Jagd der Vampire

von Barbara Hambly 
4,3 Sterne bei27 Bewertungen
Jagd der Vampire
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Inhaltsangabe zu "Jagd der Vampire"

Wie überleben Vampire im nebelverhangenen London zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Dieser Frage geht Barbara Hambly, Autorin von 'Die Schöne und das Biest', in einem Roman nach, den die Leser des Fachblattes 'Locus' zum besten Horrortitel des Jahres wählten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404281978
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:318 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:01.09.1993

Rezensionen und Bewertungen

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    Rinnerlvor 6 Monaten
    Jagd der Vampire - Barbara Hambly

    Oxford, Anfang des 20. Jahrhunderts. 


    Noch bevor James Asher, Professor der Philologie am New College, seinen gesamten Haushalt in einem totenähnlichen Schlaf vorfindet, spürt er die drohende Gefahr im Haus. 17 Jahre im Dienste ihrer Majestät haben seine Sinne geschärft. 

    Auch seine Frau Lydia liegt totengleich in der Bibliothek und der verantwortliche stellt sich Asher mit „Mein Name ist Don Simon Xavier Christian Morado de la Cadena-Ysidro, und ich bin, wie Sie es nennen würden, ein Vampir“ vor. 

    Das bringt sogar einen Ex-Spion für einen Moment aus der Fassung. Ysidros Fähigkeiten jedoch lassen keinen Zweifel daran, dass er tatsächlich das ist, was er vorgibt zu sein. Umso erstaunlicher ist der Grund seines Besuches, der Jahrhunderte alte Vampir benötigt Ashers Hilfe. 

    In jüngster Vergangenheit wurden in London mehrere Vampire getötet indem jemand ihre Schlafplätze aufgestöbert und die Särge geöffnet hat. Das hereinströmende Sonnenlicht bedeutete das sofortige Todesurteil für den schlafenden Vampir. 

    Ysidros Druckmittel ist klar. Sollte Asher sich weigern ihm zu Diensten zu sein, wären sein und auch Lydias Leben verwirkt. 

    Widerwillig begibt Asher sich mit seinem neuen Arbeitgeber nach London auf Spurensuche doch dabei erweist der Vampir sich als wenig hilfreich. Die von gegenseitigem Misstrauen geprägte „Zusammenarbeit“ lässt zu wünschen übrig und Asher wird schnell klar, dass er sich nicht allein auf die Informationen Ysidros verlassen kann um Lydias und sein eigenes Leben zu retten. 

    Gemeinsam mit seiner jungen Frau, die er ohne Ysidros Wissen in alles einweiht und zu sich nach London holt, beginnt Asher seine gefährliche Suche nach dem Mörder.



    Ich habe das Buch bei seinem Erscheinen 1990 zum ersten mal gelesen und war vollkommen begeistert! Bin ich immer noch. Meiner Meinung nach wurde das Buch damals völlig zu Recht als bester Horror-Roman des Jahres ausgezeichnet. Ein Vampirroman wie man ihn sich vorstellt (jedenfalls die unter uns, die älter sind als 25). 

    Die düstere Atmosphäre Londons um 1900, ein ehemaliger Spion auf Mörderjagd und echte! Vampire. Sie jagen Menschen und saugen ihnen das Blut aus um die eigene Existenz zu sichern. Sie sind gefährlich, können sterbliche problemlos in ihren Bann ziehen und sie glitzern nicht in der Sonne, sie sterben! Sonne - puff – Asche!

    Jeder, der einen Vampirroman jenseits von Twilight zu schätzen weiß, ist hier hundertprozentig richtig! 

    Kommentare: 1
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    Webbees avatar
    Webbeevor 4 Jahren
    Doppelrezension: Jagd der Vampire + Gefährten des Todes

    „Wie fängt man es an, das Leben einer Frau zu erforschen, die über die letzten hundertfünfzig Jahre in regelmäßiger Weise Morde begangen hat?…
    Sie muss hunderte von potenziellen Feinden haben. Tausende würde ich sagen…
    Über fünfzigtausend, wenn man einen pro Nacht mal dreihundertfünfundsechzig, mal einhundertfünfzig rechnet…“

