Wo ist Norden: Roman

von Barbara Handke 
3,8 Sterne bei26 Bewertungen
Wo ist Norden: Roman
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Positiv (18):
Helena89s avatar

Ein einfühlsamer, lebhafter und phantasievoller Roman über einen Neuanfang nach dem Mauerfall

Kritisch (2):
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Langatmig und nicht spannend.

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Inhaltsangabe zu "Wo ist Norden: Roman"

Ostdeutschland kurz nach dem Mauerfall. Marlene nutzt die Gunst der Stunde, kauft ein baufälliges Gutshaus und zieht mit ihrer Familie ein. Sie lässt das verschlafene Dorf zu einem Sehnsuchtsort für Gäste und Freunde werden, die daran glauben wollen, alles habe hier seinen Platz in der unübersichtlich gewordenen Welt. Auch den Erzähler treibt es immer wieder dorthin. In seiner Erinnerung lässt er das Jahrzehnt noch einmal Revue passieren und ordnet damit auch sein eigenes Leben neu.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746089584
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:308 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:12.03.2018

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    Helena89s avatar
    Helena89vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein einfühlsamer, lebhafter und phantasievoller Roman über einen Neuanfang nach dem Mauerfall
    „Dies war ein Haus für eine andere Zeit, eine vergangene Lebensform.“

    Ein Jahrzehnt nachdem Marlene und Konrad das alte Gutshaus in Plenskow kaufen, mit Restaurierungen beginnen und dort mit ihren drei Kindern, Selma, Laure und Jakob, sowie den Eltern Konrads, Rita und Pavel, einziehen, sehen sie sich gezwungen, es wieder zu verkaufen und weiterzuziehen. Beim Umzug bricht sich Nikita, Konrads Bruder, das Bein, was ihn dazu veranlasst, einen Rückblick über die zehn Jahre in dem Dorf anzustellen und in schriftlicher Form festzuhalten. 

    Kurz nach der Wende entdecken Marlene und Konrad ein altes Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow. Kurzerhand kaufen sie es und beginnen mit der Restauration. Konrad richtet sich eine Arztpraxis ein und Marlene gründet ihr Café „Granatapfel“. Nikita, ebenfalls Arzt, hilft bei der Restaurierung und unterstützt das Projekt finanziell. Dabei wurde er von seiner großen Liebe Marlene für Konrad verlassen und müsste außerdem dringlich an seiner Doktorarbeit schreiben. „Doch als ich an jenem Sommermorgen ein federleichtes, getigertes Kätzchen aus der Mülltonne barg, wo es irgendein Mensch – nie weiß man, wer so etwas macht – zum Sterben in einem Schuhkarton deponiert hatte, wurde mir auf einmal klar, wie sehr sie mir fehlten [...]. Meine Wohnung war nur ein Depot, eine Wartungsstätte des Alltags, da ließe sich kein Tier halten; hier in Plenskow aber gab es Platz und drei Kinder, die Ferien hatten. Konrad und Marlene nahmen es hin, in der Haustierfrage übergangen zu werden, die Kinder waren begeistert und ich erleichtert über diesen Schritt auf sie zu.“

    Bei der Renovierungsarbeiten wird ein Wandgemälde entdeckt, das von einem Restaurator, Herr Tile, freigelegt wird und ihn sogar zu einem Werk über die Kulturgeschichte des mecklenburgischen Landadels inspiriert. Das Wandbild, auf dem zwei Personen mit einem Pferd zu sehen sind, soll auch für seine Einwohner und Besucher eine wichtige Rolle spielen. Das gesamte Geschehen hindurch werden Mutmaßungen darüber angestellt, was die Person auf dem Wandgemälde in der Hand hält. Jeder sieht etwas Anderes darin, und das, was er sieht, gibt Aufschluss über den Charakter und die Lebenseinstellung der jeweiligen Person. Marlene sieht einen Granatapfel darin, der Symbol für die Fruchtbarkeit des Geistes und schöpferische Gestaltungskraft ist: Dank ihrer Phantasie und Arbeit entsteht das Café „Granatapfel“, das ein großer Erfolg wird. Selma, die älteste Tochter Marlenes, erblickt eine Sonne darin – der Sonne gleich verkörpert Selma Fortschritt, Standhaftigkeit, Ausdauer, Größe und Lebensfreude. Laure, ihre Schwester, ist überzeugt, dass es ein Herz ist – mit äußerlicher und innerer Schönheit sowie mit einer melodischen Stimme und musikalischem Talent gesegnet, personifiziert sie Liebe, Kraft, Durchhaltevermögen und Leben. Pavel sieht eine Trommel: Er sorgt für Bewegung und Veränderung. Agnes, die Schwester Nikitas und Konrads, erkennt eine Granate darin – in einer homosexuellen Beziehung lebend, bricht sie mit gesellschaftlichen Konventionen, was auf ihre Familienangehörigen überraschend oder sogar schockierend wirkt. Elsa, Nikitas spätere Frau, wird auf dem Bild einer Herbstzeitlosen ansichtig, die für den Herbst des Lebens steht. Herr Tile gewahrt auf dem Gemälde zu Anfang einen Apfel, der für Wissen und Macht steht, später aber einen Totenschädel, Symbol für den Tod – ein Memento mori. Das ‚Pflegemittelpaar‛, das das Gutshaus Marlene in regelmäßigen Abständen abzukaufen versucht, sieht konsequenterweise ein Geldsäckchen in der Hand der Figur. 

