Barbara Gowdy Hilflos

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Inhaltsangabe zu „Hilflos“ von Barbara Gowdy

Die neunjährige Rachel, ein auffallend schönes und aufgewecktes Mädchen, weiß, dass ihre Mutter in ständiger Sorge um sie ist. Und so erzählt sie nichts von dem Mann, der in einem weißen Lieferwagen vor ihrem Haus parkt, der gleiche, den sie schon vor ihrer Schule bemerkt hat. Was nun folgt, ist die atemberaubende, mit großer Spannung erzählte Geschichte einer dramatischen Entführung. Und doch ist es ein Roman über die Liebe, über ein Kind, das mutig und voller Kraft die Welt der Erwachsenen durchschaut. Für alle Leserinnen von Siri Hustvedt und Doris Lessing

hat mir nicht gefallen

— CorneliaP
CorneliaP

Was für eine Geschichte! Man leidet und hofft. Das Ende ist unglaublich überraschend und gelungen. Empfehlenswert!

— daisydee
daisydee

Genauso kann es passieren. Wissen wir was in den Köpfen der Menschen vorgeht. Tolles Werk

— Karin1970
Karin1970

Sehr unglaubwürdig und platt!

— milasun
milasun

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    literat

    literat

    05. July 2011 um 11:41

    In dem Buch geht es um einen tendenziell pädophilen Ron, der zwar mit Nancy zusammenlebt, aber regelmäßig an Schulen vorbeifährt und die Kinder beobachtet. Dabei verachtet und verurteilt er Pädophile, die sollten diesen Schönheiten keine Grausamkeiten zufügen. Dann verfällt er zusehends der 9-jährigen Rachel, die ausnehmend schön ist und nutzt während eines Stromausfalls die Gunst der Stunde und entführt sie. Wobei er vorher die Tat schon geplant hat, da er im Keller für sie ein Mädchenzimmer bereits eingerichtet hat. Seine Freundin Nancy hat er sogar dazu gebracht mitzumachen, er erzählt ihr, die in der Kindheit vom Vater selbst missbraucht worden ist, daß er Rachel aus den Fängen eines Kinderschänders befreien muss. .... Weiter will ich gar nicht erzählen. Aber teilweise war der Roman schon sehr langatmig, ich muss gestehen, daß ich zum Schluss einige Seiten tatsächlich zur überflogen habe um voran zu kommen. Die Qualität des Buches liegt in der behutsamen und vielschichtigen Darstellung der pädophilen Neigung Rons. Wie er immer noch Jenny als Idealfigur seiner Partnerin hinterherhängt, wie er, wie wahrscheinlich jeder Pädophiler, in Rachels Verhalten immer wieder nach Aufforderungen zum Missbrauch sucht (sie will es ja, sie genießt es bestimmt) aber wie er sich dann aber auch immer wieder zusammenreißt und seine Neigung unterdrückt.

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    lovely_ann

    lovely_ann

    06. March 2011 um 15:06

    Tagelang beobachtet Ron, ein selbständiger Handwerker, die 9jährige Rachel. Er hat schon vorher Mädchen auf Schulhöfen heimlich beobachtet, doch Rachel fasziniert ihn. Er entwickelt eine psychopathische Liebe zu ihr und bereitet heimlich in seinem Keller ein Zimmer für Rachel vor. Als bei einer seiner Beobachtungen ein Stromausfall die Gelegenheit bietet, greift er zu und entführt Rachel. Seine Lebensgefährtin Nancy weiht er ein und sie hilft ihm, auch um das Mädchen vor Ron und eventuellen sexuellen Angriffen zu schützen. Er hält sie gefangen im Keller, versucht das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen, was ihm nach Wochen auch gelingt, in dem er ihr Horrorgeschichten über die böse Welt draußen erzählt. Doch in ihm wächst der Wunsch, sich ihr körperlich zu nähern. Als dieses Verlangen unüberwindbar wird, zieht er die Notbremse. Dieser Roman beschreibt die Entführung aus Sicht des Täters, des Opfern, aus Sicht der Mutter, die geplagt ist von nagenden Selbstzweifeln und mit dem großen Medieninteresse konfrontiert wird, daß ihre Lebensweise in Frage stellt. Ron erfüllt nicht die Rolle des bösen Psychopathen - und da liegt gewissermaßen mein Problem mit diesem Buch. Er entführt ein Mädchen in eindeutiger Absicht - und dann schildert die Autorin den inneren Kampf dieses Mannes mit seinem Verlangen. Gewissermaßen macht sie ihn zu einem "Guten". Auf mich wirkt das verstörend. Sicher beabsichtigt von der Autorin, die mit den Lesegewohnheiten brechen will. Sie gibt dem Täter ein menschliches Gesicht und zeigt: es gibt nicht nur schwarz und weiß. Auch nicht, wenn es um Kindesentführung geht. Nun gehöre ich aber wohl zu den Leserinnen, die das nicht will. Für mich gibt es keinen "guten" Kindesentführer, für mich gibt es keine Graustufen bei einem so unmenschlichen Verbrechen, wie ein Kind in einen Keller zu sperren aus sexuellen Absichten heraus. Gowdy hat in einem Interview gesagt, daß sie das Buch geschrieben hat, um zu verstehen, was im Kopf eines Menschen passiert, der der sexuellen Anziehungskraft eines kleinen Mädchens erliegt. Verständnis, Einfühlung, Empathie - das ist etwas, was ich für solcherlei Täter nicht aufbringen kann und nicht aufbringen will - und darum bleibt nicht viel Sympathie für dieses Buch bei mir übrig.

