Barbara Kühnlenz Schattensprung

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Inhaltsangabe zu „Schattensprung“ von Barbara Kühnlenz

Berlin-Ost 1988

Der zeugungsunfähige Johannes Traugott zwingt seine Freundin Melanie mit seinem besten Freund, Andreas Chrysander, zu schlafen, um selbst Vater zu werden. Die Ereignisse der Wendezeit holen nicht nur Johannes und Melanie ein. Das als das Kind geboren wird, ist alles anders. (Quelle:'Flexibler Einband/22.03.2012')

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  • Rezension zu "Schattensprung" von Barbara Kühnlenz

    Schattensprung

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. October 2012 um 19:46

    Das Buch:„Schattensprung“ von Barbara Kühnlenz erzählt das Geschehen in der DDR vor und nach der Wende und des Mauerfalls, verpackt in einer dramatischen Liebesgeschichte. Melanie ein Einzelkind, und Johannes kommen aus unterschiedlichen Familien. Melanies Vater verabscheut dieses Kommunistenpack, dem Johannes Eltern angehören. In seinen Augen ist Johannes ein Hallodri, ein Taugenichts, aber er duldet ihn als Besucher, weil Melanie sonst ebenfalls fernbleiben würde. Sie hat ihn bei ihrer Freundin Isabell kennen gelernt, bei der er seit einigen Tagen wohnte. Isabell hatte Melanie vor Johannes gewarnt, aber Melanie hörte nicht auf sie. Melanie und Johannes verlieben sich heftig, und ziehen zusammen. Johannes ist zeugungsunfähig, liebt Kinder aber über alles, so scheint es. Er verlangt von Melanie, sie solle seinen Freund Andreas verführen, und mit ihm ein Kind zeugen. Melanie gerät in große Gewissenskonflikte, kann sich aber nicht von Johannes trennen. Sie versucht, Andreas zu verführen, aber ihre Liebe zu Johannes lässt das nicht zu. Johannes nutzt Melanies Zuneigung für seine Zwecke. Er lebt auf ihre Kosten, und erklärt, er müsse studieren, während Melanie zum arbeiten geht. Johannes hat auch andere Freundinnen, als er bemerkt, dass Melanie seinen Wunsch nach einem Kind nicht nachkommen will. Melanie überwindet sich, und wird von Andreas schwanger. Sie bekommt ein behindertes Kind. Andreas setzt sich in den Westen ab ohne von seinem Kind zu wissen, und geht anschließend nach Amerika. Die Ereignisse bei der Wende, in Berlin und anderswo bilden den historischen Hintergrund dieses Romans. Der Wandel der Menschen in der DDR, und die Auseinandersetzung mit der neuen und alten Gesellschaftsordnung in Deutschland werden einfühlsam und realistisch beschrieben. Ebenso der historische Hintergrund, und die beiden Gesellschaftssysteme des Kommunismus und des Nationalsozialismus Johannes ist eine sehr schwache Person, ohne eigene, feststehende Meinung. Denn Meinungsfreiheit blieb in der DDR dieselbe unbekannte Größe wie im "Dritten Reich". Er lässt sich von der neuen Welle, die aus dem Westen kommt, stark beeinflussen. Der Begriff „Wohlstand“ bedeutet für ihn, nicht arbeiten zu müssen, und einfach darauf zu warten, bis er das Geld von der Strasse auflesen kann. Das nutzt er für seine Zwecke, indem er sich einer HJ Gruppe anschließt, trinkt und Frauen „für sich arbeiten“ lässt. Sein Problem ist, dass er einen behinderten Sohn hat. Unwertes Leben, in den Augen seiner HJ Freunde, vor denen er das Kind verbirgt. Auch Melanie hat nie gelernt, sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Ihre Liebe zu Johannes ist zuerst allgewaltig. Obwohl sie belügt, betrügt, und misshandelt wird, und Johannes ihren Sohn nur widerwillig anerkennt, verlässt sie ihn nicht. Sie kümmert sich zwar liebevoll um das Kind, verteidigt es auch Johannes gegenüber. Sie ist aber auch bereit, es ihm zu Liebe wegzugeben, was sie für einige Zeit tut. Der Wende steht sie kritisch gegenüber. Sie hat Angst vor der Zukunft, Angst um ihr Kind. Auch ein Besuch im „goldenen Westen“ kann sie nicht überzeugen. Als sie erkennt, dass sich Johannes niemals von seinen „neuen“ Freunden trennen wird, und ein Freund von Andreas wieder auftaucht, begreift sie, welche Gefahr von Johannes ausgeht. Sie will ihren Sohn in Sicherheit bringen. Doch Johannes Reaktion auf die veränderte Situation ist unabsehbar.

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