    Nikita selbst, der Ich-Erzähler, meint am Anfang einen Ball zu erkennen – er empfindet sich als Spielball der Familie. Er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Unabhängigkeit und einem eigenen Leben und der Sehnsucht nach seiner Familie gekoppelt mit dem Wunsch zu helfen und zu unterstützen. Während eines Familientreffens fragt er sich: „Hatte ich nicht selbst einmal versucht, mein Leben in die Hand zu nehmen, mich unabhängiger zu machen? Warum war ich wieder so tief hineingerutscht in diese unbekömmliche Konstellation? Was hielt mich? Konnte ich nicht zumindest damit aufhören, die Plenskower an erste Stelle zu setzen? Wer setzte mich an erste Stelle?“ Bald darauf stellt Nikita fest: „Mein Leben allein – was war das eigentlich für eine Bußübung, und was hatte es genützt? Oder war es Verstocktheit, wie Konrad sagte? Mutwilliges Abschnüren meiner Lebensader? Diese Fragen entschieden sich, als ich in die Plenskower Dorfstraße einbog und endlich wieder das Gefühl hatte, am Leben zu sein.“

    Nach allen Höhen und Tiefen schließen sich langsam Nikitas Wunden und das Wandbild offenbart ihm sein ganzes Geheimnis: „Es war wie ein Fenster in eine frische Anderswelt, in der die Jahreszeiten zusammenfließen, in der die Sterne bei Tage leuchten, in der Tiere, Menschen und Pflanzen miteinander sprechen. Überhaupt erschienen mir die beiden Figuren nicht als Menschen, sondern nur menschenähnlich, denn sie waren alles zugleich: Frau und Mann, Kind und Greis, Faun und Fee. Das Ding in der Hand war, wie ich nun sehen konnte, kein Ball und kein Apfel, sondern eine Sonne, die gerade in den Himmel aufstieg. Selma hatte recht. Wir anderen hatten das Offensichtliche nicht erkannt.“

    „Wo ist Norden“ ist ein einfühlsam, lebhaft und phantasievoll geschriebener Roman, den man mit all seinen Figuren ins Herz schließen muss!

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    CanYouSeeMes avatar
    CanYouSeeMevor 2 Monaten
    Langatmig

    Die Geschichte einer Familie, die nach dem Mauerfall die Gunst der Stunde nutzt: Sie kauft und renoviert das Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow. Die Welt, die sie schaffen, wirkt weit über die Dorfgrenzen hinaus. Gäste erscheinen zahlreich, mancher zieht kurzerhand ein und auch Niketsch, der Erzähler, verstrickt sich tief in dieses Leben, das eigentlich gar nicht das seine ist. Rückblickend beschreibt er das Jahrzehnt, in dem die großen neuen Möglichkeiten doch nicht ganz bedingungslos zu haben waren.

    Das Buch ‚Wo ist Norden‘ der Autorin Barbara Handke konnte meinen Geschmack leider gar nicht treffen. Ich hatte arge Probleme, in die Story hineinzufinden und konnte mit keinem der Charaktere so richtig warm werden. Der Schreibstil liest sich an sich gut, war jedoch nicht in der Lage mein Kopfkino zum Leben zu erwecken. Der von mir erdachte historische Roman kam irgendwie nicht recht durch – langwierige Beschreibungen eines Hausumbaus konnten mich nicht packen.
    Nach den ersten, für mich extrem zähen, 80 Seiten habe ich das Buch für eine Weile weggelegt. Seitdem kann ich mich nicht überwinden es erneut mit ihm zu probieren – es hängt immer noch der öde und langweilige Nachgeschmack des Buches in der Luft. Ich werde dem Roman definitiv nochmal eine Chance geben. Zur jetzigen Zeit kommen das Buch und ich jedoch nicht zusammen – es packt mich nicht und kann mir kein Interesse am beschriebenen Handlungsverlauf entlocken.