    Teil 1 – Jagd der Vampire

    Wir befinden uns zu Anfang des 20. Jahrhunderts. James Asher ist Völkerkundler und Sprachwissenschaftler und lebt mit seiner Frau Lydia, die Ärztin ist, in Oxford. James genießt sein neues Leben als Professor und Ehemann und versucht, sein früheres, gefährliches Leben als Spion im Dienste seines Vaterlandes, zu vergessen.
    Doch als er eines Abends heim kommt und seine Frau sowie die Angestellten in einem todesähnlichen Schlaf vorfindet, ändert sich alles. Der Verursacher dieses Zustandes, Don Simon Xavier de la Cadena-Ysidro, ein Gentleman wie aus alten Zeiten, genauer gesagt aus dem 16. Jahrhundert – ein waschechter Vampir, benötigt seine Hilfe.
    Ysidro setzt Asher unter Druck indem er droht, seiner Frau etwas anzutun und bringt ihn dazu, ihn nach London zu begleiten. Dort soll er eine Mordserie an Vampiren aufklären. Allesamt wurden sie in ihren geheimen Unterkünften aufgespürt, in denen sie tagsüber ruhten und sich vor dem Licht versteckten – dem Tageslicht ausgesetzt und so grausam verbrannt. Die Morde kann nur ein Mensch verübt haben, der sich ja bei Tageslicht ungehindert bewegen kann. So scheint es anfangs – und deshalb ist Asher, der ehemalige Spion und jetzige Völkerkundler der ideale Jäger des Mörders.
    Asher will nicht auf die Hilfe seiner klugen Frau verzichten und sie auch nicht allein in Oxford lassen. So beginnen sie gemeinsam mit der Jagd auf den Mörder und geraten schnell zwischen die Fronten, denn nicht allen Vampiren in London ist es recht, dass ein Mensch in ihren Angelegenheiten herumschnüffelt. James und Lydia müssen ständig vor den Vampiren auf der Hut sein, einen Mörder finden und gleichzeitig verhindern, dass Don Ysidro sie nach der Erfüllung ihres Auftrages tötet.
    Was die beiden jedoch am Ende herausfinden, hätten weder Menschen noch Vampire sich vorstellen können. Die Welt der Ashers und ebenso die der uralten, im Geheimen lebenden, massenmordenen Wesen wird mächtig auf den Kopf gestellt.

    Teil 2 – Gefährten des Todes

    Asher kommt gerade von einer Beerdigung nach Hause, als er auf dem Bahnhof ein bekanntes Gesicht entdeckt. Es handelt sich um Baron Karoly, der ein ungarischer Spion ist und zudem ein äußerst gefährlicher Mann. Doch nicht diese Entdeckung allein veranlasst James, sich spontan in den Zug nach Paris zu setzen und ihn zu verfolgen, anstatt zu seiner geliebten Lydia heimzukehren. Es ist der Mann, der Karoly begleitet – Charles Farren oder auch Lord of Ernchester oder auch – einer der ältesten Vampire von London.
    Asher befürchtet, dass die Ungarn sich der Dienste von Vampiren bedienen möchten und will diesem Komplott auf die Schliche kommen bzw. eigentlich nur seinen Kollegen in Paris informieren und warnen. Doch am Ende bleibt Asher nichts anderes übrig, als die beiden selbst zu verfolgen – nach Paris, nachWien und von dort aus bis in den Orient nach Konstantinopel. Denn, wer glaubt schon an Vampire? – Ashers ehemalige Kollegen vom Geheimdienst jedenfalls nicht.
    Ashers Frau Lydia folgt ihrem Mann, nachdem sie ein Telegramm von ihm erhalten hat. Auch ihr macht die Beteiligung von Lord Ernchester große Sorgen. Sie hatte ihn als einen sehr zurückgezogenen Vampir erlebt, der kaum ein Wort sprach und sein Haus so gut wie nie verließ. Und jetzt fuhr er quer durch Europa? Lydia sucht sich Hilfe auf ihrer Reise und wer käme dafür mehr infrage als ihr alter Bekannter – Don Simon Ysidro.
    Bereits in Wien gerät Asher in Schwierigkeiten und entkommt nur knapp dem Tod mithilfe einer ebenfalls sehr alten Bekannten – Lady Anthea Farren,Ernchesters Ehefrau und Vampirin. Sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, denn sie ist überzeugt davon, dass er London nicht freiwillig verlassen hat.
    So reisen zwei ungleiche Paare durch die Nächte Europas – James mit der Vampirin Anthea und Lydia mit Ysidro. Die Gefahr in der sie alle schweben ist größer als sie vermuten können und das Komplott in welches der Ungar Karoly und Ernchester verstrickt sind, ein ganz anderes als man erwarten könnte.

