Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen

von Barbara Imgrund 
4,4 Sterne bei9 Bewertungen
Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen
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banditsandras avatar

Eine Geschichte über Ende und Neuanfang...und auch ein bisschen was so dszwischen sein kann

Janine2610s avatar

Eine schöne Geschichte voller Lebensweisheiten!! Leider war die "Offenbarung" am Ende für mich schon vorhersehbar.

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Inhaltsangabe zu "Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen"

"Wer Freude an einer fantasievollen Geschichte mit aufregenden Charakteren und spannendem Verlauf hat, sollte sich dieses Buch unbedingt gönnen."
"Meine Welt der Bücher", Janine Brandstetter

Marie hat per Notkaiserschnitt ihren Sohn tot zur Welt gebracht und kann keine weiteren Kinder bekommen. Fiebrig mäandert sie durch die Tage im Krankenhaus. Nachts, in ihren Albträumen, wird sie von einem dämonischen Schmetterling in den Abgrund getrieben. Schließlich bricht mit der Operationswunde auch die Verlassenheit wieder auf, die sie seit ihrer Kindheit begleitet: "Ich bin die, die übrig bleibt."
Ihr Heil sucht Marie auf dem Friedhof gegenüber. Ein Glück, dass es dort viel lebendiger und launiger zugeht, als man meinen sollte - die Menschen, denen sie begegnet, sind ebenso gestrandet wie sie, sie haben nichts mehr zu verlieren. Doch schon bald spürt Marie, dass etwas nicht stimmt. Es ist, als hätten Rose und Adrian, Siegfried und Gretel schon viele Jahre auf sie gewartet. Und allmählich dämmert ihr, dass ein gemeinsames Schicksal sie alle aneinander fesselt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752803303
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:22.06.2018

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    Federchens avatar
    Federchenvor 2 Monaten
    Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen...

    Marie hat ihren Sohn tot zur Welt gebracht. Benjamin, das Glückskind, wurde ihr genommen, bevor sie ihm eine liebevolle Mutter sein konnte. Marie fühlt sich allein. Sie ist noch da, sie ist übrig geblieben. Matti, ihr Mann versucht, ihr Trost zu spenden. Auch er kämpft mit seiner Trauer. Doch Marie lässt keinen Trost zu, sie lässt keine andere Trauer zu. Sie will Matti nicht mehr sehen, ist der Meinung ihre Beziehung habe jede Grundlage verloren. Jede Nacht begegnet ihr ein bedrohlich wirkender Zitronenfalter, der sie mit seinen Augen fixiert. Marie möchte fliehen und weiß nicht wie oder wohin. Ihr einziger Fluchtweg führt sie auf einen Friedhof...

    "Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen" ist ein Roman, der sich vorwiegend mit dem Thema Trauer und deren Bewältigung beschäftigt. Dennoch ist die Geschichte von Barbara Imgrund nicht schwer oder ausschließlich von Melancholie geprägt. Die Szenerie wechselt eher zwischen Real und Surreal, was ebenfalls nicht negativ zu werten ist. Im Gegenteil, es macht vieles nachvollziehbar, abwechslungsreich und ab und zu auch undurchschaubar. Erscheint die Protagonistin in ihrem Handeln zuweilen etwas unsympathisch, so sind besonders die Nebencharaktere auf ihre Art sonderbar, dass sie zugleich liebenswert sind. Barbara Imgrund hat einen bildhaften Schreibstil, was sich besonders in der Beschreibung des Friedhofes und seiner Bewohner zeigt. Sie benutzt zwei unterschiedliche Perspektiven während der Geschichte. Zum einen ist sie der Erzähler, zum anderen schreibt sie die Gedanken ihrer Protagonistin in der Ich-Form. Ab einem bestimmten Punkt ahnt der Leser, was es mit den Personen auf sich hat. Diese Vorhersehbarkeit wird von der Autorin allerdings immer wieder gekonnt ins Wanken gebracht. 

    (c) buchgefieder.blogspot.com

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    Janine2610s avatar
    Janine2610vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine schöne Geschichte voller Lebensweisheiten!! Leider war die "Offenbarung" am Ende für mich schon vorhersehbar.
    Das Leben ist ein Geschenk.