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Von Lebensplänen, Abschieden, Neuanfängen und der Suche nach dem Platz im Leben. Eine Familiengeschichte, ein bisschen wehmütig. Gelungen.
    Lebensträume

    Deutschland kurz nach der Wende,  eine Familie kauft in einem Dorf im Osten einen alten Gutshof, um diesen liebevoll zu restaurieren. Marlene, die Ehefrau und Mutter von drei  Kindern ist dabei die treibende Kraft. Kreativ und motiviert befehligt sie den Umbau, für Konrad, den Ehemann, wird eine Arztpraxis eingerichtet. Sie selbst will dort ein Café betreiben.  Misstrauisch beäugen die alteingesessenen Bewohner der Ortes das  alternative Treiben, zu frisch ist noch der Umbruch vom realen Sozialismus zur freien Selbstbestimmung.  Aber nicht nur der Widerstand von außen macht Marlene zu schaffen, auch das Zusammenleben mit Konrads Eltern, insbesondre mit der Schwiegermutter Rita, Ex-Lehrerin in der Ex-DDR, gestaltet sich als schwierig. Ritas alte Kommode, die Marlenes neu gestaltetes Vestibül verschandelt ist exemplarisch für die vielen (oft klemmenden) Schubladen in Ritas Denken. Mit Pawel dem Schwiegervater geht es schon etwas leichter. Genügsam reicht ihm seine Musik und die abendliche Beobachtung des Sternenhimmels.

    Der Erzähler Nikita, Konrads älterer Bruder ist Besucher, Beobachter, Geldgeber und guter Onkel für die Kinder. Seine Konstellation zu Marlene ist kompliziert, war er doch vor Konrad ihr Freund. Jetzt ist Marlene sein Nordstern, leuchtend, strahlend und unerreichbar.

    Wo ist Norden ist eine bitter süße Erzählung über Lebensträume, Anfänge und Abschiede, Loslassen und Neustarts. Ein  bisschen wehmütig und berührend.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 4 Monaten
    Wo ist Norden

    Eine Geschichte, die kurz nach der Wende spielt. Die Familie mit ihren drei Kindern kauft sich ein großes Gutshaus in dem Dorf Plenskow. Dann beginnt der Umbau, ganz nach den Zwecken und Geschmäckern und den Arbeitsmöglichkeiten von ihnen, denn für Ehefrau Marlene gibt es ein Café und für Ehemann Konrad eine Arztpraxis. Auch Konrads Eltern werden mit bedacht. Und Konrads Bruder ist der Erzähler, der alles von außen beobachtet und der auch eine ganz besondere Beziehung zu der Familie hegt, denn er ist der Ex-Geliebte von Marlene.
    Eine interessante emotionale Geschichte, die ihren Höhepunkt in der zweiten Hälfte des Buches findet. Sie ist tiefgründig. Trotzdem blitzt aber immer mal wieder der Humor durch. Der Schreibstil liest sich flüssig.

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    Marapayas avatar
    Marapayavor 4 Monaten
    Familienbande und ihre Tücken

    Familie kann manchmal furchtbar anstrengend sein, besonders wenn man sich als unabhängig von ihr betrachtet und der Meinung ist, schon längst ganz selbstständig eigene Entscheidungen zu treffen. Das ist meist kurz vor dem Moment, wo die eigene Welt mal eben kurz implodiert. Dann sind die Freunde das Eine, der Anker aber die Eltern oder Geschwister, weil man denen einfach nichts vormachen kann, selbst wenn man sich noch so sehr bemüht. Aber im Familiengefüge hat auch jeder seine über Jahrzehnte erworbene Rolle zu spielen. Daraus lässt sich ganz schwer ausbrechen. Spätestens nach einem halben Tag im Kreis der engsten Lieben ist man wieder eingeklinkt im Familienteufelskreis. Das kann man sehr schön an Nikita Wander beobachten. Barbara Handke hat sich für ihren Provinzfamilienroman einen etwas Abseits stehenden Ich-Erzähler ausgesucht, der in einer wirklich schwierigen Familienkonstellation hin- und gerissen ist zwischen dem Wunsch nach Nähe und Anerkennung, Abstand und Eigenständigkeit.