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    28. October 2010 um 15:35

    Ein sehr spannendes Buch über die Entführung eines hübschen Kindes. Das Ende ist überraschend aber für den Leser sehr nett zu lesen.

  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    RudeLady

    RudeLady

    20. March 2010 um 12:53

    Ein sehr schwieriges Thema, welches meiner Meinung nach zu positiv verpackt wurde. Die Geschichte selbst liest sich sehr flüssig und packend und es ist sicher auch einiges wahres daran, aber ein „richtiger“ Pädophiler hätte sicher nicht so gehandelt, wie Ron es in dem Buch tut. Denn ein solcher würde nicht zögern, könnte er auch gar nicht. Authentisch an dem Buch finde ich den Vorwand, unter dem Rachel entführt wurde. Eine fadenscheinige Ausrede, dass sie von ihrer Mutter/ihrem Vermieter in seinen Augen missbraucht wird, reicht Ron aus, um Rachel zu „retten“. Auf die Idee, dass er nicht viel besser ist, kommt er gar nicht. Aber schließlich braucht sogar er einen Grund, um Rachel zu entführen und da reicht schon einer ohne Boden. Das Buch ist auf jeden Fall sehr gut und die Geschichte sehr einfühlsam und anrührend geschrieben, aber ich bezweifle, dass der Hauptteil der wahren Geschichten so abläuft. Vor allem der Schluss, zu dem ich hier natürlich nichts sagen kann. Dennoch ein Buch, welches einen Einblick in die Thematik gibt und vor allem in den Kopf eines gestörten Menschen. Man bekommt einen Einblick in die Vergangenheit von Ron, um zu verstehen, wieso er so geworden ist. Er wird definitiv nicht als Monster dargestellt, sondern als Mann, der sich nach Liebe sehnt, jedoch ausgerechnet nach der Liebe eines neunjährigen Mädchens. Auch hier ist die Geschichte meiner Meinung nach wieder zu sehr beschönigt. Fazit: Ein aufwühlendes Buch, aber meiner Meinung nach ist die Geschichte zu weit von der grausamen Realität entfernt. Vielleicht sogar beabsichtigt, um die Leser nicht zu sehr zu schockieren, aber ich bin der Meinung, wenn man sich an ein solches Thema ranwagt, dann auch richtig.

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Wortklauber

    Wortklauber

    14. January 2010 um 12:57

    "Hilflos" ist ein Buch über die Liebe. Über Begehren. Und über die Qualen, die beides bereiten kann. Nancy liebt Ron. Aber Ron liebt Rachel. Rachel wird von vielen geliebt - über alle Maßen sogar von ihrer Mutter, die sie nie mit jemandem teilen wollte. Bis Ron sie ihr wegnimmt. Und Nancy vor vollendete Tatsachen stellt, dass Rachel nun bei ihnen leben wird. In einem verriegelten Zimmer mit vergitterten Fenstern, das er extra für sie eingerichtet hat, in der Kellerwohnung unter dem Elektroladen. Rachel ist neun Jahre alt. Barbara Gowdy erzählt aus verschiedenen Perspektiven - aus Rons, Nancys, Rachels, Celias (Rachels Mutter) ... Sie holt den Leser damit ganz nah an die handelnden Charaktere heran. An die verzweifelte Mutter, die um das Leben ihres entführten Kindes bangt; an Nancy, eine glücklose ehemalige Drogensüchtige, als Kind vom Vater missbraucht, unfähig, selbst Kinder zu gebähren, die schließlich einsehen muss, dass sie niemals Rons Befürnisse erfüllen kann; schließlich an Ron selbst, einen tapsigen, übergewichtigen Mann, einen Alkoholiker und Eigenbrötler, der sich lieber mit der Reparatur defekter Elektrogeräte beschäftigt als mit Menschen, der mit seiner Neigung zu Kindern kämpft und Rachel entführt, weil er sich einredet, dass er sie vor (vermeintlichen) Männern wie ihm beschützen muss. Indem sie Ron nicht als Bestie schildert, sondern als Getriebenen, der gegen seine Sehnsüchte ankämpft; indem sie manchmal Rollen umkehrt - "die Schöne", das Mädchen Rachel, kann auch ein Biest sein - bringt sie den Leser in die Bredouille, der sich evtl. fragt, wie das denn sein kann, dass jener Ron auf einmal anrühren kann ...

