Barbara Frischmuth Die Entschlüsselung

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Inhaltsangabe zu „Die Entschlüsselung“ von Barbara Frischmuth

Auf dem Fetzenmarkt in Grundlsee erregt ein ausgestopfter Dachs die Begierde gleich mehrerer Interessenten. Im Gerangel fällt ein verschnürtes Päckchen heraus. Bald merkt die Erzählerin, daß alle hinter diesem Bündelchen her sind. Da es jedoch nur leere vergilbte Bögen enthält, läßt sie sich widerstrebend von den andern, die sie nicht in Ruhe lassen, erklären, daß es sich um den Briefwechsel eines ketzerischen türkischen Dichters aus dem 14. Jahrhundert mit der hiesigen Äbtissin Wendlgard handeln soll, die freilich hundert Jahre früher lebte. Nachdem die Schrift sichtbar ist, beginnt die Entschlüsselung. Aber je mehr sie sich in die Texte vertiefen, desto mehr Spuren in die ferne bis jüngste Vergangenheit und zwischen Europa und dem Orient tun sich auf. Alles hängt auf mysteriöse Weise mit allem zusammen, die Gegend wimmelt plötzlich von Hinweisen. Nur eins scheint sicher: dieser Ort ist die Schnittstelle zwischen Traumzeit und Zeitgeschichte. Diese höchst amüsante Geschichte vereinigt spielerisch und mit Esprit alle literarischen Motive Barbara Frischmuths. "Barbara Frischmuth verdreht dem Leser mit einem ungewöhnlichen literarischen Puzzle den Kopf." DeutschlandRadio, Detlef Grumbach "Barbara Frischmuth ist ein literarisches Kabinettstück gelungen." Hannoversche Allgemeine Zeitung

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  • Rezension zu "Die Entschlüsselung" von Barbara Frischmuth

    Die Entschlüsselung
    die_Leserin

    die_Leserin

    03. September 2010 um 21:41

    Zeit spielt keine Rolle. Die Vergangenheit setzt ihre Sedimente überall ab. Streift man durch das Salzkammergut , sieht man Symbole alter Mythen und Fabelwesen aus vorchristlicher Zeit an jedem Dachfirst hängen, hört man keltisches Vokabular aus Weg- und Flurnamen, stößt womöglich auf das im Altausee versenkte Nazigold und findet mittelalterliche Briefe in Dachsbäuchen. So widerfährt es jedenfalls der Salzburger Schriftstellerin, die ihren Schatz, ein Konvolut an Briefen, nun gegen zwei Germanistinnen, einen Pfarrer, einen türkischen Philologen und einen Kulturwissenschaftler verteidigen muss. Der Text gibt viele Rätsel auf. Am augenscheinlichsten ist jedoch die pure Unmöglichkeit seiner Existenz. Sender und Empfänger dieser Briefe lebten nämlich in zwei verschiedenen Jahrhunderten.

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