    Es gibt viele Geschichten über Vampire und Vampirismus und die der Neuzeit, in der Vampire sensible Schönlinge sind und Vampirismus ein erstrebenswerter Zustand für junge Mädchen zu sein scheint, sind mir suspekt! Zugegeben – es gibt auch andere, die ich wiederum richtig gut fand (Markus Heitz’ Kinder des Judas oder Guilermo del Toro mit seiner Endzeit-Vampir-Saga).
    Barbara Hambly’s Romane sind eher traditionell. Hier sind Vampire noch so wie zu Draculas Zeiten. Sie schlafen in Särgen, gehen nachts auf die Jagd und kennen keinerlei Mitgefühl – überhaupt ist in an ihnen nichts Menschliches mehr. Man könnte sie auf den ersten Blick vielleicht für menschlich halten, doch das erweist sich schnell als verhängnisvoll.
    Das Besondere an diesen Romanen ist, dass es eigentlich Kriminal- und Agentenstorys sind. Der erste Band könnte als ein Fall von Sherlock Holmes durchgehen und der zweite als ein Bond. Es ist ein Genuss und beeindruckend zu lesen, wie Asher und seine Frau mit viel Verstand, Geschick und Mut in der Lage sind, den Dingen auf die Spur zu kommen. Allein schon die fehlenden Möglichkeiten über weite Strecken zu kommunizieren (ohne Internet und Telefon), das lange Reisen mit dem Zug durch halb Europa (eine Woche von Paris bis Istanbul), die Beschaffung von Informationen indem man tagelang in Archiven, Bibliotheken und Zeitungen sucht und mit vielen, vielen Menschen spricht, an Geld zu kommen (ohne Geldautomaten und international vernetzte Banken) – all das stellt die Leistung der Protagonisten (und auch der Autorin) auf eine besondere Stufe. Das viktorianische Flair tut sein übriges, um den Lesegenuss zu vervollkommnen.
    An Spannung und Action fehlt es den Geschichten ebenfalls nicht. Die Vampire sind grausam und absolut tödlich und sich gegen sie zu verteidigen erfordert mehr als nur Knoblauch und Silberketten. Lydia und James sind keine Kampfkunst-Experten aber sie sind schlau und haben einen unbändigen Überlebenswillen, der in hohem Maße aus ihrer Liebe füreinander resultiert.
    Besonders zu erwähnen sind die Beziehungen, die die Autorin wunderbar in der Handlung entstehen und aufgehen lässt. Die Macht, die Vampire über den Geist der Menschen haben, bekommen auch James und Lydia zu spüren. So entstehen innerhalb der ungleichen Reisepaarungen interessante Konflikte. Man könnte glauben, Ysidro entwickele Gefühle für Lydia und James für Anthea – oder ist das nur der Wille und kühle Berechnung der Vampire? Aber warum sollten sie das wollen? Und wie ist es umgekehrt? Barbara Hambly lässt den Leser am Ende mit sehr zwiespältigen Gefühlen in dieser Hinsicht zurück – und die Protagonisten ebenfalls.
    Sie macht jedoch sehr deutlich klar, dass Beziehungen zwischen Menschen und Vampiren nie etwas anderes sein können als zweckmäßig – selbst wenn der ein oder andere sich etwas anderes wünschen würde…

    Fazit: Zwei absolut empfehlenswerte Werke für höchsten Lesegenuss.

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    Affenbrotwaldvor 8 Jahren
    Rezension zu "Jagd der Vampire" von Barbara Hambly

    Wie der Titel schon sagt, geht es um die Jagd auf Vampiren. Ein an die Sherlock Holmes Bücher erinnernder Schauerkrimi, der sehr englisch ist.
    Thema, Schreibstil und Fluss der Handlung sind gut, seltsamerweise ergibt sich daraus ein SEHR gutes Buch.

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    Bücherwurmvor 9 Jahren
    Rezension zu "Jagd der Vampire" von Barbara Hambly

    Spannend

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