Barbara Frischmuth Woher wir kommen

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Inhaltsangabe zu „Woher wir kommen“ von Barbara Frischmuth

Nach dem Verlust beginnt das Leben neu Ada hat nach dem Selbstmord ihres Freundes auch als Malerin gerade mit ganz neuen Bildern begonnen, als plötzlich drei lebhafte Kinder und ihr Jugendfreund Jonas in ihr Leben eindringen. Ihre Mutter Martha musste es verwinden, dass ihr Mann gemeinsam mit seinem kurdischen Freund Vedat spurlos im Ararat-Gebirge verschwand. Seitdem trifft sie sich einmal im Jahr mit Vedats Frau Lale, um sich gemeinsam ihrer Männer zu erinnern, auch wenn sie keinen Ort haben, um zu trauern. Lilofee, die Tante, hatte als junges Mädchen in den Bergen einen Kriegsgefangenen versteckt und musste mitansehen, wie er, ihre große Liebe, verraten und verschleppt wurde. Nie wird sie das vergessen können, aber sie rächt sich. Barbara Frischmuth erzählt klug und mit der nur ihr eigenen souveränen Leichtigkeit, die das Unerträgliche nie vergessen lässt, wie jede dieser Frauen es lernen muss, im Jetzt zu leben und Liebe wieder zuzulassen. „Eine der gefährlichsten Fragen ist: Was wäre gewesen, wenn? Mit ihr fängt jegliches Erzählen an.“

Der Schreibstil gefällt mir nicht

— frauendielesen
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  • Rezension zu "Woher wir kommen" von Barbara Frischmuth

    Woher wir kommen
    Monika58097

    Monika58097

    27. December 2012 um 17:58

    Eine Familie, drei Frauen. Ada, die Malerin, deren Freund Selbstmord begangen hat. Auf einmal tritt ihr Jugendfreund Jonas wieder in ihr Leben. Doch Jonas ist nicht alleine. Jonas hat drei kleine minderjährige Kinder. Ist Jonas wirklich Adas Zukunft? Martha, Adas Mutter. Ihr Mann verschwand mit seinem Freund Vedat im Ararat-Gebirge. Einmal im Jahr trifft sie sich mit Vedats Frau Lale. Gemeinsam gedenken sie der beiden verschwundenen Männer. Einen richtigen Platz zum Trauern haben sie nicht. Und dann ist da Lilofee, Adas Tante. Als junge Frau hat sie einen Kriegsgefangenen versteckt, der jedoch verraten und verschleppt wurde. Alle drei Frauen haben einen Verlust zu beklagen. Alle drei Frauen müssen irgendwie damit zurecht kommen. Sie müssen ihr Leben neu erfinden. In Rückblicken lernt der Leser die drei Frauen immer besser kennen. Es geht um Frauen, die ihre Männer verloren haben. Frauen aus drei Generationen. Barbara Frischmuth hat ihre eigene Schreibweise. Kein Mainstream und dennoch mit einer gewissen Leichtigkeit. Ein Familienroman für gehobene Ansprüche.

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  • Rezension zu "Woher wir kommen" von Barbara Frischmuth

    Woher wir kommen
    tedesca

    tedesca

    01. October 2012 um 11:17

    Drei Frauen, drei Schicksale. Liebe, Verlust und neue Hoffnung. Martha, die ihren Mann verliert. Lilofee, deren Geliebter verraten und ermordet wird. Ada, die sich nicht sicher ist, ob sie sich in Johannes, den Vater von drei Kindern, verlieben soll. Alle drei gehen ihren Weg, lassen sich von ihren Ängsten nicht besiegen, nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Ada hat die Zukunft noch vor sich, für Martha stellen sich immer wieder neue Fragen. Besonders originell finde ich den Wechsel in der Erzählperspektive von der Ich-Erzählerin zum neutralen Beobachter zum Klatsch der Dorftratschen im Kaffeehaus. "Hast schon gehört...." - Das kennt man ja, vor allem, wenn man in einer Ortschaft der Größe von Altaussee lebt. Und das verleiht der Geschichte eine zusätzliche Lebendigkeit und den Figuren eine weitere Dimension der Wahrnehmung. "Woher wir kommen" ist ein wunderschöner Familienroman, ansprechend geschrieben, unterhaltsam und berührend.

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  • Rezension zu "Woher wir kommen" von Barbara Frischmuth

    Woher wir kommen
    awogfli

    awogfli

    13. August 2012 um 15:17

    Eigentlich ist es ja unfair, wenn ich typische Frauenliteratur rezensiere, denn wie ihr alle wißt, rollen sich bei mir ja sofort die Zehennägel auf, sobald es nur im entferntesten romantisch wird. Andererseits wollte ich dann doch zumindest einmal ein Frischmuth-Buch lesen und ich bin überaus froh, dass ich es getan habe. Die Romantik ist nur ein kleines bisschen kitschig, aber was mir ausnehmend gut gefallen hat, ist die liebevolle Ausgestaltung der drei starken Frauenpersonen (Tante, Mutter, Tochter), die die Autorin sehr glaubwürdig und authentisch konzipiert hat und die trotz extrem leidvoller Erfahrungen mit ihren Lebenspartnern irgendwie mit dem Schicksal fertig werden. Alles sehr realistisch auf drei abwechslungsreichen Schauplätzen beschrieben und sprachlich auch noch gut gemacht - super! . Ein großartiges Stilmittel möchte ich hier auch erwähnen: Wenn dem Leser irgendwelche Hintergrundgschichtln über die Familie vermittelt werden sollen, wird nicht erzählt oder Rückblenden eingeworfen, nein die Dorftratschen zerreissen sich wiederholt das Maul, und so erfährt der Leser alles, was er/sie wissen muss. Das muss ich mir merken! Fazit: Absolut lesenswert, nicht mein Genre deshalb von mir 3 Sterne (eigentlich sollten es 3,5 sein), aber ich bin sehr froh, dass ich mal über meinen Tellerrand geschaut habe.

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