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Gruenente

    Gruenente

    16. May 2009 um 11:00

    Rachel, ein sehr hübsches Mädchen, 9 Jahre alt, wird von einem Mann, der sich in sie verliebt hat entführt.
    Ich fand das Buch ziemlich langweilig und platt.
    Vor ein paar Monaten habe ich ein Buch mit einem ähnlichen Thema gelesen, das aber wesentlich besser war (Schmetterlingssammler).

  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Angelsmile

    Angelsmile

    31. October 2008 um 21:33

    Wirklich spannend geschrieben, besonders die letzten Seiten haben mich Gänsehaut bekommen lassen. Besonders gut fand ich, dass man auch Einblick in die Sicht des Entführers bekommt.

  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. April 2008 um 16:20

    Gutes Buch über ein heikles Thema (Pädophilie), aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt (Opfer, Täter, Mutter des Opfers, Freundin des Täters). Ein Einblick in die Psyche des Täters, obwohl die Figur sich relativ beherrscht und zurückhält. Ganz anders als Nabokovs Lolita.

  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    variety

    variety

    01. January 2008 um 22:48

    Sehr gutes Buch, geschrieben im Stile eines Krimis. Es geht um eine Kindsentführung, bei welcher der Entführer (Ron) sexuelle Phantasien gegenüber der jungen Geisel hat. Wie Barbara Gowdy das heikle Thema anpackt, ist hervorragend. Ihre Sprache (einfach, schnörkellos) ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Der einzige Schwachpunkt ist meiner Meinung nach der Schluss (den ich hiermit nicht verrate): Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb die Hauptfigur so reagiert. Deshalb einen Stern Abzug, leider.

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  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    Rautavist

    Rautavist

    16. December 2007 um 17:30

    Gut. Eins mehr...

  • Rezension zu "Hilflos" von Barbara Gowdy

    Hilflos
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 13:52

    Die Schöne und das Biest oder Wenn ein Monster menschlich wird Die Entführung eines Mädchens, dessen Qualen und die Sorgen der Eltern, die Gelüste des Täters und die fieberhafte Suche der Polizei hat Barbara Gowdy in den Mittelpunkt ihres Romans "Hilflos" gestellt. Das Opfer, die neunjährige Rachel, ist das große Glück im Leben von Celia Fox, die mit der Kleinen im sozialen Randmilieu lebt. Das auffallend schöne und aufgeweckte Mädchen, das seinen Vater nie gesehen hat, wird vom einsamen und sensiblen Ron gekidnappt, der so oft es geht vor Schulhöfen parkt, um kleine Kinder zu beobachten. Er ist verliebt in die Kleine, bildet sich ein, das Mädchen benötige seine väterliche Zuneigung - aber ist er deshalb auch ein Monster? Liebe ist das aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete Thema des Romans: Celia liebt ihre Tochter so sehr, dass sie fast erleichtert ist, als ihre Mutter stirbt, so muss sie Rachel mit niemanden teilen. Nancy liebt Ron blind und verzweifelt und manchmal sogar selbstlos. Gowdy wirft die Frage auf, wie weit die Macht der Liebe eigentlich geht. Und wie sicher wir unseres Urteils über andere Menschen sein können. Es ist auch ein Buch über Lebenslügen. Und vor allem ein Buch, das einem den Atem raubt. Die extreme Spannung, die die Schriftstellerin zu erzeugen versteht, resultiert nicht in erster Linie aus der Handlung selbst. Vielmehr gibt Gowdy ihren Lesern keinen Moment die Gelegenheit, sich emotional für eine der Figuren zu entscheiden, in Sympathie für sie auszuruhen: Die Schöne spreizt sich mitunter affektiert, und das Biest zeigt immer wieder seine tapsige Gutmütigkeit. Die Autorin schreibt in einer kunstlos klaren Sprache jeweils aus den Perspektiven ihrer Hauptfiguren ein rasantes und subtiles Psychodrama. Der Leser fiebert über 300 Seiten mit, ob Rachel vor ihrem Entführer gerettet wird. Fazit: Barbara Gowdy hat eine nervenzerfetzend spannende Geschichte geschrieben. Einen Psychothriller, der die Ängste des Lesers weckt. Was dieses Buch jedoch von einem klassischen Krimi mit Kindsentführung durch einen Sexualtriebtäter unterscheidet ist, dass es weniger um Spannungsmache, sondern um die mögliche Psychologie eines Täters geht. Woher kann diese Neigung kommen, und ist ein Mann dadurch automatisch ein Krimineller? Ihre Schilderung seiner Gegenwart, seines Wunsches und des Widerspruchs, in den er sich auch für sich selbst verwickelt, ist ausgesprochen spannend. Es ist ein guter, solider Lesestoff.

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