Barbara Hundegger schreibennichtschreiben

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Inhaltsangabe zu „schreibennichtschreiben“ von Barbara Hundegger

Literatur ist nicht nur Schreiben, Literatur ist auch Alltag – und macht sich darin nur selten bezahlt. Die Konkurrenz lauert: fernsehen statt schreiben, Sex statt schreiben, staubsaugen, dübeln und lesen statt schreiben. Die Lyrikerin Barbara Hundegger, eine der wichtigsten und unkonventionellsten Vertreterinnen ihres Fachs, weiß davon zu erzählen, dass das Geschäft der Dichterin nun einmal kein einfaches ist und es wesentlich mehr braucht als Zettel und Bleistift. In schreibennichtschreiben stehen sich beide Lebenswelten gegenüber, brechen aber, ganz wie in der Realität, in einem fort ineinander ein: linksseitig die wendungsreich durchgearbeitete Lexikonsprache als Sinnbild der Lebenspraxis, rechtsseitig Gedichte, welche in parallel laufender Produktion aus diesem Sprachmaterial erwachsen und die hinter den Begriffen liegenden, tief- und weitgründigen Themenlandschaften ausbreiten. Hundegger scheut dabei auch nicht zurück vor Selbstbefragung und -ironie und bringt Facetten ihres Berufes ans Licht, die dem oftmals geschönten und allzu heiligen Schreibernst entgehen.

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  • Rezension zu "schreibennichtschreiben" von Barbara Hundegger

    schreibennichtschreiben
    leserin

    leserin

    30. November 2009 um 19:41

    Der erste Teil des Buches "NSN-Facetten" besteht aus kleinen Absätzen mit jeweils einem Thema (1 Wort) alphabetisch ab Z abwärts. Durch die Kombination ihrer Wörter und Wortstellungen ergeben sich neue Eindrücke. Immer wieder bricht die feministische Ader der Schreiberin sowie die Meinung über die ungerechte Behandlung von Mann und Frau in der Kunst, sprich Literatur durch. Es kommt sehr deutlich zu Tage, daß die Arbeit "schreiben" nicht immer richtig anerkannt wird und auch das Honorar darunter leidet. B.H. wägt sehr fein zwischen "schreiben nicht schreiben" sollen, wollen, müssen, können... ab. Es gibt viele Stellen im Text, die variabel zu lesen sind. Je nach Geschwindigkeit und Betonung ändert sich der Inhalt. Der zweite, weit umfangreichere Teil besteht aus Satzteilen mit Substantiv und Verbum im Perfekt ohne Modalverben alphabetisch geordnet, von Z bis A. Einzelne Wortgruppen werden dann näher im Präsens beschrieben. Sie formt ihre Gedanken aus den verschiedensten Themenbereichen. Satzzeichen sowie die Großschreibung fehlen überhaupt. Kombinationen von Substantiv und Verb ergeben oft positive Aspekte, andere genau das Gegenteil. Sie macht aus Kombinationen von zwei Verben einen durchgehenden sinnvollen Satz mit viel Aussagekraft. Jedenfalls denke ich, daß es ein mehr oder weniger schwieriger Weg ist, durch Alltag, Erfahrung, Lebensweisheiten und Gedanken zum Entschluß "schreibenodernichtschreiben" zu kommen. Das Fazit für mich ist: Dies ist ein Buch, das im wahrsten Sinne des Wortes nachdenklich macht. Ich werde das Buch sicher noch öfter in die Hand nehmen und einzelne "Ausschnitte" mir immer wieder Zu Gemüte führen.

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