    Nikita Wander wurde in der DDR geboren, beide Eltern Lehrer und überzeugte Sozialisten. Die Mutter Rita verfolgte während ihrer Schwangerschaft mit dem Erstgeborenen eine politisch motivierte Schwärmerei für Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, damaliger Regierungschef der Sowjetunion. Gegen Sergejewitsch als Zweitnamen konnte sich Vater Pavel immerhin einmal durchsetzen. Mit 15 verliebt sich Nikita. Für die gemeinsame Zukunft mit der wundervollen Marlene lassen sich die Zwänge des DDR-Regimes ertragen, Schule, Armeedienst, Medizin-Studium. Und doch sollte ein beherzter Sprung ins kühle Nass das Aus für die junge Liebe bedeuten. Denn leider ist nicht Nikita gesprungen, sondern der jüngere Bruder Konrad und beeindruckte Marlene damit so nachhaltig, dass sie mit Konrad eine Familie gründete statt mit Nikita.

    Dennoch kommt Niketsch, wie Marlene ihn nennt, nicht los von dieser Familie. Er flüchtet sich in die Arbeit, leistet seine Assistenz in einem ehemaligen Gutshaus im mecklenburgischen Plenskow ab und die Familie folgt hinterher. Marlene ist bei einem Besuch so begeistert von dem Haus, dass sie und Konrad es nach dem Fall der Mauer erwerben und Instand setzen. Eine Praxis für Konrad, der auch Medizin studierte. Ein Café für Marlene. Drei Kinder. Aus Kostengründen dürfen auch die Eltern Rita und Pavel mit einziehen. Und Niketsch, nun in einem städtischen Klinikum arbeitend, leistet Hilfe, investiert Geld, Zeit und Kraft und schwärmt weiter von Marlene. Es ist eine merkwürdige Figurenkonstellation. Und doch nehme ich sie der Autorin ab. Familien können so eigen sein. Da ist alles möglich. Und in der Liebe sowieso. Es ist berührend die Hauptfigur in ihrem zähen Ringen um Abstand, Liebe und Anerkennung zu beobachten. Die traurige Sehnsucht frisst einen geradezu auf. Und doch hat es sich Nikita auch ganz bequem gemacht in seiner Rolle als betrogener, verlassener Bruder. So bequem, dass er sie ungern aufgeben will.

    Neben der Familienkonstellation bezieht Barbara Handke aber auch die unergründlichen Sümpfe des Dorflebens mit ein. Als Zugezogener gehört man frühestens in dritter Generation dazu oder wenn keiner mehr da ist, der sich erinnert, dass man hier nicht geboren wurde. Und in einem Dorf im karg besiedelten Norden des ehemaligen Ostens kämpft ein jeder ums nackte Überleben. Wie soll man es aushalten, dass Zugezogene kommen und alles anders und besser machen wollen. Wie soll sich diese Herabsetzung demütig ertragen lassen können? Wohin mit der Angst, der Unsicherheit, der Wut? Konflikte sind vorprogrammiert und werden auf den Rücken der Schwächsten ausgetragen. So ein Dorf ist nichts für schwache Nerven.

    Die Erzählperspektive von Barbara Handke gefällt mir. Es ist ein Blick von außen, von jemandem, der zwar zur Familie gehört, aber immer nur am Rande in alles involviert ist. Diese halbe Distanz tut der Geschichte gut, macht sie überzeugend und nachvollziehbar. Lässt den Leser durchatmen, wenn die Familiendynamik sich zu sehr hoch spult. Es ist eine einfühlsame, ehrliche und spannende kleine Chronik einer Zeit voller, neuer Möglichkeiten, „die doch nicht ganz bedingungslos zu haben waren.“

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    madameeapoevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes Buch!
    Umwälzung der Zeit

              Das Buch erzählt die spannende Geschichte einer Familie, die ein Haus kauft und es renovieren möchte. An sich nichts besonderes, aber diese Geschichte hier spielt nach der Wende und das fand ich ziemlich interessant, weil ich diese Zeit nicht miterlebt habe und sie nur aus Erzählungen kenne.
    Das Cover zeigt eine marode Wohnung, in der sehr viel zu machen ist, bevor man überhaupt darin wohnen kann. Das passt natürlich perfekt zum Buch.
    Die Handlung an sich hat mir gefallen und fesselte mich auf Anhieb, denn diese Geschichte ist mal etwas anderes, finde ich. Das Lesen hat mir Spaß gemacht und teilweise habe ich gar nicht mehr aufgehört.
    Also schließlich kann ich sagen, dass das Buch wirklich für jeden etwas ist, egal wie alt!
           

