Barbara Goldsmith

 4.6 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Marie Curie, Das Ei des Boomerang (Book on Demand) und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Barbara Goldsmith

Marie Curie

Marie Curie

 (8)
Erschienen am 10.11.2011
Das Ei des Boomerang (Book on Demand)

Das Ei des Boomerang (Book on Demand)

 (1)
Erschienen am 01.03.1999
Obsessive Genius

Obsessive Genius

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Erschienen am 01.10.2005
Johnson V. Johnson

Johnson V. Johnson

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Erschienen am 01.02.1988

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Marie Curie" von Barbara Goldsmith

Hochinteressantes Portrait einer bemerkenswerten Frau
Igelmanu66vor einem Jahr

»Marie Curie war in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Sie stammte aus einer verarmten polnischen Familie, arbeitete acht Jahre lang, um Geld für das Studium an der Sorbonne zu verdienen, und litt unglaubliche Entbehrungen. 1893 machte sie als erste Frau an der Sorbonne einen Abschluss in Physik, im nächsten Jahr folgte ein zweiter in Mathematik. Ebenfalls als erste Frau wurde sie an der Sorbonne Professorin und erhielt nicht nur einen, sondern zwei Nobelpreise: den ersten in Physik mit ihrem Mann Pierre und Henri Becquerel (für die Entdeckung der Radioaktivität); den zweiten, acht Jahre später, in Chemie (für das Isolieren der Elemente Polonium und Radium).«

 

Den Namen Marie Curie kennt im Grunde jeder. Vermutlich kann sie auch noch jeder mit den Begriffen Physik und Chemie in Verbindung bringen. Aber was genau ihr zu diesem Bekanntheitsgrad verholfen hat, wird nicht mehr jeder beantworten können.

Dieses Buch erklärt in für den Laien verständlichen Worten, in welchen wissenschaftlichen Bereichen Marie Curie sich verdient gemacht hat und gibt einen guten Überblick über das Leben dieser bemerkenswerten Frau.

 

Deutlich wird dabei herausgearbeitet, gegen welche Schwierigkeiten sie zeitlebens kämpfen musste. Schwierigkeiten, die aus der schlichten Tatsache resultierten, dass sie eine Frau war, die sich in einem von Männern dominierten Bereich behauptete. Ich bin manches Mal beim Lesen richtig wütend geworden! Man muss sich das mal vorstellen: Sie war eine Frau, die schon als Studentin „das Wissen aufsaugte wie ausgedörrte Erde das Wasser“. Eine Frau, die geradezu besessen von ihrer Arbeit war, eine Fanatikerin, die sich selbst ständig vernachlässigte – und der doch immer wieder Steine in den Weg gelegt und die Anerkennung verweigert wurde. Bei ihrem ersten Nobelpreis durfte sie lediglich im Publikum sitzen. Und hätte ihr Mann auf der Bühne nicht mit Worten ausgedrückt, wie maßgeblich sie an der Entdeckung beteiligt war, hätte dies ansonsten keine Würdigung gefunden.

 

Folglich hat sie nicht nur für ihre Leistungen als Wissenschaftlerin große Anerkennung verdient, sondern auch für ihre Vorkämpferrolle in Sachen Stellung der Frau in der Gesellschaft. Schon das Buch nennt einige Frauen, die durch Marie Curies Beispiel ermutigt wurden, sehr viele weitere werden gefolgt sein.

 

Nebenbei war sie auch noch Mutter zweier Töchter, nach dem frühen Tod Pierre Curies zudem alleinerziehend. In verstärktem Maße hatte sie also mit der auch heute noch bekannten Problematik der Doppelbelastung zu kämpfen. Mann und Kinder liebte sie, das wird schon deutlich. Aber ihre Arbeit liebte sie ebenfalls sehr – da ist ein Gefühl der Zerrissenheit eigentlich unausweichlich. Das hätte hier meines Erachtens nach noch deutlicher herausgearbeitet werden können.