    Die Buchrückseite:

    Marie hat ihren Sohn per Notkaiserschnitt tot zur Welt gebracht und kann keine weiteren Kinder bekommen.
    Fiebrig mäandert sie durch die Tage im Krankenhaus. Nachts, in ihren Albträumen, wird sie von einem dämonischen Schmetterling in den Abgrund getrieben. Schließlich bricht mit der Operationswunde auch die Verlassenheit wieder auf, die sie seit ihrer Kindheit begleitet: »Ich bin die, die übrigbleibt.«
    Ihr Heil sucht Marie auf dem Friedhof gegenüber. Ein Glück, dass es dort viel lebendiger und launiger zugeht, als man meinen sollte – die Menschen, denen sie begegnet, sind ebenso gestrandet wie sie, sie haben nichts mehr zu verlieren. Doch schon bald spürt Marie, dass etwas nicht stimmt. Es ist, als hätten Rose und Adrian, Siegfried und Gretel schon viele Jahre auf sie gewartet. Und allmählich dämmert ihr, dass ein gemeinsames Schicksal sie alle aneinander fesselt ...

    Meine Meinung:

    Wenn das Schicksal hart zuschlägt, sucht sich jeder Mensch seinen ganz individuellen Weg, um mit der eingetretenen Situation zurechtzukommen. Manche Menschen kommen schneller damit klar, andere brauchen länger, bis sie von sich behaupten können, dass alles wieder in Ordnung ist. Wieder andere kommen niemals darüber hinweg.
    Marie, die Protagonistin in vorliegendem Buch, muss gleich zwei schwerwiegende Tatsachen verkraften: die Totgeburt ihres Sohnes und der Umstand, dass sie nun keine Kinder mehr bekommen kann. Für Marie sind diese Nachrichten wie ein Schlag ins Gesicht. Kein Wunder, dass sie sich taub fühlt vor Traurigkeit. Kein Wunder, dass sie sich selbst nicht mehr wahrnimmt, ja sogar das Gefühl hat, sich selbst verloren zu haben. Ein solcher Verlust ist an Tragik kaum zu überbieten. Und ich konnte ihr deshalb auch ihr andauerndes Selbstmitleid und ihren ständigen Gedanken »Ich bin die, die übrigbleibt.« absolut nicht übelnehmen.

    ~ »Man kann nur etwas ändern, wenn man endlich aufhört, sich leid zu tun.« ~
    (S. 54)

    Wie es dann manchmal so ist - und das scheint ebenfalls Schicksal zu sein - plant das Leben für einen aber manchmal viel mehr als man erwarten würde. Manchmal hat man das Gefühl, als würde irgendeine höhere Macht wollen, dass dieses oder jenes passiert oder eben nicht passiert, damit ... ja was eigentlich? Damit man die Chance bekommt, persönlich zu wachsen/sich persönlich weiterzuentwickeln, um ein glücklicheres Leben führen zu können? - Ich denke schon!

    Maries Geschichte ist voll von Menschen, die ihr (teils unbewusst) meist durch Gespräche oder einfach so dahingesagten Sätzen helfen, ihr Schicksal zu akzeptieren, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Diese Menschen sind aber nicht einfach irgendwelche zufällig getroffenen Menschen. Genau genommen haben sie eine ganz besondere Bedeutung bzw. spielen alle mehr oder weniger eine ganz wichtige Rolle in Maries Leben. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen, das würde zu viel vorwegnehmen.

    ~ Manche Dinge muss man schon selbst erkennen, sonst sind sie nichts wert. ~
    (S. 162)

    Ich persönlich finde jedenfalls, dass Barbara Imgrund Maries Lebenslektion in eine total schöne Geschichte verpackt hat, die es sich absolut zu lesen lohnt.
    Ich meine, ja, der eine oder andere Charakter wirkt – zumindest anfangs – vielleicht etwas verschroben, komisch oder eigensinnig, wahrscheinlich auch deshalb, weil ebenjene sich am liebsten am Friedhof aufhalten, aber genau das hat mir an dem Roman auch irgendwie gefallen: die Besonderheit der Protagonisten.
    Außerdem offenbart das Buch auf den letzten Seiten etwas, das ich eh irgendwie schon die ganze Zeit ein wenig geahnt habe, denn Anzeichen für meine Vermutung gab es im Laufe des Lesens genug. Wirklich überrascht war ich von dieser Entwicklung also nicht mehr.

