Barbara Frischmuth

 3.5 Sterne bei 63 Bewertungen
Autorin von Die Klosterschule, Woher wir kommen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth, 1941 in der Steiermark geboren, lebt seit einigen Jahren wieder in ihrem Geburtsort Altaussee. Sie studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und ist seit ihrem Abschluss als freie Autorin tätig. 1967 erschien ihre erste Übersetzung aus dem Ungarischen im Rowohlt Verlag. Ein Jahr darauf veröffentlichte sie ihr erstes eigenes Werk „Die Klosterschule“ bei Suhrkamp. Seitdem publizierte sie mehrere Romane, Erzählungen und Dramen und war als Übersetzerin aus dem Ungarischen tätig.

Neue Bücher

Die Klosterschule
 (11)
Neu erschienen am 27.07.2018 als Hardcover bei Residenz.

Alle Bücher von Barbara Frischmuth

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Barbara FrischmuthWoher wir kommen
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Woher wir kommen
Woher wir kommen
 (9)
Erschienen am 20.08.2012
Barbara FrischmuthDie Klosterschule
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Die Klosterschule
Die Klosterschule
 (11)
Erschienen am 27.07.2018
Barbara FrischmuthDer Sommer, in dem Anna verschwunden war
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Der Sommer, in dem Anna verschwunden war
Der Sommer, in dem Anna verschwunden war
 (6)
Erschienen am 20.06.2006
Barbara FrischmuthDie Schrift des Freundes
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Die Schrift des Freundes
Die Schrift des Freundes
 (4)
Erschienen am 01.02.2000
Barbara FrischmuthDie Mystifikationen der Sophie Silber
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Die Mystifikationen der Sophie Silber
Die Mystifikationen der Sophie Silber
 (3)
Erschienen am 01.12.2001
Barbara FrischmuthDie Entschlüsselung
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Die Entschlüsselung
Die Entschlüsselung
 (3)
Erschienen am 01.06.2003
Barbara FrischmuthVergiss Ägypten
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Vergiss Ägypten
Vergiss Ägypten
 (3)
Erschienen am 19.11.2009
Barbara FrischmuthDer unwiderstehliche Garten
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Der unwiderstehliche Garten
Der unwiderstehliche Garten
 (2)
Erschienen am 13.02.2015

Neue Rezensionen zu Barbara Frischmuth

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Rezension zu "Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm" von Barbara Frischmuth

Der Lauf, den die Welt nahm
Sikalvor einem Monat

Geschrieben unter dem Eindruck des jugoslawischen Bürgerkriegs 1993 hat die Autorin Barbara Frischmuth nicht nur den damaligen Zustand der Welt beschrieben – dieses Buch ist heute noch aktueller als zu seinem Erscheinungsdatum.

 

Machtnix, ein Mädchen das seinen Peinigern  entflieht, trifft auf sagenhafte Gestalten und  wird in eine Geschichte gesogen, die 1993 noch sehr phantastisch anmutete. Heute hat die Realität uns eingeholt und das Phantastische in Frischmuths Geschichte ist teilweise bereits Vergangenheit.

 

Wer aber „Alice im Wunderland“ gelesen hat – oder noch besser „Alice hinter den Spiegeln“ - wird von der Geschichte des Mädchens Machtnix begeistert sein. Begegnen ihr auf ihrer Reise doch unter anderem eine zweifaltige Kröte, ein blindes Huhn oder ein Blindgänger, der nichts lieber machen würde als zu explodieren.

 

Bereits in der ersten Begegnung zwischen dem Mädchen und der zweifaltigen Kröte spielt die Autorin ihre Sprachgewandtheit aus, um den Namen Machtnix zu kreieren. Wirkt die Geschichte auf diesen Seiten noch ein wenig wie eine Kindergeschichte, so wandelt sich dieser Eindruck sehr schnell und der Leser wird mit einer Geschichte voller Tiefgang und sprachlicher Finessen belohnt.

 

„Glaub es oder glaub es nicht“ (meint die zweifaltige Kröte immer wieder wenn sie eine ihrer abenteuerlichen Geschichten erzählt), aber Barbara Frischmuth könnte man nach der Lektüre dieses Buches auch noch seherische Fähigkeiten zuschreiben.