 

Übrigens war Marie Curie nicht nur die erste Frau, die den Nobelpreis erhielt, lange Zeit blieb sie auch die einzige. Erst 32 Jahre später wurde erneut eine Frau ausgezeichnet – und das war ausgerechnet ihre Tochter Irène Joliot-Curie.

 

Fazit: Hochinteressantes Portrait einer bemerkenswerten Frau. Sehr empfehlenswert, auch für naturwissenschaftliche Laien.

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kingofmusics avatar

Rezension zu "Marie Curie" von Barbara Goldsmith

Interessante Biografie über eine mutige Frau mit Exkurs in die Welt der Radioaktivität
kingofmusicvor 3 Jahren

"Im Leben muss man vor nichts Angst haben. Man muss es nur begreifen." (S. 11)

Marie Curie - wer auf Anhieb etwas mit diesem Namen anfangen kann, darf sich 100 Punkte notieren *g*. Nach dem lesen der Biografie von Barbara Goldsmith über jene "Grande Dame" der Physik kann ich mir jetzt auch auf die Fahne schreiben "Ich weiß wer sie ist und was die Menschheit ihr zu verdanken hat." Und da sage mal einer, lesen würde nicht bilden ha ha ha.

Ausgewiesene Physik- und Chemiemuffel wie mich hat es nämlich nie wirklich interessiert, wer in der Wissenschaft für welche Erfolge oder ähnliches zuständig war/ ist. Aber dass es sich durchaus lohnt, die Scheuklappen abzusetzen und mal nicht in die Welt der Literaturklassiker oder Bücher, die sich mit der Musik befassen, abzutauchen, beweist dieses Buch eindrucksvoll.

Wer war Marie Curie?

Eine mutige Frau, die sich nicht von der Dominanz der Männer in der Wissenschaft hat abhalten lassen und konsequent "ihr Ding" durchgezogen hat. Eine ernsthafte Wissenschaftlerin, die als erste Frau überhaupt den Nobelpreis für Physik erhalten hat. Eine sensible Persönlichkeit, die nach außen "hart" und distanziert wirkte und sich und ihren Körper nicht schonte, aber nach innen tief verletzlich war.

Eindrucksvoll erzählt Barbara Goldsmith die Geschichte von Marie Curie und ihrem unbändigen Forscherdrang, lässt in Zitaten sowohl Marie selber als auch andere Zeitgenossen "lebendig" werden und setzt ihr so ein würdiges literarisches Denkmal.

Mehr kann und will ich gar nicht über dieses Buch sagen - es spricht für sich und sollte von jedem ernsthaft an Biografien interessierten Menschen gelesen werden!!!

 

Kommentare: 8
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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Marie Curie" von Barbara Goldsmith

Marie Curie - Synonym für Hingabe zur Wissenschaft
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Die Historikerin und Journalistin Barbara Goldsmith zeichnet ein schnörkelloses Bild der Wissenschaftlerin Marie Curie, die zweimal mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
Das Leben der Maria Skłodowska ist gekennzeichnet durch den unstillbaren Ehrgeiz, den sie ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit ausgelebt hat.

Maries Schwierigkeiten in einer absoluten Männerwelt zu reüssieren wird ebenso beleuchtet wie ihr Verhältnis zu ihren Töchtern Eve und Irene. Mit Irene gemeinsam engagiert sich als Röntgen-Schwester im Ersten Weltkrieg. Die Beziehung zu Eve ist ein wenig differenzierter. Diese Tochter wird nicht in die großen Fußstapfen der Mutter treten, sondern die schönen Künste bevorzugen. Das birgt natürlich großen Konfliktstoff.

Barbara Goldsmith bietet dem Leser eine Fülle an spannend und empathisch aufbereiteten Informationen. Diese Biographie fesselt auch mit den im Text integrierten, oft sehr persönlichen Bildern. Die Autorin hat eine Vielzahl von (nach wie vor strahlenden) Originaldokumenten eingesehen. Aufschlussreich auch das Glossar am Ende des Buches, das dem interessierten Leser die Welt der Marie Curie weiter erschließen kann.

Mit hat diese Biographie sehr gut gefallen und ich kann sie nur weiterempfehlen.

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