    ~ Das, was man sieht, ist nicht immer so, wie es scheint. ~
    (S. 116)

    Wer Freude an einer fantasievollen Geschichte mit aufregenden Charakteren und spannendem Verlauf hat, sollte sich »Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen« unbedingt gönnen. Darin finden sich auch so viele schöne Lebensweisheiten und ratspendende Gedanken – selbstverständlich meist auf die Protagonistin zugeschnitten. Nichtsdestotrotz absolut Gold wert, wenn man es versteht, die für sich relevanten Sätze rauszupicken.

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    banditsandras avatar
    banditsandravor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über Ende und Neuanfang...und auch ein bisschen was so dszwischen sein kann
    Die Frage nach dem Leben nach dem Tod...oder doch dazwischen?

    Wir begleiten Marie und merken gleich am Anfang das ein Schicksalsschlag sie getroffen hat. Und wir jetzt ihre Verarbeitung miterleben. Über Alpträume, Gespräche, ihre Überlegung selber ein anderes Ende zu wählen. Hilfe für sich scheint sie dann auf einem Benachbarten Friedhof zu finden. Doch wer sind die Leute dort wirklich, haben sie nicht noch eine andere Verbindung als ihre Tage auf einem alten Friedhof zu verbringen?

    Ich bin sehr schnell in das Buch reingekommen. Die Charaktere fand ich gut gezeichnet und sehr liebevoll aufgebaut. Man lernt sie auch alle wirklich gut auf dieser Reise kennen. Es wird sich mit einem nicht leichten Thema beschäftigt und das so wie es ist, ohne extra pathetisch, mahnend oder über "sentimental" ( damit mein ich, es wird nicht extra auf die Tränendrüse gedrückt) zu sein. Sondern die Dinge werden genannt wie sie sind. Trotzdem kommt der Schmerz und die Verzweiflung und auch Trauer und Wut der Protagonistin sehr gut rüber. Die Autorin hat es wirklich gut geschafft einen zu fesseln und mitzunehmen. Die "Auflösung" war jetzt keine große Überraschung aber für mich sehr stimmig. 

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    Eva_Maria_Nielsens avatar
    Eva_Maria_Nielsenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Absolute Leseempfehlung!
    Ein wunderbares Buch, Poetisch, lebensbejahend und spannend

    Marie verliert ihren Sohn Benjamin bei einem Notkaiserschnitt. Danach fühlt sich sie nicht mehr als Frau, macht sich Vorwürfe und fragt sich, weshalb sie das Kind verloren hat. Ihre Beziehung zu Matt, ihrem Partner, droht an der Herausforderung zu zerbrechen. Denn die Depression zieht Marie immer tiefer in ein Gewirr aus Schuldgefühlen und Alpträumen.

    Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich bin, als ich anfing es zu lesen, sofort in die Geschichte eingetaucht. Die Sprache der Autorin ist kraftvoll und wie ein unwiderstehlicher Sog saugte sie mich in die Welt von Marie.

    Warum wollte Marie ein Kind bekommen? Was passierte mit ihr nach der Todgeburt? Wie veränderte dieses Erlebnis ihre Welt und der Beziehung zu ihrem Partner?

    Die suizidgefährdete Marie schleicht einer Glückkatze und trifft verschiedene Menschen, die auf dem Friedhof neben des Klinik leben und arbeiten. Sie sind Individualisten, jung und alt, Männer und Frauen, und jeder von ihnen berührt in Marie Seiten, die lange brach gelegen haben.

    Schritt für Schritt arbeitet sie sich zurück zur Lebensfreude.

    Das Buch hat viele überraschende Wendungen, denn die Autorin Barbara Imgrund legt viele Fäden aus. Erst am Schluss werden alle diese losen Fäden gesammelt und in Maries Leben integriert.

    Es ist ein dichter Roman, das man nicht so schnell weglegt, aber auch nicht einfach konsumiert. Denn Marie und die Autorin hinterfragen vieles, und sie machen es sich nicht leicht.

    Als Leser fühle ich mich aufgefordert, mich meinem Leben zu stellen und zu schätzen. Die Sprache ist dicht und fast poetisch.

    Ich wünsche mir, dass es mehr Bücher von diesem Kaliber geben würde. Bücher, die Mut machen zu leben, ohne den Kampf, den das Leben manchmal von uns fordert, zu verharmlosen. Und die das Selbstmitleid durch Lebensfreude und Dankbarkeit ersetzen.

    Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen von Barbara Imgrund ist ein Roman, der mich sehr tief berührt hat und noch lange begleiten wird.

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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 8 Monaten
    Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen

    Obwohl das Buch mit seinen knapp 200 Seiten ein wirklich dünnes ist, bin ich abgetaucht in die Geschichte voller Kraft, Energie und Atmosphäre.

    Marie liegt im Krankenhaus, nachdem sie ihren Sohn tot zur Welt gebracht hat und nun keine Kinder mehr bekommen kann. Sie weiß mit dem Verlust nicht umzugehen und flüchtet auf einen Friedhof – hier trifft sie Menschen, die sie verstehen und bei denen sie nicht das Gefühl hat, „die zu sein, die übrig bleibt“.

    Es ist eine leise Geschichte, die hier erzählt wird und man sollte bei der Thematik keine Angst haben – trotz des ernsten Themas ist sie voller Energie und hat mich am Ende das Buch voller Hoffnung im Bauch zuschlagen lassen.

    Marie ist kein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, mir hat sie es oft schwer gemacht – natürlich tut sie mir leid nach ihrem Verlust und auch ihre Reaktionen sind mehr als verständlich; dennoch hat es wehgetan zu lesen, wie sie mit ihrem Mann umgeht, dass sie keinen gemeinsamen Weg sucht, die Krise zu meistern und sie meint, es alleine mit sich ausmachen zu müssen. Erst mit ihrer Ankunft auf dem Friedhof wird sie mir sympathischer, vor allem, weil sie sich mit sich selbst beschäftigt und sich reflektiert und dann auch einen für sie gehbaren Weg findet.

    Gerade die Abschnitte auf dem Friedhof sind sehr märchenhaft und haben mich oft lächeln lassen. Ich mochte diesen Gegensatz zwischen dem Friedhof, wo es eigentlich kalt und tot sein sollte und der Wärme der Menschen, die Marie dort kennenlernt, deren Energie und Hoffnung, die sie ausstrahlen. Hier ist die Geschichte sehr dicht erzählt, voller Atmosphäre und wohliger Stimmung – dass Marie hier Kraft schöpft und Energie tankt, habe ich gut verstanden. Schön fand ich auch, dass sie die Situation, so surreal sie auch scheint, einfach annimmt und dann im Laufe der vergehenden Zeit erkennt, was es eigentlich mit diesen Menschen auf sich hat. Marie entwickelt sich in dieser Zeit ungemein vorwärts, so, als ob ein Knoten in ihrem Kopf und Herz zu platzen scheint. Und am Ende werde auch ich als Leser versöhnlich gestimmt.

    Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es schafft, Stimmungen einzufangen und Atmosphäre zu schaffen. Er ist eindringlich und voller Poesie, dennoch auf den Punkt und angenehm zu lesen. Es entsteht ein ganz eigener Sog in der Geschichte, der mich das Buch nur schlecht aus der Hand hat legen lassen – und auch nach Beenden der Lektüre hat die Geschichte noch in mir nachgehallt.

    Mein Fazit
    Eine leise, dennoch aber sehr eindringliche Geschichte, die trotz des ernsten Themas voller Energie steckt und mich als Leser mit einem warmen Gefühl im Bauch zurückgelassen hat. An mancher Stelle war mir die Geschichte zu märchenhaft, trotzdem hat sie mir gut gefallen und auch noch länger in mir nachgehallt. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

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    claudiwilllesens avatar
    claudiwilllesenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Außergewöhnliche Geschichte über den Mut zum Weiterleben nach einem Schicksalsschlag
    Außergewöhnliche Geschichte über den Mut zum Weiterleben nach einem Schicksalsschlag

    Marie liegt nach einem Notkaiserschnitt im Krankenhaus. Ihr kleiner Sohn konnte nur noch tot geboren werden. Sie und ihr Mann Matti drohen an dem Verlust zu verzweifeln und die Beziehung der beiden zu zerbrechen. 
    Marie schottet sich zunehmend von ihrem Mann ab und versucht wichtigen Entscheidungen zu entgehen. Nachts wird sie von Alpträumen geplagt, in denen immer wieder ein gelber Schmetterling auftaucht.
    Nach einem Streit mit ihrem Mann im Klinikgarten bemerkt sie eine dreifarbige Katze, die sie bald darauf auf einen alten verlassenen Friedhof führt. Dort trifft Marie auf Adrian, Rose, Siegfried und Gretel und wird im Gespräch mit ihnen mit ihren eigenen Ängsten konfontiert und dazu gebracht, sich mit dem Tod ihres Sohnes und dem Weiterleben nach diesem Schicksalsschlag auseinander zu setzen.
    Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, da es zeigt, dass es sich nach einem Tiefpunkt im eigenen Leben trotzdem lohnt weiter zu machen und man sein eigenes Leben in die Hand nehmen kann und dankbar sein sollte für jeden Tag, der einem bleibt.

