Barbara Ewing Die Seelenheilerin

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Inhaltsangabe zu „Die Seelenheilerin“ von Barbara Ewing

Wenn die Seele Trauer trägt London 1838: Cordelia Preston und ihre Freundin Rillie sind zwei so liebenswerte wie bettelarme Schauspielerinnen. Um nicht Hungers zu sterben, eröffnen die beiden ein Hypnose-Studio – schauspielern können sie ja. Bald jedoch zeigt sich, dass Cordelia tatsächlich über die verblüffende Gabe verfügt, Menschen in Not von körperlichen wie seelischen Schmerzen zu befreien. Und das ist eigentlich nicht verwunderlich, hat sie doch selbst in ihrer Jugend Furchtbares erleben müssen. Cordelia wird zu einer Sensation, von der ganz London spricht. Doch mit dem Ruhm kehren die Gespenster aus dunkelster Vergangenheit zurück …

Ein ganz ganz wunderbarer Roman über 2 tolle Frauen. Einfühlsam, voller Zeitkolorit.

— FabAusten

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    Die Seelenheilerin

    FabAusten

    30. June 2017 um 15:43

    London, 1838:Die Schauspielerinnen Cordelia und ihre beste Freundin Rillie schlagen sich mehr schlecht als recht durch. Als sie kurz davor stehen, in einem Stück durch einen Elefanten ersetzt zu werden, schmeißen sie das Engagement hin. Obwohl sie erst in ihren frühen Vierzigern sind, dürfen sie fast nur noch als „alte Damen“ auftreten. Doch in letzter Zeit werden selbst diese Rollen an jüngere Schauspielerinnen vergeben. Die Aussichten sind also denkbar schlecht.Da erinnert sich Cordelia an die Kunst, die ihre geliebte Tante Hester, ausgeübt hat. Den Magnetismus. In letzter Zeit hat das Interesse daran deutlich zugenommen und überall gibt es magnetistische Vorführungen. Nicht alle sind seriöser Natur. Die Freundinnen staffieren sich und Cordies Kellerwohnung von ihrem Ersparten aus und eröffnen eine Praxis. Bald schon verzeichnen sie erste Erfolge. Doch obwohl es wie der Beginn einer glücklicheren Zeit anmutet, lastet die Vergangenheit und ein großer Verlust auf Cordelia.Barbara Ewing ist eine brillante Erzählerin. Sie geht mit großer Liebe zum Detail und ihren Figuren ans Werk. Schon auf den ersten Seiten wird der Leser ins London des 19. Jahrhunderts hineingezogen. Fahrende Kutschen, stinkender Unrat auf den Straßen, beengte Wohnverhältnisse, der allgegenwärtige Nebel – all das schafft ein fast sinnliches Leseerlebnis. Fast hat man das Gefühl, neben den beiden Freundinnen zu stehen und sie als Dritte im Bunde zu begleiten. Die Seelenheilerin ist einerseits fest im viktorianische Zeitalter verankert, zeigt jedoch gesellschaftliche Haltungen auf, die nicht allzu weit entfernt von unserer Gegenwart sind. Das macht den Roman einerseits zu einem wunderbaren historischen Schmöker und andererseits sehr modern und relevant.Barbara Ewing zeigt glaubhaft und mitreißend den Kampf zweier Frauen um Selbstständigkeit und Selbstbestimmung entgegen den Konventionen ihrer Zeit.  Cordelia und Rillie sind zwei außergewöhnliche und patente Frauen, die sich in einer rauen Welt durchschlagen müssen. Ihr Weg ist holprig, voller Schwierigkeiten und schwerer Momente. Diese sind genauso gesellschaftlicher wie persönlicher Natur. Dennoch gehen sie beherzt voran und halten zusammen. Wer diese Damen nicht für ewig in sein Herz schließt, sollte das Buch direkt noch einmal lesen. Die Autorin beschreibt die beiden Freundinnen voller Tiefgang und mit so viel Sympathie und Verständnis, dass sie als komplexe Charaktere lebendig werden. Doch die anderen Figuren sind ebenfalls sehr gut getroffen, ihre Funktion innerhalb der Geschichte gegeben. Ihre Motive und Antriebskräfte werden sehr gut herausgearbeitet und auch die Zwänge, denen Männer unterliegen, werden nicht ausgespart.Besonders hoch anzurechnen ist der Autorin auch, dass hier ein Bild von Familie jenseits konventioneller Vorstellungen vermittelt wird. Ihr Familienbild zeichnet sich weniger durch verwandtschaftliche Verbindungen aus als durch Liebe und bedingungslosen Zusammenhalt. Eine Konstellation, die auf Freiwilligkeit basiert und auch neuen Mitgliedern offensteht. Deshalb ist es besonders schön zu sehen, wie sich Cordelias und Rillies Familie im Laufe der Zeit vergrößert.Die Handlung nimmt sich Zeit zur Entwicklung, ist jedoch niemals langatmig oder mit überflüssigem Beiwerk versehen, sondern stets konsequent und zielführend. Sie ist abwechslungsreich, voller Wendungen und Gefühl, tragisch und dennoch frei von Kitsch. Auch die Beschäftigung mit dem Magnetismus wird niemals lächerlich gemacht, sondern dem Leser näher gebracht.Die Seelenheilerin zeichnet ein pralles, sattes Gemälde einer Zeit, in der Frauen es ohne männlichen Partner sowohl privat als auch beruflich schwer hatten. Als Leser kann man sich in der Geschichte versenken und in Cordelia und Rillie zwei liebenswerte, charmante Freundinnen für's Leben finden. In Anbetracht der Fortsetzung ging es der Autorin wohl glücklicherweise ebenso.  

