schauspielerei, in der sie aufgrund ihres Alters keinen Platz mehr finden. Aus der Not heraus bauen sie sich ein Geschäft auf mit der Beratung von heiratswilligen Paaren. Ihre schauspielerischen Erfahrungen helfen dabei, das Geschäft zum blühen zu bringen, bis zu dem Tag, der ihre heile Welt zum Einsturz bringen sollte. Es gibt eine Untersuchung in einem Mordprozess, zu der Cordelia als Zeugin geladen wird. Ihr Berufsstand Magnetiseurin (Vorstufe der heutigen Hypnose) bringt sie in dieser Untersuchung in Verruf. Sie verzichtet in ihrer Aussage auf die Wahrheit die sie entlasten könnte um ihre Familie zu beschützen. Ein aufmerksamer Inspektor möchte hinter ihre Fassade blicken um den Grund für ihr Verhalten zu erkennen. Er ist beeindruckt von ihrer Stärke und versucht ihr zu helfen. Die Trauer in dieser Zeit wurde aus meiner Sicht ziemlich ergreifend be- bzw. umschrieben, dass man einfach mitfühlen muss. Für mich ist dieses Buch sehr empfehlenswert, da die beschriebene Blauäugigkeit aus Cordelias Jugend sicher noch heute präsent ist.

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Fritzmauss avatar

Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing

Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing
Fritzmausvor 9 Jahren

Das Buch erzählt von einer tiefen Freundschaft zwischen zwei Frauen, Cordelia und Rillie, die unabhängig voneinander in ihrer Jugend Lebenserfahrungen sammeln mussten, die man in seinem jugendlichen Leichtsinn oder dem Glauben an das Gute nicht in Erwägung gezogen hätte. Die beiden Frauen verbindet die Schauspielerei, in der sie aufgrund ihres Alters keinen Platz mehr finden. Aus der Not heraus bauen sie sich ein Geschäft auf mit der Beratung von heiratswilligen Paaren. Ihre schauspielerischen Erfahrungen helfen dabei, das Geschäft zum blühen zu bringen, bis zu dem Tag, der ihre heile Welt zum Einsturz bringen sollte. Es gibt eine Untersuchung in einem Mordprozess, zu der Cordelia als Zeugin geladen wird. Ihr Berufsstand Magnetiseurin (Vorstufe der heutigen Hypnose) bringt sie in dieser Untersuchung in Verruf. Sie verzichtet in ihrer Aussage auf die Wahrheit die sie entlasten könnte um ihre Familie zu beschützen. Ein aufmerksamer Inspektor möchte hinter ihre Fassade blicken um den Grund für ihr Verhalten zu erkennen. Er ist beeindruckt von ihrer Stärke und versucht ihr zu helfen. Die Trauer in dieser Zeit wurde aus meiner Sicht ziemlich ergreifend be- bzw. umschrieben, dass man einfach mitfühlen muss. Für mich ist dieses Buch sehr empfehlenswert, da die beschriebene Blauäugigkeit aus Cordelias Jugend sicher noch heute präsent ist.

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