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    martina400s avatar
    martina400vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundersame Geschichte über das Loslassen und wieder neu Beginnen.
    Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen

    "Schmetterlinge fliehen nicht. Sie fliegen." 32%

    Inhalt:
    Marie liegt im Krankenhaus, weil sie ihren Jungen tot gebären musste. Dieser Schicksalsschlag trifft sie hart und sie weiß nicht mehr wo oben und unten ist - ringt mit ihrem bisherigen Leben und allem was ihr lieb und teuer wahr. Doch bald begegnen ihr viele Leute, die einerseits skurril sind, aber andererseits allwissend zu sein scheinen.

    Cover:
    Das Cover finde ich wunderschön. Dadurch, dass der Scherenschnitt der Bäume rund um den Titel ist, sticht dieser heraus. Der gelbe Schmetterling leuchtet richtig und springt sofort ins Auge. Durch die schwarzen Blätter kann man vermuten, dass alle Farbe gewichen ist und etwas Schreckliches passiert ist. Der Schmetterling in dem strahlendem Gelb vermittelt Hoffnung und Lebensfreude.

    Meine persönliche Meinung:
    Das Buch hat mich irgendwie fasziniert. Es ist keine Geschichte, es ist aber auch kein Ratgeber. Der Einstieg gelingt gut und man fühlt mit Marie mit wie sie nach ihrem Verlust leidet. Danach wird sie ein bisschen zu einer skurrilen Persönlichkeit  und das ganze Szenario am Friedhof wird ein wenig eigen. Doch schon früh merkte ich, dass das nicht die Wirklichkeit sein konnte, da die Personen zu  viele Gedanken erahnen können. So wurde es dann gegen Ende hin total schön, wie sie durch Gespräche Marie helfen wieder zu sich selbst zu finden, ohne, dass Marie das bewusst merkt. Das Ende gefiel mir am besten, wie Marie in der Amsel Gretel hört und eine Glückskatze zufällig angelaufen kam. Das ist eine sehr schöne Vorstellung seine Lieben noch bei sich zu haben - egal, ob man sich das einbildet oder nicht. Gut finde ich auch wie ihre Gedanken durch die graue Schrift herausgehoben und somit unterschieden werden können. 

    Fazit:
    Eine wundersame Geschichte über das Loslassen und wieder neu Beginnen.

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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor 10 Monaten
    Das Leben ist ein Segen

    Marie hat trotz Notkaiserschnitt ihren Sohn tot geboren. Ein weiterer Kinderwunsch wird nun nicht mehr gestillt werden können. Während sie im Krankenhaus die Wunde verheilen lässt, wird sie von einem Albtraum heimgeholt. Ihre Flucht zum nahen Friedhof reisst alte Wunden ihrer Kindheit auf.

    Ich habe in meiner Lesekarriere schon viele Bücher gelesen. Krimis, Liebesromane, Historische Romane - eigentlich alles was Buchstaben beinhaltet. Dieses Buch war eine Herausforderung. Ein interessanter Kurztext hat mich animiert. Geschenkt wurde mir ein Buch, dass so anders, so speziell so nachdenklich machend ist, dass ich noch Stunden nach dem lesen sprachlos bin. Während des Lesens habe ich kurz unterbrochen und meinen Freund gefragt, was will die Autorin mit diesem Buch bezwecken? Es gabe eine kurze Diskussion aber so richtig durchblicken konnte ich irgendwie nicht. Erst gegen Schluss öffnet sich die Rose und zeigt den wahren Inhalt eines wahrlich genialen Werkes.

    Die Geschichte um Marie wird mich noch lange begleiten. Das Buch macht nachdenklich und müsste zur Zwangslektüre werden für Menschen, die unglücklich sind oder - vielleicht ist das zu hart, zu weit gegriffen - für Menschen, die zu wenig Lieben. Die Ihr Leben zu wenig geniessen. Man ist seines Glückes eigener Schmied. Dieses Sprichwort ist sehr, sehr zutreffend.