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  • Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing

    Die Seelenheilerin

    Leserrezension_2009

    07. September 2009 um 11:23

    Eingereicht von Fritzmaus: Das Buch erzählt von einer tiefen Freundschaft zwischen zwei Frauen, Cordelia und Rillie, die unabhängig voneinander in ihrer Jugend Lebenserfahrungen sammeln mussten, die man in seinem jugendlichen Leichtsinn oder dem Glauben an das Gute nicht in Erwägung gezogen hätte. Die beiden Frauen verbindet die Schauspielerei, in der sie aufgrund ihres Alters keinen Platz mehr finden. Aus der Not heraus bauen sie sich ein Geschäft auf mit der Beratung von heiratswilligen Paaren. Ihre schauspielerischen Erfahrungen helfen dabei, das Geschäft zum blühen zu bringen, bis zu dem Tag, der ihre heile Welt zum Einsturz bringen sollte. Es gibt eine Untersuchung in einem Mordprozess, zu der Cordelia als Zeugin geladen wird. Ihr Berufsstand Magnetiseurin (Vorstufe der heutigen Hypnose) bringt sie in dieser Untersuchung in Verruf. Sie verzichtet in ihrer Aussage auf die Wahrheit die sie entlasten könnte um ihre Familie zu beschützen. Ein aufmerksamer Inspektor möchte hinter ihre Fassade blicken um den Grund für ihr Verhalten zu erkennen. Er ist beeindruckt von ihrer Stärke und versucht ihr zu helfen. Die Trauer in dieser Zeit wurde aus meiner Sicht ziemlich ergreifend be- bzw. umschrieben, dass man einfach mitfühlen muss. Für mich ist dieses Buch sehr empfehlenswert, da die beschriebene Blauäugigkeit aus Cordelias Jugend sicher noch heute präsent ist.

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  • Rezension zu "Die Seelenheilerin" von Barbara Ewing

    Die Seelenheilerin

    Fritzmaus

    04. September 2009 um 17:49

    Das Buch erzählt von einer tiefen Freundschaft zwischen zwei Frauen, Cordelia und Rillie, die unabhängig voneinander in ihrer Jugend Lebenserfahrungen sammeln mussten, die man in seinem jugendlichen Leichtsinn oder dem Glauben an das Gute nicht in Erwägung gezogen hätte. Die beiden Frauen verbindet die Schauspielerei, in der sie aufgrund ihres Alters keinen Platz mehr finden. Aus der Not heraus bauen sie sich ein Geschäft auf mit der Beratung von heiratswilligen Paaren. Ihre schauspielerischen Erfahrungen helfen dabei, das Geschäft zum blühen zu bringen, bis zu dem Tag, der ihre heile Welt zum Einsturz bringen sollte. Es gibt eine Untersuchung in einem Mordprozess, zu der Cordelia als Zeugin geladen wird. Ihr Berufsstand Magnetiseurin (Vorstufe der heutigen Hypnose) bringt sie in dieser Untersuchung in Verruf. Sie verzichtet in ihrer Aussage auf die Wahrheit die sie entlasten könnte um ihre Familie zu beschützen. Ein aufmerksamer Inspektor möchte hinter ihre Fassade blicken um den Grund für ihr Verhalten zu erkennen. Er ist beeindruckt von ihrer Stärke und versucht ihr zu helfen. Die Trauer in dieser Zeit wurde aus meiner Sicht ziemlich ergreifend be- bzw. umschrieben, dass man einfach mitfühlen muss. Für mich ist dieses Buch sehr empfehlenswert, da die beschriebene Blauäugigkeit aus Cordelias Jugend sicher noch heute präsent ist.

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