 

Bedenkt man das Erstausgabedatum dieses Buches, so mutet es schon teilweise ein wenig gruselig an, dass Menschen alle anderen nur noch über Bildschirme wahrnehmen – Menschen, die nicht ins System passen einfach von den Bildschirmen verschwinden oder alle auf Grundlage von „Tatsachen“ über eine Gruppe herfallen.

 

Ersetzt man nun die allgegenwärtigen Bildschirme durch unsere allgegenwärtigen Mobiltelefone, so rückt die Geschichte nochmals in ein anderes Licht.

Alles in allem ist Machtnix eine wirklich sehr gut gelungene phantastische Geschichte, die mit Kritik am Krieg oder dem Umgang mit Medien alles andere als spart.

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Rezension zu "Die Klosterschule" von Barbara Frischmuth

Erlebnisse im Internat, wie wir sie heute nicht mehr haben wollen!
Buecherspiegelvor 2 Jahren

Als das Buch „Die Klosterschule“ von Barbara Frischmuth im Jahr 1968 erschien, war das sicher in gewissen Kreisen eine Sensation. Und zwar deshalb, weil es die schon damals antiquierte Haltung jungen Frauen gegenüber beschrieb, die in Klosterschulen zu reproduktionswilligen, duldenden, ohne eigenen Willen und zu braven Hausfrauen erzogen werden sollten. Für Feministinnen ein gefundenes Fressen und im Jahr 2016 nur noch unvorstellbar für unseren Kulturkreis.

Ich habe das Buch in der 20.! Auflage vom November 2013 des rororo Verlages gelesen. Auf dem Klappentext wird fälschlicherweise von einem Roman geschrieben, dabei ist es ein aus 14 Kapiteln bestehender Erzählband. Es gibt keine durchgezogene Handlung, jeder einzelne Abschnitt steht für sich und hat auch unterschiedliche Schreibstile. Mal wird fast als Aufzählung all die einzelnen Gebetszeiten und Inhalte der dann ausgeführten Gebete beschrieben, die vor und nach dem jeweiligen Essen, nach dem Aufstehen, vor dem Zubettgehen und so weiter zu geschehen haben, sowie zu allen Feierlichkeiten, Sonntagen, kirchlichen Feiertagen; man hat das Gefühl, die Zöglinge des Stifts machen nichts anderes als beten. Dabei hat man das Gefühl, dass die Autorin diesen vom Rande aus zuschaut und nichts als eine Strichliste führt.
Bei anderen Abschnitten hingegen können wir bei der Protagonistin regelrecht nachspüren, wie sie und ihre Mitschülerinnen ihre Spaziergänge, die täglich zu absolvieren sind, dazu nutzen, aus dem Regelwerk auszubrechen. Sie rupfen hier ein Blümchen aus, erzählen sich Geschichten, statt englische Konversation zu betreiben, werfen sich im Winter gegenseitig den Schnee ins Gesicht. Immer in der Gefahr erwischt zu werden, um im Kollektiv ihre Strafe zu erhalten. Dabei geht einem erst auf, hier handelt es sich um Menschen mit sehr viel Gefühl, Eigensinn und Lebensenergie, die aber gebrochen und geformt werden sollen, um der Kirche und der Gesellschaft wegen. Der Gesellschaft der katholischen Kirche, einer Gemeinschaft, in der die Gruppenmitglieder wie Schafe in der Herde gut aufgehoben sind, und wehe, es bricht eines aus.
Dieses Buch in der heutigen Zeit zu lesen fällt schwer. Nicht nur weil keine zusammenhängende Geschichte erzählt wird und es doch um dasselbe Thema in allen Kapiteln geht. Junge Frauen in der Klosterschule, die auf das Leben für nur diese Gruppe vorbereitet werden. Dabei wird es gerne gesehen, wenn sie sich Frauen ebenfalls für ein Leben im Kloster als Schwester entscheiden.
Da ist dieses unsägliche Kapitel über die Frau, wie sie sich einem Manne gegenüber zu verhalten hat. Als gäbe es die realistische Welt da draußen nicht. Waren keine zwei Weltkriege geschehen mit all den Gräueltaten den Frauen gegenüber, kein lockeres Leben in den „Goldenen Zwanzigern“. Als Aufklärung wird den Mädchen beigebracht immer schön Abstand zu halten, den Mann zwar zu locken, abzuschätzen, ob und wie er es denn meint, und wenn er es denn ernst meint doch bitte jungfräulich in die Ehe zu gehen, auf das sie dem Manne untertan ist. Dabei sieht die Autorin für die Mädchen auch Ausbruchsmöglichkeiten aus dieser Welt anhand deren eigener Phantasien, ihren gegenseitig erzählten Geschichten, ihre Knutschversuche in versteckten Ecken. Ausbruch oder Anpassung, mehr Möglichkeiten gibt es nicht.
Damals ein wichtiges Werk, heute ein wichtiges Zeugnis dieser Zeit, aber nicht für die Kinder, für die das bittere Realität wurde, indem sie in Klostern auf das Leben vorbereitet wurden. Alleine der Spruch von Abraham a Santa Clara, einem Augustinermönch, der dem Buch vorangestellt ist, lässt nicht nur Feministinnen erschauern:Eine rechte Jungfrau soll sein und muß sein wie eine Spitalsuppe, die hat nicht viele Augen, also soll sie auch wenig umgaffen.