    Fazit: Ein Buch, das so anders, so eindrücklich so begeisternd ist. Das zum nachdenken anregt und einfach tiefe Gedanken und Ängste anspricht. Was will man im Leben erreichen? Lieben wir genug? Was wollen wir erreichen - dem vergangen nachjagen oder doch das schöne sehen. Das was wir aktuell haben? Ein berührendes Buch, fesselnd wie ein Thriller und doch so ans Herz gehend weil es schlicht ein Alltagsthema ist, mit dem man sich auseinandersetzten sollte.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich ein sehr emotionales Leseerlebnis
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    makalanis avatar

    Liebe Bücherwürmer,

    habt ihr Sinn für magische Tiere, schräge Figuren, einen spannenden Plot und eine verblüffende Wende à la Sixth Sense? Scheut ihr womöglich auch nicht davor zurück, euch ans Eingemachte zu wagen und eine Geschichte über Verlust und Trauer zu lesen, die mal tragisch, mal komisch ist, aber immer mit den Erwartungen des Lesers spielt? Zweimal genickt? Dann seid ihr hier goldrichtig (kleiner Spoiler ;-)).


    Ich lade euch ganz herzlich zu einer Leserunde zu meinem jüngsten Roman Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen ein. Für diesen guten Zweck stiftet mein Verlag red.sign media 10 eBooks (lasst uns bitte wissen, welches Format ihr bevorzugt). Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 5.2.2018 – verratet mir einfach, warum euch dieses Buch anspricht. 


    Ehrensache, dass ich die Leserunde begleiten werde – mich interessiert brennend, was ihr zu meinem „Schmetterling“ zu sagen habt. Da ich aber gerade an einer ziemlich dicken Übersetzung sitze, bitte ich, es mir nachzusehen, wenn ich mich manchmal erst ein wenig zeitversetzt einklinke.


    Es gelten die Leserunden-Richtlinien von LovelyBooks. An der Leserunde teilnehmen dürfen selbstverständlich auch LeserInnen, die nicht gewonnen haben. Am Schluss würde ich mich über eine Rezension hier bei LovelyBooks und den üblichen Verdächtigen wie Amazon & Co. freuen. Ich bin schon sehr gespannt auf den Austausch mit euch!


    Der Klappentext:

    Marie hat per Notkaiserschnitt ihren Sohn tot zur Welt gebracht und kann keine weiteren Kinder bekommen. Fiebrig mäandert sie durch die Tage im Krankenhaus. Nachts, in ihren Albträumen, wird sie von einem dämonischen Schmetterling in den Abgrund getrieben. Schließlich bricht mit der Operationswunde auch die Verlassenheit wieder auf, die sie seit ihrer Kindheit begleitet: „Ich bin die, die übrig bleibt.“

    Ihr Heil sucht Marie auf dem Friedhof gegenüber. Ein Glück, dass es dort viel lebendiger und launiger zugeht, als man meinen sollte – die Menschen, denen sie begegnet, sind ebenso gestrandet wie sie, sie haben nichts mehr zu verlieren. Doch schon bald spürt Marie, dass etwas nicht stimmt. Es ist, als hätten Rose und Adrian, Siegfried und Gretel schon viele Jahre auf sie gewartet. Und allmählich dämmert ihr, dass ein gemeinsames Schicksal sie alle aneinander fesselt ...


    http://amzn.to/2DWqpuw

    http://barbara-imgrund.de

    https://www.facebook.com/barbaraimgrund.de



    Ihr Lieben, die Teilnehmerinnen der Leserunde stehen nun fest:

    banditsandra
    martina400
    claudiwilllesen
    Sabrinaliest
    Susanne269
    Alexanderswelt
    Lina_Marie_Arnold
    Je-no-pe

    Ihr solltet inzwischen alle eine Mail von mir bekommen haben. Diejenigen, die mir noch nicht mitgeteilt haben, welches Format sie bevorzugen, mögen das bitte rasch tun, damit der Verlag ihnen das Buch zügig zukommen lassen kann. Und dann kann's auch schon losgehen. Ich freue mich auf eine lebendige Diskussion!


    makalanis avatar
    Letzter Beitrag von  makalanivor 6 Monaten
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