Barbara Ewing Am Ende des Ozeans

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Inhaltsangabe zu „Am Ende des Ozeans“ von Barbara Ewing

London, 1849. Die sechzehnjährige Halbwaise Harriet Cooper ist halb wahnsinnig vor Angst. Ihr Vater, der Parlamentsabgeordnete Sir Charles, ist wie besessen von seiner schönen Tochter. Einzig ihre Schwester Mary wacht über Harriets Schlafzimmertür. Als die heiß geliebte große Schwester stirbt, flieht Harriet vor ihrem Vater zu Cousin Edward nach Neuseeland. Doch ihr Vater nimmt selbst das nächste Schiff nach Wellington. Auf demselben Segler schifft sich ein junger Adliger ein, Benjamin, der Harriet liebt und trotz ihrer abweisenden Kälte die Hoffnung auf ihr Herz nicht aufgeben will... Ein bewegender Roman, der in England die Herzen der Leserinnen im Sturm erobert hat und sich monatelang auf den dortigen Bestsellerlisten hielt.

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  • Rezension zu "Am Ende des Ozeans" von Barbara Ewing

    Am Ende des Ozeans

    ZwergPinguin

    08. March 2009 um 13:49

    Zur Zeit einer Choleraepidemie im Jahr 1849 in London lebt dort die Familie ehrenwerten Sir Charles Cooper, Mitglied der königlichen Regierung. Der Witwer hat zwei Söhne und zwei Töchter, die gehbehinderte Mary und die schöne Harriet, die er mehr liebt als ein Vater vielleicht sollte und der er immer wieder zu nahe kommt. Mary wacht über ihre jüngere Schwester, doch da sie gleichzeitig wohltätige Arbeiten in den cholerageplagten Armenvierteln verrichtet, kommt es, wie es kommen muß: auch sie infiziert sich. Harriet beschließt zu fliehen und wie ihr Cousin nach Neuseeland auszuwandern, um ihrem Vater zu entkommen. Mir hat dieses Buch sehr gefallen, weil es so vielschichtig ist: die sehr einfühlsam berichtete Missbrauchsthematik und dazu lehrreiches über die furchtbaren Verhältnisse der unteren Stände sowohl in London, als auch später auf dem Auswandererschiffen. Gleichzeitig werden auch die Missstände innerhalb der adligen Bevölkerung deutlich gemacht: spionierende Dienstboten, arrangierte Heiraten, das Messen mit zweierlei Maß bei Männern und Frauen, und deren Einengung und bewußtes Erziehen zu "guten Ehefrauen", die statt intellektueller Bildung nur über Kenntnisse der Etikette und der Personal-/Haushaltsführung Bescheid zu wissen brauchten. All diese Themen sind eingebettet in das bewegende Schicksal der jungen Harriet, ohne dass irgendetwas konstruiert oder überfrachtet wirkt. Besonders positiv aufgefallen ist mir auch das Ende, weil es eben die richtige Mischung ist aus offenem Ende und Happy-End (aber eben nicht zu "happy"!). Schwer zu beschreiben, aber wirklich gelungen!

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