Barbara Frischmuth ist am 5. Juli in Altausee, Salzkammergut zur Welt gekommen. Sie ist eine österreichische Schriftstellerin und Übersetzerin sowie Kolumnistin. Ihre Studiengänge waren Turkologie, Iranistik und Islamkunde.
Zu ihren Werken gehören Romane, Erählungen Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke, Hörspiele und weitere literarische Werke. Außerdem wurden nach ihren Buchvorlagen Filme gedreht.
Weitere Informationen sind zum Beispiel über https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Frischmuth erhältlich.



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W

Rezension zu "Der unwiderstehliche Garten" von Barbara Frischmuth

Über die Last und Lust eines Gartens im Alter
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Irgendwann erreicht jeder Gartenbesitzer ein Alter, wo ihm oder ihr die Lust zur Last wird. Nur - loslassen ist leichter gesagt als getan.
So ergeht es auch Barbara Frischmuth. Sie ist jenseits der 70 und will ihren Garten in Altaussee, wo sie wohnt und schreibt, verkleinern. Die Umsetzung bereitet allerdings Probleme: Gerade weil ihr ihr Garten im Laufe eines Vierteljahrhunderts so viel Arbeit und Kraft abverlangt hat  (dieser Garten liegt auf 800 Meter Seehöhe und noch dazu in Hanglage), ist das Reduzieren, ist das Aufgeben  des geliebten Gewohnten so schwierig.

Welche Blumen, welche Stauden sollen weg? Können bzw. dürfen nur solche bleiben, die möglichst wenig Arbeit machen?  "Ich werde immer langsamer", schreibt sie an einer Stelle.

Es wäre nicht Barbara Frischmuth, würde nicht der Garten als Symbol für das menschliche Werden und Vergehen stehen: So wie der Garten reduziert wird, reduzieren sich mit zunehmendem Alter auch die diversen Funktionen. Man wird langsamer; viele Dinge bereiten mehr Mühe als in jungen Jahren. "Wie habe ich das eigentlich einmal geschafft?", fragt sie sich ehrlich. Dazu wird man unbeweglicher  - es ist also an der Zeit, die körperliche Arbeit im Garten zu reduzieren, mehr zu schauen und den - wenn auch kleineren - Garten zu genießen.

"Der unwiderstehliche Garten" ist keine Roman, größtenteils eher ein Sachbuch mit schönen Illustrationen von Melanie Gebker.  Der Leser erfährt viel über diverse Blumensorten und ihre lateinischen Namen, über die Vor- und Nachteile der Höhenlage des Gartens, über Gärtnereien und vieles mehr. "Wenn der Garten eines nicht ist, dann eine Idylle" schreibt Barbara Frischmuth abschließend. Irgendwie ernüchternd finde ich.



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