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    reni1950vor 5 Monaten
    Norden

    Auf das Buch war ich sehr gespannt, da ich selbst die Wende miterlebt habe und die aufregende Zeit danach. Das Cover hat mich von Anfang an sehr angesprochen, weil es den Inhalt richtig gut widerspiegelt. Im Mittelpunkt der Handlung steht Marlene, die ein altes Gutshaus kauft und dort künftig mit ihrer Familie leben will. Gerade weil so viele Generationen unter einem Dach leben, ist es für alle wichtig, eine eigenständige Persönlichkeit zu bleiben und so erfährt man im laufe der Handlung die kleinen Geschichten und Träume der Mitbewohner. Man ist bei allen Tälern und Bergen hautnah dabei. Die Figuren sind interessant und sympathisch und der Schreibstil hat mir in seiner unaufdringlichen Art sehr gut gefallen.

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    M
    michaela_naumannvor 5 Monaten
    Familie


    Der Familienroman hat schon in der kurzen Zusammenfassung und bei der Leseprobe mein Interesse geweckt. Besonders die Zeit, in der der Roman spielt, finde ich sehr interessant und faszinierend, da ich selbst im Osten aufgewachsen bin und den Mauerfall miterleben konnte. Die einzelnen Familienmitglieder sind wunderbar charakterisiert worden und haben ihre privaten Ziele, aber auch gemeinsame, die die Familie zusammenhalten lässt. Der Schreibstil ist ganz wunderbar und auch die Geschichte an sich ist spannend, so dass man das Buch oft gar nicht aus der Hand legen möchte. Das Cover passt ganz toll dazu und wer selbst ein Haus hat und viel renoviert, fühlt sich ebenfalls vom Inhalt angesprochen. Absolut empfehlenswert.

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    G
    Gralvor 5 Monaten
    DIE EWIGE LIEBE MARLENE

    Mit einem Schlag ist die DDR eine Geschichte ohne
    Wiederkehr. Der große Bruder UDSSR löst sich kurz
    danach selbst in Luft auf. Dann kommen die Menschen
    aus dem Westen wie die Heuschrecken, die sich das
    Land einverleiben wollen. Plenskow in Mecklenburg-
    Vorpommern ist nur eines von vielen Beispielen der
    damaligen Zeit. Familie Wander kauft für einen
    symbolischen Preis ein ehemaliges Gutshaus derer von
    Bredow. Träume, Arbeit und vielleicht sogar Ziele, die
    man einfach nicht erreichen kann, bestimmen die Zeit
    der Familie. Alle versuchen an einem Strang zu ziehen,
    doch das ist leichter gesagt als getan. Niketsch versucht
    seiner großen Liebe Marlene zu folgen, die eigentlich
    mit seinem Bruder Konrad verheiratet ist. Eine Verwirrung
    der Gefühle beginnt.

    Die Autorin erzählt eine wunderschöne und menschliche
    Geschichte, wie sie viele Familien nach der Wende erlebt
    haben könnten. Der Stil ist flüssig und doch von intensiver
    Tiefe geprägt.

    Eine Art Gesellschaftsroman, den man mit Freude liest und
    ohne Probleme weiterempfehlen kann.

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    tigggers avatar
    tigggervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Langatmig und nicht spannend.
    Langatmig und nicht spannend.

    Als ich die Leseprobe gelesen habe, habe ich zwar schon festgestellt, dass in den paar Seiten kaum ein Spannungsbogen enthalten war, aber das in der Geschichte keiner zustande kommt, hätte ich nicht gedacht. Leider zieht sich die Geschichte um dieses geheimnisvolle Gutshaus ziemlich in die Länge. 

    Immer gleiche Gespräche und Streits in der Familie und die von mir ursprüngliche interessante Erzählweise puppte sich für mich leider als nicht überzeugend heraus. Daneben geht es noch um die Liebesgeschichte und die nicht ausgesprochenen Gefühle zwischen der männlichen und weiblichen Hauptperson. 

    Die Geschichte ist vom Storyverlauf nicht stark spannend, daher eher zu empfehlen zur Entspannung oder eben für Zwischendurch. 

    Ich habe hier mehr erwartet, doch leider hat sich dies nicht bewahrheitet.

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